Forum: Kultur
AfD und die Medien: "Über Taten berichten - nicht über Worte"
NDR/ Wolfgang Borrs

Politiker und Demoskopen behaupten, die Medien hätten die AfD groß gemacht. Aber soll man etwa nicht über sie berichten? Es kommt auf das "Wie" an, sagt Henriette Löwisch, Leiterin der Deutschen Journalistenschule.

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wille17 26.09.2017, 10:25
1. Die Presse

kann auch berichten und aufklären an etwas weniger exponierter Stelle. Die Sensationsgeilheit der Medien verbietet aber ein derart sachlich gebotenes Vorgehen.

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humanismussardine 26.09.2017, 10:30
2. Festbeißen

Vielleicht ist das festbeißen an der afd nicht die richtige strategie gewesen. Vielleicht ist journalismus mehr als nur tratsch weitergeben. Vielleicht muss man die gegenseite auch darstellen. Afd als kleine partei mit anderen kleinen parteien vergleichen etc....ist es wirklich so schwer mit worten und deren wirkung umzugehen wenn man des als hauptberuf hat...oO...bezahlt der spiegel so schlecht dass da keine Talente mitmachen wollen?

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andlu 26.09.2017, 10:33
3.

"Politiker und Demoskopen behaupten, die Medien hätten die AfD groß gemacht. Aber soll man etwa nicht über sie berichten?"

Diese Beißreflexe im Teaser sind genau das Problem. Auch SPON outet sich als Binär-Denker, es scheint nur 0 oder 1 zu geben. Die Alternative zu Anti-AfD-Artikel im Stundentakt bringen ist nicht "gar nicht berichten", sondern viel gezielter berichten. Spiegel und co. haben die AfD zum Selbstzweck (Reichweite, Klicks) mit groß gemacht, da besteht kein Zweifel - sieht man übrigens auch an der Reaktion vieler AfD-Wähler. Wer wie Spiegel und Zeit einer kleinen Partei so unglaublich viel Aufmerksamkeit schenkt und sie mit groß macht, muss sich am Ende auch die Kritik gefallen lassen. Auch hier gilt: kein Binär-Denken, bitte. Nicht nur die Medien sind schuld, auch die Altparteien haben ordentlich dazu beigetragen, indem sie die Partei überwiegend in die Nazi-Ecke gestellt haben, anstatt sie inhaltlich vorzuführen - das wäre ja auch kompliziert gewesen, igitt.

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gatopardo 26.09.2017, 10:35
4. Der harte Kern

überzeugter AfD-Wähler lässt sich von keiner Berichterstattung an seiner politischen Einstellung beeinflussen.
Sie lehnen jeglichen Journalismus als "Lügenpresse" ab, ganz im Nazi-Jargon. Sie informieren sich niemals ausserhalb ihrer rechtsradikalen Medien im Internet und sind noch weniger bereit, sich über ihre Einstellung befragen zu lassen, weil sie ihr demokratisches Umfeld als Feindbild betrachten.

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Annabelle1811 26.09.2017, 10:36
5. Endlich

mal jemand, der zeigt, wie es wirklich gelaufen ist. Eine kluge Frau!

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verwundert76 26.09.2017, 10:44
6. Ist das Journalismus?

Und das ist die Leiterin einer Journalistenschule?! Für mich klingt sie eher nach der Chefin einer PR-Agentur. Das Ergebnis der Berichterstattung steht ja scheinbar schon fest und es geht nur noch darum Material zu sammeln und entsprechend tendenziös zur einzubinden, damit auch der Dümmste versteht wer der Feind ist! Tut mir leid, aber das hat in meinen Augen mit objektiver Berichterstattung bzw. mit seriösem Journalistmus nichts zu tun.
Warum so wenig objektive Berichterstattung und stattdessen so viel plumpe Meinungsmache? Die meisten Leser spüren das doch und es ruft bei ihnen oft nur Abwehr hervor! Lasst sie doch ihre eigenen Schlüsse aufgrund von Fakten ziehen!

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seppfett 26.09.2017, 10:46
7. Danke Frau Löwisch

12.6 % sind viel , aber 87.4 % sind wesentlich mehr. Zu dem was Frau Löwisch hier sagt, möchte ich nur zufügen, dass häufig die Relationen falsch gesetzt werden. Die 10 % die nicht Funktionieren werden häufig zu 100 % der Berichterstattung .

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megahoschi 26.09.2017, 10:47
8. Von Anfang an...

Kann sich noch jemand an das mediale Bohei über den Gründungsparteitag erinnern?
Das gab es bei keiner anderen Partei in dieser Form. Wenn erst mal abgewartet worden wäre ob und was diese Partei leistet und dann proportional angemessen darüber berichtet hätte, hätte diese Partei eine andere Entwicklung erlebt.
Also ja, man kann durchaus sagen dass die Medien diese Gruppierung groß gemacht haben. Muss sich gut anfühlen, den Nazis wieder ins Parlament geholfen zu haben.

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arinari 26.09.2017, 10:50
9. Es kommt auf das wie an..

richtig, denn ich kann mich nicht erinnern, dass sowohl im ÖR
als auch in den Print- und Onlinemedien einmal positiv über die AfD berichtet wurde. Wenn ich mich irre, bitte Beispiele nennen.
In den Talkshows hieß es 1 gegen 4 oder ähnlich.
Der AfD Talkshowgast sollte vorgeführt werden, ein besonderes Beispiel war die Sendung mit Frau Slomka.. die Teilnehmer und Publikum haben sich benommen wie im Kindergarten und hämisch gegen Frau Weidel gemobbt. Das war zum fremdschämen.
Dass die AfD trotzdem so viele Stimmen bekommen hat, ist schon erstaunlich.
Vielleicht haben aber die Zuschauer das Ausgrenzungsspiel
durchschaut? Zumindest haben die Medien alles getan, um der AfD zu schaden...Irgendeine Wirkung wird es gehabt haben.

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