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Action-Komödie "Jerry Cotton": Wenn Flachwitz cool sein will

Das Unvermeidliche ist geschehen: Mit dem FBI-Agenten "Jerry Cotton" ist ein weiterer Trivialkino-Mythos der Sechziger deutschen Comedy-Fachkräften in die Hände gefallen.

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lemming51 11.03.2010, 09:17
1. Aha !!

Wieder mal eine "Comedy", die ich mir ganz sicher NICHT anschauen werde.

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dieweltsehen 11.03.2010, 10:00
2. Dann lieber die alten Filme?

Zitat von lemming51
Wieder mal eine "Comedy", die ich mir ganz sicher NICHT anschauen werde.
Wenn die Neuverfilmung nichts ist, bleiben ja immer noch die alten Filme, die durch die Neuverfilmung sicher etwas Aufmerksamkeit abkriegen. Zumindest anhand der Drehorte (http://maps.dieweltsehen.de/?dl=B000E8RAZQ&dla=a) scheint sich die Neuverfilmung ja an den früheren Versionen zu orientieren... Man darf gespannt sein!

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Gegengleich 11.03.2010, 10:42
3. Erwartung

Es war ja nichts anderes zu Erwarten. Hr. Tramitz hat ja schon bei z.B."Tramitz & Friends" und anderswo bewiesen, daß es ihm außerordentlich schwer fällt, dem Zuschauer den Humor zu vermitteln.
Anscheinend muß man außer der Zugehörigkeit zum Höribger-Clan und der Teilnahme an einem kommerziell erfolgreichen (und vom Niveau her abgrundtiefen) Film nichts erbringen, um weiterhin Scheiße auf Zelluloid zu bannen.
Was Hr.Ulmen geritten hat, daran teilzunehmen, ist mir ein Rätsel!

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A.Hello 11.03.2010, 11:29
4. Destruktiv und ätzend

Was mir bei dieser Kritik wieder auffällt ist ihre rücksichtslose Art den Filmemachern gegenüber.
In Deutschland sind das sind ganz normale Leute, die teilweise über Bürgschaften mit ihrem Privatvermögen an der Finanzierung der Filme beteiligt sind. Diese Leute schaffen es mit einem Bruchteil an Budget gegenüber amerikanischen Filmen, recht anständige Filme auf die Beine zu stellen.

Und viele deutsche Kritiker haben nichts besseres zu tun als solche Filme mal eben zu verreißen. Klar, der Kritiker steht dann natürlich als besonders scharf da. Aber letztlich beschädigt er schnell mal eben auch die deutsche Filmwirtschaft, die Existenzen der Filmschafenden und letztlich kann es sogar auch dazu kommen, dass Filförderungsgelder nicht zurückgezahlt werden können. Und das wirkt sich dann auf die öffenlichen Haushalte aus.

Kritik bedeutet mehr als nur Verriss. Auch wenn das für den Kritiker mehr Einfühlungsvermögen und Mühe bedeutet.

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Israel_Hands 11.03.2010, 11:39
5. Das FBI ist männlich. Ist ja auch von Männern für Männer.

--""Das New Yorker FBI"" --

In den Heftromanen heißt es – Redaktionsvorgabe! – "der FBI".

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Achim Detjen 11.03.2010, 11:51
6. Was soll das???

Zitat von A.Hello
Was mir bei dieser Kritik wieder auffällt ist ihre rücksichtslose Art den Filmemachern gegenüber. In Deutschland sind das sind ganz normale Leute, die teilweise über Bürgschaften mit ihrem Privatvermögen an der Finanzierung der Filme beteiligt sind. Diese Leute schaffen .....
Nur weil es von der ach so toll-intellektuellen deutschen Filmindustire kommt, muß man allen Mist gutheißen? Unsinn!

Nicht die Kritiken zerstören hier was, sondern Leute, die solchen Stuß produzieren und damit noch Geld verdienen wollen. Wenn hier etwas zerstört wird, dann ist es die Figur "Jerry Cotton". Denn der Film hat nichts, aber auch gar nichts mit der literarischen Vorlage zu tun. Dann doch tausendmal lieber die alten Filme!
Und warum der Ulmen? Na, das ist doch das passende geistige Umfeld für einen solch politisch-korrekten Mainstream-Schwatzer.....

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nagano 11.03.2010, 11:59
7. Keine "Comedy", sondern Action-Komödie

@Gegengleich: Seit wann bannen die Darsteller irgendetwas auf Zelluloid? In meiner Welt werden sie gebannt. Und spielen die Rollen, die ihnen das Drehbuch vorgibt. Geführt und inszeniert von der Regie.

@A.Hello: Sollte man bei diesem Risiko nicht besonderen Wert auf ein Drehbuch legen, das mehr als einen Bruchteil der Emotionalität amerikanischer Filme transportiert?

Das ist meines Erachtens der einzige Kritikpunkt am Film: Das Drehbuch, welches sicherlich nicht so entstanden ist, wie es in der absurden Kritk des "Experimentalfilmers" Andreas Banaski nahegelegt wird.Es berührt den Zuschauer nicht. Die Figur von Jerry Cotton scheint tatsächlich von den Autoren auf "cool" reduziert worden zu sein und verblasst so etwas hinter dem schillernden Charakter Phil Decker. Tramitz und Ulmen spielen sich ansonsten sehr gut die Bälle zu - jede Figur ist gut geführt, die Bilderwelt "popcorn-cineastisch", ebenso der Soundtrack. Mich hat der Film durchgehend sehr gut unterhalten, auch wenn ich mir nicht sicher bin, ob mir eine reine Komödie oder ein reiner Action-Film lieber gewesen wäre.

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arnidee 11.03.2010, 12:08
8. Ami hui -german pfui

Zitat von A.Hello
Was mir bei dieser Kritik wieder auffällt ist ihre rücksichtslose Art den Filmemachern gegenüber. In Deutschland sind das sind ganz normale Leute, die teilweise über Bürgschaften mit ihrem Privatvermögen an der Finanzierung der Filme beteiligt sind. Diese Leute schaffen es mit einem Bruchteil an Budget gegenüber amerikanischen Filmen, recht anständige Filme auf die Beine zu stellen.

das bei SPON und anderswo gelebte Prinzip, alles aus Amiland ist toll, das meiste aus Deutschland, von einigen Grimmepreisverdächtigen abgesehen, ist per se verachtenswürdig, wird hier mal wieder eindrucksvoll bestätigt. Und wenn zum Schluss generös zugestanden wird, dass der Film in der Liga von "Starsky & Hutch" oder "I Spy" ganz ok wäre, dann fragt man sich, wohin dem Autor die Maßstäbe verrutscht sind. Hat er geglaubt, dass Jerry Cotton mit Ambitionen für den Bundesfilmpreis gedreht wurde!?

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A.Hello 11.03.2010, 13:30
9. Drehbuch

@nagano
Sicher, das Drehbuch ist immer wieder der entscheidende Faktor. Nur gebe ich zu bedenken, dass auch die Drehbuchentwickung Geld kostet. In Deutschland werden Drehbücher in der Regel von einzelnen Personen entwickelt. In Amerika in der Regel von ganzen Teams, die in großen Büros sitzen und eigene Strukturen und Arbeitsabläufe haben. Schon das allein kann sich hier keiner leisten. Ganz zu schweigen von Änderungen am Buch nach Drehbeginn. Oder gar nach Fertigstellung.

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