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Abgehört - neue Musik: Von Panzerkreuzern und Putzlichtern

Hört man an der frickel-faschistoiden Männertümelei vorbei, kann man das neue Album der Meta-Metaller Tool sogar genießen. Außerdem: Neues von Niels Frevert und Bat for Lashes.

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patrickIc_scheffer 04.09.2019, 05:31
10. Fear Inoculum...

...unter popmusikalisch relevanten Gesichtspunkten zu rezensieren kann nicht funktionieren, es handelt sich schlicht und ergreifend nicht um Popmusik.
Ich kann das Album nicht nebenher hören, es eignet sich nicht als Zeitvertreib, die Musik will ergründet werden, man muss sich komplett auf das Album einlassen und den Mut haben, sich in der Musik zu verlieren.
Ich habe das Album seit dem Release ein gutes halbes Dutzend mal gehört, ich entdecke mit jedem Durchgang neue Nuancen, neue Aspekte.
Was Tool hier nach so langer Zeit abliefern ist schlicht und ergreifend ein Meisterwerk.
Natürlich kann man vortrefflich darüber streiten das gute 82€ für die Box ein fast schon unverschämter Preis sind, aber wenn man sich die Box einmal in Ruhe anschaut, dann stellt man sehr schnell fest, das es sich um viel mehr als nur eine schnöde Verpackung mit ein paar lustigen Gimmicks handelt, es ist ein Statement, die Verquickung von Musik, Malerei und digitaler Videokunst. Chapeau, das ist mehr als mutig und inovativ.

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Klausileria 2 04.09.2019, 10:30
11. Tool-Rezension

Bin auch sehr verwundert gewesen über diese teils doch sehr unfaire Rezension über das neue Tool-Album. Umso mehr freuen mich hier die Kommentare, deren Meinung ich voll und ganz teile. Ich gehöre auch zu jenen sonderlichen Menschen, die 13 Jahre auf das Album gewartet haben. Und seit der Veröffentlichung am Freitag verliere ich mich bisher jeden Tag in den Klangwelten von Tool. Auch die alten Alben laufen seither wieder rauf und runter. "Fear Inoculum" mag kein Meilenstein wie "Laterus" oder "Aenema" sein, aber es ist ein ähnliches Klangwunder geworden wie "10.000 Days". Aber ich bin wohl auch ein "alter, weißer, maskuliner" Fanboy, der seine "verloren geglaubte Männlichkeit" in den harten Gitarrenriffs wiederfindet. Die einzige deutschsprachige Rezension, die meiner Meinung nach dem Album gerecht wird, stammt übrigens von Zeit Online.

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Thomas_St 04.09.2019, 14:38
12. Sehr schräge Begriffe

Musikalische Geschmäcker hin, provokante Sprache her, aber was soll denn "frickelfaschistoid" eigentlich bedeuten. Und die Schlagwörter alte weiße Musik, als ob alle weißen Musiker in diesem Alter die gleiche Musik machen (also Bad Religion klingt wie Tool, oder was?)

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toninotorino 04.09.2019, 16:55
13.

Wenn ich Arno Frank´s Artikel richtig interpretiere, sehe ich einen "Däumling", der es wagt mit einer Nadel einen Tool-Goliath herauszufordern oder etwas zu piesacken. Schon aus Solidarität mit Nils Frevert.

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miristlangweilig 04.09.2019, 18:58
14. Frickelfaschistoid???

Was bedeutet denn frickelfaschistoid???
Des weiteren frage ich mich wie man einer Band
Die der Autor scheinbar nicht gut kennt solch ein Adjektiv - falls es eines sein soll- zuordnen kann?
Bin ich jetzt Faschist weil ich Tool höre?
Ebenfalls bin ich kein alter weißer Mann und selbst wenn - ist das nun negativ?

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freddykruger 04.09.2019, 20:00
15. ohne viele Worte

Das Album von Tool verursacht einen Ohrgasmus. Basta!

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frickelfascho 04.09.2019, 21:56
16.

Ich möchte mich diversen Vorrednern anschließen und die in meinen Augen unfassbar unpassende Rezension von Tools "Fear Inoculum" kritisieren. Sie ist voll von Klischees, Sexismus, Rassismus und Ageism und setzt sich dabei nicht nur nicht mit dem Kunstwerk an sich auseinander, sondern überzieht es mit stereotypen, scheinbar vorgefertigten Interpretationen und legt es auf die identitätspolitische Goldwaage. Ich finde es peinlich und zum Fremdschämen, wie der Rezensent sich hier bei einem diffusen Zeitgeist anbiedert.

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toninotorino 04.09.2019, 23:39
17.

Zitat von frickelfascho
Ich möchte mich diversen Vorrednern anschließen und die in meinen Augen unfassbar unpassende Rezension von Tools "Fear Inoculum" kritisieren. Sie ist voll von Klischees, Sexismus, Rassismus und Ageism und setzt sich dabei nicht nur nicht mit dem Kunstwerk an sich auseinander, sondern überzieht es mit stereotypen, scheinbar vorgefertigten Interpretationen und legt es auf die identitätspolitische Goldwaage. Ich finde es peinlich und zum Fremdschämen, wie der Rezensent sich hier bei einem diffusen Zeitgeist anbiedert.
Was Arno Frank schreibt, ist doch Ironie! Ich hab dessen Text mit Schmunzeln gelesen. Ist Tool humorbefreit?

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Wotzapp 05.09.2019, 00:07
18. „Frickelfaschistoid“

In der momentanen aufgeheizten Stimmung dermaßen unbedarft den Viersilber „faschistoid“ zu verwenden, ist – fahrlässig. Gedankenlos. Unbedarft. Härtere Worte lasse ich dann man weg.

Gute Besserung!

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funkstörung 05.09.2019, 11:29
19. begeisterung

leider kann ich als ebenfalls seit 13 jahre wartender tool-fan die begeisterung der meisten kommentatoren nicht teilen.

wahrscheinlich haben sie zwar alle recht, aber ich habe mich mehrmals dabei ertappt zu fragen auf welcher tool-platte ich bestimmte passagen schon ähnlich gehört habe, das ist der tod jeder begeisterung.

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