Forum: Karriere
Zwischenruf: Wir Rabenväter
Corbis

Arbeit und Familie zu vereinbaren - das ist kein reines Mütter-Problem. Väter verzweifeln daran genauso, meinen Marc Brost und Heinrich Wefing. Weil berufliche Zwänge so viel zerstören: Sie machen müde, ruppig, stumm. Und sie töten die Liebe.

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ergoprox 25.06.2015, 16:53
30.

Komisch, ich sehe nur Luxusarbeitnehmer, die Home Office als bezahlten Urlaub ansehen, sich ständig über Arbeitsbelastung beschweren, nie etwas zu Ende bringen und bei den seltenen Gelegenheiten im Büro den halben Tag quatschen und den Rest im Internet surfen. Luxus im Endstadium in den größten Konzernen.
..aber Hauptsache die schreckliche Lage bejammern.

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01099 25.06.2015, 16:56
31. Ach, herrje...

Zitat von tonhalle
Um mein Kind tut es mir leid. Ohne Studium, Auslandserfahrung und überdurchschnittlich guter Rhetorik, wird es nicht mal diese Wahl haben!
Sehen Sie ihr Kind wirklich so..? Dann tut mir das Kind über die Maßen leid, und Sie mir irgendwie auch. Ihr Kind ist ein Mensch und kein zu optimierendes Produkt, dass auf einem Markt bestehen muss! Es soll nämlich auch Menschen geben, die ohne eine obskure "Karriere" glücklich sind. Man stelle sich vor...

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jwegmann 25.06.2015, 16:56
32. Wohlstandssorgen...

So ein undankbares Gejammer über ein tolles Leben mit einem sehr gut bezahlten Job habe ich selten gelesen. Den beiden Redakteuren der ZEIT geht es besser als 95 Prozent der Weltbevölkerung... Glück ist eben doch eine private Entscheidung und hat mit äußeren Faktoren recht wenig zu tun.
Ich bin beruflich auch sehr aktiv - weil ich das gerne tue und Spaß an meiner Arbeit habe, genauso wie meine Frau! Und ich habe zumindest das Gefühl, dass unsere Kinder sich nicht vernachlässigt fühlen und genieße die Zeit ihnen sehr! Und das, obwohl ich keine Elternzeit hatte...

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KarlRad 25.06.2015, 17:09
33. Ja so siehts aus!

Ein Problem was ich vermisse: Der gesellsschaftliche Druck, sich tolle Urlaube und außergewöhnliche Aktivitäten zu leisten, soziales Engament zu zeigen, ständig mit der neuesten Technik vernetzt zu sein und 2-3 teure Hobbies zu haben. Da wird man von den vielen Kinderlosen einfach abgehangen. Aber ehrlich gesagt, ist man ein ganz Teil selbst dran Schuld. Man muss sich nur andere Prioritäten setzen.

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Avantime2000 25.06.2015, 17:10
34.

Zitat von mam71
Tja, früher ging Vater arbeiten und Mutter war zu Hause und hatte Zeit für Kinder und Haushalt. Dann ging Mutter auch arbeiten. Doppelt so hohe Nachfrage nach Arbeit führte zu sinkenden Löhnen. Jetzt _müssen_ beide arbeiten gehen. Nur: Das war eben so gewollt...
In Deutschland vielleicht. In anderen Ländern haben die Mütter immer gearbeitet.

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spontanistin 25.06.2015, 17:10
35. Falsche Werte

Mal abgesehen von den sogenannten oberen 10 000 und reichen Erben kenne ich keinen Karrieristen, der am Ende seiner Karriere resümiert, dass es sich gelohnt hat und die richtigen Prioritäten gesetzt wurden. Da aber Tarnen, Tricksen, Täuschen die notwendigen Mittel zur Karriere sind, wird auch die Enttäuschung am Ende in der Regel durch Siegerlächeln getarnt.

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trulla 25.06.2015, 17:18
36. Fordert ein Elterngehalt!

Aber sind es nicht genau diese Meinungsmacher in den Medien gewesen, die uns jahrelang eingetrichtert haben, Beruf und Familie ließen sich vereinbaren, Hausfrauen seien out, die "Herdprämie" eine Katastrophe usw.? Die Autoren haben ja sehr recht, und trotzdem geht es ihnen noch vergleichsweise gut: Schwangerschaft und Geburt haben sie nicht selbst zu verkraften gehabt, sondern ihre Frauen. Beide Autoren haben feste Stellen und verdienen gut - im Vergleich zu vielen Müttern, die sich mit unsicheren Verhältnissen abfinden müssen trotz des ganzen Stresses. Warum fordert Ihr nicht einfach ein sattes Elterngehalt? Was die Kita-Streikerinnen können, sollten wir Eltern doch erst recht können! Und dann Schluss mit Jammern, weitermachen!

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dolledern 25.06.2015, 17:22
37. es geht, bei einer Karriere

ob zwei gehen, weiss ich auch nicht. und ja, von manchen Sachen muss man sich verabschieden. die Wohnung in der Stadt, weil unbezahlbar....und zu viele mitsuchende ohne Kinder ....und seit gut vier Jahren haben mein Mann und ich "unseren " Mittwoch eingeführt. Da kann kommen was will. wir sind verabredet. im Idealfall gehen wir sogar aus und gönnen uns einen babysitter ....und wenn nicht kommen die Kinder ins Bett und wir machen zu Hause was zusammen das geht. und es rettet uns. es lohnt sich. auch wenn dann mal ein Kollege meckert ....da muss man auch mal zu stehen. soll der doch mit sechzig ein herzkasper bekommen. wird ihm niemand danken. dann lieber etwas wieder auf dem Konto....als zu viel stress im job. ist auch ein Luxus ....ein unbezahlbarer und mir viel lieber als der teure Urlaub oder das neue auto

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nalodü 25.06.2015, 17:24
38. Hm....

tragisch, wie sehr man sich selbst darin wiederfindet. Ich hätte von mir selbst immer behauptet, dass ich mit wenig zufrieden bin und mir soetwas wie "Burn-Out" (nichts anderes beschreibt der Autor doch) nicht passieren kann. Jetzt haben wir ein Haus gekauft und gleichzeitig läuft die Arbeitsmaschine von 60 Stunden pro Woche weiter und man stellt fest: das geht nicht.

Aber: es hat mich auch niemand gezwungen ein Haus zu kaufen, wir hätten weiter in unserer Mietwohnung sitzen und einfach mal die Wände neu streichen können. Das Problem ist, dass die Ansprüche an das, was so ein angebliches "normales" Leben ausmacht immer mehr steigen und vor allem durch Facebook und Co. eine Vergleichbarkeit hergestellt wird, die es früher nicht gab. Man meint ja immer, alle anderen würden weiß Gott wie leicht dahin leben, weil man ja nur die schönen Dingen wahrnimmt, die auf Facebook positioniert werden. So dreht sich die Anspruchsschraube immer mehr nach oben und am Ende sind wir alle nur noch gehetzt und gestresst. "Runterschalten" und raus aus den social media wird die einzig mögliche Reaktion darauf sein, für mich hats jedenfalls funktioniert.

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opinio... 25.06.2015, 17:25
39. ganz früher ging es auf die Jagd

Er ging raus und sie blieb drin bei der Brut. Jetzt hat er noch eine Sonderstellung beim Koffertragen - nur noch dann, wenn eine Treppe kommt. Jetzt kann "er" noch nicht einmal Kinder bekommen.

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