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Achtsamkeits-Wahn: Dieses weiche, widerliche Wort

Ja, ja, ist ja alles richtig: Wir müssen unsere Umwelt bewusst wahrnehmen, die Sinne aktivieren und uns als Teil des großen Ganzen begreifen. Warum bloß lässt schon allein das Wort "Achtsamkeit" Übelkeit in mir aufsteigen?

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soubrettel 03.11.2013, 09:43
1.

Sehr schöner Artikel. Der Name Paolo Coelho fehlte noch in der Aufzählung. Geld machen mit der Doofheit der anderen. Oder wie Denis Scheck mal schrieb: Weisheiten verbreiten vom Schlage "wenn Arscherl brummt, ist's Herzerl gsund!"

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stefan.buehl 03.11.2013, 09:53
2. grandios

Punktlandung. Herzlichen Dank!

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tüttel 03.11.2013, 09:58
3. Auf die Balance kommts an

Extreme sind selten gut, sie führen in Extremismen, gute menschliche Zustände werden in der Regel in ausgewogenen Balancen gebildet. So sehr ich ebenfalls den übertriebenen Gebrauch von "Achtsamkeit" ablehne, ist hinter ihrer heftigen Ablehnung ihr Gegenextrem, die Ignoranz zu befürchten. Also schön aufpassen, dass mit solcher Ablehnung der Übertreibung einer nützlichen menschlichen Haltung nicht die nützliche Haltung selbst, also die Menschenachtung mit dem Bade ausgeschüttet wird.

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qvoice 03.11.2013, 09:59
4.

Trotzdem sollte die Autorin mal igendetwas versuchen, um sich nicht wegen irgendwelcher Medienmätzchen so schrecklich aufzuregen.
Vielleicht hätte sie sich ja mit ein wenig Achtsamkeit nicht alle Ausweise von den Sinti und Roma klauen lassen, wie sie letztens schrieb.

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blueberryhh 03.11.2013, 10:17
5. Tag gerettet,

dieser Beitrag ist wirklich wunderbar... danke dafür.

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tebessi 03.11.2013, 10:18
6. Viel Rauch um Nichts

Ein unruhiger Geist könnte niemals erfahren, was Achtsamkeit ist, geschweige denn darüber zu schreiben.

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katzenheld1 03.11.2013, 10:29
7. Gib acht auf diesen Tag

Zitat von sysop
Ja, ja, ist ja alles richtig: Wir müssen unsere Umwelt bewusst wahrnehmen, die Sinne aktivieren und uns als Teil des großen Ganzen begreifen. Warum bloß lässt schon allein das Wort "Achtsamkeit" Übelkeit in mir aufsteigen?
Ach Frau Burmester, dieser Artikel ist weich und widerlich und so unnütz wie die Blumen im Garten während eines Dauerregens zu gießen.

Jede Zeit hat ihre eigene Form, Achtsamkeit zu fordern. Und mit sich und der Welt achtsam umzugehen, ist nun wirklich keine lächerliche oder dumme Forderung oder Aufforderung. Die schönste Aufforderung wurde m.M.n. 400 n. Chr. vom indischen Dichter Kalisada geschrieben:

Achte gut auf diesen Tag, denn er ist das Leben – das Leben allen Lebens.

In seinem kurzen Ablauf liegt alle Wirklichkeit und Wahrheit des Daseins: Die Wonne des Wachsens, die Größe der Tat, die Herrlichkeit der Kraft.

Denn das Gestern ist nichts als ein Traum und das Morgen nur eine Vision.

Das Heute jedoch – recht gelebt – macht jedes Gestern zu einem Traum voller Glück und jedes Morgen zu einer Vision voller Hoffnung.

Drum achte gut auf diesen Tag!

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spon-1246174521178 03.11.2013, 10:35
8. Achtsam gelesen !

Ich habe mit viel Achtsamkeit gelesen-
wie Umgang mit Achtsamkeit gewesen-
fühle mich jetzt neu achtsam belesen-
auch in Rückblende zu altem 80er-Besen-
ein Thema für Smalltalk an dem Tresen:-
„Haben Sie achtsam Burmester gelesen?“

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Paul Panda 03.11.2013, 10:36
9. großartig

Großartiger Artikel, der mir aus der Seele spricht. Mir geht dieses verlogene Geschwurbele schon seit langem auf den Keks. Vor allem das Wort "Nachhaltigkeit" hat mich in letzter Zeit so angewidert, dass ich ganz bestimmt kein neues Nachfolgewort dafür brauche.

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