Forum: Kultur
Angst vor Trump: Jetzt beruhigt Euch mal bloß nicht
AFP

Wird schon nicht so schlimm werden unter Donald Trump? Kann sein, dass der nächste US-Präsident künftig zahmer auftritt als im Wahlkampf. Doch der Hass seiner Anhänger, der ihn ins Amt gebracht hat, wird bleiben.

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Leser161 15.11.2016, 13:27
1. Gähn

Nehmen wir mal an die Hälfte der Amerikaner wären hasstriefende Psychos, wie so oft angedeutet. Dann war der Hass schon vorher da. Er wäre weiter dagewesen wenn Clinton es geschafft hätte. Und er wird vielleicht auch noch in 4 Jahren da sein.

Bevor man den Boten medial köpft, wäre es nicht gut zu fragen woher dieser sogenannte Hass kommt? Und ob er weggeht wenn man die vorgeblichen Hassbesitzer am Liebsten von der Demokratie aussperren würde, genau wie damals in Athen, wo unter anderem Sklaven und Frauen nicht wählen durften.

Letzte Frage: Was macht die Trump-samt-Wählerschaft-verteufler jetzt genau besser als Trump? Was macht sie rationaler? Ich sehe da keinen Unterschied. Geifer hier, Geifer da.

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Darwins Affe 15.11.2016, 13:33
2. Nicht aufregen

Liebe Frau Stokowski: Die Kolumne über Feminismus hat dann ihr Kollege Fleischhauer geschrieben --- bleibt doch zumindest im gleichen Verlag.

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ted-g 15.11.2016, 13:37
3. Angst vor Trump?

Sorry, aber eine Lehre aus dem Wahlergebnis fidne ich in ihren Zeilen nicht wirklich! Statt es auf "...nicht auch mit Lkw-Fahrern oder Lidl-Verkäuferinnen befreundet zu sein..." zu reduzieren, sollten Sie doch mehr danach fragen, wie das bestehende Medien- oder Politmodell zu dem Ergebnis führte. statt sich witrklich mal mitr den bestehenden Problemen des LKW-Fahrers oder der Lidl-VErkäuferin intensiv zu beschäftigen, führen Sie diese hier an, als ob das nur die potentiellen Wähler der AfD in Deutschland oder in entsprechender weise von trump in den USA wären. Aber nein, die Probelme dieser schichten sind von einigen kollegen aufgeführt worden, sie sind nämlich existentiell und sollten deshalb enrst genommen werden. Nicht wieder weiter machen mit dem überheblichen Tone! Da sist es doch, was zu den Ergebnissen führte...

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brotherandrew 15.11.2016, 13:39
4. Es ist ...

... ein bisschen einfach, zu behaupten, der Hass habe Trump ins Amt gehievt. Wer so schreibt, verweigert sich einer differenzierten Sicht auf die Dinge. Ja, es gab Hass, es gab auch Ressentiments gegen diverse Bevölkerungsgruppen. Aber es gab eben auch das ohnmächtige Gefühl und den Frust vieler Wähler/innen, abgehängt worden zu sein, marginalisiert zu werden und dergleichen mehr. Es sind vielschichtige Ursachen für Trumps Sieg zu konstatieren und viele davon kann man nicht einfach mit dem Etikett "Igittigitt" versehen und dagegen protestieren.

Ich persönlich hätte Hillary als das kleinere von zwei großen Übeln gesehen, aber eben nicht als positives Signal. Es sollte auch den sog. linken Intellektuellen und der Autorin dämmern, dass Hillary die falsche Kandidatin gewesen ist und daß viele Menschen schlicht andere Prioritäten haben als linke Feministinnen. Solange dies nicht erkannt und benannt wird, wird man dem Phänomen des rechten Populismus ohnmächtig gegenüberstehen.

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omop 15.11.2016, 13:39
5. Wenn interessiert das

Da kann man nur sagen..schlechte Verliererin. Sie sollte sich vielmehr mit dem Scheitern "Ihrer" Kandidatin Clinton auseinandersetzen..

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hasenherz 15.11.2016, 13:42
6. Der andere Text

Ich hätte gerne Ihre Kolumne über die neue Präsidentin Clinton gelesen.
Denn wie immer - ich liebe Ihre Texte!

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xilraf 15.11.2016, 13:50
7. Sehr wahr ..

... der Mensch hat leider die Tendenz zu Zweckoptimismus, was häufig hilfreich ist, aber manchmal eben in die Falle führt. Wie konkret negativ sich das Wahlergebnis bereits für einige ausgewirkt hat, haben Sie ja beschrieben.

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radioactiveman80 15.11.2016, 13:50
8. Ach, Margarete...

...das klingt mehr nach Frust als nach Lust. Schade, die halbe Kolummne über Hillary war schon fertig? "Hurra, endlich eine Frau, wurde auch Zeit, jetzt wird alles gut, mir doch egal was sie für eine Politik macht, hauptsache weiblich...!" - bitte was, der doofe Trump hat gewonnen? Aber das konnte doch gar nicht sein, wieso bloss...? Hier ist mal was Interessantes: das alles wäre mit einer etwas differenzierten Sicht auf die Dinge absehbar gewesen. Es waren eben weitaus mehr als die doofen, weissen Unterschicht-Männer (bei Dir ja der Standard für alles Schlechte), die Trump ihre Stimme gegeben haben. Ja, auch Frauen, sogar mehr als erwartet - wie schmeckt das? Davon abgesehen, ZITAT: "Für Toleranz, Gerechtigkeit und Würde für Frauen, queere Menschen und für People of Colour zu kämpfen ist nicht oberflächlich oder eitel." Doch, streng genommen ist es das. Denn hier der zweite interessante Hinweis: auch dem oben genannten weissen, heterosexuellen Mann stehen diese Dinge zu. Und den beiden Radiomoderatoren, die Du als hirnlos verunglimpfst, bloss weil Dir deren Standpunkt nicht passt (bzw. Du ihn nicht verstehst), auch. Schönen Tag noch.

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syracusa 15.11.2016, 13:51
9.

Zitat von Leser161
Letzte Frage: Was macht die Trump-samt-Wählerschaft-verteufler jetzt genau besser als Trump? Was macht sie rationaler? Ich sehe da keinen Unterschied. Geifer hier, Geifer da.
Der Unterschied ist evident: Trump ist einer, der den Hass der anderen zu seinen Gunsten instrumentalisiert. Trump selbst dürfte es egal sein, welche Hassbotschaften er letztlich fördert, und das hat er durch seine häufigen 180°-Kehrtwendungen ja schon oft gezeigt. Trump ist jetzt, wo er gewählt wird, nicht deshalb zahmer, weil das sein wahres Naturell ist, sondern weil er sehr deutlich gespürt hat, dass er ohne die Mithilfe der anderen, nicht-hassenden Hälfte der Bevölkerung und insbesondere ohne die Intelligenzia nicht durchregieren kann. Und an die kommt er eben mit den Hassbotschaften, mit denen er die andere Hälfte erreicht hat, in keiner Weise ran.

Trump hat keine moralischen Prinzipien und erkennt nur einen einzigen Wert an: seinen persönlichen Vorteil. Die hassende Hälfte des Volks braucht er nun nicht mehr.

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