Forum: Kultur
Ärger um "Mona Lisa": "Man wird wie ein Tiertransport durch den Louvre getrieben"
Jean Nicholas Guillo/ DPA

Lange Schlangen sind vor der "Mona Lisa" nicht neu - doch seit das Gemälde umgehängt wurde, häufen sich Klagen. Wütende Besucher sprechen von "Wahnsinn, Zeitverschwendung, Abzocke".

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maikelg 14.08.2019, 13:49
10. Kapier ich auch nicht...

...wieso man sich ein Bild noch mal anguckt, daß man schon 100mal davor in allen erdenklichen Vergrößerungen gesehen hat. Abgesehen davon, gibt es vermutlich eh spannenderes im Louvre zu sehen...

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Sleeper_in_Metropolis 14.08.2019, 13:57
11.

Zitat von karlsiegfried
Muss man die Mona Lisa tatsächlich in Natura gesehen haben?
Das frage ich mich mit Blick auf die dazu nötigen Umstände (zeitlich und finanziell) auch. Zumal das Bild einerseits kein Monumentalgemälde ist und andererseits ausreichend bekannt sein dürfte, gibt es die Mona Lisa doch auf Plakaten, Kaffeetassen, Handtüchern, Klodeckeln, etc.

Der Eindruck der Decke der Sixtinischen Kapelle beispielsweise ist sicherlich nie auf einem Nachdruck rüber zu bringen, aber die Mona Lisa mit ihren ca. 80 × 50 cm ?

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pommesbay 14.08.2019, 14:04
12. So ist das

halt in Paris. Der Louvre ist generell total überfüllt, vor der Mona Lisa drängelten sich die Menschen auch schon im alten Saal. Ich hatte vor vielen Jahren das Glück, dieses wirklich bezaubernde Gemälde ganz allein, weil gerade nach Öffnung des Louvre zu sehen. Diese Zeiten sind vorbei, jedes Museum hier ist viel zu überlaufen, es braucht neue Konzepte, damit der Massenandrang geregelt wird.

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tuvalu2004 14.08.2019, 14:07
13. Man muß die Mona Lisa gesehen haben

#1. karlsiegfried: Die Mona Lisa stillt den Hunger der Seele, das kann ein verwöhnter, satter Europäer aber schlecht nachvollziehen. Bilder im Original zu sehen sind etwas völlig anderes als auf Abbildungen.
#2. olicrom: Das ist der Anspruch eines jeden Touristen. Allein mit Mona Lisa, allein in der Natur an einer vielbeworbenen Aussichtsstelle. Influenzer lieben dieses "allein auf dem Foto" so sehr, dass sie alles in ihrer Umgebung zerstören um diesen Moment ihren Followern zu zeigen. Mit genug Verzichtswillen an den Komfort geht das natürlich auch normal. Aber wer will den auf Konfort verzichten.

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rotella 14.08.2019, 14:20
14. Schon 1986 so

als wir in den Schul-Sommerferien per Interrail durch (Südwest-)Europa getourt sind. Lustigerweise wussten wir beim Besuch des Louvre damals nicht, welches Bild da so geschützt mit einer Menschentraube davor das war, bevor wir es gesehen hatte. Achso, die Mona, hier hing sie also rum...

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giftzwerg 14.08.2019, 14:26
15.

Sowohl im Louvre selbst als auch im Prado oder auf der Museumsinsel in Berlin hängen zahllose Gemälde, die ungleich schöner und spannender und zugleich weniger populär sprich überlaufen sind. 99% derer, die sich vor der Mona Lisa totdrücken, sieht man auf 500m Entfernung an, dass sie nur dort stehen, weil's halt die Mona Lisa ist und man die halt gesehen haben muss und nur deshalb. Gäb's die Mona Lisa nicht, hätten die sich auch nicht in den Louvre verirrt.

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giftzwerg 14.08.2019, 14:28
16.

Als ich vor zwei Jahren nach langer Pause mal wieder in Paris war, war ich auch im Louvre und kam zufällig am Saal der Mona Lisa vorbei. Ich hab sie vom Türrahmen aus gesehen, war überrascht, dass sie doch so klein ist, bin aber nicht näher ran. Zum einen, weil ich mich nicht nur 400 Asiaten kämpfen wollte, zum anderen, weil das Bild einfach wirklich nicht besonders interessant ist.

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cat69 14.08.2019, 14:30
17. Haut doch bloß wieder ab möchte man ihnen zurufen

Es liegt in der Natur der Sache, es kann nicht jeder alles haben wollen , es sind zuviele Menschen. D afür ist das Kunstwerk einfach nicht gedacht und gemacht. Ihr trampelt alles kapputt und ruiniert die Stimmung. Ein Museum ist nicht Disneyland. Haut ab !

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biba_123 14.08.2019, 14:33
18. Wer den Louvre nur wegen der Mona Lisa besucht...

... hat doch nicht wirklich was da drin verloren. Sorry, aber das sind doch Kulturbanausen.

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dr.joe.66 14.08.2019, 14:38
19. Kunst oder Kunst-Konsum...

Als ich letztes Jahr in Florenz war, habe ich die Gelegenheit zu einem Besuch in den Uffizien genutzt. Anmeldung im Internet für morgens früh. Dann als einer der ersten im Museum, da war es noch schön leer.
Das Beste war die Video-Installation eines Künstlers. Der hatte mit seinem Handy die Besucher gefilmt, die Selfies vor den Bildern machen, oder die die Bilder abfotografieren, ohne sich das Bild jemals mit den eigenen Augen anzuschauen. Die sind nur dort, weil ..man.. das ja gesehen haben muss, weil die Touristen-App das vorgibt als das Super-Highlight. Also schnell hin zu dem Bild, schnell Foto machen, dann noch ein Selfie und weiter geht's. Dann kann man zu Hause zeigen, dass man da war.
Da geht es dann nicht um Kunst sondern um Kunst-Konsum, also eigentlich um einen selbst. Schade.

Aber ich muss mir ja nicht ML anschauen. Vor zwei Jahre im MOMA war es im Sommer relativ leer, das war herrlich. Und die anderen Abteilungen im Louvre sind auch nicht so überlaufen. Aber mit Bildern wie zum Beispiel die Pantoffel von van Hoghstraaten oder der Holzfigur Maria Magdalenas von Erhart kann der ahnungslose Konsument nun mal nix anfangen. Der will sich ja auch gar nicht mit der Kunst beschäftigen Er oder sie möchte halt das Selfie machen...

Da ist es mir dann ganz recht wenn die alle vor der Mona Lisa Schlange stehen. Da kann ich mir die anderen Highlights unbedrängt anschauen, ohne dass mir jemand seinen Selfiestick ins Gesicht rammt.

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