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"Alt Left" in den USA: Was will die neue Linke?
DPA

Donald Trump suggeriert, in den USA reife eine radikale Linke heran - die "Alt Left". Tatsächlich formiert sich eine neue Anti-Establishment-Bewegung. Ihre Forderung: Schluss mit Wohlfühl-Widerstand!

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schwaebischehausfrau 17.08.2017, 00:17
10. Irgendwie beruhigend...

Vielleicht wird es diese links-radikale und gewaltbereite Sekte (sorry, heisst ja dann "scheuen keine körperlichen Auseinandersetzungen") vielleicht noch auf ein paar Morde und versuchte Mord-Attentate wie das auf den Abgeordneten Scalise bringen. Darüberhinaus werden sie glücklicherweise keine ernsthafte politische Bedrohung sein. Weil noch viel wirrer im Kopf als alle bisher Kommen und Gehen gesehene stalinistische Polit-Sekten. Aber schön, mal einen Einblick zu bekommen.

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rka001 17.08.2017, 00:19
11. Wahnsinnsartikel.

Wahnsinnsartikel. Lieber einmal sowas als 10 mal Stokowski.

Der antideutsche Justus Wertmüller hat in diversen Interviews ähnliche Statements abgegeben. Diverse linke Kommentaren haben bereits präzise analysiert, daß political correctness vor allem den Polit- und Geldeliten dient, und wenig mit linker Politik zu tun hat.
Das ist wichtig. Tausende Linke (wie ich) suchen eine neue politische Heimat, da mit der intersektionalen/postmodernen PC-Linken nun wirklich kein Staat zu machen ist. Wirtschaftspolitisch den Neoliberalen das Feld überlassen, sich nicht über Menschenrechte in islamischen Strukturen äussern wollen, aber vom PC aus von 376 absolut schützenswerten Geschlechtern fabulieren, und jeden einen Nazi nennen, der nicht auf Linie meint und denkt.

Läuft mit mir nicht.
Dabei wäre ich so gerne links. Ich bin's ja auch. Immer schon gewesen. Aber als weisser, alter cis-Mann bin ich der postmodernen Linken nur insoweit nützlich, als daß ich ein guter ally bin. Es ist ein Trauerspiel, daß ich ultrakonservativen Leuten wie Shapiro oder MILO oder Libertären wie Dave Rubin auf twitter folge, weil die im Gegensatz zu vielen Linken wenigstens ab und zu was Erhellendes beitragen.

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biesi61 17.08.2017, 00:24
12. Eine äußerst interessante Analyse, die Hoffnungen weckt,

dass die Menschheit den neoliberalen Irrweg bald verlassen wird. Und es macht Mut, dass sich die Alternativen zum Neoliberalismus nicht immer nur ganz rechts außen positionieren. Leider leistet das von Kohl geistig-moralisch gewendete Deutschland dazu keinerlei Beitrag. Hier ist jegliche gesellschaftswissenschaftliche Kreativität im neoliberalen Einheitsbrei erstickt.

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zetegger 17.08.2017, 00:33
13. Endlich!

Whow, habe davon noch nie gehört, aber es scheint tatsächlich eine Berechtigung für die Existenz von promovierten Absolventen der Ideengeschichte des Völkerrechts zu geben, ja- ist eigentlich ein Lacher... In den letzten zehn Jahren habe ich nicht gewählt- weil es sinnlos war. Wahrscheinlich werde ich das zur nächsten BT- Wahl auch nicht- weil ich rechts (AfD) wählen müsste und mich der biedere Achselschweiß und die unreflektierte Fremdenfeindlichkeit dabei heftig stören. Aber für die nächsten 4 Jahre ist hier die sehr genau meinen Gedanken entsprechende Idee einer Perspektive aufgezeigt, die ich mit ausbauen werde. Danke Herr Dr. Thumfarth!

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ediart 17.08.2017, 00:42
14. Welch Erkenntnis

Den Leuten muss ein besseres Einkommen gegeben werden, damit diese das Geld für all die Waren ausgeben die ohne hin überflüsig sind. Es wird soviel Schrott produziert dieser soll konsumiert werden damit die Unternehmen ihre Profite machen könen. Diese Wachstumsidelogie ist der Wahnsinn!

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Newspeak 17.08.2017, 02:51
15. ...

Zitat von Guerilla_77
[...] Es geht also im Kern um die Erkenntnis das es ohne eine breitere streuung des Einkommens/Vermögens kein weiteres Wachstum geben wird, geben KANN. Kapitalismus mit Logik... [...]
Stimmt, aber wieviele Kapitalisten denken so? Den meisten ist das doch egal, schon allein deshalb, weil sie sich dazu in die Lebenswirklichkeit armer Menschen versetzen muessten. Das aufrichtige Interesse des Kapitalisten gilt aber nie den Menschen, sondern immer nur dem Geld.

Abgesehen davon stimmt es auch wieder nicht. Es mag noch mal Wachstum geben, wenn man das Vermoegen der unteren Klassen erhoeht und dadurch den Konsum steigert. Aber die wahre Erkenntnis ist doch, dass dieses ganze, auf Wachstum basierte System, nicht zu halten ist. Nicht, weil der Kapitalismus Probleme damit haette, Menschen zu finden, die er ausbeuten kann. Sondern, weil die Ressourcen dafuer nicht mehr da sind. Selbst wenn man alle heutigen Autos durch E-Autos ersetzen wollte...es gibt nicht genug Lithium dafuer. Mit erstaunlich vielen anderen Rohstoffen sieht es aehnlich aus. Es ist nicht das Oel, es sind einige Metalle, die schon in wenigen Jahren kritisch werden. Indium z.B.

Wer im Kontext von Wachstum denkt, der macht sozusagen einen Kategorienfehler, denn darum wird es in Zukunft nicht gehen, oder noch am Ehesten um das Gegenteil von Wachstum.

Dass das System an seine Grenzen stoesst, erkennt man ja auch daran, dass Kapital laengst keine Investitionen mehr findet. Es gibt soviel Geld wie nie bei den Reichen, und was koennen sie damit machen? Nichts. Im Grunde ist nicht nur Inflation ein Zeichen von Geldentwertung. Nullzinsen sind es auch. Aber anders. Waehrend man bei einer Inflation dem Geld wirklich noch einen Wert zuweist, der immer geringer wird, sagen Nullzinsen im Grunde, dass Geld an sich beliebig wird. Deshalb muss man auch nicht mehr davon drucken, denn es hat seine Funktion an sich verloren, kategorisch, nicht nur im Wert. Und offensichtlich hat von den ganzen Wirtschaftsexperten niemand eine Ahnung, was das eigentlich bedeutet.

Es freut mich jedenfalls, dass der Begriff des Jakobiners wieder aus der historischen Versenkung auftaucht. Leute wie Robespierre moegen auch Terror veruebt haben, aber die Franzoesische Revolution ist das einzige historisch gelungene Beispiel, wo sich linke Ideen dauerhaft durchgesetzt haben, zum Wohle der Nachgeborenen. Und seien wir ehrlich...wenn man den Kapitalismus ueberwinden will, dann geht das nur militant, denn die Kapitalisten werden nicht freiwillig ihre Finger vom Geld und der Macht lassen.

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power.piefke 17.08.2017, 06:29
16. @guerilla_77

", liebe Neoliberale und Konservative),man sieht das auch an Macron und Kurz zb. ."___ sie mögen ja grundsätzlich recht haben, aber Kurz IST ein neoliberaler konservativer. Nur eben einer der das vor der Wahl zu verbergen versucht.

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fatherted98 17.08.2017, 07:57
17. Stimmt...

Zitat von ricard68
Ich hab aufgehört den Artikel zu lesen, ab dem Punkt als der Autor schrieb:" Sanders, der sich selbst als Sozialist bezeichnet." Humbug. Jeder 8 Klässler hätte für einen Aufsatz herausgefunden, anhand von hunderten Interviews und Fernsehauftritten von Sanders, dass dieser IMMER auf die Frage hin, ob er denn ein Sozialist sei mit folgendem Satz antwortet: " No I am not, I am a DEMOCRATIC socialist, not a socialist". Und wenn der interiewende Journalist dann noch so nett ist, ihn zu Ende reden zu lassen, dann verweist er auf ideologische Vorbilder wie Skandinavien etc, allesamt keine sozialistischen Staaten.
....solche Artikel sind beschämende Fake News....ich kapier nicht wer bei Spiegel solche Dinge freigibt bzw. redigiert. Wahrscheinlich hat der Auto nie auch nur einmal im Wahlkampf ein Interview mit Sanders verfolgt oder ist gar nicht in der Lage CNN oder andere in Deutschland empfangbare US Sender zu verstehen. Schlimmste journalistische Qualität....

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neptun680 17.08.2017, 08:20
18. So abgedroschen wie es klingen mag doch

Kapitalismus ist die Ausbeutung des Menschen durch den Menschen. Wenn wir, längerfristig gesehen, menschlich weiter kommen wollen, muß dieses, uns selbst verachtende, Konstrukt überwunden werden. Dazu gehört auch zu akzeptieren, dass diese Welt endlich ist und wir nicht ewig weiter wachsen - oder wohl eher wuchern können. Ist nicht auch Krebs eine Form davon - bevorzugt in der westlichen Welt auftretend. Amerikas zwei Parteien System hat sich tot gelaufen und natürlich werden die konservativen Kräfte alles versuchen, die Leiche noch etwas haltbarer zu machen. Man wird halt sehen wie lange die Amerikaner sich etwas vor machen lassen wollen.

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busytraveller 17.08.2017, 08:27
19. Prost 1968

Wenn der führende Intellektulle der Alt Left - Bewegung nach einer Enttäuschung erstmal drei Stunden saufen muss und seine Fußtruppen schon mal das Schießen üben, dann erinnert mich das irgendwie an die '68er in Europa. Diese Bewegung endete bekanntlich in linkem Sektierertum, Gewalt und Terrorsimus. Einige fanden ihren Weg in die Politik und Journaille und verseuchen diese mit ihrer Ideologie bis heute. Na dann Prost.

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