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200-Millionen-Dollar-Deal: "Game of Thrones"-Macher wechseln von HBO zu Netflix
Robert Galbraith/ REUTERS

Sie waren auch in Gesprächen mit Amazon und Disney, aber jetzt ist klar: David Benioff und Dan Weiss wechseln nach zehn Jahren von HBO zu Netflix - wenn sie mit einem weiteren Megaprojekt fertig sind.

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.patou 08.08.2019, 14:01
1.

Erinnert etwas an Fußball-Transfers, bei denen exorbitante Summen aufgerufen werden, obwohl der Spieler den fußballerischen Zenit eigentlich schon erreicht oder überschritten hat, der Name sich aber noch hervorragend vermarkten lässt.

Die finale Staffel von GoT legte nahe, dass Benioff/Weiss sich vielleicht erst mal eine längere kreative Schaffenspause gönnen sollten.

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gronkh 08.08.2019, 14:27
2.

Die finale Staffel von GoT war sicherlich keine Glanzleistung, aber Beniof/Weiss sind eben auch nur Menschen. Kritik auf hohem Niveau und wer meint acht Staffeln auf Top-Niveau zu produzieren, der kann Beniof/Weiss ja seine Hilfe anbieten und dafür ein paar Milliönchen einsacken.

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alsterherr 08.08.2019, 14:28
3.

Ich dachte Netflix ist kurz vor dem Konkurs?

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hierundda 08.08.2019, 14:42
4.

Na, dann ist ja die nächste Gebührenerhöhung nicht mehr weit.

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.patou 08.08.2019, 14:51
5.

Zitat von gronkh
Die finale Staffel von GoT war sicherlich keine Glanzleistung, aber Beniof/Weiss sind eben auch nur Menschen. Kritik auf hohem Niveau und wer meint acht Staffeln auf Top-Niveau zu produzieren, der kann Beniof/Weiss ja seine Hilfe anbieten und dafür ein paar Milliönchen einsacken.
Nun war aber gerade die letzte Staffel ziemlich weit entfernt vom Top-Niveau der ersten Staffeln. Löchrige plot lines, ausufernde Schlachtenszenen, wo man den Akzent besser auf die Motivation der Handelnden gelegt hätte. Unlogische Abläufe bis zu dem Punkt, wo einzelne Szenen offenbar fehlten (Arya / white horse). Kämpfe, deren Optik an schlechte Video-Spiele erinnerte (Cleganebowl). Charakterentwicklungen, bei denen einem permanent ein "WTF" durch den Kopf ging (v.a. Jaime), plötzliche Verblödung anderer Figuren (Tyrion).

Ich will nicht noch mal alles en détail aufführen, zumal ich mir seinerzeit schon hier in den entsprechenden Threads die Finger wundgeschrieben habe. Die letzte Folge war dann einigermaßen versöhnlich, aber man hätte es besser machen können.

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Phenar 08.08.2019, 14:53
6. Fantasielose Dumb & Dumber

Da kann man den beiden und uns potenziellen Zuschauern nur wünschen, dass sie einen Stoff in Büchern finden, der bereits abgeschlossen erzählt ist. Denn je mehr sie beim Fortschreiben der Handlung von "Game of Thrones" dem vorhandenen Material von George R.R. Martin hinzufügen mussten, umso schlechter und fantasieloser wurde es. Der Niedergang begann mit Staffel 5 und endete in einer katastrophalen, an Unsinnigkeiten kaum zu überbietenden finalen 8. Staffel.

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mcbrayne 08.08.2019, 14:57
7. Sowohl Shonda Rhimes und Ryan Murphy müssen erst noch gemessen werden

an dem was sie für Netflix geschrieben/produziert haben. Bisher sind ja keine Netflix-Produktionen dieser beiden auf Sendung gegangen. Ich schliesse mich den ersten Beiträgen an : das Ende von GoT war ein müder Abschluss, man hätte besser auf das Original-Script von GRRM warten sollen.

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Freidenker10 08.08.2019, 15:13
8.

Zitat von .patou
Nun war aber gerade die letzte Staffel ziemlich weit entfernt vom Top-Niveau der ersten Staffeln. Löchrige plot lines, ausufernde Schlachtenszenen, wo man den Akzent besser auf die Motivation der Handelnden gelegt hätte. Unlogische Abläufe bis zu dem Punkt, wo einzelne Szenen offenbar fehlten (Arya / white horse). Kämpfe, deren Optik an schlechte Video-Spiele erinnerte (Cleganebowl). Charakterentwicklungen, bei denen einem permanent ein "WTF" durch den Kopf ging (v.a. Jaime), plötzliche Verblödung anderer Figuren (Tyrion). Ich will nicht noch mal alles en détail aufführen, zumal ich mir seinerzeit schon hier in den entsprechenden Threads die Finger wundgeschrieben habe. Die letzte Folge war dann einigermaßen versöhnlich, aber man hätte es besser machen können.
Zumal man sich 2 Jahre Zeit gelassen hat für 8 Folgen, da hätte man durchaus mehr erwarten dürfen! Die Charakterentwicklung war einer der Schwerpunkte der Serie, aber ausgerechnet in der letzten Staffel hat man das über Bord geworfen und alles im Schnelldurchlauf durchgezogen. Denke die Herrschaften waren schon mit anderen Projekten beschäftigt und haben die 8. Staffel quasi noch nebenher abgedreht, so siehts zumindest aus. Aber wie bei einem guten Essen muss eben auch der Nachtisch stimmen sonst bleibt ein fader Beigeschmack! Aber da mir der Hype am Ende sowieso auf den Senkel ging, bin ich doch froh das es vorbei ist, irgendwann ist es einfach auch mal gut...!

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lenja 08.08.2019, 15:15
9. Meistergeschichtenerzähler? Das ich nicht lache.

Weiss und Benioff waren nur so lange gut, wie sie die grandiose Romanvorlage von George R.R. Martin als Grundlage hatten. Das Material eines anderen großartig umsetzen können sie. Das haben sie in den ersten Staffeln bewiesen. Dummerweise hatte Martin die Buchreihe noch nicht fertig geschrieben, was sich sehr deutlich in der Qualität der Serie zeigte. Sobald GOT die Romanvorlage "überholte", und Weiss und Benioff die Geschichte selbst weitererzählen mussten, ging die Qualität zuerst schleppend, dann immer steiler, bergab bis zum absoluten Disaster der letzten Staffel. Meisterhaft war nichts daran, zumindest nicht für Menschen, die Wert auf gutes Storytelling und Charakterentwicklung legen und sich nicht mit billigen Actionsequenzen und CGI Szenen wie in jedem x-beliebigen Hollywood Film abspeisen lassen. Für mich haben sie das, was GOT besonders macht zum Ende hin erfolgreich ruiniert.
Aber gut -jedem das Seine- mit flachem Storytelling und CGI Effekthascherei sind sie bei Disney Star Wars wahrscheinlich besser aufgehoben.

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