Forum: Kultur
Abgehört - neue Musik: Ella, Nina, Roberta... und jetzt Georgia!

Mit ihrem Brainfeeder-Debüt "Overload" beansprucht Georgia Anne Muldrow ihren Sitz an der R&B-Ehrentafel. Außerdem: Bittersüßes von Miya Folick, Meta-Balladen von Jens Friebe und Kissenschlacht mit Say Lou Lou.

P.Delalande 30.10.2018, 18:28
1.

"Ella, Nina, Roberta... und jetzt Georgia..."
Ist nicht euer Ernst... dazwischen liegt wohl ein musikalisches Universum.

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aysnvaust 30.10.2018, 18:59
2. Wie Delalande schon sagte...

der Vergleich mit Ella, Nina und Roberta ist wohl ziemlich - ahem - gewagt, um es euphemistisch zu formulieren. Ausserdem erinnert mich das Album stark an "Little Dragon" - nur, dass die ne bessere Sängerin haben und interessanter produziert sind. Reinhören, bitte.

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monsieurK 30.10.2018, 20:10
3. Was ihr uns hier auftischt....

mag ja dem persönlichen Geschmack der Spiegel Autoren entsprechen ( und über Geschmacl lässt sich ja bekanntlich trefflich streiten !!! ), aber das was ihr da als "Rezensionen" verkauft ist schon eher Bierttisch Qualitiät !!!

Zitat: "Aerosol", analog zu Solanges "Cranes In The Sky", mischt die kindliche Freude über einen mit Helium gefüllten Luftballon mit der Klage über harte Beton-Bürgersteige und Crackpfeifen, in deren Giftschwaden ganze Biografien verenden". Blurb allerfeinsten Sahne !!!

Zitat: "Die flotteren Lieder des Albums sind dann nicht dermaßen bezaubernd, aber immer wieder von einer strahlenden Intelligenz. Es ist, wie oft bei Friebe, ein bunter Strauß an Möglichkeiten, der einem hier in die Arme geworfen wird". No comment !!!

Zitat: "Es ist irre, was einen in diesen zehn Tracks alles anspringt, wie man händeringend nach Vergleichsmöglichkeiten sucht, um diese gleich wieder zu verwerfen. Ist die Tatsache, dass Produzent Justin Raisen unter anderem mit Angel Olsen und Charli XCX gearbeitet hat, ein Hinweis auf irgendwas"? Ja auf was denn ???

Zitat: "Freak Out" hat eine Pop-Intensität, die durchaus mit Hits wie Icona Pops "I Love It" mithalten kann". Kann sein, muss aber nicht !

Zitat: Wobei man wieder beim primären Oberflächen-Reiz von Say Lou Lou wäre: Sie hauchen kryptische Zeilen wie "I'm kissing you kissing me, self-destruction" (aus "Limbo") so lasziv und von opulentem Orchesterdrama umwölkt dahin, dass eine Bedeutungsebene suggeriert wird, die letztlich nur Teil eines Verführspiels ist: "Life is a dance, it's a game of seduction". Muss man sich auf der Zunge zergehen lassen ?

Übt noch ein bischen, dann wirt es auch mal mit euren Lesern !

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sekundo 31.10.2018, 11:15
4. Woran SIE dringend

Zitat von monsieurK
mag ja dem persönlichen Geschmack der Spiegel Autoren entsprechen ( und über Geschmacl lässt sich ja bekanntlich trefflich streiten !!! ), aber das was ihr da als "Rezensionen" verkauft ist schon eher Bierttisch Qualitiät !!! Zitat: "Aerosol", analog zu Solanges "Cranes In The Sky", mischt die kindliche Freude über einen mit Helium gefüllten Luftballon mit der Klage über harte Beton-Bürgersteige und Crackpfeifen, in deren Giftschwaden ganze Biografien verenden". Blurb allerfeinsten Sahne !!! Zitat: "Die flotteren Lieder des Albums sind dann nicht dermaßen bezaubernd, aber immer wieder von einer strahlenden Intelligenz. Es ist, wie oft bei Friebe, ein bunter Strauß an Möglichkeiten, der einem hier in die Arme geworfen wird". No comment !!! Zitat: "Es ist irre, was einen in diesen zehn Tracks alles anspringt, wie man händeringend nach Vergleichsmöglichkeiten sucht, um diese gleich wieder zu verwerfen. Ist die Tatsache, dass Produzent Justin Raisen unter anderem mit Angel Olsen und Charli XCX gearbeitet hat, ein Hinweis auf irgendwas"? Ja auf was denn ??? Zitat: "Freak Out" hat eine Pop-Intensität, die durchaus mit Hits wie Icona Pops "I Love It" mithalten kann". Kann sein, muss aber nicht ! Zitat: Wobei man wieder beim primären Oberflächen-Reiz von Say Lou Lou wäre: Sie hauchen kryptische Zeilen wie "I'm kissing you kissing me, self-destruction" (aus "Limbo") so lasziv und von opulentem Orchesterdrama umwölkt dahin, dass eine Bedeutungsebene suggeriert wird, die letztlich nur Teil eines Verführspiels ist: "Life is a dance, it's a game of seduction". Muss man sich auf der Zunge zergehen lassen ? Übt noch ein bischen, dann wirt es auch mal mit euren Lesern !
üben sollten, geht allein aus Ihrem
letzten Satz sehr klar hervor!!

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popeypope 31.10.2018, 16:01
5. Kritik-Kritik

Andreas Borcholte sowie diverse Spiegel-Musikredakteure - der Name steht für Kultur, eine Kultur, die sich zwischen Paraphrasen, Metaphern und Dichotomien aufspannt wie ein dunkler Regenschirm bei einem plötzlichen Starkregen: hermetisch abgeriegelt, daher völlig autark.. und außerdem stark. Stark in sich selbst, aus einem Gefühl der dialektischen Überlegenheit, aus der Natur des Underdogs, zeit seines Lebens gemieden und geprügelt, dann aber gereift zu einem über allem strahlenden Stern der geschriebenen Rhetorik, angereichert mit einem selbstvergessenem, ja geradezu selbstverliebtem Pathos der Ergriffenheit gegenüber bestimmter akustischer Werke. Natürlich sei es immer hilfreich, edel und gut, sich nicht nur der nackten Beschreibung hinzugeben, auch familiäre Beziehungshilfe kann nicht schaden. Aber ist das wirklich ein relevantes Kriterium? Abermals dürfen unbedarfte Leser sich an Worthülsen laben, deren Beziehung zueinander ein Rätsel ist, ja zwangsläufig sein muß, denn das Offene, das Offensichtliche ist niemals einer weiteren Untersuchung wert. Das wußte schon Aristoteles. Doch genug der Worte: Laßt uns ein paar Takte der beschriebenen Musik uns selbst ergreifen, fallen lassen in klare, schroffe Abgründe unserer akustischen Wahrnehmung. Als da wären: Jemand, der mit Roberta Flack und Nina Simone verglichen wird, schafft es dennoch nicht, ohne Autotune oder Melodyne auszukommen - das ist schon mal ein ganz schlechtes Zeichen -, und was die übrigen drei Alben angeht: Alles schön und gut, aber nichts davon wird in einem Jahr in einem persönlich distinguiterten Plattenregal noch eine Relevanz haben. Letztendlich bleibt einem dann auch die zwanzigsten Bierdose hilflos im Hals stecken: Nichts kann, alles muß.

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