Forum: Kultur
Älterwerden: Willkommen im Club der Zyniker

Zwischen 20 und 30 regiert im Kopf der Idealismus - danach geht es bergab mit der Menschenliebe. Oder haben uns einfach nur Terroristen und Angstkranke in die Hoffnungslosigkeit getrieben?

Seite 12 von 16
matter 28.02.2016, 03:52
110. Schööööne neue Welt

Das trifft. Irgendwie. Genau.....ins Schwarze.
Das Gute gewinnt immer!! Davon verabschiedet man sich dann doch nach einer gewissen Zeit.
Man stumpft ab...erlebt, sieht, hört, liesst, fühlt zuviel.
Es könnte so schön und einfach sein. Leider ist es das bei weitem nicht.

"Mehrheitlich ein dummer, gieriger, brutaler Haufen."

Besonders die letzten beiden Attribute treffen auf viele Machtmenschen zu und diese erlangen auch immer wieder diese Macht.
Dennoch, einen Funken Naivität hab ich mir bewahrt. Ich hoffe er geht mir nicht ganz verloren.
Vielleicht findet man ihn ja auch irgendwann wieder ;)

Schöner Beitrag "Frau Sibylle". Danke.

Beitrag melden
pondent 28.02.2016, 04:54
111. zu einseitig

eine gute mischung aus idealismus, pragmatismus und realismus gepaart mit rationalismus ist doch wünschenswert
;) sie frau berg erarbeiten sich gerade letzteres und sind scheinbar auf gutem weg!
weiter so! wir brauchen dringend klar denkende journalisten, die sich um die wunden der zeit scheren!

Beitrag melden
dkrobinson69 28.02.2016, 05:55
112. Ist doch übertrieben!

"Heute. Wo ich keinen mehr retten will, nicht einmal mehr mich. Wo ich aufgehörte habe, an das alberne Gute zu glauben." Das glaub' ich Ihnen nicht! Niemals! ...naja, ein bisschen vielleicht (aus meiner Selbsterfahrung mit 46). Trotzdem werden Sie immer SIE bleiben - bis zum Schluss. Und das ist gut so!

Beitrag melden
ach-nur-so 28.02.2016, 06:41
113. Hach.

Mist. Jetzt habe ich den Text gelesen und muss gestehen, mir eingestehen, dass Sie mir (37) aus der eingetrübten Seele sprechen, Frau Berg. Eigentlich wollte ich das Eingeständnis, dass ich nicht Peter Pan , nicht Pippi Langstrumpf bin, noch etwas hinauszögern. Tatsächlich: geht mir genauso.

Beitrag melden
eggie.v 28.02.2016, 08:18
114. Nicht aufgeben!

Die Welt ist nicht naiv, der Mensch ist von Natur her nicht nur gut. Es herrscht bei allen Spezies das Gesetz des stärkeren. Bei uns Menschen, kann dieses primitive Gesetz -bei zivilisierten Gesellschaften und bei genug vorhandenen Ressourcen-, durch Urteilsfähigkeit und gegenseitigen Respekt aus dem Vordergrund rücken. Aber wenn es in der Gesellschaft Konflikte gibt oder eine Bedrohung sichtbar wird -real oder nicht-, reagiert das Kollektiv mit Angst, Abschottung, Ausgrenzung. Alles ist verständlich und menschlich, aber auch irgendwie primitiv. Wie reagieren, als erwachsene, moderne, offene Frau? Treu zu sich bleiben und freundlich und höflich zu Fremden sein, das direkte Umfeld pflegen. Und wer die Welt wirklich verbessern möchte, sollte Arbeitsstellen schaffen und Kinder liebevoll großziehen. Und kein Fleisch essen. Und möglichst viel Fahrrad fahren. Und nicht aufgeben!

Beitrag melden
dione_gutzmer 28.02.2016, 09:16
115. Gelassen weitermachen

Was Sie beschreiben, Frau Berg, ist eine Art Burn-out auf moralischer Ebene, da hilft pausieren, dann geht der Zynismus wieder weg. Echt!!!

Beitrag melden
clockwork-orange 28.02.2016, 09:57
116. tja, Frau Berg...

...Idealismus ist eine feine Sache, wenn man dabei nur nicht die Realität aus den Augen verliert. In Backnang demonstrierten 600 Idealisten (dir meisten mit der Lebenserfahrung eines knapp 20-jährigen, weil 20-jährig) gegen Besucher einer AfD-veranstaltung mit 30, 40, 50, 60-jähriger Lebenserfahrung. Ewig gestrig? Na und, was ist schlecht daran, außer sich mit allen Mitteln dagegen zu sträuben, sehenden Auges den Ruin seines Heimatlandes zulassen zu sollen. Wollen Sie als Schweizerinnen sich nicht lieber ein wenig um die SVP kümmern?

Beitrag melden
kenny_powers 28.02.2016, 10:19
117.

Ihre Perspektive wäre vermutlich auch eine andere, wenn Sie anstatt Bücher und Kolumnen zu schreiben, diese in Buchläden und Zeitungskiosken verkaufen müssten. Oder wenn Sie das Papier, auf denen diese gedruckt werden, selbst herstellten. Wenn Sie die dafür benötigten Bäume fällen würden. Die Strassen bauen, den für Straßen notwendigen Asphalt produzieren, die Druckerschwärze generieren, die digitale Hardware herstellen, die Software schreiben, die gesamte benötigte Infrastruktur samt Produkt hin- und herfahren und die dafür benötigten Transportmittel selbst erzeugen würden. Mal abgesehen von den aus der Erde herauszugrabenden und weiterzuverarbeitenden Rohstoffen. Interessiert Sie eigentlich, unter welchen Bedingungen dies alles geschieht? Oder profitieren Sie einfach nur davon? Nee, Sie sind nicht besser, sondern einfach nur erfolgreicher. Ihre Selbstgerechtigkeit ist schwer bekömmlich ...

Beitrag melden
toskana2 28.02.2016, 10:22
118. Naivität?

Zitat von matter
(...) Dennoch, einen Funken Naivität hab ich mir bewahrt. Ich hoffe er geht mir nicht ganz verloren. Vielleicht findet man ihn ja auch irgendwann wieder ;) (...)
Wenn man den letzten Funken Naivität verloren hat,
gehört man zu den Unglücklichen dieser Welt.

Ich meine,
früher hieß es "Gottesvertrauen".
Heute, wo man Gott als tot erklärt hat,
bleibt die "Naivität" als letzte Bastion,
um das Leben zu bestehen.

Ich wünsche Ihnen und allen,
die in ähnlicher Not sich befinden:

Kämpfen Sie!
Bewahren Sie Ihre "Naivität".
Es gibt außer ihnen auch andere,
die diesen Weg gehen.

Solange es euch gibt,
hat die Welt eine Chance.

Beitrag melden
nobody_incognito 28.02.2016, 10:30
119. Liberal

Zitat von derHamlet
Guten Abend Liberalitärer, nur weil Sie die Anmerkungen eines Foristen nicht verstehen, muss das nicht zwangsläufig ein Manko des zweiteren sein.
Er kann sich trösten. Ich hab sein Problem genau so wenig verstanden wie er offenbar meins.

Beitrag melden
Seite 12 von 16
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!