Forum: Kultur
Angst vor Trump: Jetzt beruhigt Euch mal bloß nicht
AFP

Wird schon nicht so schlimm werden unter Donald Trump? Kann sein, dass der nächste US-Präsident künftig zahmer auftritt als im Wahlkampf. Doch der Hass seiner Anhänger, der ihn ins Amt gebracht hat, wird bleiben.

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edisonswaybacktogaslighti 15.11.2016, 15:57
90. @r.mehring #42

"Toleranz ist es, wenn die Meinung anderer wenn schon nicht verstanden so doch akzeptiert wird." ... Sprach's zur Ameise: "Ey, Figur, aus dem Weg da!" Schallt's empor: "Werd erst mal so groß wie ich!" Raschelt's im Gebüsch: "Nun, liebe Tiere des Waldes, lasset uns zur Abstimmung schreiten." Triumphiert die Giraffe: "Ätsch, doch erster an der Urne!" Unkt 's aus dem Kragen des Talars: "Natürlich, Deine Stimme zählt auch!"

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Aberlour A ' Bunadh 15.11.2016, 15:57
91. dass deutlich mehr als 40% Frauen für Trump gestimmt haben?

Zitat von didlon
Frau Stokowski hat in der Aufregung ganz vergessen, dass deutlich mehr als 40% Frauen für Trump gestimmt haben. Aber vermutlich waren die allesamt weiß, dumm, arm, alt, abgehängt und in der AFD.
Apropos bei der Wahrheit bleiben. Von den 50% derer die gewählt haben, hat Trump einen Frauenanteil von ca. 12% abgegriffen und roundabout Clinton ebnenso. Die Frau als Singularplural scheint also eine gespaltene Persönlichkeit zu sein. Oder müssen wir nicht doch genauer hinschauen, WELCHE Frauen Trump gewählt haben? Vor der Wahl ist mir z.B. eine bekennende Trump-Anhängerin aus der Schlauchbootlippenfraktion in diversen Talkshows der öffentlich-rechtlichen Sender auf die Nerven gegangen. Da haben wir schon mal ein Klientel. Es gibt sicherlich nach andere Unterscheidungsmerkmale. Der Unterschied zwischen Stadt und Land würde mir noch einfallen. Und natürlich der zwischen dumm und dümmer.

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freekmason 15.11.2016, 16:03
92.

Zitat von NewYork76
Es wird ja immer verrueckter. Erst gewinnt Trump die Wahl und dann stimme ich auch noch einer Kolumne von Frau Strokowski voll und ganz zu... Ich denke, dass viele US Waehler schlecht informiert eine Bauchentscheidung getroffen haben. Rassissmus, Rechtsextremismus und Frauenfeindlichkeit haben das uebrige dazu getan. Leider haben ......
passend und auf den punkt auch john oliver zum gruselkabinett: "that's so swampy, you gonna need to swap out airforce one for one of those shallow bottom boats with a huge fan on the back."
da sind so leute im gespräch, die früher den leuten für geld erzählt haben, rauchen ist gesund und das jetzt mit dem klimawandel machen oder homosexualität heilen wollen, der typ vom rechtsextremen breitbart und andere establishment--vertreter.

mir erscheint zum ersten mal eine regierung von satanistischen echsenilluminaten als bessere alternative.

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Geisterkarle 15.11.2016, 16:04
93. @Laurie Penny

Naja, ist ja schön und gut, dass man sich eben "für alle" einsetzen will und dann halt nur sich um "Minderheiten" kümmert. Dann wird bekommt man vielleicht deren Stimme, aber die Mehrheit aller Wähler eben nicht. Ganz einfache Rechnung.

Zudem: Wenn man das politische System verstehen würde, dann wüsste man, dass gerade die US-Bürger am wenigsten Angst vor einem Trump haben müssen, denn das meiste in deren Leben wird durch Gesetze ihres Bundesstaats gemacht (oder noch kleinere Ebene) und nicht vom Staat USA!

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atbach 15.11.2016, 16:07
94. Liebe Frau Stokowski,

ich teile Ihre Verachtung für Wut-Bürger voll und ganz. Die gleiche Verachtung habe ich aber auch für Angst-Bürger. Alles was in aufgeregter, aufgeplusteter Form vorgebracht wird, geht meiner drögen norddeutschen Seele auf die Nerven. Glauben Sie mir bitte, dass ich meinem Leben die Erfahrung gemacht habe, dass man mit ruhiger Sachlichkeit viel mehr Erfolge hat, als wenn man wie ein angeschossener Hahn über den Hof flattert. Klingt öde, oder? Ist aber so. Denk ich.
Es grüßt herzlich
Toni Bach

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rennflosse 15.11.2016, 16:11
95. Richtige Konsequenzen

Zitat von petrapanther
In dem Artikel geht es nicht darum, wer aus welchen Gründen für wen gestimmt hat, sondern um die zu erwartenden Konsequenzen aus dieser Wahl. Aber schön, dass Sie kommentiert haben!
Die richtigen Konsequenzen kann man nur ziehen, wenn man weiß, wer aus welchen Gründen für wen gestimmt hat. Das ist allemal besser als über die zu erwartenden Konsequenzen aus dieser Wahl zu jammern.
Aber schön, dass ...

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stopcomplaining 15.11.2016, 16:11
96. ...The land of the free (white males)...

Man kann durchaus jedem Trump Waehler vorwerfen, dass er Hass, Diskriminierung & Degradierung von vielen Minderheiten billigend in Kauf genommen hat. Das heisst nicht, dass jeder Rassist ist oder aehnliches, jedoch heisst es, dass es fuer den Trump Waehler durchaus akzeptabel ist, dass solche Sachen nicht so wichtig sind wie die eigene Steuerlast (wenn man in die Wohlverdienerkategorie zaehlt), der Protest gegen die bestehenden Politiker (newsflash: schaut euch an, wieviel Karrierepolitiker es doch in sein Kabinet schaffen werden) oder andere Sachen. Es ist nicht einfach, dass von einem selber zu akzeptieren, stimmt aber genau so.
...The land of the free (white males)...

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comeback0815 15.11.2016, 16:14
97.

Zitat von Leser161
Nehmen wir mal an die Hälfte der Amerikaner wären hasstriefende Psychos, wie so oft angedeutet. Dann war der Hass schon vorher da. Er wäre weiter dagewesen wenn Clinton es geschafft hätte. Und er wird vielleicht auch noch in 4 Jahren da sein.
Es geht hier nicht um den Hass, sondern um den politischen Hass. Das ist eine ganz andere Dimension. Es sei Ihnen versichert, das Trump nicht weiß, was er anrichtet, wenn er "frei von der Leber weg redet" Und es sei Ihnen auch versichert, dass die durchschnittliche Intelligenz des Wählers nicht ausreicht, das zu erkennen.
Wenn also der oberste Führer meint kund zu tun, "3 Millionen Illegale" abzuschieben, dann kann der ein oder andere sich durchaus bemüßigt fühlen, hier nachhelfen zu wollen.

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Sibylle1969 15.11.2016, 16:14
98.

Zitat von Earendil77
Natürlich war der Hass bei vielen Trump-Fans (nicht bei allen, schon gar nicht bei allen seinen Wähler_innen, aber doch bei einer erheblichen Zahl) schon vorher da. Aber durch Trumps Erfolg fühlen sie sich nun frei und stark genug, um zuzuschlagen - verbal oder körperlich. Und für die davon Betroffenen macht das einen erheblichen Unterschied, ob Rassismus oder Sexismus versteckt ist oder frei ausgelebt wird. Aber darüber hinaus sollte einem auch Angst davor werden, was Trump selber, seine Administration und der republikanisch dominierte Kongress durchsetzen werden. Wenn auch nur ein Teil seiner Ankündigungen umgesetzt werden, bedeutet das die Vertreibung von Millionen seit Jahren in den USA lebender Menschen, die Drangsalierung abtreibungswilliger Frauen, den vorzeitigen Tod vieler armer Menschen durch Abbau der Krankenversicherung und ganz allgemein eine Umverteilung von unten nach oben. Dazu kommt wachsende Unsicherheit in der Welt durch unberechenbare Außenpolitik. Auch wenn er keinen Atomkrieg startet, dürfte diese Präsidentschaft - übrigens auch für viele seiner Wähler_innen - eine sehr reale Katastrophe werden. Dennoch, oder grade drum, auch von mir mal ein herzlicher Dank für die immer wieder schön zu lesenden Kolumnen!
Ich verstehe, dass viele sich abgehängt fühlen und Angst vor dem sozialen und finanziellen Abstieg haben. Dann aber einen üblen Rechtspopulisten zu wählen, der die Situation für viele der Abgehängten eher noch schlimmer machen wird, sofern er seine Ankündigungen umsetzt, verstehe ich einfach nicht. Sind die wirklich alle so dumm, dass die das nicht merken? Donald Trump sind die abgehängten Menschen doch so was von sch...ßegal, die kümmern ihn überhaupt nicht. Er will nur die Macht, weil er sich damit bestätigt fühlt, dass er der Tollste und Großartigste sei. Stattdessen müssten die Abgehängten jemanden mit klarer linker Agenda wählen, der sich für Dinge einsetzt wie eine bezahlbare Krankenversicherung für alle, ein gutes und vor allem kostenloses Bildungssystem, ein besseres soziales Netz, ein gerechtes Steuersystem, in dem sehr Reiche und die Unternehmen angemessen besteuert werden (Warren Buffet sagte mal, er finde es nicht in Ordnung, dass seine Sekretärin einen höheren Einkommensteuersatz zahlen müsse als er), Entlastung der Mittelschicht und so weiter. Stattdessen fallen sie auf so einen Rattenfänger rein. Denn in der Denke vieler Amerikaner ist Links = Kommunismus = Böse.

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Jannik N. 15.11.2016, 16:16
99.

Zitat von muellerthomas
Ja: Die einen sind besorgt, dass der Weg Richtung mehr Gleichberechtigung und Teilhabe aller Menschen nicht weiter fortgeschritten wird, die anderen sind besorgt, dass genau das geschieht.
Oh ja man sieht ja wo das hinführt. Ich hoffe nur nicht das sie am Ende in so einer Progressiven und Fortschritlichen Stadt wie Stockholm leben wo die Krankenwagen nicht mehr durchkommen da man festgestellt hat das mehr Männer als Frauen mit dem Auto fahren und es daher sexistisch wäre erst die Hauptverkehrswege anstatt die Fußgängerwege zu räumen. Ich bin ja schon erstaunt das die es überhaupt geschafft haben sowas umzusetzen nachdem man endlich das Personalpronomen aller Anwesenden festgehalten hat.

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