Forum: Kultur
AfD und die Medien: "Über Taten berichten - nicht über Worte"
NDR/ Wolfgang Borrs

Politiker und Demoskopen behaupten, die Medien hätten die AfD groß gemacht. Aber soll man etwa nicht über sie berichten? Es kommt auf das "Wie" an, sagt Henriette Löwisch, Leiterin der Deutschen Journalistenschule.

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gruenerfg 26.09.2017, 13:05
90. Logik

Zitat von Boris Arnheim
Was bitte ist daran "widerlich" und "menschenfeindlich"? Ich dachte bisher immer die Deutschen entsenden ihrer Vertreter aus genau diesem Grund in den Bundestag.
Eine Partei, die knapp über 10% Prozent kriegt, hat mit "Deutschland (100%)" und dem Deutschen Volk ganu 10% zu tun, kann also für denkende Menschen (ca.90 %) nicht agieren.

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jottessd 26.09.2017, 13:08
91.

Frau Löwisch liegt voll daneben, z.B. wenn sie meint, man müsse über Gaulands "menschenverachtende Äußerungen" in "einem anderen Format" reden. Unsinn!
Z.B. ich, ich erwarte sehr wohl, dass solche Entgleisungen angesprochen werden. Das Format ist mir wurscht! Was allerdings zählt, ist: Wenn man solche Entgleisungen anspricht, dann bei allen, die solches getan haben! Und wenn einem solche Äußerungen nicht passen, dann hat man auf alle (!), die sich so äußerten,mit dem journalistischen Finger zu zeigen. Alles andere ist billige Partei-Propaganda!

Und dann darf man noch einen Schritt weitergehen und sich fragen, was genau hat denn zu solchen fehlgeleiteten Äußerungen geführt. Und darüber sollte man auch schreiben ... oder ganz schweigen.

Ach ja, Frau Löwisch: Und man kann nicht nur die Gesundheitspolitik von Trump kritisieren, man darf auch die Politik anderer Politiker kritisieren ... Wo in den Leitmedien ist die Merkel-Regierung mal hart angefasst worden? Oder Martin "Das Sitzungsgeld" Schulz? Wo?
Das Wahlergebnis ist auch ein Ergebnis des Gebarens der Leitmedien ...

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gruenerfg 26.09.2017, 13:09
92. Wissen

Zitat von imo27
Sie wissen aber, dass die AfD die drittstärkste politische Kraft in Deutschland ist? Da ist sie nach meinem Eindruck eher unterrepräsentiert, aber ein Journalist könnte das ja mal sachlich untersuchen.
Ich weiß, wieviel Prozent die AfD hat, wenn ich das dann mathematisch umlege auf Die Linke/Die Grünen/FDP und deren Präsentation in den Medien. Soviel zu Ihrem Eindruck.

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mesalliance 26.09.2017, 13:09
93.

ah toll, wieder die nummer mit "muss man sagen dürfen können" natürlich "ohne in die rechte ecke gestellt zu werden"... komisch das afd-wähler nicht wenigstens zu ihren erbärmlich kruden ansichten stehen, allerdings hat man auch versäumt den leuten nach der wiedervereinigung zu erklären wie eine demokratische gesellschaft funktioniert. anspruchsdenken und unehrlichkeit sind kontraproduktiv für eine freie gesellschaft, auch wenn das wohl das ist was man in der pseudo-sozialistischen diktatur gelernt hat.

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Hupert 26.09.2017, 13:13
94. Stellen sie sich vor...

Zitat von karlo1952
die Freien Wähler oder die FDP dieselbe mediale Aufmerksamkeit erhalten wie die AfD wären die sicher auch über 5 % gekommen.
...die FDP ist gar über 10% gekommen.

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stephx 26.09.2017, 13:25
95. Ganz genau!

Zitat von verwundert76
Und das ist die Leiterin einer Journalistenschule?! Für mich klingt sie eher nach der Chefin einer PR-Agentur. Das Ergebnis der Berichterstattung steht ja scheinbar schon fest und es geht nur noch darum Material zu sammeln und entsprechend .....
Die Beschäftigung vor der Wahl mit der AfD war ausschließlich negativ und stets tendentiös geschrieben. Keinerlei sachliche Berichterstattung wurde seitens der Medien betrieben. Für einfache Gemüter mag das ausreichend sein, aber es gibt nunmal auch eine Menge Leser, die sich noch eigene Gedanken/Meinungen bilden können. Für diese war die Berichterstattung ein gefundenes Fressen "jetzt erst Recht" zu denken!
Aber das hat dem objektiven Journalismus, den ich eigentlich in Deutschland immer verortet hatte, schwer geschadet!

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stephx 26.09.2017, 13:38
96. Was möchten Sie ?

Zitat von tanriverdi
Die AfD hat ganz ungeniert erklärt für "Deutschland" und das "deutsche Volk" Politik machen zu wollen. Das ist widerlich und menschenfeindlich. Meiner Meinung nach haben die Medien sehr kritisch, warnend, ja sogar.....
Widerlich ist für "Deutschland" und das "deutsche Volk" Politik zu machen? Sorry, wo leben Sie denn bitte? Sollen Parteien, die in Deutschland regieren Politik für z.B. Syrien oder Afrika machen? Was reden Sie denn da?
Wenn knapp 13% der Bevölkerung, die hier arbeiten und Steuern zahlen sich wünschen, dass Politik für sie gemacht wird, dann ist das ziemlich normal.

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jeby 26.09.2017, 13:39
97.

"Kleine Anfragen stellen. Pünktlich zur Abstimmung erscheinen. Anhörungen organisieren, die eigenen Positionen in Ausschüssen effektiv einbringen."

Können sie gerne machen, aber dann bitte über alle Parteien so genau berichten. Ich bin Politik interessiert und lese SPON mehrmals täglich. Trotzdem habe ich keine Ahnung, was genau die Grünen und Linken in den letzten vier Jahren genau im Bundestag gemacht haben. Stellten sie viele kleine Anfragen oder wenige? Waren sie immer pünktlich zu Abstimmungen da? Haben sie Anhörungen organisiert? Und wie effektiv haben sie ihre Positionen in Ausschüssen vertreten? Ich habe wirklich keine Ahnung, weil so genau haben die Medien die letzte Opposition nicht unter die Lupe genommen.

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phrasensport 26.09.2017, 13:43
98. Doch, Spon muss das berichten!

Ich will es nämlich wissen! Jeden verbalen Ausrutscher, darf eine Medium auch bringen. ABER: Einmal reicht! Nach der Nachricht brauch ich nicht den Kommentar vom Augi, dann ein "und jetzt!?", dann einen Kommentar vom Fleischi, dann ein "Wie es weiter geht" umd nochmal einen Kommentar vom Weili. Das ist zuviel, und genau das, macht die AfD größer als sie ist. Diesen Mystizismus verdienen die Rassisten nicht!

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flux71 26.09.2017, 13:46
99.

Wir ignorieren dann also mal geflissentlich gewisse Facebook-Posts der AgD aus Salzgitter („Krieg gegen das widerwärtigste System auf deutschem Boden“) und machen uns gar keine Gedanken mehr über deren Verfassungswidrigkeit, stimmt's?

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