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Abgehört 2016: Die wichtigste Musik des Jahres
Getty Images/ NBC

Solange Knowles gelang ein "What's Going On" fürs 21. Jahrhundert, Leonard Cohen verhandelte die letzten Dinge, Radiohead brachten das Unbehagen des Jahres auf einen Trauersound - die wichtigsten Alben des Jahres, Teil 2.

kakaluzi 20.12.2016, 18:33
1. Hardrock & Metal?

Faszinierend, wie bei solchen Auflistungen regelmäsig konsequent der Hardrock & Metal außer acht gelassen wird. Die Kollegen von der Zeit waren da auch nicht besser. Ich empfehle: Scheuklappen runter!

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titeroy 20.12.2016, 19:41
2. Nix schwaechelt

Zitat: "Radiohead untermauern mit dieser selbstbewussten Haltung also einmal mehr ihren Status als Singularität in einer seit Jahren schwächelnden Rockszene"
Ich empfehle dem Autor nicht nur die Mainstream-Radiosender zu hoeren. Die Rockszene schwaechelt nicht - ganz und gar nicht. Zwar gibt es auch hier Licht und Schatten, aber Radiohead wuerde ich persoenlich noch nicht mal in die Kategorie Rock einsortieren.

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xysvenxy 20.12.2016, 20:54
3. Hat der Autor...

...evtl. mal das neue Metallica Album gehört?

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freddykrüger 20.12.2016, 22:00
4. @kakaluzi

Ärger dich nicht, mittlerweile dürfte diese Rubrik nur noch den Mainstream bzw. den einfältigen Charthörer interessieren. Da ist für den Metalhead kein Platz mehr. Leider! A. Borcholte Reviews las ich eigentlich immer ganz gerne. Ohne ihn hätte ich das fantastische Kamasi Washington Album wohl nie kennengelernt. In letzter Zeit hat er aber wohl doch etwas nachgelassen. Zuviel Pop Müll, Electro Schrott oder schrammelige dröge Indie Bands. Aber so berauschend waren dies Jahr die Veröffentlichungen im Metal ja auch nicht. Viel Mittelmaß. Einiges gutes, u.a Dark Tranquillity, Grand Magus und noch ein paar andere. Wenig Highlights. Metallica, Testament, Glenn Hughes und das war es fast. Außer Konkurenz natürlich das Live Album von Motörhead. Auch wenn Lemmy hörbar nicht mehr in allerbester Verfassung war, ich mag das Album weil es auch ein Abschied war. Außerhalb des Metal muß ich noch ganz besonders Van der Graaf Generator hervorheben (immer noch eine fantastische Prog Band) sowie Leonard Cohen & Neil Youngs neuste Alben. Alles Geschmacksache. Die Zeit und SPON kannst du aber in Sachen Metal vergessen. Die haben nicht den geringsten Bezug zu Metal und deren Fans. Wir sind halt nur räudige langhaarige Bastarde die Lärm hören (Achtung Ironie, LOL).

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steppenrocker 21.12.2016, 06:55
5. Schlag nach bei Pitchfork

Bis auf '"Die Heiterkeit" findet man alle anderen Top Ten Nominierungen auch unter den besten 17 Alben bei pitchfork.com. Als hätte es einen Beweis gebraucht, wie sehr die Veröffentlichungen in diesem Musikbereich voneinander abschreiben (sorry, Herr Borcholte). Solange Knowles’ durchschnittliches Album mit Marvin Gayes epochalem „What’s Going On“ zu vergleichen - da musste ich doch herzlich lachen.
Man kann natürlich von der Krise des Indienrock sprechen, wenn man sehr gute Alben von Car Seat Headrest, Ryley Walker, Hamilton Leithauser/Rostam, Steve Gunn, The Swans etc. in den Abschlusscharts ignoriert (besprochen wurden sie wenigstens zum Teil).
Die Metal-Gemeinde beklagt die Ignoranz ihrer Musik. Und nicht nur die: Was ist mit Ambient? Jazz?

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kar.lo 21.12.2016, 15:42
6. ich kann mich nur den Kommentaren anschließen...

... in den Mainstream Radios stehen nur noch Plastik Pop und Jammerlappen hoch im Kurs. Rockstücke sind äußerst selten geworden und wenn dann immer von den üblichen Verdächtigen (Bon Jovi etc. - leicht konsumierbar ...). Rocknachwuchs hat über das Radio gar keine Chance mehr. Dabei gibt es sie nach wie vor - in 2016 denke ich da vor allem an Opeth, Blue Pills, Wolfmother oder Lizzard (schon mal gehört? Rock-Nachwuchs aus Frankreich) - es gibt jede Menge mehr.... von Rock schwächelt zu reden ist daher aus dem Mainstream abgeleitet und/oder Mann hat wenig Ahnung

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maxgranola 27.12.2016, 00:13
7.

Und ich dachte schon, er hätte auschließlich bei NME abgeschrieben ... Aber eines ist wohl ziemlich eindeutig: Das Jahr 2016 wird sicher nicht wegen seiner großartigen Musik in Erinnerung bleiben. Echte Klassiker - egal welcher Stilrichtung - gab es nicht.

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