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50 Jahre "Sgt. Pepper": After a while you start to smile...
picture alliance/ Universal Music Deutschland

Was soll das denn? Ein 50 Jahre altes Album der Beatles wird neu gemixt und wieder veröffentlicht. Wer soll sich denn dafür noch interessieren? Kurze Antwort: jeder.

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hape2412 01.06.2017, 17:28
30. Meine Zustimmung haben

die Beiträge #18 und #19. Das erste Mal bewusst gehört habe ich die Beatles 1965. Ein Stück wurde an diesem Tag sechs Mal im - alten Monoradio meines Vaters - gespielt (Help). Dieses fand ich absolut bemerkenswert und faszinierend - ein rationales Erlebnis. Diese Musik aber hat mein Gefühl bewegt, was mich viel tiefer beeindruckt hat. Man kann nicht sagen, welche Musiker oder Gruppen besser waren und sind. Musik hat nichts mit Verstand und Objektivität zu tun, sondern nur und ausschließlich mit Gefühl. Ich für meinen Teil vermag höchstens zu sagen, dass mir ein Musikstück gefällt oder aber dass i c h es grottenschlecht finde. Ich mag die die Musik der Beatles mehr als jede andere. Es mag sein, dass eine alte Monoaufnahme auf Vinyl authentischer ist als eine neu abgemischte und neu gemasterte Version dieser Aufnahme. Die Beatles neu erlebt habe ich aber erst, als ich 2011 eine digial gemasterte Version über eine sehr gute Anlage - der Preis hat mir ein zeitweiliges Missfallen meiner damaligen Ehefrau eingebracht, war aber nicht der Trennungsgrund :-) - gehört habe. Ich besitze die Musik der Beatles in einigen Versionen - drei auf Vinyl und zwei auf CD. Mit der von Stefan Kuzmany beschriebenen Ausgabe von St. Pepper wird wieder eine dazukommen. Danke an die Beatles für diese Musik!

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Bakturs 01.06.2017, 17:29
31. Unbeschreiblich

Auch für mich war Sgt Peppers mit 12 Jahren meine erste selbstgekaufte LP. Ein Meisterwerk auch noch nach 50 Jahren.

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Papazaca 01.06.2017, 17:42
32. Das alte Spiel: Die sind aber viel besser als .....

Für mich sind die "Klassiker" die Größten: Beatles, Stones, Dylan, Springsteen, Beach Boys, Nirvana. Aber da gibt es auch noch Bowie, The Clash, Neil Young, Radiohead, The Smith, R.E.M., Prince, Johnny Cash, Jimi Hendrix oder eher nicht so bekannte Namen wie Elliot Smith, Tom Waits oder Randy Newman. Und viele andere ....

Will sagen, es gibt einfach tolle Musik. Je mehr man hört, umso mehr ist man gefangen. Und da haben wir noch gar nicht über brasilianische, kubanische und afrikanische Musik gesprochen. Übrigens, "Marmor, Stein und Eisen bricht ... gefällt mir auch ...

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neuronensalat 01.06.2017, 17:55
33. Macht Spaß

Herr Kuzmany, vielen Dank für diesen mit viel Liebe geschriebenen Artikel, es hat sehr viel Spaß gemacht, ihn zu lesen.
Ob jetzt die Beatles *die* einflußreichste Band waren oder nicht, ist doch im Grunde egal.
Wichtig ist: Man kann die Musik immer noch gut hören (abgesehen von den ganz frühen Sachen, die sind für mich noch einfach Beatmusic) und die Beatles haben auf dieser Platte einfach drauf los experimentiert, das finde ich sehr sympathisch.
Und wenn eine Platte neu abgemischt wird, kann das doch nur ein Zugewinn sein, weil die alte Abmischung ja nicht weg ist :-)

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vancouverona 01.06.2017, 18:00
34. Some interesting facts

Interessante Fakten dazu:

Die einzig wahre Abmischung war lange Zeit die "Mono-Version". Die hat so geklungen, wie die Beatles sich das damals vor 50 Jahren vorgestellt haben. Stereo gab es nur in Ansätzen. Und so klingt auch der sezhr lieblo gemachte Stereo Mix von damals, der gerne auch "Ping-Pong-Stereo" bezeichnet wird. Das liegt daran, dass damals eben nur 4 Spuren auf einmal zur Verfügung standen. Mehr gab die damalige Technik nicht her.
Im Laufe der Abmischung wurden dann oft mehrere Spuren auf eine oder zwei zusammengemischt, damit man wieder zwei bis drei freie Spuren für weitere Instrumente oder Klänge zur Verfügung hatte. Zum zweiten hat man sich damals nicht die Mühe gegeben, die Platte "ordentlich" in Stereo abzumischen, weil keine Zeit mehr war und der Monomix der eigentlich relveante Mix war.

Heute können die alten Bänder digitalisiert werden und zum Teil mit Softwareunterstützung in weitere Spuren zerlegt werden. Zwei krasse Beispiele aus dem neuen Mix: Beim Keyboardintro von "Lucy in the Sky" kommen die ersten beiden Töne von links und der dritte/hohe von rechts. Während des gesamte Liedes kommen die höheren Töne des der Phrase von rechts. Das war ursprünglich mal eine Mono-Spur.
Im Sgt. Peppers Reprise "wandert" die Leadgitarre von rechts nach links, als ob man damit einen "wandernden Gitarristen darstellen wollte.
Grundsätzlich sind alle Instrumente wesentlich brillanter und klarer zu orten. Insbesondere das Schlagzeug hat immens gewonnen. Man könnte Ringo als "Gewinner" der neuen Mischung bezeichnen. Wo beim alten Stereo Mix das Schlagzeug oft auf dem Flur stand ist es heute integraler Bestandteil des Gesamtklanges.

Die neue Abmischung wird der revolutionären Musik endlich gerecht. Und wer das nur auf technische Eckdaten wie die Bandbreite zwischen lautestem und leisesten Ton reduziert, hat die Musik nicht verstanden.

Ich habe persönlich an dem neuen Mix wenig zu bemängeln. Einzig A Day in the Life ist nicht "perfekt", aber das ist auch eine Geschmacksfrage: Ich hätte die akustische Gitarre dem Sänger umgehängt und nicht an de linken Rand des Hörspektrums verbannt. Das wäre ein schönen "Hörbild" gewesen: John Lennon mit einer akustischen Gitarre um den Hals. Fast so, wie damals in den frühen 60er oder wie Bob Dylan.

Oh, und btw: In den aktuellen BillBoard Album-Charts ist nach 50 Jahren Sgt. Pepper an die Spitze zurückgeklettert.
http://www.billboard.com/articles/columns/chart-beat/7810655/the-beatles-sgt-peppers-marching-to-no-1-in-uk

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tcdk 01.06.2017, 18:00
35. ähem...

Zitat von BeatDaddy
Na klar doch haben the who vieeeel meehr Einfluß gehabt, als die Beatles oder sollte man sagen, Einlauf`? Mann Junge, man muss die Beatles und Ihre Musik nicht lieben, aber zu sagen, dass eine über ein Jahrzehnt hinweg mit LSD zugeknallte Truppe mehr Einfluß mit ihren 5 Liedchen auf die gesamte Musikwelt hatten, als die Beatles mit ihren, keine Ahnung, vielleicht 1000 Songs und fast ebenso so vielen verschiedenen Stilrichtungen (vor und nach dem Splitt), ist ja wohl der Witz des Tages, ach was, des Jahres...Dann könnte man auch behaupten, dass Dieter Bohlen mit seiner Katzenjammer-Musik auch mehr Einfluß auf die Musikwelt hatte, als die Beatles..Wie man nur so einen Käse öffentlich machen kann. Sag doch einfach, die Musik hat Dir nie gefallen, Blablabla war besser, aber doch nicht sowas offensichtlich Falsches!
the who haben schon Jahre vor den Beatles Musik für Erwachsene gemacht - das ist der Unterschied. Und ja stimmt: Sie haben keine Ahnung! Die Beatles haben keine 1000 Songs geschrieben geschweige denn aufgenommen. Dazu haben the Who vor gefühlt einer Milliarde Menschen Live gespielt. Hören Sie sich mal die live in Leeds an - dann wissen Sie was ich meine.

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Freidenker10 01.06.2017, 18:06
36.

Von seinen Kindern wird man zwar nur noch müde belächelt, aber für mich sind die Beatles immmer noch top und das nicht nur wegen ihrer Musik! Habe neulich erst eine Dokumentation ( Living in the Material World ) von George Harrison gesehen und es hat mich echt heute noch total berührt. Sehr schade das Harrison und Lennon tot sind, die hätten sicherlich noch heute mehr zu geben gehabt als die meisten Musiker heutzutage! Mich hat immer die persönliche Entwicklung der Beatles fasziniert, vom Mainstream hin zu sehr eigener Musik mit teils extrem revolutionären Texten. Auch die Hinwendung zum spirituellen war eine logische Konsequenz nach dieser ganzen Beatlemania! Vor allem haben die Jungs es selbst geschafft, ohne Casting und dem ganzen Mist von heute! Ich bin und bleibe Fan der Musik, ganz klar, soll sich doch der Nachwuchs mit Ed Sheeran und Co begnügen! ;-)

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josho 01.06.2017, 18:21
37. Die Beatles, ursprünglich eine...

....Rock'n Roll Band, hatten sich mit dieser LP endgültig von dieser Musik verabschiedet. Und ich habe mich damals von den Beatles verabschiedet. Aber, um es mit Chuck Willis zu sagen: "I didn't want to hang up my Rock'n Roll shoes". Von da an bin ich musikalisch den Weg zurück gelaufen. Unglaublich aufregend, was da alles zu finden war! Aber das ist ja das Schöne an der "zeitgenössischen" Musik: Jede Generation hat ihre eigene Helden!

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h.hass 01.06.2017, 18:25
38.

Zitat von tcdk
the who haben schon Jahre vor den Beatles Musik für Erwachsene gemacht - das ist der Unterschied. Und ja stimmt: Sie haben keine Ahnung! Die Beatles haben keine 1000 Songs geschrieben geschweige denn aufgenommen. Dazu haben the Who vor gefühlt einer Milliarde Menschen Live gespielt.
Was hat letzteres mit dem kulturellen Einfluss der Band zu tun? Niemand will The Who ihre herausragende Stellung streitig machen, aber der Einfluss der Beatles auf die globale Kultur auf allen Ebenen ist nun Mal einzigartig. Sie haben wirklich die moderne Popkultur begründet. Das zu konstatieren, heißt nicht, dass man Beatles-Fan sein muss.

Glauben Sie wirklich, es würde so wie bei John Lennon eine Art globaler Schockwelle auslösen, wenn Pete Townshend (was wir nicht hoffen) erschossen werden würde?

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Aberlour A ' Bunadh 01.06.2017, 18:26
39. wie sie ursprünglich gespielt wurde?

Zitat von carinanavis
Es geht nicht ums "Angesagtsein" sondern um die Qualität und letztlich einen tieferen Zugang zu der Musik selbst. Altes verrauschtes Mono verhält sich zu rauschfreiem, transparentem Stereo wie Schwarzweißfilm in 4:3-Format zu Farbfilm in Breitwandformat. Ich habe nichts gegen alte "originale" Analogaufnahmen, aber warum muss man die schlechtere Qualität, bei der eben wirklich sehr viel vom Original verloren ging, bevorzugen? Ich höre viele alte Jazz-Aufnahmen sehr gerne in den digitalen Remastered-Versionen, weil man einfach die Musik so hört wie sie ursprünglich gespielt wurde.
Ein sehr unglücklicher Vergleich. Oder wollen Sie die großen Schwarzweißfilme der 30er bis 50er Jahre in Farbe nachdrehen? Das käme der Schändung eines Kulturguts gleich und macht überhaupt keinen Sinn. Ich halte im Übrigen überhaupt nichts von gewissen "Remastern", schon gar nicht, wenn Tonspuren neu eingespielt werden, um einen "aktuellen Sound" zu erzeugen. Eine in früheren Jahrzehnten erschiene Aufnahme ist ein zeitgenössisches Dokument so wie es damals erschienen ist. Punkt. Und ich habe auch ein gewisses Verständnis, wenn alte Jazz-Aufnahmen tatsächlich so klingen sollen, wie sie damals eingespielt wurden. Hier geht in der Tat durch schlechte Aufnahmetechnik viel vom Original verloren. Aber "Sgt. Pepper" ist ein "Kunsprodukt" seiner Zeit und sollte im Original so belassen werden, wie es damals produziert wurde. Wie ein klassisches Gemälde eben. Da Pinseln sie ja auch nicht drüber, um die Farben deutlicher zu konturieren.

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