Forum: Karriere
Zwischenruf: "Die Trennung von Arbeit und Leben ist Bullshit"
Marcello Hernandez

Der Job macht krank und hindert uns an der Selbstentfaltung, erst mit der Freizeit beginnt die Freiheit? Völlig falsch, sagt Gastautor . Der Philosoph will kein Gejammer über die Zumutungen der Berufswelt mehr hören - und träumt von einer Revolution der Arbeit.

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lotoseater 23.12.2013, 11:40
40. Werbung

Dieser Artikel ist nichts weiter als Werbung für das Buch des Autors. Die simple Taktik: Provokative Thesen rausposaunen, dann regen sich ganz viele Leute drüber auf, das generiert Aufmerksamkeit, das wiederum erhöht die Verkaufszahlen. Danke SPON, für diese schöne Lektion in stumpfem Brachialmarketing. Passt auch sehr gut in die weihnachtliche Zeit des Konsumterr... äh der Liebe. ;-)

Die Werbung war übrigens vor gut zwei Monaten schon mal da:
Das Buch von Thomas Vasek: Work-Life-Bullshit - SPIEGEL ONLINE
Scheinbar liegt das Buch noch zu schwer in den Regealen und braucht noch mal nen ordentlichen "push", wie man das in Forensprache nennen würde.
Also, liebe Mitforisten: Geht der plumpen Werbung nicht auf den Leim.

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Argonmann 23.12.2013, 11:48
41. Zynisch...

...zu fordern, man solle sich doch eine Arbeit suchen, die einen erfüllt und Spaß macht. Das kann man schon als Luxusproblem abstempeln. Viele wären dankbar, überhaupt einen Job zu haben, und dann geht es nicht um Freude an dieser Arbeit, sondern erst einmal darum, Dinge wie steigende Strom- und Heizkosten bezahlen zu müssen. Ob das Spaß macht? Naja.

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BBTurpin 23.12.2013, 11:48
42. Elfenbeinturm

Hoch oben im Turm hat der Philosoph vielleicht den Überblick, aber keine Einblicke. Vieles an diesem Artikel stimmt, doch das Problem bei der "schlechten Arbeit" liegt weniger in der Arbeit selbst, als bei den entwürdigenden Bedingungen und dem pausenlosen Druck. Und daran wird sich auch nichts ändern, solange wir uns einen hübsch großen Pool an Arbeitslosen halten. Das ganze ist eine Verteilungsfrage - wie immer im Kapitalismus, den wir wie einen Gott anbeten.

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stefan7777 23.12.2013, 11:49
43. Ja, genau so ist es!

Ergänzend: Wir haben faktisch ein Grundeinkommen. Wenn dieses nun noch wirklich bedingungslos wird, ist das im Artikel angesprochene Risiko für jeden einzelnen beherrschbar. Nur glaube ich, viele Menschen haben noch nicht begriffen was das alles bedeuten/vereinfachen würde und lehnen es dümmlich als "linkes" Gewäsh ab. Sehen wir mal, wo wir in 10 Jahren stehen, wenn die ersten Langzeiterfahrungen aus der Schweiz und Südamerika vorliegen, wo sich teilweise andere Einsichten durchsetzen oder die blanke Not die Kreativität fördert. Ein erfülltes (Arbeits-)Leben und nun erst mal schöne Weihnachten.

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Welo33 23.12.2013, 11:50
44. Völlig richtig!

Ich persönlich finde es auch vollkommen unvorstellbar 40 Stunden in der Woche (oder mehr) Dinge zu tun, die ich eigentlich nicht tun will.

Aber ich denke viele Menschen (auch Arbeitskollegen von mir) steuern immer nur auf den Feierabend, das Wochenende oder den Urlaub zu! Was für ein unbefriedigendes Leben muß das sein? Entweder man verändert seine Einstellung oder man versucht etwas zu ändern. Getreu dem Motto: Love it, change it, or leave it!

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dani216 23.12.2013, 11:59
45. Das breite Grinsen dieses

Zitat von sysop
Der Job macht krank und hindert uns an der Selbstentfaltung, erst mit der Freizeit beginnt die Freiheit? Völlig falsch, sagt Gastautor Thomas Vašek. Der Philosoph will kein Gejammer über die Zumutungen der Berufswelt mehr hören - und träumt von einer Revolution der Arbeit.
weltfremden Schwätzers möchte ich mal sehen, wenn er eine Woche bei schlechtem Wetter, negativen Temperaturen und starkem Wind im fünften Stock auf dem Gerüst gestanden hat, um eine Fassade zu sanieren.

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emeticart 23.12.2013, 12:02
46. Der größte Fehler, ...

... war und ist, dass "man" nicht für jede Maschine/Computer, die an einem Arbeitsplatz eingeführt wird, Sozialabgaben abführen muss. MfG

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terranix 23.12.2013, 12:09
47.

Als Anregung zur Diskusion, ist aus meiner Sicht der Beitrag des Autoren ok. Mehr aber auch nicht. Was dagegen spricht ? Wie hier schon einige Mitforisten andeuteten, sind Arbeitssituationen und Menschen einfach zu verschieden, um den Beitrag als gute Allgemeinempfehlung
zu sehen. Wer sich von den Gedanken des Autoren angesprochen fühlt-
Bitte ! Ich gehöre absolut zur Fraktion... Arbeiten um zu Leben. Schlechtes Gewissen deshalb ? Nö ! Ich hasse die Arbeit nicht, könnte aber definitiv ohne sie, auch ein erfülltes Leben führen. Und so genieße ich weiterhin jede Minute meiner Freizeit :-). Es ist jedenfalls kein Thema, dass sich ausschließlich mit Falsch & Richtig darstellen lässt. Es hat einfach zuviele Nuancen ! Sowohl in menschlicher Hinsicht, als auch von den Rahmenbedingungen her.

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waldhonig 23.12.2013, 12:11
48. ist doch egal was irgendwer schreibt

Wichtig bleibt doch dass jeder Mensch selber merkt wieviel Arbeit und Freizeit gut fur ihn selbst und/oder Familie ist. Es gibt soviele Ansichten und Theorien, die regen zum Nachdenken an aber letztlich bleibt es jedermanns Eigenentscheidung. Immer diese ganzen Zitate und so, einfach selber entscheiden, und auch nicht anderen irgendwelchen Gesellschaftsregelquark aufzwingen.
Weniger Arbeiten bedeutet in der Regel weniger Geld aber mitunter mehr Freizeit, einfache Formel. Was gibt es da so viel zu schreiben ?!

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der_durden 23.12.2013, 12:21
49.

Zitat von sysop
Der Job macht krank und hindert uns an der Selbstentfaltung, erst mit der Freizeit beginnt die Freiheit? Völlig falsch, sagt Gastautor Thomas Vašek. Der Philosoph will kein Gejammer über die Zumutungen der Berufswelt mehr hören - und träumt von einer Revolution der Arbeit.
Am Ende hat er noch die Kurve gekratzt. Denn zunächst dachte ich, das kann man nur sagen, wenn man einen gewissen Bildungsstand hat. Man kann das nur sagen, weil es andere gibt, die am Fließband stehen...

In seiner Konsequenz hat er sicher recht, aber diese Konsequenz werden wir niemals erreichen können. Wir sind schlichtweg zu viele Menschen, was bedeutet, dass es ebenso viele unterschiedliche Typen gibt. Wir werden niemals so viel "Wunscharbeit" bieten können.

Es stimmt aber, ich habe noch nie mit eingestimmt in das Klagelied gegen die Automatisierung und Digitalisierung. Denn es war schon immer so, Fortschritt zerstört alte UND schafft neue Arbeit, oftmals bessere, das ist historisch aber auch belegt.

Ich glaube aber, dass wir sein Idealbild niemals erreichen können und wenn, müsste definitiv die Arbeitszeitverkürzung, oder allgemein, Arbeitliberalisierung dazugehören. Denn nur so sind genügend Arbeitsplätze zu schaffen. Auf der anderen Seite stehen die Abermillionen unbezahlte, aber auch bezahlte Überstunden, welche absolut Jobkiller sind.

Im Ergebnis muss man erkennen, dass die Automatisierung alleine niemals alle Menschen in den Wunschjob treiben wird. Da gehört noch vieles mehr dazu...

Unser gesamtes System spricht im Moment gegen seine These, seinen Wunsch. Da wir uns immer weiter "globalisieren", sind wir - als Staat, Wirtschaftskraft - darüber hinaus massiven extrinsischen Zwängen ausgesetzt, welche gute Arbeit für immer weniger Menschen erreichbar macht.

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