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Angst vor Trump: Jetzt beruhigt Euch mal bloß nicht
AFP

Wird schon nicht so schlimm werden unter Donald Trump? Kann sein, dass der nächste US-Präsident künftig zahmer auftritt als im Wahlkampf. Doch der Hass seiner Anhänger, der ihn ins Amt gebracht hat, wird bleiben.

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ackergold 15.11.2016, 14:54
50.

Es ist schon richtig: Wehret den Anfängen!

Diese Haltung sollte man eigentlich grundsätzlich nicht verlassen. Positiv überrascht kann man dann immer noch sein, aber man muss auch die Gefahr erkennen.

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Der Pragmatist 15.11.2016, 14:55
51. Verdrehter Journalismus

Seit Monaten versucht Der Spiegel seinen Lesern einzubleuen, dass nur dumme ungebildete Menschen ohne College Anschluss Trump waehlen werden und gewaehlt haben. Alle meine Bekannten, Freunde und Kollegen haben ein oder gar zwei college Abschluesse under ALLE ohne Ausnahme haben fuer Trump gestimmt. Seltsam, dass Der Spiegel immer noch diese Unwahrheit verbreitet.

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mac4me 15.11.2016, 15:00
52. Was wäre denn...

...die Alternative gewesen, Frau Stokowski? Weiter so wie bisher?

Ein Ertrinkender schlägt um sich. Das hat Evolution so programmiert. Und sie hat recht damit: jede Bewegung ist besser als gar keine, selbst wenn die Chancen auf Rettung denkbar gering sind. Und Clinton wäre Stillstand gewesen.

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herr wal 15.11.2016, 15:00
53.

Es ist ein Problem, wenn selbst Leute, die weniger hohl sind als die zwei zitierten Radiomoderatoren, das Wahlergebnis betrachten wie eine schlechte Note in Wahrscheinlichkeitsrechnung. Als hätten sie beim Pferderennen auf das verletzte Pferd gesetzt, und huch, tja, war wohl falsch. Das linke Milieu sei zu arrogant, hieß es jetzt in vielen Analysen zur US-Wahl. Es lebe in einer Blase, ein Dreivierteljahr Zeit, in unserem eigenen Land zu zeigen, dass die Rechten keine abstrakte Gefahr sind, über die wir uns dann schockiert zeigen. Sondern eine sehr reale.

Irgendwo in diesem vierdimensionalen Gedankenraum scheint mir tatsächlich ein recht großes Problem zu liegen, nur in etwas anderen Kausalitätsbeziehungen: Die Trump-Fans (und ihre deutschen Dubletten) lehnen ja bekanntlich das Establishment und die sogenannte Lügenpresse ab. Und die Meinungsforschungsinstitute sind ja wohl ein recht exponierter Teil davon. Folglich erzählen Rechts-Wähler natürlich den Fragestellern am Telefon oder auf der Straße nicht wahrheitsgemäß, wen sie wählen werden. Sondern warten bis in die Wahlkabine damit, ihre Präferenz bekanntzugeben. Das dürfen sie übrigens auch. (Ich erzähle den Salafisten in der Fußgängerzone ja auch nicht im Detail, wie ich Wein und Oblate beim Abendmahl interpretiere, und wann ich das nächste Mal zur Beichte gehe.)

Und mit dieser sehr simplen, aber realitätsnahen Überlegung müßte man ja eigentlich sagen: Sorry, aber unter diesen Umständen sind keine seriösen Prognosen möglich, wir machen Betriebsurlaub bis nach der Wahl. Womit man dann aber wohl auch auf Umsatz und Gewinn verzichten würde. Das ist so trivial, dass ich mir nicht vorstellen kann, die Meinungsforscher seien da nicht auch von selbst drauf gekommen. Und folglich dürften sie keineswegs huch aufs falsche Pferd gesetzt haben, sondern das ganz bewußt billigend in Kauf genommen haben, um ihr Geschäft nicht zu gefährden.

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karabas 15.11.2016, 15:00
54.

Zitat von rennflosse
Das bedeutet dann aber auch, dass der Feminismus zu unbedeutend war, um der Wahl eine Richtung zu geben. Einer Feministin muss das unerträglich sein.
ich denke, die aktuell laute Form des Feminismus war eher kontraproduktiv für HC. Ich weiß nicht, ob Debatten über Gender-Toiletten und die in dem akademischen Milieu wrtende Gesinnungspolizei, die über ihre Gerzen überschwappt bei den meisten US-Wählern positiv ankommt. Nach meiner Wahrnehmung hat es viele Wähler sehr genervt. Trump hat das direkt genutzt, indem sich (recht glaubwürdig) als nicht PC-konform ausgab.

Der o.a. ideologisierte, aggressive, bevormundender und vor allem realitätsferner Feminismus wird als Teil des völlig abgehobenen Establishments gesehen.

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Pascal Meister 15.11.2016, 15:01
55. Nichts verstanden

Wie viele sogenannte Bildungsbürger scheint auch die Autorin dieses Artikels kaum etwas verstanden zu haben. Was Menschen tatsächlich angetrieben hat, Trump als das kleinere Übel zu sehen als Clinton 2. In der Realität sehr vieler Menschen sind die Probleme von Randgruppen Luxusprobleme sehr fern von ihrem Alltag. Ganz real ist der Abstieg von Handwerkern und einer ganzen Schicht Menschen ohne Studium. Die werden von Einwanderern oder Arbeitern in fernen Ländern schlicht überflüssig gemacht. Wer will denn noch ihre Arbeitskraft? Wer verhilft ihnen zu einem anständigen Leben mit Familie, Auto und Haus? Wenn der "American Dream" nur noch für die Mehrbesseren da ist oder für Neu-Einwanderer mit drei Jobs gleichzeitig, dann klingen die Versprechungen von Clinton 2 im Sinne von "uns geht es gut, weiter so" mehr als hohl.

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petrapanther 15.11.2016, 15:03
56. Textverstaendnis?

Zitat von mcpoel
Für Trump haben jede Menge Frauen gestimmt. Hieraus also eine Feminismusdebatte zu machen, geht daher am Thema vorbei, denn die Gründe für eine solche Wahlentscheidung sind (entgegen ihrem Weltbild) geschlechtsneutral. Hier sollten daher die größeren Zusammenhänge diskutiert werden, oder passen größere Zusammenhänge nicht in eine kleine Feminismusküche?
In dem Artikel geht es nicht darum, wer aus welchen Gründen für wen gestimmt hat, sondern um die zu erwartenden Konsequenzen aus dieser Wahl. Aber schön, dass Sie kommentiert haben!

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dergrosseonkel 15.11.2016, 15:05
57. Der Hass...

Um das mal festzuhalten: Hass ist ein normales und legitimes Gefühl. Hassen ist erlaubt und es ist geboten und ehrlich seinem Hass Ausdruck zu verleihen. Die Frage ist nur wie man ihn äußert, denn Respekt und Achtung sollten keine Fremdwörter sein.
Wo liegt denn das Problem...

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edovonborhardt 15.11.2016, 15:10
58. Hasserfüllte Anhänger

Frau Stokowski, wenn ich mir die Ereignisse seit dem Wahlergebnis anschaue, erkenne ich zuallererst Hasserfüllte Reaktionen der Clinton Anhängerschaft. In reichlich, zum teil gewalttätigen, Demonstrationen lassen diese ihrem unverhohlenem Hass gegen die "bösen, dummen, alten, frauenverachtenden, rassistischen weissen Männern" freien Lauf. Manche sind sich nicht mal zu schade, die Stimmabgabe für Donald Trump als Hatecrime zu bezeichnen. Besonders ironisch finde ich, dass viele derer die jetzt laut "Not my president" skandieren und dazu aufrufen, alles zu tun um Trumps Einzug ins Weiße Haus doch noch zu verhindern, die gleichen sind, die sich furchtbar darüber empört haben, als Trump angedeutet hat, er würde das Wahlergebnis möglicherweise nicht sofort akzeptieren...

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TLB 15.11.2016, 15:11
59.

Zitat von petrapanther
In dem Artikel geht es nicht darum, wer aus welchen Gründen für wen gestimmt hat, sondern um die zu erwartenden Konsequenzen aus dieser Wahl. Aber schön, dass Sie kommentiert haben!
Nein es geht nicht um die zu erwartenden Konsequenzen, es geht um einige wenige vermutete Konsequenzen, um hinterher sagen zu können - ich wußte es doch, der Trump / der weiße alte Mann ist die Ursache.

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