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"Alt Left" in den USA: Was will die neue Linke?
DPA

Donald Trump suggeriert, in den USA reife eine radikale Linke heran - die "Alt Left". Tatsächlich formiert sich eine neue Anti-Establishment-Bewegung. Ihre Forderung: Schluss mit Wohlfühl-Widerstand!

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Guerilla_77 16.08.2017, 21:55
1. ...

Das Sanders der vernünftigste Kandidat zum latent rechten dummen USAmerika und der neoliberalen Wallstreet Clinton gewesen wäre ist klar.

Klar ist auch das diese "alten" Strukturen nicht mehr gewünscht werden bzw. es diese nicht mehr gibt(die Welt dreht sich weiter, sorry, liebe Neoliberale und Konservative),man sieht das auch an Macron und Kurz zb. .
Die Denkweise ist "über", selbst im Ultrakapitalistischen Amerika(USA) kommt man nun also zu dem schluß das ausbeutung auf Teufel komm raus, zu nichts führt, weil "Autos kaufen keine Autos"(Zitat:Ford), in einigen Staaten mag man ja den US-Mindestlohn auf 15Dollar anheben um den Konsum anzuheben - es ähnelt der diskusion in Europa um das "bedingungslose Grundeinkommen".
Es geht also im Kern um die Erkenntnis das es ohne eine breitere streuung des Einkommens/Vermögens kein weiteres Wachstum geben wird, geben KANN.
Kapitalismus mit Logik...

Deutschland hinkt ja immer so 20Jahre hinterher, man wird sehen, was hier und in der EU die nächsten Jahre so zu dem Thema passieren wird.

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jdws 16.08.2017, 22:20
2. Zumal die Anhänger beider "Alt"-Lager ...

... dem gleichen Phänomen geschuldet sind: der zunehmend ungleichen Verteilung des Volksvermögens. Wenn da nicht bald ein Weg gefunden wird, das zu verbessern (das bedingungslose Grundeinkommen ist da sicher nicht die schlechteste Idee), werden wir noch Revolutionen erleben. Das gilt insbesondere auch im Hinblick auf die immer weiter fortschreitende Entwicklung der künstlichen Intelligenz, die Arbeitsplätze nicht nur für ungelernte, sondern auch für Routinearbeit verdrängen wird, selbst wenn diese hochspezialisiert ist.

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ricard68 16.08.2017, 22:29
3. Sachlich falsch

Ich hab aufgehört den Artikel zu lesen, ab dem Punkt als der Autor schrieb:" Sanders, der sich selbst als Sozialist bezeichnet." Humbug. Jeder 8 Klässler hätte für einen Aufsatz herausgefunden, anhand von hunderten Interviews und Fernsehauftritten von Sanders, dass dieser IMMER auf die Frage hin, ob er denn ein Sozialist sei mit folgendem Satz antwortet: " No I am not, I am a DEMOCRATIC socialist, not a socialist". Und wenn der interiewende Journalist dann noch so nett ist, ihn zu Ende reden zu lassen, dann verweist er auf ideologische Vorbilder wie Skandinavien etc, allesamt keine sozialistischen Staaten.

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hup 16.08.2017, 22:47
4. SPON sollte aufpassen bei der Wortwahl

"AltLeft" ist eine Bezeichnung der AltRight (die sich selbst so bezeichnen) um alle politischen gegner zu subsummieren, d.h. AltLeft ist eine Bezeichnung von Neonazis für ihre Gegner. Die AltRight will diesen Begriff hoffähig machen durch ständige Medienverstärkung. Will sich SPON wirklich vor diesen Karren spannen lassen? Das Ziel ist am Ende alles zu vereinfachen und sagen zu können "die einen sind ja auch nicht besser als die anderen". Obacht, SPON, obacht, ihr verrichtet hier das Proagandageschäft von Nazis.

Die Gegner der Nazis sind vielfältig und sie haben bereits viele selbstgewählte Namen: Liberals, und wenn man es ganz extrem will anarchists (was nicht dem deutschen Begriff entspricht sondern eher dem was man hier unter extreme Linke fassen würde).

Es gibt keine Not AltLeft als Pseudobegriff hoffähig zu machen um dann undifferenziert alles gleichzumachen. Widerstand gegen Nazis ist nicht das gleiche wie Gewalt von Nazis - selbst dann nicht wenn dieser Widerstand ebenfalls gewaltätig wäre.

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joG 16.08.2017, 23:06
5. Wenn ich bereits im frühen Text....

....lese, dass in einem akademelnden Artikel der Autor solche Dinge schreibt wie "perfide und dümmliche" zur untersuchten Sache, so lege ich die "Studie" buw das "Gutachten" nicht weiter. Zumal hatte ich die verschiedenen Ansprachen angesehen und kann nicht danach bestätigen, dass Trump das nicht weit besser handhabte als Obama das tat. Auch ist der Obama Tweet zur jetzigen Sache tatsächlich faktisch falsch.

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#9vegalta 16.08.2017, 23:07
6. Dritte Kraft

Es wird Zeit, dass sich in den USA eine ernstzunehmende, dritte Partei etabliert. Gerne Links von den Demokraten. Die Grünen und Libertären sind hier eher Splittergruppen. Allerdings muss ich zugeben, das ich - als politisch Interessierter Bewohner der USA - noch nichts von Herrn Sunkara gehört habe.

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aurichter 16.08.2017, 23:16
7. Das ganze System

USA ist ein Geschwür des Kapitals und nichts anderes. Wenn die USA einen gesundheitsfördernden Wandel wirklich will, was man bezweifeln darf, weil die Einstellungen und Ansichten krankhaft verfestigt sind, dann geschieht dies nur sehr schmerzhaft über bürgerkriegsähnliche Zustände. Da braucht sich kein Mensch etwas vormachen. Nach dem WKII und den irrationalen Verfolgungen in den 50er Jahren, dem exzessiven Auswuchs im Kalten Krieg, hat sich die US Gesellschaft in diesem Zustand des Überheblichen und Übersättigtem leidvoll eingerichtet. An diesem Beton wird keine soziale Idee etwas ändern. Man denke an das von Obama geliehenen Mandela Zitat, dass kein Mensch mit diesem Hass und dieser Einstellung geboren wird, im Umkehrschluss betrachtet man dazu die Gesellschaftsstrukturen in den USA und muss sich fragen, was und wer diese Strukturen gesteuert verteidigt und bspw durch Förderung von Alt Right, Breitbart und sonstige Spinner unangetastet sehen möchte. Die Politische Elite, sofern man überhaupt noch von Elite reden kann, hat an der Veränderung, ob Reps oder Demokraten, absolut kein Interesse. Man hat sich in der Blase auf Kosten der Allgemeinheit bequem eingerichtet und 80-90% der Bevölkerung wird am Nasenring durch die Zeit gezogen. Wir als Beobachter können froh sein, wenn sich der Konflikt auf das Indianerland beschränkt und nicht im Sog dieser Auseinandersetzung andere Länder/Systeme sich genötigt sehen, daraus evtll Kapital zu schlagen, so nach den m Motto, wenn Zwei sich streiten dann freut sich der Dritte. Kein undenkbares Szenario, siehe Afghanistan, siehe Syrien und somit auch denkbar in Gods own Country. Spinnerei? Abwarten was sich noch entwickelt mit den Rechten dort.

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bigkahoona 16.08.2017, 23:58
8. Präsident Zuckerberg? LOL! Never!

Ernsthaft?
Macht euch nicht lächerlich! Den einen Geldsack gegen den nächsten austauschen wird nicht länger funktionieren wie bisher in den USA. Bei Trump hat es funktioniert, weil es ihm gelungen ist sich denen als "anti-Establishment" und "einer von euch" zu verkaufen, so vollkommen absurd und verrückt einem das vorkommen mag. Geholfen hat ihm dabei sicherlich, dass er den Duktus eines Kirmesboxers hat und anstatt unangenehme Wahrheiten intellektuell zu verklausurieren, wie Hillary Clinton, den Leuten in für sie verständlicher Vulgärsprache einfach vollkommen ungeniert das was sie hören wollten mitten ins Gesicht gelogen hat. Mit einfachem Populismus erreicht man die arbeitslosen, desillusionierten und abgehängten Rednecks aus Amerikas Rustbelt. Mit dem überheblich-blasierten Harvard- und Yaleabsolventen-Geschwafel der politischen Bourgeoisie clintonscher Provenienz auf jeden Fall nicht!
Und da glaubt irgendwer allen Ernstes, dass ausgerechnet dieses Chai-Latte-Gesicht aus dem Silicon Valley von diesen Leuten, die bereits Trump ins Amt gehievt haben, akzeptiert wird? Wie denn? Indem er sie mit einer packenden Rede über die Chancen des e-Commerce im 21. Jahrhunderts und die lauernden Gefahren der künstlichen Intelligenz mitreißt? Ich lach mal kurz: Aha-ha-ha... witzig.
Nüchtern betrachtet interessieren sich diese Leute nicht für den Klimawandel oder irgendwelche abstrakten Visionen. Sie wählen denjenigen, der ihnen am glaubwürdigsten, in einer Sprache die sie verstehen, "Fressen, Ficken, Fernsehen" in Aussicht stellt und eine Renaissance der Kohleindustrie ("Greatest jobs president God has ever created!" - LOL!). Das ist die ernüchternde Realität. Dafür ist der charismabehinderte Mark Zuckerberg doch vollkommen ungeeignet!

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rka001 17.08.2017, 00:14
9. Wahnsinnsartikel.

Wahnsinnsartikel. Lieber einmal sowas als 10 mal Stokowski.

Der antideutsche Justus Wertmüller hat in diversen Interviews ähnliche Statements abgegeben. Diverse linke Kommentaren haben bereits präzise analysiert, daß political correctness vor allem den Polit- und Geldeliten dient, und wenig mit linker Politik zu tun hat.
Das ist wichtig. Tausende Linke (wie ich) suchen eine neue politische Heimat, da mit der intersektionalen/postmodernen PC-Linken nun wirklich kein Staat zu machen ist. Wirtschaftspolitisch den Neoliberalen das Feld überlassen, sich nicht über Menschenrechte in islamischen Strukturen äussern wollen, aber vom PC aus von 376 absolut schützenswerten Geschlechtern fabulieren, und jeden einen Nazi nennen, der nicht auf Linie meint und denkt.

Läuft mit mir nicht.
Dabei wäre ich so gerne links. Ich bin's ja auch. Immer schon gewesen. Aber als weisser, alter cis-Mann bin ich der postmodernen Linken nur insoweit nützlich, als daß ich ein guter ally bin. Es ist ein Trauerspiel, daß ich ultrakonservativen Leuten wie Shapiro oder MILO oder Libertären wie Dave Rubin auf twitter folge, weil die im Gegensatz zu vielen Linken wenigstens ab und zu was Erhellendes beitragen.

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