Forum: Kultur
All die schönen Männerbünde: Hut ab, VW!
REUTERS

Ein Mann hat Volkswagen in die schwerste Krise seit Bestehen gebracht, ein Mann soll es retten: Die absolute Normalität, mit der Frauen von den Führungspositionen unserer Gesellschaft ausgeschlossen werden, ist atemberaubend.

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Rheintochter 27.09.2015, 11:04
210. Aha!

Zitat von barbarausi
Frau Berg! Ich finde Ihre Kolumnen immer wieder großartig aber noch viel besser finde ich die Kommentare der auf den S...... getretenen Herren hier. Ich arbeite in einem internationalen Konzern mit 200.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und erlebe täglich die Seilschaften der Herren an der Macht. Und das Argument, dass Frauen in Führungspositionen nicht besser seien als Männer ist doch inzwischen auch ziemlich ausgeleiert. Was soll das aussagen? Dass sie fies, ungerecht, gemein und unfähig sind?
Sie arbeiten also in einem internationalen Konzern mit 200 000 Mitarbeitern? Dann frage ich Sie, in welcher Position? Im Lager, im Kopierbüro, oder?
Sie haben eben keine Ahnung, das deckt sich mit dem Wissen von Frau Berg.
Sie sollten Sich einmal mit den Damen beschäftigen die im Board waren und nach kurzer Zeit sang- und klanglos untergegangen sind.
Die Vorstände bemühen sich verzweifelt um "Röcke" im Board. Jeder DAX.Konzern will eine Dame im Vorstand.
Von 17 weiblichen DAX Vorständen sind 8 nach der Häfte ihrer Vertragslaufzeit gegangen, was sicherlich nicht an den bösen Kollegen im Board lag.
Wie schrieb Bettina Weiguny so schön in der FAZ:
Zitat:
Doch so schnell wie die Frauen auftauchen, verschwinden sie auch wieder.
Zitatende
Satchelshaus EON gescheitert aus persönlcihen Gründe
Eva Lotta Sjösted :Karstadt gescheitert wg. Eigentümerwechsel
Melody Harris-Jensbach, ehemals Puma, ehemals Esprit. Hat jetzt eine neue Chance als Chefin von Jack Wolfskin.

Barbara Kux, Siemens (2008 bis 2013), ihr Vertrag als Einkaufsvorstand wurde nicht verlängert.
usw. usw. aus:
http://www.faz.net/aktuell/beruf-chance/arbeitswelt/frauen-im-vorstand-scheitern-haeufiger-als-maenner-13415920.html
Und Skandale gab es auch wie bei den Männern:Angelika Dammann, SAP-Personalvorstand (2010 bis 2011), verließ den Konzern nach einer Affäre um private Flüge.

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OnkelDonald 27.09.2015, 11:33
211. zu

[Zitat von urnenfeld]:
>> "[...] Frauen dabei aber insgesamt die Management-Fähigkeit abzusprechen, entspricht letztlich der Geisteswelt des 19. Jhd, als man ihnen die Medizin und Juristerei absprechen wollte. Und Managementfähigkeit braucht ein CEO - auf keinen Fall aber Maschinenbaudetails." [Zitat-Ende]

Na, das ist aber reichlich blauäugig. Natürlich braucht ein CEO Managementfähigkeit. Ein CEO eines Technikkonzerns braucht aber ebenso technische Fähigkeiten. Wo sollen denn die permanent notwendigen marktstrategischen Maßnahmen und Visionen herkommen, wenn man Ihnen jede potenzielle Innovationsidee erstmal von klein auf erläutern muss und das mit der Gefahr, dass Sie diese nicht mal einschätzen, geschweige denn verstehen werden?

Ich habe und leite ein IT-Unternehmen in Süddeutschland. Und ich würde nie auf die Idee kommen, eine strategische oder technische Managementposition mit einem BWL'ler zu besetzen, dem zwar ggf. Managementfähigkeit bescheinigt werden kann, der aber von den technischen Zusammenhängen keinen blassen Schimmer hat. Nicht mal als Personalschef wäre so jemand einsetzbar, er könnte die Fähigkeiten der überwiegend in technischen Bereichen benötigten Mitarbeiter bzw. Bewerber ja nicht mal beurteilen. Natürlich kann ich ihm z.B. einen technisch versierten Teamleiter zur Einschätzung zur Seite stellen. Aber dann mache ich doch lieber genau diesen zum Personalchef und spare mir diese komische und zugleich verzichtbare Rolle dazwischen.

Und das mit dem Techniker-Trend in Führungspositionen, vor allem bei erfolgreichen Unternehmen, das hat ganz schlicht noch eine ganz andere Ursache: Diese Leute haben technische Studiengänge absolviert, sei es Maschinenbau, Elektrotechnik, Informatik oder sonstiges. Das setzt im Vergleich zum "Manager weil managementfähig" (-> BWL'ler) ein paar ganz entscheidende Dinge voraus:


1) Für einen technischen Studiengang entscheidet sich jemand deshalb, weil er GENAU das machen will. Es geht also um die Sache!

2) Für BWL oder BWL-nahe Studiengänge entscheiden sich sehr viele Studenten, weil sie eben NICHT WISSEN, was sie machen sollen (halt irgendwas mit Karriere und ordentlich Geld verdienen)

3) Ein Absolvent eines technischen Studiengangs kann rechnen, planen, logisch denken, hat in der Regel nutzbringende Ideen und er versteht technische Innovationen und kann diese samt ihren Konsequnzen einschätzen. Natürlich braucht er auch die berühmten "weichen Faktoren" und sog. "Social Skills" für eine Managementposition. Aber die allein reichen nicht.
Ach ja: Die vorhandenen Rechen- und Planungsfähigkeiten sind im Übrigen völlig ausreichend, um auch finanzmathematische oder betriebswirtschaftliche Aufgabenstellungen zu meistern. Und zwar mit links.

So, und im Sinne der Gleichberechtigung möchte ich anmerken und betonen, dass die in diesem Kommentar verwendete männliche Form lediglich der Vereinfachung der Schreibweise dient und alles oben beschriebene vollumfänglich und ausnahmslos ebenso für Frauen gilt. Der Kommentar ist somit vollkommen geschlechterneutral. ;-)

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jayram 27.09.2015, 11:47
212. Ach schon wieder

diese bösen Männer, sind Frau Merkel, Frau von der Leyen oder Madame Laguarde denn besser als ihre männlichen Kollegen Frau Berg. Machen Sie sich mal frei von dem Gedanken das Frauen die Welt besser regieren würden. Das sind auch nur Menschen die durch die Macht genauso korumpierbar sind wie Männer.

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Ündnü? 27.09.2015, 11:48
213. Volle 100 Punkte, Frau Berg!

Nicht nur auf dem VW-Olymp, auch im niedereren Management funktioniert Mann: Z.B. im darbenden Zeitungs- und Zeitschriftengewerbe. 2005 kommt Chefredakteur Ulrich Reitz zur WAZ (Westdeutsche Allgemeine Zeitung). Abo/Verkauf im Kreis Recklinghausen (615.000 Einwohner), 3. Quartal 2005: 22.861/24.477. Bilanz Abgang Reitz, 2/2014: Abo 5.982, Verkauf 6.604 (-73,02%). Mit dieser Empfehlung ist Reitz jetzt Chef beim Focus. Er hat dort Jörg Quoos abgelöst. Dessen Focus-Bilanz vom 7.1. 2013 bis 29.9.2014: Abo 196.899, Verkauf 533.482; gesunken auf 180.147 / 496.824. Mit diesem Verlauf ist Quoos Chef der Zentralredaktion der Funke-Gruppe (WAZ) geworden. Quelle für die genannten Zahlen ist die seriöse IVW.
So sieht's also aus: Reitz von WAZ zu Focus, Quoos von Focus zu WAZ. Weshalb wird eigentlich Reitz in Talkshows eingeladen? Karrieretypen gehen im Fernsehen halt immer. Mahlzeit!

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dasky 27.09.2015, 11:53
214. Drunter und drüber, Chaos

Zitat von MatthiasPetersbach
Alle Frauen um mich rum haben einen Job, den sie ausfüllen und richtig machen - meine Metzgerin, meine Schreinerin, meine Ärztin. Das ist seit der Jahrhundertwende (und schon vorher) NORMAL und niemand denkt sich dabei was. Warum auch. Frauendiskriminierung existiert nicht. Nur weil der Lauf der Zeit verschiedene Geschlechter in verschiedenen Berufen nach oben spült, ist das noch lange keine Diskriminierung. Wenn man mich frägt: Wir sollten die ALLE da oben loswerden. Ob Männlein oder Weiblein. Machtgeiles, nichtsnutziges, nichtsleistendes Pack. Schmarotzer. "Da oben" gibts keinen Job, der nicht von zigtausenden anderen für 10 000 Öre und Dienstwagen genauso, eher besser ausgeübt werden könnte. DAS ist die wahre Diskriminierung: Das Zusammenhalten der herrschenden Schicht gegen die normalen Leistungsträger, das Vortäuschen von Leistung und eigener Wichtigkeit und das Abschotten bzw Nichtöffnen für Leute, die das besser könnten, aber nicht die absolute Machtgeilheit besitzen - sondern vielleicht sogar Fähigkeiten. Krähen, die anderen kein Auge aushacken. Und DARUNTER leiden alle gleichberechtigt - Frauen und Männer.
Die Frauen und Männer DARUNTER sind aber die größeren Idiotinnen und Idioten, weil sie sich von den Frauen und Männern DARÜBER gegeneinander ausspielen lassen.

Industrie und Politik betreiben übrigens gleichermaßen Umweltverschmutzung.
VW fördert und unterstützt mit vielen Millionen Euro jährlich Bundes(ober)behörden wie z.B. die BZgA.

Die wiederum betreibt politische Umweltverschmutzung mit der massenhaften Herstellung und Verbreitung von 'Ratgebern' wie 'Körper, Liebe, Doktorspiele', in denen öffentlich zu sexuellen Handlungen an, vor und mit Kleinkindern aufgefordert wird.

Das diene der Förderung von Stolz auf die - weibliche - Geschlechtlichkeit. Es sei strafrechtlich nicht relevant.

Letztes Jahr habe ich einen VW Golf Diesel in der 'Autostadt' in Wolfsburg abgeholt. Als ich im Veranstaltungskalender den Titel 'Körper, Liebe, Doktorspiele' gefunden habe, eine Veranstaltung, mit der VW auf den Neuwagen Wartenden die von der BZgA verbreiteten Inhalte nahebringen will, war ich drauf und dran, ohne neues Auto wieder zu gehen.

Umweltverschmutzung, Riesensauerei. Fand ich schon letztes Jahr.

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mr.andersson 27.09.2015, 12:02
215.

Inhaltloses blah,blah. Sorry, aber mehr lese ich da nicht.

Welche Frau hätte genau was besser gemacht? Wenn da jetzt ein Vorschlag gestanden hätte, dass Frau XY eine Kandidatin gewesen wäre, die nicht genommen wäre, dann hätte ich das verstanden.

Aber so? Was will man nun damit sagen? Das VW irgendwo ein Frau hätte herzaubern sollen, die aus welchen Gründen auch immer den Konzern besser aus der Krise hätte führen können? Welche, warum und wie?

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observerd 27.09.2015, 12:15
216. Ich warte immer noch darauf dass ein Technologiekonzern

von einer Frau gegründet wird ... wen aus der beachtlich grossen Liste von Sozialpädagoginnen, Lehrerinnen, Kulturwissenschaftlerinnen und Gender-Professorinnen schlägt Frau Berg denn für den Vorstand bei VW vor ?

Es gibt eigentlich keinen weltfremderen Kommentator in der Deutschen Presse als diese Frau Berg. Dieser erbärmliche Mist, den diese Frau regelmässig von sich gibt, eignet sich nicht einmal mehr zum Lachen, das ist unterhalb jeglicher Ernsthaftigkeitsgrenze ...

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Hans Neumann 27.09.2015, 12:19
217.

Bah. Wie bei mir zu Hause. Ich muss die Arbeit machen und meine Frau meckert hinterher drüber.

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curiosus_ 27.09.2015, 12:19
218. Aha, der ....

Zitat von uhoeness
Schon die Tatsache wie sich hier ein Zeitgenosse mit vielen Pseudonymen erregt zeigt, dass sie Recht haben. VW braucht mehr Frauen und das sage ich als Mann. Es braucht mehr Frauen in der Wirtschaft allgemein. Das im Familienunternehmen von Obermacho Piech eine Frau die Führung übernimmt ist allerdings undenkbar.
... "Obermacho Piech":

"Ferdinand Piëch macht Platz für zwei Frauen als seine Nachfolger - Julia Kuhn-Piëch und Louise Kiesling. Seit Donnerstag sind die beiden Frauen die Neuen im Aufsichtsrat bei Europas größtem Autokonzern.
....
Beide sind Nichten des Firmenpatriarchen Ferdinand Piëch.
.....
Die Initiative sei zwar von Wolfgang Porsche ausgegangen, Piëch sei aber informiert worden – und er hat nicht abgelehnt. Tatsächlich hat der Patriarch der Bestellung seiner beiden Nichten als neuer Aufsichtsräte durch das zuständige Amtsgericht in Braunschweig nicht rechtlich widersprochen. Sie repräsentieren damit jetzt die Familien Porsche und Piëch im obersten Kontrollgremium des Konzerns."


Quelle: FAZ, 5.5.2015

Doch nicht ganz so "Ober"?

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Jschmidw 27.09.2015, 12:23
219. quatsch

selten so einen schwachen Beitrag gelesen. Zu meinen, dass nur eine Frau dazu geeignet ist, den Karren aus dem Dreck zu ziehen, so etwas kann ich nicht ernst nehmen. H. Müller hat gezeigt, dass er in einem schwierigen Umfeld wie bei Porsche etwas leisten kann und er empfiehlt sich damit für diese Aufgabe. Daraus jetzt eine Feminismusdebatte zu machen ist wirklich armselig.

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