Forum: Kultur
Abgehört - neue Musik: Ganz die Mama

Die britische Chartstürmerin Mabel stellt klar, dass ihr Pop-Entwurf eigentlich keine berühmten Eltern braucht. Auch Clairo kommt ohne Daddy-Marketing aus. Außerdem: Chance The Rapper und Jazz aus London.

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.patou 30.07.2019, 18:27
1.

Nérija klingen nach einer Band, die mir sehr gefallen könnte. Damit werde ich mich auf alle Fälle näher beschäftigen.
Aber Mabel als selbstbestimmte Emanzipations-Vorreiterin zu feiern, wegen Liedern wie "I belong to me" oder "Don’t call me up"? Etwas viel der Ehre, oder?
Da flößt mir ja Lesley Gores "You don’t owe me" von 1963 mehr Respekt ein.

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.patou 30.07.2019, 18:34
2.

Korrektur:
Musste natürlich "own" statt "owe" heißen.

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ambulans 30.07.2019, 19:14
3. kann

man eigentlich ziemlich kurz halten: nerija ist das einzige, was interessieren kann (und das auch tut). eine deutliche prise rip rig and panic, a bisserl reggae, dezent getupft und gezupft, elegant im städtischen stil - insgesamt sehr schön für sehr sehr späte sommer-abende, gerne auch draußen unter lieben menschen, in der hand ein gläschen kühlen trockenen rose ... have fun, dr. ambulans (alle kassen)

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freddykruger 30.07.2019, 19:54
4. Na endlich

Die Zeit der Dürre ist vorbei, Borcholte ist wieder da. Und wo ist die Entschuldigung von ihm das er im Urlaub war. Ich kann mich den beiden Foristen patou und Doc ambulans anschließen, Nérijahat was. Könnte durchaus eine Kaufempfehlung für kommenden Freitag sein. Aber ab nächste Woche wird wieder gemeckert. freddykruger elm st Doc ambulans versteher

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freddykruger 30.07.2019, 20:25
5. korrektur teil 2

Auch ich muß etwas korrigieren. Es soll Nérija hat was heißen. Die Fehlerquote liegt am Wetter.

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Papazaca 31.07.2019, 09:58
6. Sind die Kommentare besser als die abgehörter Musik? Fast!

Fast, wenn es Nerija nicht gäbe. Aber ich fange mal mit Mabel an. Wie immer muß ich ausdrücklich die sprachliche Qualität des Forums-Guru
Andreas Borcholte loben. Sprache in Vollendung. Da kann die hitcompatible Mabel nicht mithalten. Statt eines tiefen R&B Timbre höre ich eine mittels Autotune verfremdete leicht quäkige Stimme.
Ansonsten den Chartserfolg "Dont call me up", was ein Hinweis auf den guten Songschreiber ist. Der Rhythmus ist eingängig, Drummachine? Hmm ..

Ja, da hätte ich noch eine Frage: Was ist eine idiosynkratische Mutter, hier Neneh Cherry? Doc, kannst du helfen? Der liebe Andreas Borcholte, wenn er denn seinen sprachlichen Bizeps spannt, ist nicht immer einfach.

Den Rapper (sehr beliebig) und Sofia, den Jungstar des Bedroom-Pop's schenke ich mir mal. Würde ich im Ernst so was mal im Bedroom auflegen? Selbst nicht mit viel Rose.

Komme ich zu Nerija. Ganz einfach und kurz: Sehr gut. Kaufe ich.

Fazit: 4 Schuss, 1 Treffer. Nicht schlecht.

Mein Dank für die poetischen Texte geht an die SPON-Redaktion.

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doenzdorf 31.07.2019, 11:58
7. Von automatisch generierter 0815 Berieselung und Kulturpessimismus

Mit grosser Erwartung lauschte ich den Klängen von Mabel, der Tochter von Neneh Cherry und Cameron McVey. Nach 5 Sekunden stellte sich eine herbe Ernüchterung ein. -Gibt es für den "modernen" Autotune Pop wirklich nur eine Sampling CD mit instant Sounds, Beats und Hooks, die wirklich alle verwenden? Die Songs beinhalten nachezu jedes Klichee das mir Angst vor den nachfolgenden Generationen macht: Ständig die selben 2 Akkorde, lyrisch noch schlimmer als Pur und ihre Beats grooven null.

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Hard Frost 31.07.2019, 13:32
8. @doenzdorf

1.Mabel : muß ich leider beipflichten. Typische Platte, die im Hinblick auf den Massenmarkt produziert wurde. Nichts, was auf den ersten Blick interessant zu sein scheint. Unverständliche Bewertung. 2.0
2.Chance The Rapper: Das scheint mir so eine Art Ramsch-Laden zu sein: Von allem etwas, von nichts das beste. Der etwas bräsige Früh-90er-House Sound hat was Nostalgisches. Für den Mut der schlappigen Produktion gibt es Extrapunkte. Bleiben 4.0
3.Clairo: Naja. Der mehr oder minder übliche Befindlichkeits-Pop, der so auch schon xtausendfach gebracht wurde. 3.7
4.Nérija: Die einzige gute Platte heuer. Nichts davon scheint mir neu oder zukunftsweisend zu sein, und evtl ist das alles schon wieder zu satt. Aber den verzahnten Bläsersätzen zu folgen, macht wirklich Spaß. 8.0

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ambulans 31.07.2019, 14:59
9. hi, voodoo lives,

Zitat von Papazaca
Fast, wenn es Nerija nicht gäbe. Aber ich fange mal mit Mabel an. Wie immer muß ich ausdrücklich die sprachliche Qualität des Forums-Guru Andreas Borcholte loben. Sprache in Vollendung. Da kann die hitcompatible Mabel nicht mithalten. Statt eines tiefen R&B Timbre höre ich eine mittels Autotune verfremdete leicht quäkige Stimme. Ansonsten den Chartserfolg "Dont call me up", was ein Hinweis auf den guten Songschreiber ist. Der Rhythmus ist eingängig, Drummachine? Hmm .. Ja, da hätte ich noch eine Frage: Was ist eine idiosynkratische Mutter, hier Neneh Cherry? Doc, kannst du helfen? Der liebe Andreas Borcholte, wenn er denn seinen sprachlichen Bizeps spannt, ist nicht immer einfach. Den Rapper (sehr beliebig) und Sofia, den Jungstar des Bedroom-Pop's schenke ich mir mal. Würde ich im Ernst so was mal im Bedroom auflegen? Selbst nicht mit viel Rose. Komme ich zu Nerija. Ganz einfach und kurz: Sehr gut. Kaufe ich. Fazit: 4 Schuss, 1 Treffer. Nicht schlecht. Mein Dank für die poetischen Texte geht an die SPON-Redaktion.
A.B. wollte es uns wohl einmal richtig geben (wegen unserer urlaubsvertretung?). idiosynkratisch bedeutet "genetisch bedingte überempfindlichkeit", z.b. in form einer allergie (med.), ansonsten "hochgradige abneigung/überempfindlichkeit eines menschen ggü. bestimmten personen/lebewesen/reizen/anschauungen", usw. (psych.) was das mit neneh cherry zu tun haben soll, erschließt sich mir allerdings nicht. na ja ... mfg, dr. ambulans (alle kassen)

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