Forum: Kultur
"Anne Will" über den Dürre-Sommer: "Es gibt eben die menschliche Trägheit"
NDR/ Wolfgang Borrs

Anne Will ist zurück aus der Sommerpause - und will von ihren Gästen wissen, was Bund und Länder im Kampf gegen den Klimawandel tun können. Eine ebenso erfreuliche, wie bedrohliche Frage.

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derjoey 20.08.2018, 17:24
90. Eliten-Bashing bei Klimawandeldiskussionen

Zitat von tinnytim
Wieso sucht man sich eigentlich von 10000 Wissenschaftlern immer einen der 30 heraus, der die eigene Meinung noch irgendwie vertritt.
Das liegt zum einen an dem Unwillen, die eigene Lebensweise überdenken oder gar ändern zu müssen, weil "die da oben" das von einem zu wollen scheinen, zum anderen an der schelmischen Freude am Eliten-Bashing: eine kleine Handvoll von "Experten" zeigt der Elite mal so richtig, wo der Hammer hängt, was Erstere auf das eigene Niveau herunterholt: "Diese ganzen Eliten mit ihren zig Jahren Studium und Forschung sind weniger schlau als mein Bauchgefühl, hab ich doch immer schon gesagt!"

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derjoey 20.08.2018, 17:39
91.

Zitat von Heike Friedrich
Der Komplex CO2 ist doch viel vielfältiger als die Diskussionsrunde gestern das Thema beleuchtete. Das war niedrigstes Niveau. Nicht einmal eine Gegenstellung war vorhanden.
Welche Gegenstellung hätten Sie denn erwartet bzw. sich gewünscht?

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Freier.Buerger 20.08.2018, 17:41
92.

Zitat von tinnytim
Sie verstehen signifikante Zusammenhänge des Klimas auf unserem Planeten nicht. Wenn die Miiteltemperatur um 2-3 Grad wärmer wird, fallen auch die Extreme krasser aus. Höhere Temperaturen führen zu mehr Wasserdampf in der Atmosphäre und so zu potentiell heftigeren Wetterereignissen. Also heftigere Tiefdruxkgebiete bis hin zum Hurrikan, heftigere Regen- und Schneefälle. Des weiteren gibt es sogenannte Sekundäreffekte, die, einmal angestoßen, nur schwer gestoppt werden können. Beispiele sind hier: -Erhöhung des erwähnten Wasserdampfes in der Atmosphäre, der auch ein CO2-Äquivalent von 0,1 hat. -Verringerung des Albedo durch kleinere Eisflächen -Methanhydratausgasungen aus der Tiefsee. -Methanausgasung aus schmelzenden Permafrostböden, CO2 Äquivalent von 20. Also erwärmt sich die Erde ab einem bestimmten Kipppunkt von ganz alleine, auch ohne den Menschen weiter. Wo dieser Kipppunkt allerdings ist oder ob wir vielleicht längst über ihn hinweg sind kann kein Wissenschaftler genau bestimmen.
Die Pole waren sehr viel länger eisfrei als mit Eis bedeckt. Wir müssen darum annehmen, dass sie irgendwann sowieso wieder eisfrei sein werden.
Es gab in dieser Zeit mehr Lebensmasse auf dem Planeten als in Kaltzeiten.
Das Methan war bevor es sich in die Tiefsee oder den Permafrostboden verkrochen hat auch irgendwo anders und Leben gab es trotzdem.
Bringen Sie doch mal einen echten Grund für ihre Panik.

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litholas 20.08.2018, 17:53
93.

Zitat von Freier.Buerger
Die Pole waren sehr viel länger eisfrei als mit Eis bedeckt. Wir müssen darum annehmen, dass sie irgendwann sowieso wieder eisfrei sein werden. Es gab in dieser Zeit mehr Lebensmasse auf dem Planeten als in Kaltzeiten. Das Methan war bevor es sich in die Tiefsee oder den Permafrostboden verkrochen hat auch irgendwo anders und Leben gab es trotzdem. Bringen Sie doch mal einen echten Grund für ihre Panik.
Das Methan hat sich in Jahrmillionen nach und nach dort gebildet, wo es gerade noch stabil ist. Wenn nun die Temperatur schnell steigt - also z B um 2 Grad pro Jahrhundert - dann verlagert sich die Stabilitätsgrenze unter die Methanhydratvorkommen, und diese gasen schnell aus, wodurch die Temperatur weiter steigt, wodurch Methan noch schneller freigesetzt wird usw.

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tinnytim 20.08.2018, 18:26
94.

Zitat von Freier.Buerger
Die Pole waren sehr viel länger eisfrei als mit Eis bedeckt. Wir müssen darum annehmen, dass sie irgendwann sowieso wieder eisfrei sein werden. Es gab in dieser Zeit mehr Lebensmasse auf dem Planeten als in Kaltzeiten. Das Methan war bevor es sich in die Tiefsee oder den Permafrostboden verkrochen hat auch irgendwo anders und Leben gab es trotzdem. Bringen Sie doch mal einen echten Grund für ihre Panik.
Das mit der Biomasse in Warmzeiten möchte ich belegt haben. Selbst zu Warmzeiten wuchsen keine Bäume an den Polen, alleine schon wegen der gekippten Erdachse und aride Gebiete waren ausgedehnter vorhanden, als heute.
Durch diese Ereignisse gab es immer ein Massenaussterben.
Hier nur mal die Folgen einer beliebigen Warmzeit:
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Paläozän/Eozän-Temperaturmaximum#Klimatische_und_biologische_Folg en_des_PETM
Ich kann Ihnen fast versichern, dass unsere Gesellschaft so einen Dauerzustand nicht überstehen wird, ohne dass Atombomben fallen.

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MonsterKrabbe 20.08.2018, 18:27
95. Dürresommer 2018

In der Diskussion um den "Dürresommer" in Deutschland bleibt für mich die Frage nach der Ursache unbeantwortet. Wenn die erhöhte CO2-Konzentration in der Atmosphäre die alleinige Ursache wäre, hätte der Sommer des vergangenen Jahres auch ein Dürresommer sein müssen. Im vergangenen Jahr war das CO2 aber wohl am Starkregen in Deutschland und den vielen Wirbelstürmen in der Karibik schuld. Wissenschaft geht auch besser.

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tinnytim 20.08.2018, 18:59
96.

Zitat von MonsterKrabbe
In der Diskussion um den "Dürresommer" in Deutschland bleibt für mich die Frage nach der Ursache unbeantwortet. Wenn die erhöhte CO2-Konzentration in der Atmosphäre die alleinige Ursache wäre, hätte der Sommer des vergangenen Jahres auch ein Dürresommer sein müssen. Im vergangenen Jahr war das CO2 aber wohl am Starkregen in Deutschland und den vielen Wirbelstürmen in der Karibik schuld. Wissenschaft geht auch besser.
Sie verwechseln Wetter mit Klima. Wie ich in meinem Post #91 darlegte, begünstigt eine höhere Temperatur lediglich Extremereignisse, wo und ob sie in einem begrenzten Zeitraum auftreten, ist nicht relevant.

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dummzeuch 20.08.2018, 19:22
97. Genscher als Umweltminister?

Man möge mich korrigieren wenn ich falsch liege, aber meines Wissens war Genscher Innen- und Außenminister, aber niemals Umweltminister.

- - - - - Danke für den Hinweis, wir haben Ihre Anregung verfolgt und es verbessert. Wiewohl auch die Liberalen vom "ersten Umweltminister Genscher" sprechen: https://www.liberale.de/content/der-erste-umweltminister-der-bundesrepublik, MfG Redaktion Forum

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det42 20.08.2018, 19:45
98. jedes 7. Post hier

behauptet, Deutschland trage nur 2 % am CO2 Ausstoß bei und daher gehe das alles uns gar nicht an... über solch eine Argumentation auf Kindergartenniveau rege ich mich immer wieder auf. Immer sollen erst mal an die andern anfangen... wie erbärmlich. Vor knapp 20 Jahren war das kleine Deutschland mal mutig und hat gehandelt... es wurde das EEG geschaffen und es kam eine Erfolgsgeschichte ohne gleichen heraus. Hier in Deutschland sieht man das möglicherweise nicht so, aber weltweit hat Deutschland mit dem EEG eine Vorbildfunktion abgegeben und einen sehr wesentlichen Beitrag zur global günstigen Photovoltaik und dem nun beginnenden Photovoltaik-Zeitalter geleistet...
will sagen, dass das auch eine kleine Industrienation wie Deutschland sehr wohl erheblich zum Klimaschutz beitragen kann. Ist doch albern, da nur die eigenen Verschmutzungen und Grenzen zu sehen... auch aus wirtschaftlicher Sicht kann man mit Klimaschutz richtig Geld verdienen und Exportschlager in die Welt bringen. Zugegeben, bei Photovoltaik und ganz allgemein in Sachen Klimaschutz hat da die deutsche Politik in jüngerer Vergangenheit einfach komplett versagt, sich sogar lobbyistisch verweigert... sie hörte genau dann auf, mit den Regenerativen richtig durchzustarten, als man eigentlich den Durchbruch geschafft hat. Den Fehler muss man ja nicht nochmal begehen... so wie es ausschaut, kann solch ein Umschwung allerdings nur mit den Grünen gelingen. Alle Anderen sehen irgendwie gar nicht das drängende Problem... nach dem Motto, wir haben ja noch Zeit, erst Wirtschaft, erst Arbeitsplätze, alles viel zu teuer und außerdem ist das doch so unbequem. Nein, Frau Klöckner das ist kein Langstreckenlauf, wir müssen sprinten !!!!!

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franke08 20.08.2018, 19:47
99. Wenn die CO2 Theorie stimmen würde

Zitat von der.tommy
Und noch etwas, das sie offenbar nicht verstehen: den Wasserdampf-Haushalt beeinflussen wir Menschen nur indirekt. Den co2-Haushalt des Planeten aber ganz direkt mit 35 Milliarden Tonnen (sie können sich nicht ansatzweise vorstellen wie viel das ist) jährlich. Es bezweifelt doch auch kein Mensch, dass nicht noch andere Faktoren die Temperatur beeinflussen. Aber co2 ist die Schraube an der die Menschheit nun mal kräftig dreht (zusätzlich zu Methan).
Dann hätten wir eine ungebremste positive Rückkopplung. Das wärmere Ozeane mehr CO2 ausgasen lassen, ist physikalisch unbestritten. Wenn aber dann dieses CO2 zu weiterer Erwärmung führen würde und diese weitere Erwärmung wiederum zur mehr CO2 usw, dann würde sich diese ungebremste Regelkreis bis in ungeahnte Höhen aufschaukeln. Das war erdgeschichtlich nie der Fall. Dieses eine Beispiel führt die CO2 Hypothese bereits an absurdum.

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