Forum: Kultur
Achtsamkeits-Wahn: Dieses weiche, widerliche Wort

Ja, ja, ist ja alles richtig: Wir müssen unsere Umwelt bewusst wahrnehmen, die Sinne aktivieren und uns als Teil des großen Ganzen begreifen. Warum bloß lässt schon allein das Wort "Achtsamkeit" Übelkeit in mir aufsteigen?

Seite 16 von 16
asteria13 05.11.2013, 22:25
150. armselig mit zwei "ee"...

Ja, ich habe den Bericht gelesen und ja, er ist interessant, in vielerlei Hinsicht.
Mein Verständnis und die Interpretation dieses Berichtes ist, dass diese Dame ihre aggressiv angehauchten und angestauten Gefühle, denen sie auf diese Art und Weise Luft machen musste, mehr gegen die Medien und den Konsum gerichtet sind. Leider scheint sie es nicht wirklich zu erkennen und schlägt somit wild umsicht. Dabei scheint ihr jedes verbal erdenkliches Tabu recht zu sein!

Ja, die Medien versuchen, um es mit Ihren Worten auszudrücken, aus "Scheiße-Geld" zu machen und fangen alles auf, wovon sie vermuten, eine zeitlang Profit daraus zu schlagen. Sie müssen auf dieses Boot aufspringen um diese Welle als Konsum mitzunehmen. Das ist ihr Job, damit verdienen sie ihr Geld!
Ob nun zu Recht oder Unrecht, lässt sich drüber streiten.
Jedem das seine...
Jeder Erwachsene Mensch sollte in der Lage sein zu entscheiden, ob er sich davon beeinflussen lässt, oder diese Konsumhaie erfolgreich ignoriert.
Jeder nährt sich von dem, was er sich zuführt. Das ist Fakt.

Doch aus dieser Tatsache heraus, die wachsende Unzufriedenheit und die lobenswerte "Suche" nach den Wurzeln der Wertschätzung, die unsere Vorfahren noch so zu pflegen wussten, zu verkennen, beweist nur eine Unreife in dem Kopf und der Seele dieser Person!
(hierbei frage ich mich, warum eigentlich armselig nicht mit zwei "ee" geschrieben wird!)
Mit Wörtern geschickt umzugehen kann man in jeder Schule dieser Welt lernen, was Sie wohl gut kann, ohne frage...
Die Wertschätzung bestimmter Wörter, wie "Freundschaft, Liebe, Respekt, Toleranz, Ehrfurcht, Dankbarkeit, Güte.... oder eben Achtsamkeit, sowie Nachhaltigkeit"
muss man tief in seinem Herzen erfahren und erleben, bevor man darüber spricht und so streng urteilt.
Solche Aussagen stehen einem "Theoretiker" meiner Meinung nach, nicht zu.
Und um es abschließend in der Sprache Ihres Verständnisses zu äußern:
"Meine liebe Silke, sollte sich für Dich dieses Wort Achtsamkeit wie weiche Scheiße anfühlen, dann solltest Du mal im Gegenzug die folgen einer Verstopfung erleben.....!
....und wenn dein Weg , dir Erleichterung und tiefen inneren Frieden zu verschaffen, das Kotzen ist.... dann lass Dir sagen, dass jeder eben seinen eigenen Weg finden muss, um seinen Frieden mit sich zu schließen.... warum nicht so?"

Am interessantesten jedoch finde die Tatsache, dass gerade diese Frau, die sich so abwertend zu diesem Wort Achtsamkeit äußert, durch Ihren aufmüpfigen und provozierenden Artikel förmlich nach eben dieser "Achtsamkeit" der Leser bettelt!
Was für eine Ironie!
Wirklich interessant...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
denk.wuerdig 06.11.2013, 22:48
151. Fragwürdiger Beitrag

"Ich mag keine Trends, obwohl ich es auch nicht besser weiß" - der Satz hätte genügt, er sagt alles aus was uns Frau Burmeister hier erklären will.
Stattdessen sein eigenes Unwissen über eine uralte Praxis der buddhistischen Psychologie derart zur Schau zu stellen, halte ich für fragwürdig. Mit Journalismus hat dieser Beitrag nichts zu tun.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
albert schulz 07.11.2013, 11:51
152. Modewort oder Rothscher Imperativ ?

Dieses schöne betuliche Wort betroffener Befindlichkeit gibt mehr her.

Geht es um Konzentration oder Rücksichtnahme ? Auf alles und jedes ? Wann und wo ? Darf man sich auch nicht konzentrieren oder Dinge einfach nicht bemerken ? Darf man rücksichtslos ein Stück Fleisch in die Pfanne hauen und sich gefräßig einverleiben oder muß man erst was wegbeten oder herummeditieren ? Wen muß man um Erlaubnis fragen oder welches Buch gibt Hilfestellungen in echter wahrer Achtsamkeit ? Ritter und Pfadfinder hatten seit jeher die Aufgabe, besonders achtsam mit Waisen und Witwen, Armen, Alten, Behinderten umzugehen. Und die uneinsichtigen Starken zu verdreschen, und dabei achtsam auf die eigene Unversehrtheit zu achten. Ist sauberes logisches Denken achtsam oder doch eher unendliches Verzeihen ?

Die Geschichte mit der männlichen Selbsterfahrungsgruppe zeugt ein ganz klein wenig von weiblicher wie journalistischer Weltfremdheit. Da treffen sich Waschlappen, Supersoftis, Schlappschwänze, verwöhnte Muttersöhnchen, die eine Klatsche bekommen haben. Diese Milchbubis haben einfach nicht begriffen, daß zwischen Mami und Ehefrau ein kleiner Unterschied besteht, und daß Frauen ganz brutale und hemmungslose Kampfmaschinen sind, ganz im Gegensatz zu den gleichmütigen, geduldigen, toleranten Männern. Immerhin haben sie begriffen, daß das Leben leichter zu ertragen ist, wenn man den unteren Weg geht und nicht als Macho irgendwelchen Hirngespinsten nachjagt.

Es dürfte in jedem Fall ratsam sein, achtsam zu sein, damit man sich nicht dauernd Ohrfeigen einfängt. Beispielsweise von Achtsamkeitsfanatikern. Die passen auf die Schießhunde, und sind bei jeder Unachtsamkeit zur Stelle, und dann geht es in den Gulag. Das kann ein Montessori – Kindergarten sein, eine Rudolf - Steiner – Krabbelgruppe oder eine buddhistische Meditationseinheit. Man sollte sich vorher ein wenig umtun, weil es eine Reihe christlicher Sekten gibt, die ähnliche Betroffenheitsorgien veranstalten, wie die Heiligen der Letzten Tage oder die Adventisten. Bei so viel achtsamer Friedfertigkeit schwillt selbst mir der Kamm.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
KaWiDu 07.11.2013, 16:41
153.

Ach, ist das schön geschrieben!

Leider bin ich auch gerade in meiner "Achtsamkeitsphase". Aber ich versuche, andere damit nicht zu behelligen. Außer meinen Kindern. Die müssen da durch. ;-)

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spon-facebook-10000050526 08.11.2013, 12:37
154. Buddhist

Quatsch. Der ganze Artikel ist voll von unbewusste Frustration.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Sozial-Romantiker 10.11.2013, 08:55
155. Ach wie süss

Liebe Frau Burmester, haben Sie sich eigentlich mit dem Thema beschäftigt oder wurden Sie lediglich von dem Wort getriggert? Ich glaube an letzteres, denn einerseits ist Achtsamkeit in zentrales Prinzip der asiatischen Philosophie, andererseits ist es auch in der Psychotherapie wichtiges Element u.a. bei der Suchttherapie.

Ihr Artikel strotzt leider nur so vor Plattitüden, Gegöbbel und hirnfreien Ergüssen. Beschämend, dass man für so etwas bei SPON ein Honorar erhalten kann. Aber die Frauenquote muss ja erfüllt sein...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
albert schulz 10.11.2013, 19:51
156. ergötzlich ist der Artikel

Zitat von Sozial-Romantiker
Ihr Artikel strotzt leider nur so vor Plattitüden, Gegöbbel und hirnfreien Ergüssen. Beschämend, dass man für so etwas bei SPON ein Honorar erhalten kann. Aber die Frauenquote muss ja erfüllt sein...
Das war doch sehr bekömmlich geschrieben. Und weit über Stammtischniveau. Mir gefällt das, wenn eine Frau herummosert und auch noch witzig verkleidet.

Der einzige Kritikpunkt ist eben, der, daß man unter Achtsamkeit alles oder nichts verstehen kann, ein richtig schönes Schlagtotargument. Und ganz sicher eher im Häkelkurs verbreitet als auf dem Fußballplatz. Obwohl man natürlich einwenden kann, daß auch ein Boxer sehr achtsam seinen Punch ansetzen muß, damit er beim Gegner Wirkung zeigt. Auch ein Scharfschütze ist ohne geflissentliche Achtsamkeit nicht wert.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
ruexruedi 21.11.2013, 21:04
157. Nachhaltigkeit und Achtsamkeit zu verschwurbeln - komisch ...

der Artikel ist nicht besonders achtsam geschrieben, sondern haut drauf. Auch auf die Menschen, die (versuchen) achtsam mit sich und anderen umzugehen. Schade, ich hätte es mir differenzierter gewünscht. Falls es Menschen gibt, die nicht umgehen. Es ist gleich wie mit der Nachhaltigkeit

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 16 von 16