Forum: Kultur
"Anne Will" zu Trump: "Die addierte Frustration der Durchschnittsamerikaner"
NDR/Wolfgang Borrs

Worte, Taten und viele Befürchtungen: Selbst dem einzigen Fan des neuen US-Präsidenten Donald Trump fiel bei "Anne Will" nichts wirklich Positives ein. Am Ende blieb ein trostloser Eindruck.

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Miere 23.01.2017, 03:53
1. Thema verfehlt.

Erstens finde ich es ziemlich befremdlich, dass wir hier in Deutschland Talkshows über den Präsidenten der USA machen. Zweitens erst recht, wenn er gerade erst vereidigt ist und noch gar nichts gemacht hat.

Drittens bringt alles Genörgel garnichts. Und wichtigere Fragen bleiben dabei außen vor:
Wie erreichen Politiker diejenigen Wahlberechtigten, die keine klassischen Zeitungen und sowas mehr lesen?
Wie informiert man Menschen, die sich nicht aktiv auf Informationssuche machen und das auch nicht wollen?
Wie erreicht man genügend Menschen über die sozialen Medien?
Umgekehrt: Wie können unzufriedene Wahlberechtigte den Politikern mitteilen, was sie stört und was sie wollen, außer durch Fernbleiben oder Protestwahl?

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cloony 23.01.2017, 04:15
2.

Trump ist eine Trotzreaktion der Amerikaner auf die allgemein schlechte Situation. Nur leider wird es jetzt nicht besser und zwar für die gesamte Welt!

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MütterchenMüh 23.01.2017, 04:30
3. Das Wesentliche fiel unter den Tisch

Der Analyse des Autors, daß der Trump Fan nichts wesentliches mehr zur Diskussion beitragen konnte, muss man doch vehement widersprechen.
Während die meisten Diskutanten altbekanntes , und von persönlichen Animositäten geprägtes von sich gaben, waren sich Verheugen und der Trump-Fan einig, dass Trump eine Menge an kleinen Stellschrauben besitzt, um die Handelsströme lenken zu können.
Insofern blieben die für De wichtigsten Felder von der Diskussion weitgehend unbeachtet, weil man sich in populistischem Trump-Bashing ergehen wollte. Oder dazu in der Lage war.

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StefanZ.. 23.01.2017, 05:07
4. Schwere Pille für den Chef-Lobbyisten usw

Das Leben kann hart sein für den und die, die es sich auf und mit ungerechten und deshalb fragilen Arrangements so richtig bequem eingerichtet hatten. Wie sagte Gorbatschow dazu, wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.

Freie, grenzenlose Profitfahrt für Wirtschaftskapitäne, Politik im Geheimen, ohne Einverständnis der Bevölkerung und auf Mauschelei Basis zwischen Funktionären, stetiger Kontrollverlust ganzer Nationen, Selbstbedienungsmentalität derer die am Hebel sitzen oder sich Zugang zu ihnen geschaffen/bezahlt haben, Medien die tagtäglich keinerlei Probleme damit haben Menschen von etwas überzeugen zu wollen anstatt das Menschenrecht auf wirklich freie Meinungsbildung zu achten und die sich empören, wenn Verleumdungen nicht einfach geschluckt werden.

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paulpuma 23.01.2017, 07:00
5.

Wie wärs mit einer Prise Selbstkritik im "liberalen" Lager?

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Harald Schmitt 23.01.2017, 07:12
6. Die haben rein gar nichts verstanden

Es geht nicht nur dem Durchschnittsamerikaner so oder dem Duschnittsengländer.
Die Menschen fühlen sich von der Politik nicht verstanden. Es kommt nichts beim kleinen Mann an,während Banken und Firmen mit Millarden gerettet werden.
Infrastruktur verrottet, es wird privatiesiert damit die Banken udn Reichen noch mehr Rendite bekommen, es werden keine bezahlbaren Wohnungen gebaut sondern zugelassen, dass Pekulanten den Wohnungsmarkt übernehmen.
Die Reichen und Konzerne werden immer reicher und zahlen kaum Steuern dank Steueroase auch in den USA oder den englischen Kanalinseln oder Briefkastenfirmen auch in den Niederlanden und keiner tut etwas dagegen.
Die ganzen Verträge werden geheim in Hinterzimmern verhandelt und Gewinne der Konzerne dank geheimer Schiedsgerichte garantiert.
Das geht so nicht weiter, entweder alle profitieren von der Globalisierung oder sie wird grandios scheitern.
Kein Wunder wenn die Menschen dann ihr Heil in Propheten wie Trum, Erdogan oder Putin suchen, die packen es an auch wenn es in die falsche Richtung geht, besser als "wir schaffen das" und warten ab.

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Karl Lusser 23.01.2017, 07:21
7.

Endlich einmal ein Politiker, der tut was er sagt.
Und die Ansage, "America first" ist mutig und längst überfällig gewesen.
Den wie lange will man noch zuschauen, dass China, und gegen dieses Land richtet sich seine Kampfansage primär, uns wirtschaftlich aufmischt?
Fragen sie doch einmal einen Europäer, der eine Firma in China gründen will, welche Erfahrungen er gemacht hat.
Und wir verscherbeln sogar Spitzentechnologie an China.

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sting111 23.01.2017, 07:25
8. Ich finde es erfreulich, dass Herr Verheugen,

dem oekonomischen Verstaendnis des Verbandsfuehrers, etwas entgegen zu setzen hatte. Da Ungleichgewichte im oekonomischen Umfeld nun mal nicht bis in die Ewigkeit erhalten werden koennen, ist es richtig, einzugreifen. Die Chinesen machen klare Ansagen, wieviel eines bestimmten Absatzvolumens dann in einem bestimmten Zeitraum auch im Land zu bauen ist. Bis hin zur Flugzeugfertigung. Wenn die USA ihren Markt schuetzen, koennen sie von Samsung, Lenovo und Co. locker die Produktion/Montage von TV und PC Geraeten und anderen Guetern ins Land ziehen. Die Personalzeiten/-kosten je Einheit sind heute sehr gering. 50% Vorgabe und kein Amerikaner wird heulen, wenn das TV Geraet 20 USD mehr kostet oder Samsung eine Senkung des Gewinns hinnehemen muss. Das laesst sich alles austarieren.

Absolut lupenreine Demokraten hat es nie gegeben. In der Deutschen Regierung sind sehr wenige Politiker mit einem annaehernd akzeptablen Demokratieverstaendnis zu finden. Viele sehen sich nicht nur als Minister sondern auch als die Wegweiser des Bundesverfassungsgerichtes. Das Fehlen einer aktiven, funktionierenden Opposition ist der Sargnagel fuer Deutschlands Demokratie. Eine grosse Koalition wird auch fuer die Zeit nach 2017 immer wahrscheinlicher, da die "Gruenen" sehr wahrscheinlich ein 2-stelliges Ergebnis verfehlen werden.

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shotaro_kaneda 23.01.2017, 07:27
9.

Die Forderung Trumps, die Nato entsprechend der Vereinbarung mit 2% des BIPs zu finanzieren hat Frau VdL gekonnt umschifft, indem Sie sagt: es geht nicht um Geld, sondern um Werte. Um welche Werte denn bitte Frau VdL? Der größte Natopartner in Sachen Streitkräfte neben den USA ist die Türkei. Eine lupenreine Demokratie, wie wir alle wissen. Und mit was soll D diese Werte verteidigen? Mit der maroden Technik, den ungeeigneten Waffen und dem kaum noch vorhandenen Know-How? Warum unterstützt D Saudi-Arabien in Sachen Ausbildung der Militärs und in Form der Lieferung von Panzern und Waffen? Wegen deren Werte? In der Nato geht es nicht um Werte, sondern um Abschreckung und um Machtdemonstration gegen Russland und um geopolitische Einflussnahme.

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