Forum: Kultur
Abgehört: Die wichtigste Musik der Woche

Feminismus als Entspannungsübung: Jenny Hval propagiert auf ihrem neuen Album den "soft dick rock" als Allheilmittel. Das genaue Gegenteil? Die Protz-Rockoper "Drones" von Muse. Außerdem: Hudson Mohawke! Joco!

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hilfe-deutsche-sprache&#1 09.06.2015, 16:43
1. Jenny Hval

... eine leiernde Stimme, die auf die Nerven geht.

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philbird 09.06.2015, 17:37
2. Zugegeben...

...ich fand ihre Rezensionen schon immer aufgeblasen und pretentiös.

Für mich persönlich haben sie heute aber den Vogel abgeschossen.

Jenny Hval finden sie total supi.
Und das neue Muse Album wirklich schlimm?

Hallo?
Gehts noch?
Jenny Hval leiert ein ganzes Album nach Belanglosigkeiten herunter.
Bellamy bringt das beste Muse Album seit "Origin of Symmetry" raus, besingt dabei aktuelle dystopische Themen, zitiert Queen, findet endlich den ursprünglichen Sound wieder und sie finden alles scheisse und ausgelutscht?

Ist kein Problem, Musik ist eben äusserst subjektiv.
Die Reaktionen auf Rezensionen, aber eben auch.

Schade (1.0)

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Daso de Ennige 09.06.2015, 18:06
3. Genial gute Kritiken...

Ich habe es immer schon so gemacht, wenn Borcholte gut bewertet lohnt sich das Anhören nicht, außer man ist total gut drauf und möchte das unbedingt ändern. Aber ein Totalverriss ist eine klare Empfehlung mal rein zu hören. Meine besten Entdeckungen der letzten Jahre lagen hier immer im Punktebereich von 0 bis 3..... Wenn man das konsequnet so macht, dann ist die Kolumne hier eine echte Granate.

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sonic29 09.06.2015, 18:39
4. Borcholte hat leider recht

Höre grade die neue Muse-Scheibe und kann die Empfindungen des Rezensenten nachvollziehen: Handwerklich perfekt und trotzdem unerträglich. Auch an und für sich gelungene Songs wie "Reaper" werden mit geklautem AC/DC - Riff entwertet. "Dead inside" klingt 1:1 wie Marilyn Manson und "Defector" ist eine schon fast peinliche Queen - Kopie. Und so geht es immer weiter... Konnte allerdings mit Bellamys Gesang (so wollen wirs mal nennen) ohnehin nie viel anfangen. Aber "Origin of Symmetry" ist wirklich ein ordentliches Muse-Album gewesen - das einzige (?)

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sonic29 09.06.2015, 18:59
5. Borcholte hat leider recht - Muse betreffend

Höre grade die neue Muse-Scheibe und kann die Empfindungen des Rezensenten nachvollziehen: Handwerklich perfekt und trotzdem unerträglich. Auch an und für sich gelungene Songs wie "Reaper" werden mit geklautem AC/DC - Riff entwertet. "Dead inside" klingt 1:1 wie Marilyn Manson und "Defector" ist eine schon fast peinliche Queen - Kopie. Vielleicht ist die Platte aber auch gar nicht ernst gemeint und sollte als Parodie (auf ProgRock) betrachtet werden. Unter diesem Aspekt betrachtet vielleicht doch eine zumindest einigermaßen unterhaltsame Angelegenheit. Konnte allerdings mit Bellamys Gesang (so wollen wirs mal nennen) ohnehin nie viel anfangen und war daher kein ausgesprochener Muse-Freund. Aber "Origin of Symmetry" ist wirklich ein ordentliches Muse-Album gewesen - vielleicht das einzige (?)

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Nebhrid 09.06.2015, 19:54
6.

Zitat von philbird
...ich fand ihre Rezensionen schon immer aufgeblasen und pretentiös. Für mich persönlich haben sie heute aber den Vogel abgeschossen. Jenny Hval finden sie total supi. Und das neue Muse Album wirklich schlimm? Hallo? Gehts noch? Jenny Hval leiert ein ganzes Album nach Belanglosigkeiten herunter. Bellamy bringt das beste Muse Album seit "Origin of Symmetry" raus, besingt dabei aktuelle dystopische Themen, zitiert Queen, findet endlich den ursprünglichen Sound wieder und sie finden alles scheisse und ausgelutscht? Ist kein Problem, Musik ist eben äusserst subjektiv. Die Reaktionen auf Rezensionen, aber eben auch. Schade (1.0)
Ich zb kann die Rezension durchaus nachvollziehen.
Für meinen Geschmack ist JH eine äußerst interessante Erscheinung, es klingt frisch und anregend.

The Muse ist alter Wein in neuen Schläuchen.

Beide waren mir vorher unbekannt.

Es wäre wunderbar wenn Ich mich genötigt sehen müßte, überhaupt auf solche Kommentare Antworten zu müssen.

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HesaLhaina 09.06.2015, 20:14
7. Glücklicherweise...

... ist es mit Musik wie mit jeder anderen Kunst: sie ist so individuell wie die Menschen, die sie hören. Deswegen finde ist Bewertungen ziemlich kacke. Egal, ob sie gut oder schlecht ausfallen. "Klingt wie"? oder "Für Fans von" hilft m.E. deutlich besser als wenn eine Bewertung heißt "Böh voll doof!". Von daher hab ich geflissentlich die Bewertung des Muse-Albums weggelassen, den Rest gelesen, festgestellt, dss ich das auch so fand, aber mir gefällts, so what? Ich mag den 80-rock, hab ihn vermisst, liebe Rock-Opern, Konzeptalben, und letztlich ist Muse ganz bestimmt keine Band, die nur einen bestimmten Sound hat, sondern sich ständig wandelt, und ich fande das toll. Von daher: Wer Queen mag bzw. mit dem 80-Rock warm wird, der kann das Tänzchen mit dem Muse-Album wagen und selbst entscheiden. Btw: es finden sich sehr viele Stücke vom Album schon auf dem YT-Kanal der Band, und "The Globalist" ist eine herrliche Hommage an Ennio Morricone (hallo Knights of Cydonia) und zum Ende hin ein gänsehautiges Edward-Elgar-Cover, hatte große Freude damit. Servus!

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esheisstextravertiert 09.06.2015, 20:35
8. da wollte ich mal eine Plattenkritik von Andreas Borcholte...

gut finden, aber...

Offenbar gibt es also 17 Millionen Ignoranten, die die furchtbaren Platten der unerklärlicherweise populärsten und erfolgreichsten Rockband außerhalb der USA, die sich 2010 einen Grammy für das Beste Rockalbum erschlichen, aus unerfindlichen Gründen ganz großartig finden.

Man mag Muse mögen oder nicht, man mag Matt Bellamys Stimme und seine paranoiden Anwandlungen mögen oder nicht. Man kann sicher auch über die Qualität der Texte auf der neuen Muse-Platte streiten. Aber eines kann man "Dornes" ganz gewiss nicht absprechen: Musikalisch ist das ganz ganz großes Musiktheater. Natürlich bedienen sich Muse schamlos bei Queen, Rage against the Machine, Marilyn Manson, Edward Elgar und Palestrina (nein, das Schlussstück ist kein gregorianischer Choral, Herr Borcholte, das ist italienische Renaissance). Und sie befinden sich dabei in bester Tradition. Bach, Mozart, Mahler. Alle haben sie geklaut und alle haben großartige Musik geschaffen. Muse sind Teil dieser europäischen Musiktradition und dass sie sich nicht scheuen, voll in die Pathoskiste zu greifen, macht sie mir unglaublich sympathisch. Nicht ohne Grund sind sie nach wie vor eine der zu Zeit besten Livebands der Welt. "Drones" ist großartige, detailverliebte Rockmusik. Unbedingt empfehlenswert.

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keinquerleser 09.06.2015, 20:49
9. Borcholte!!!

Wer Muse nicht versteht, sollte auch nicht von denen besprechen!

Ansonsten: Alles wie immer, was der Rezensent toll bewertet, ist echter Schrott! Gut so, weiter so !!!

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