Forum: Kultur
"Alt Left" in den USA: Was will die neue Linke?
DPA

Donald Trump suggeriert, in den USA reife eine radikale Linke heran - die "Alt Left". Tatsächlich formiert sich eine neue Anti-Establishment-Bewegung. Ihre Forderung: Schluss mit Wohlfühl-Widerstand!

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zaunreiter35 17.08.2017, 08:37
20. Soo...

Jetzt auch hier im Kultur-Teil!
Herr Thumfart, der Begriff "alt-left" ist eine Erfindung von Fox-News. Der Begriff existiert streng wissenschaftlich gesehen nicht. Der wurde kürzlich erfunden, um die gesamten liberalen Menschen in den USA zu diskreditieren und von den rechten Machenschaften abzulenken.
Müssen Sie auch wie Ihre Kollegen Pitzke und co. auf jeden Stock springen, die Ihnen Trump und "Alt-Right" hinhalten?
Gott, was ist das nur für ein Journalismus.

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coyote38 17.08.2017, 08:44
21. Der *Jacobiner* ...?

Genau DA kommt man hin, wenn man den "Augsteins, Stokowskis, Göring-Eckardts, Kippings, Roths, Wagenknechts, Hofreiters, Schwesigs, Maas', Nahles', Kahanes, Thumfarts und Sunkaras" die Meinungshoheit oder gar politische Entscheidungsgewalt überlässt: Jakobinertum ... Meinungsverbote, Sprechverbote, Denkverbote, Bevormundung, totalitärer Staatsterror gegen jeden Andersdenkenden und zum Schluss die Guillotine ... alles für die moralisch gute Sache und vollkommen politisch korrekt ... versteht sich.

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Guerilla_77 17.08.2017, 08:45
22.

Zitat von Newspeak
Stimmt, aber wieviele Kapitalisten denken so? Den meisten ist das doch egal, schon allein deshalb, weil sie sich dazu in die Lebenswirklichkeit armer Menschen versetzen muessten. Das aufrichtige Interesse des Kapitalisten gilt aber nie den Menschen, sondern immer nur dem Geld. Abgesehen davon stimmt es auch wieder nicht. Es mag noch mal Wachstum geben, wenn man das Vermoegen der unteren Klassen erhoeht und dadurch den Konsum steigert. Aber die wahre Erkenntnis ist doch, dass dieses ganze, auf Wachstum basierte System, nicht zu halten ist. Nicht, weil der Kapitalismus Probleme damit haette, Menschen zu finden, die er ausbeuten kann. Sondern, weil die Ressourcen dafuer nicht mehr da sind. Selbst wenn man alle heutigen Autos durch E-Autos ersetzen wollte...es gibt nicht genug Lithium dafuer. Mit erstaunlich vielen anderen Rohstoffen sieht es aehnlich aus. Es ist nicht das Oel, es sind einige Metalle, die schon in wenigen Jahren kritisch werden. Indium z.B. Wer im Kontext von Wachstum denkt, der macht sozusagen einen Kategorienfehler, denn darum wird es in Zukunft nicht gehen, oder noch am Ehesten um das Gegenteil von Wachstum. Dass das System an seine Grenzen stoesst, erkennt man ja auch daran, dass Kapital laengst keine Investitionen mehr findet. Es gibt soviel Geld wie nie bei den Reichen, und was koennen sie damit machen? Nichts. Im Grunde ist nicht nur Inflation ein Zeichen von Geldentwertung. Nullzinsen sind es auch. Aber anders. Waehrend man bei einer Inflation dem Geld wirklich noch einen Wert zuweist, der immer geringer wird, sagen Nullzinsen im Grunde, dass Geld an sich beliebig wird. Deshalb muss man auch nicht mehr davon drucken, denn es hat seine Funktion an sich verloren, kategorisch, nicht nur im Wert. Und offensichtlich hat von den ganzen Wirtschaftsexperten niemand eine Ahnung, was das eigentlich bedeutet. Es freut mich jedenfalls, dass der Begriff des Jakobiners wieder aus der historischen Versenkung auftaucht. Leute wie Robespierre moegen auch Terror veruebt haben, aber die Franzoesische Revolution ist das einzige historisch gelungene Beispiel, wo sich linke Ideen dauerhaft durchgesetzt haben, zum Wohle der Nachgeborenen. Und seien wir ehrlich...wenn man den Kapitalismus ueberwinden will, dann geht das nur militant, denn die Kapitalisten werden nicht freiwillig ihre Finger vom Geld und der Macht lassen.
Ich mag ja die Französische Revolution weil es die einzige Methode WAR etwas zu ändern, denn das ist auch wahr, Freiwillig werden die Nutznießer denen wohl das Problem bekannt sein dürfte aber auf nach dem ableben verschoben(nach mir die Sintflut...) nicht gehen.

Allerdings glaube ich auch, das das angeblich vernunftbegabte Wesen Mensch sich weiterentwickeln kann und das irgendwie anders wird machen müssen als mit Ideologien ausrotten(=Köpfe abschneiden).

Das das ganze kapitalistische System auf dauer nicht so weiterlaufen wird ist auch klar, allerdings nicht vermittelbar.

Man läst bei den "neu Linken"(hier wie da...) aktuell die nicht vermittelbare (noch) Utopie aus und erarbeitet eine "Zwischenlösung", einen Konsens mit dem Kapitalismus/Bürger, der die Logiklücken aufzeigt - so zumindest mein eindruck.

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Leser161 17.08.2017, 08:50
23. Und schon unterwandert

Alt ist nur ein Wort. Alt ist nicht schlecht, kommt halt dran was man draus macht. Leider fehlt ihnen der Kandidat. Vielleicht finden die Demokraten zur nächsten Wahl einen.

Allerdings
"Der Multimilliardär Mark Zuckerberg soll über eine Kandidatur nachdenken."

DAS ist jetzt aber nicht ernst gemeint, oder? Zuckerberg, der behauptet Privatsphäre wär ja so 20. Jahrhundert und der dann alle Grundstücke um seine Villa aufkauft, damit keiner reingucken kann? Zuckerberg ist genau der Typ von Wasser-predigen-Wein-trinken der die einfachen Leute aufgebracht hat und sie zum Trump getrieben hat.

Das ist das Schöne, am Trump in den nächsten Jahren wird er den Typus des klassichen Politikers so karikieren und demolieren, dass es einen neuen Typ Politiker brauchen wird.

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Guerilla_77 17.08.2017, 08:54
24. ...

Zitat von power.piefke
", liebe Neoliberale und Konservative),man sieht das auch an Macron und Kurz zb. ."___ sie mögen ja grundsätzlich recht haben, aber Kurz IST ein neoliberaler konservativer. Nur eben einer der das vor der Wahl zu verbergen versucht.
Ja ich weiss das Österreich eher speziell ist, also speziell rechts... ;)
Mir ging es bei Kurz eher darum das die Bürger sich auf neue, smarte Politiker einschießen die geradliniger sind als die Schwurbelbacken in zb. Washington oder Berlin und natürlich wohl auch Wien.

Macron hat zum Teil sehr interessante Dinge in seiner "Arbeitsmarktreform" eingebaut die im Gegensatz zur deutschen Agenda nicht zu 100% das Kapital bedienen.

Dieser die letzten 20-30 auf die Spitze getriebener Neokapitalismus(liberalismus, beides das selbe) wo 100% ans Kapital gehen und nichts an den Bürger, sogar stellenweise nicht mal was an den Staat, führt einfach zu nichts - ausser unfrieden(und revolutionen ;) ).

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Cochrane 17.08.2017, 09:35
25. Leider hilft auch erschwingliche Bildung

nicht, der modernen Linken Argumente in die Hand zu geben. Der ewig gestrige Traum irgendein, wer weiß wie definiertes Proletariat anzuführen, bleibt einfach nicht aus. Bernie Sanders selbst, um mal Jesse Ventura zu folgen, hat mit der Unterstützung von Clinton, seiner eigenen Bewegung sen Rest gegeben. Linke Bildung ist und bleibt eben nichts anderes als Theologie 2.0. Daß bei uns damit Pastorentöchter beauftragt sind, ist sicher kein Zufall, und sorgt geradezu zwangsläufig für eine Neuauflage von Weimar im gesamten Westen. Daher im Westen nichts Neues.

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shekina_niko 17.08.2017, 10:09
26. Fakten!

Zitat von joG
....lese, dass in einem akademelnden Artikel der Autor solche Dinge schreibt wie "perfide und dümmliche" zur untersuchten Sache, so lege ich die "Studie" buw das "Gutachten" nicht weiter. Zumal hatte ich die verschiedenen Ansprachen angesehen und kann nicht danach bestätigen, dass Trump das nicht weit besser handhabte als Obama das tat. Auch ist der Obama Tweet zur jetzigen Sache tatsächlich faktisch falsch.
Sie "legen also die Studie buw das Gutachten nicht weiter"? Was meinen Sie damit? Welche Studie? Was hat Trump besser gehandhabt als Obama? Was an Obamas Tweet ist faktisch falsch? Liefern Sie selber präzise Fakten!

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abumachuf 17.08.2017, 10:23
27. seize grain from Welsh peasants

ist ein ähnlicher Witz, wie wenn ein NPD Politiker sagen würde, laßt uns ein paar Villen arisieren.

Aber als Guter Linker darf man Witze über Verbrechen wie den Holodomor machen.

"Der Holodomor begann mit einer schweren Dürre im Winter und Frühjahr 1931/1932 und dauerte bis Juli 1933. Trotz des Hungers der Landbevölkerung erhöhten die Parteikader die Abgabenquote auf 44 Prozent. [..] Das Getreide wurde größtenteils zur Devisenbeschaffung am Weltmarkt verkauft."

https://de.wikipedia.org/wiki/Holodomor

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im_ernst_56 17.08.2017, 11:02
28. Das Problem der Linken

war immer (und überall), dass sie zwar gut formulieren konnten, was sie nicht wollten (den Kapitalismus), aber keine Perspektive für eine realisierbare Alternative entwerfen konnten und darüber hinaus von einem zu idealistischen Menschenbild ausgegangen sind. Da macht die Alt Left in den USA keinen Unterschied. Schon das Wahlsystem in den USA macht einen linken Präsidenten höchst unwahrscheinlich. Und die Grüne Partei, die es schon eine Weile gibt, hat es noch nicht mal in das Repräsantenhaus geschafft. Ein linker Kandidat müsste also die Demokraten überzeugen.

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winkdon 17.08.2017, 11:40
29. ...

Da sieht man nur: Trump hat eben doch recht. Die grösste Gefahr für unsere liberale demokratie geht nicht von KKK-Freunden aus sondern von der radikalen Linken. sie sind demokratiefeindlich und gewaltbereit, was man an amerikanischen Universitäten oder bei uns bei den G20-Krawallen gut beobachten konnte. Man sollte sich immer vor Augen führen: dass in Hamburg niemand getötet wurde, war reines Glück! Die Linken haben da überhaupt keine Skrupel.

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