Forum: Kultur
"Anne Will" zu Hartz IV: Multiple Vermittlungsverhängnisse
NDR/ Wolfgang Borrs

Reformieren oder abschaffen? Anne Will ließ über Hartz IV diskutieren - und Arbeitsminister Heil kündigte an, sein Ziel sei, "dass es in fünf Jahren den Begriff nicht mehr gibt".

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varphi 09.04.2018, 02:55
1. Normal in Japan

In Japan ist es ganz normal dass ältere Männer im Seniorenalter parkplätze, Baustellen oder Schulwege bewachen. Sie bleiben Teil der Gesellschaft und verdienen nebenher Geld dazu. Sie sind sich allerdings auch nicht zu fein, diesen Job zu machen was ich sehr beeindruckend finde. Deutschland ist leider ein „Forderland“, hier denken viele „der Staat muss mir geben“. Diese Denkweise hat wohl ABM kaputtgemacht und wird wohl auch das solidarische Grundeinkommen im Keim ersticken. Gesellschaftlichen Beitrag sollte JEDER leisten wollen.

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reilo 09.04.2018, 03:10
2. Anstand !

Kann der Will mal jemand Anstand beibringen? Nach fünf Versuchen musste Herr Heil sein Vorhaben aufgeben, etwas zu erklären. Sie lässt keinen aussprechen und sorgt nur für die eigene Selbstdarstellung! Erbärmlich !

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herbert 09.04.2018, 04:31
3. Das Thema Hartz 4 und die Agenda 2010 ist ein erbärmliches

SPD Produkt zusammen mit den Grünen.
Die Wähler haben die SPD in Scharen verlassen.
Die SPD versucht nun mit neuen Begriffen den Agenda2010 Schrott
hier nun Hartz4 Bürgerfreundlich zu machen.
In der Talkshow redete sich der SPD Politiker Heil um Kopf und Kragen und die anderen Gäste konnten kaum folgen.

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dasfred 09.04.2018, 05:04
4. Hubertusjagd

Herr Heil hat zuerst das Ziel, dass die Arbeitsmarktreform nicht mehr mit der SPD in Verbindung gebracht wird. Diese Reform hat vielen Parteien genutzt, nur der SPD geschadet. Ob es Langzeitarbeitslosen anschließend besser geht, ist im Grunde Nebensache. Man sucht nach Beschäftigungsmöglichkeiten zum Mindestlohn, auch wenn es im Endeffekt für den Betroffenen nicht mehr bringt, als Hartz iv plus ein Euro Job. Muß aber unbedingt einen neuen Namen bekommen. An den Ungerechtigkeiten, die daraus resultieren, dass alle Arbeitslosen in einen Topf geworfen werden, will im Grunde niemand was ändern. Auch der unterschiedliche Bedarf zwischen fitten und gesunden Arbeitslosen und Menschen, die aufgrund von Krankheit keine Zuverdienstmöglichkeiten haben, wird nicht differenziert. Alles in allem mal wieder eine Talkshow, um eine Stunde Sendezeit zu füllen, ohne Anspruch auf Erkenntnisgewinn.

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Rassek 09.04.2018, 05:39
5. Die Dame von

der Agentur hat recht. Die Meinung des Herren der Frankfurter Rundschau ist weltfremd und verhöhnt die Leute. Zb. Ein Bekannter von mir: Wegen Herzschwäche
im normalen Arbeitsleben nicht einsetzbar. Theoretisch aber ca 4 Stunden. Da gibts nur keine Jobs, für Behinderte erst recht nicht. Also: Erst ALG 1 dann Hartz.

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karljosef 09.04.2018, 06:35
6. HartzIV Arbeitslosenstatistik

http://www.dw.com/de/ist-die-arbeitslosen-statistik-volksverdummung/a-41945083

Weitere Kommentare sind doch wohl überflüssig, oder?

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sarapo29 09.04.2018, 06:39
7. Und selbst wenn...

alle Arbeitslosen per Verteilungsschlüssel auf alle Unternehmen des Landes zwangsverteilt werden würden entstünde dadurch kein einziger neuer Arbeitsplatz - schlichtweg weil die vorhandene Arbeit schon verteilt ist und den offenen Stellen keine geeigneten Bewerber entgegenstehen- Oder übersehe ich da vielleicht einen Zusammenhang?

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women_1900 09.04.2018, 06:47
8. dass es in fünf Jahren den Begriff nicht mehr gibt

ich denke schon länger, dass es der SPD gar nicht um BGE geht. Hartz IV ist eng verbunden mit der SPD und diesen Makel gilt es los zu werden.

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gmein 09.04.2018, 07:13
9. Der reaktionärste Weg durch SPD

Kernfrage ist doch, die Betreffenden gar nicht erst über die Klippe, in HartzIV, zu stoßen, sondern erstmal ein adäquates Arbeitslosengeld zu bezahlen, und zweitens dem Betreffenden einen Anspruch auf Beschäftigung mit entsprechender Entlohnung zu gewähren. Dann kann man über Sanktionen und Hartz IV sprechen. Das zutiefst reaktionäre System Schröders Hartz IV lief genau anders herum: Wer keinen Job hat, verliert erstmal sein Vermögen, bevor er dann Hartz IV Leistungen bekommt und entsprechend sanktioniert wird. Altersarm ist er und seine Familie dann ohnehin! Um diesen sozialen Kahlschlag der Marginalisierung und der Schaffung einen sozialen Präkariats braucht man nicht herumzureden, vor allem nicht die SPD. Und die Grünen sollten schweigen vor Scham, die das mitverbrochen haben. Ein Anspruch auf Beschäftigung bedeutet im Notfall Arbeitsbeschaffung. Das hat man im Zuge von Hartz IV abgeschafft, gleichbedeutend mit sozialer Enteignung, Entrechtung, proletarisierte Verfügungsmasse, Leiharbeit, Niedriglohnsektor und Aufstocker bei Hartz IV, nicht Aufstocker über ABM ohne Hartz IV. Die SPD wählte den raktionärsten Weg, als Kampansage gegen „faule Säcke“ und „Systemschmarotzer“.

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