Forum: Kultur
"Anne Will" zu Trump: "Die addierte Frustration der Durchschnittsamerikaner"
NDR/Wolfgang Borrs

Worte, Taten und viele Befürchtungen: Selbst dem einzigen Fan des neuen US-Präsidenten Donald Trump fiel bei "Anne Will" nichts wirklich Positives ein. Am Ende blieb ein trostloser Eindruck.

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westerinen1967 23.01.2017, 09:19
20. Wo waren Sie denn gestern?

Zitat von Karl Lusser
Endlich einmal ein Politiker, der tut was er sagt. Und die Ansage, "America first" ist mutig und längst überfällig gewesen. Den wie lange will man noch zuschauen, dass China, und gegen dieses Land richtet sich seine Kampfansage primär, uns wirtschaftlich aufmischt? Fragen sie doch einmal einen Europäer, der eine Firma in China gründen will, welche Erfahrungen er gemacht hat. Und wir verscherbeln sogar Spitzentechnologie an China.
Die These der gestrigen Sendung war aber eine Andere. Dort wurde erläutert, dass breite Schicht auf dem amerikanischen Land, also nicht in den Metropolen, seit Jahren Wut und Hass auf uns, die Verbündeten der USA, angesammelt haben, weil wir vom Einsatz der USA sowohl dem finanziellem als auch dem militärischen, einseitig profitieren und große Schichten der Amerikaner dabei schlecht wegkommen.

Wenn es nur gemeinsam gegen China ginge, würde sich wohl niemand in Europa irgendwelche Sorgen in Bezug auf Hrn. Trump machen. Aber es geht leider nicht nur um China.

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kinngrimm 23.01.2017, 09:23
21.

Wann gab es die den zuletzt? Drohnenkrieg, Folter, Raubtierkapitalismus ... ? Irgendwann im letzten Jahrtausend?

Wenn die USA als Anführer der NATO, nicht mehr Bündnisstreue wahrt, dann ist die NATO Geschichte und wir müssen einen neuen Vertrag erarbeiten, der dann zumindest innerhalb Europas Stabilität garantiert. Jenes Vertragsorgan kann dann immer noch freundliche Kontakte zur USA pflegen.

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spmc-135322777912941 23.01.2017, 09:25
22. Aufstieg von Wal-Mart und die Rolle der Clintons

Zitat von sting111
dem oekonomischen Verstaendnis des Verbandsfuehrers, etwas entgegen zu setzen hatte. Da Ungleichgewichte im oekonomischen Umfeld nun mal nicht bis in die Ewigkeit erhalten werden koennen, ist es richtig, einzugreifen. Die Chinesen machen klare Ansagen, wieviel eines bestimmten Absatzvolumens dann in einem bestimmten Zeitraum auch im Land zu bauen ist. Bis hin zur Flugzeugfertigung. Wenn die USA ihren Markt schuetzen, koennen sie von Samsung, Lenovo und Co. locker die Produktion/Montage von TV und PC Geraeten und anderen Guetern ins Land ziehen. Die Personalzeiten/-kosten je Einheit sind heute sehr gering. 50% Vorgabe und kein Amerikaner wird heulen, wenn das TV Geraet 20 USD mehr kostet oder Samsung eine Senkung des Gewinns hinnehemen muss. Das laesst sich alles austarieren. Absolut lupenreine Demokraten hat es nie gegeben. In der Deutschen Regierung sind sehr wenige Politiker mit einem annaehernd akzeptablen Demokratieverstaendnis zu finden. Viele sehen sich nicht nur als Minister sondern auch als die Wegweiser des Bundesverfassungsgerichtes. Das Fehlen einer aktiven, funktionierenden Opposition ist der Sargnagel fuer Deutschlands Demokratie. Eine grosse Koalition wird auch fuer die Zeit nach 2017 immer wahrscheinlicher, da die "Gruenen" sehr wahrscheinlich ein 2-stelliges Ergebnis verfehlen werden.
Vor Jahren hatte ich die Gelegenheit in dem manchmal sehr guten deutschen Fernsehen einen Bericht über den Aufsteig des Wal-Mart Konzerns und die Rolle der Clinton gesehen. Damals wusste ich aber nicht dass Hillary 5 Jahre lang im Board dieser Firma sass. Es wurde auch über die Warenströme über die Westküstenhäfen von und nach Asien berichtet. Die Zahlen sind mir leider nicht in Erinnerung geblieben aber hängen blieb dass die USA nur einen Bruchteil des Wertes nach Asien verschiffen den sie über diese Häfen einführen Die Zahlen waren erschreckend aber noch schlimmer war es zu erfahren dass die USA nach Asien Holz, Schrott und Papier-und Textilabfälle sowie Getreide exportieren. Damals dachte ich dass die USA trotz allen high-techs in der Lage eines Entwicklungslandes sind.

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observerlbg 23.01.2017, 09:28
23. Und?

Zitat von Harald Schmitt
Es geht nicht nur dem Durchschnittsamerikaner so oder dem Duschnittsengländer. Die Menschen fühlen sich von der Politik nicht verstanden. Es kommt nichts beim kleinen Mann an,während Banken und Firmen mit Millarden gerettet werden. Infrastruktur verrottet, es wird privatiesiert damit die Banken udn Reichen noch mehr Rendite bekommen, es werden keine bezahlbaren Wohnungen gebaut sondern zugelassen, dass Pekulanten den Wohnungsmarkt übernehmen. Die Reichen und Konzerne werden immer reicher und zahlen kaum Steuern dank Steueroase auch in den USA oder den englischen Kanalinseln oder Briefkastenfirmen auch in den Niederlanden und keiner tut etwas dagegen. Die ganzen Verträge werden geheim in Hinterzimmern verhandelt und Gewinne der Konzerne dank geheimer Schiedsgerichte garantiert. Das geht so nicht weiter, entweder alle profitieren von der Globalisierung oder sie wird grandios scheitern. Kein Wunder wenn die Menschen dann ihr Heil in Propheten wie Trum, Erdogan oder Putin suchen, die packen es an auch wenn es in die falsche Richtung geht, besser als "wir schaffen das" und warten ab.
War es je anders? Und jetzt wird alles viiiiel besser? Ich mach den Bock zum Gärtner und hoffe, die Rosen und Tulpen blühen nun besonders bunt? Nee, besser wir kriechen in die richige Richtung, als wir rasen in die falsche Richtung gegen die Wand oder in den Abgrund. Nun mal schluss mit Metaphern: was glauben Sie wird in den nächsten vier Jahren passieren? Apple, Microsoft, Facebook, Google ect. werden ihre Steuern fair in den USA abgeben und dabei unzählige neue US-Arbeitsplätze schaffen? Die US-Autoindustrie wird ihre Produkte nun weltweit zu wirtschaftlichen Preisen verkaufen und die USA erblüht im neuen Glanze? Das US-Militär zieht überall ab und die militanten Islamisten legen ihre Waffen freudig nieder? Im Nahenosten bricht dann endlich der Frieden aus? Hier haben einige nix kapiert, die Frage ist, wer liegt mehr daneben.

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spmc-135322777912941 23.01.2017, 09:31
24. Werte kann man nicht kaufen sagt die Meisterin des pc speeches

Zitat von shotaro_kaneda
Die Forderung Trumps, die Nato entsprechend der Vereinbarung mit 2% des BIPs zu finanzieren hat Frau VdL gekonnt umschifft, indem Sie sagt: es geht nicht um Geld, sondern um Werte. Um welche Werte denn bitte Frau VdL? Der größte Natopartner in Sachen Streitkräfte neben den USA ist die Türkei. Eine lupenreine Demokratie, wie wir alle wissen. Und mit was soll D diese Werte verteidigen? Mit der maroden Technik, den ungeeigneten Waffen und dem kaum noch vorhandenen Know-How? Warum unterstützt D Saudi-Arabien in Sachen Ausbildung der Militärs und in Form der Lieferung von Panzern und Waffen? Wegen deren Werte? In der Nato geht es nicht um Werte, sondern um Abschreckung und um Machtdemonstration gegen Russland und um geopolitische Einflussnahme.
aber eine Wertegemeinschaft ohne moderne Waffentechnik und gut ausgebildete Soldaten kann diese Werte nicht verteidigen. Wir sehen doch fast jeden Tag wie unser Gegner im asymetrischen Krieg auf unsere Werte pfeift. Da werden Pfarrer in der Kirche ermordet, tanzende und feiernde Menschen durch Terroranschläge ums Leben gebracht, ebenso Besucher von Weihnachsmärkten und im Nahen Osten werden Zivilisten gemeuchelt und Weltkulturerbe vernichtet.

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josho 23.01.2017, 09:31
25. So, so, die von Frau v.d.L. angesprochenen....

.....zwei Prozent stehen auch für "Werte". Da kann man ja drüber streiten. Aber man wird sicher auch darüber streiten können, ob die man diese 2 Prozent "durchwinkt", ohne zu hinterfragen, was eigentlich der Grund für diese Erhöhung sein soll. Eine veränderte Sicherheitslage, weil Putin die Krim annektiert hat oder den Osten der Ukraine destabilisiert? Bringen mehr Waffen und Soldaten der Bundeswehr mehr Sicherheit? Vor einer pauschalen Erhöhung sollte man einmal die Struktur des Bündnisses überdenken, Waffensysteme vereinheitlichen usw. Da ließen sich zig-Milliarden sparen, ohne dass es irgendwie unsicherer würde.

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a_nette 23.01.2017, 09:32
26. Der Erfolg hat viele Väter

Die Parteien ohne Antworten frohlocken über Trump, das ist sehr leicht festzustellen. Was mich jedoch auch umtreibt ist die Erklärung der Ursache, die mich doch sehr an "sich selbst erfüllende Prophezeiungen" erinnert.
Man landet wieder beim kleinen Mann... .
Imho ist der Grund dafür all die "imaginäre" Angst vor der Globalisierung, die wohl wesentlich zur Wahl von Trump geführt hat, nicht unwesentlich von denen befeuert worden die heute sich am meisten über seine Wahl aufregen. Im Umkehrschluss ist nicht die Diskussion über den ach so geplagten Bürger hilfreich, sondern wird nur dazu führen das Trump stabiler wird. Man muss feststellen, dass man jahrelang daran gearbeitet hat die Basis für Trump und Co getan hat.

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niklot1147 23.01.2017, 09:36
27. Schwindende Bedeutung...

Europas für die USA ? Ich konstatiere eher eine schwindende Bedeutung der USA in Europa. Und das ist nach der verheerenden Bilanz der Politik von Trumps Vorgängerregierungen auch gut so. Man hatte in der Sendung von Anne Will den Eindruck, dass hier wirklich ausschließlich unsere "Elite" unter sich diskutierte, bzw. deren Sprachrohre. Inhaltlich ging das ziemlich an der Realität vorbei.

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spmc-135322777912941 23.01.2017, 09:39
28. Der unfähige Kongress der USA

Zitat von westerinen1967
Die These der gestrigen Sendung war aber eine Andere. Dort wurde erläutert, dass breite Schicht auf dem amerikanischen Land, also nicht in den Metropolen, seit Jahren Wut und Hass auf uns, die Verbündeten der USA, angesammelt haben, weil wir vom Einsatz der USA sowohl dem finanziellem als auch dem militärischen, einseitig profitieren und große Schichten der Amerikaner dabei schlecht wegkommen. Wenn es nur gemeinsam gegen China ginge, würde sich wohl niemand in Europa irgendwelche Sorgen in Bezug auf Hrn. Trump machen. Aber es geht leider nicht nur um China.
jahrelang hat sich die US amerikanische Öffentlichkeit darüber beschwert dass der Kongress der letzten 8 Jahre der unfähigste und faulste seit Menschengedenken war. Obama hat leider nicht die Fähigkeit zum Kompromiss, zum "deal" den Ronald Reagan gegen einen schwierigen -Tip O'Neill so gut beherrschte. Was hat Obama den Millionen Durchschnittamerikanern gebracht ? Einen "Affordable Care Act" der den Steuerzahler viel Geld kostet, für viele Menschen nicht oder schon nicht mehr "affordable" ist, Versicherungsgesellschaften die sich der Obamacare verweigern, weil nichts zu verdienen ist. Die Homoehe und die teilweise Freigabe von Cannabis oder wie das Zeug heisst. Selbst eine Verschärftung der Waffengesetze hat sein Mehrheitsleader im Senat, Reed (Reid) wegen seines ländlichen Wahlkreises verhindert. Und da wundert man sich in Deutschland und Europa über den Ausgang der Wahl ?

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Palmstroem 23.01.2017, 09:40
29. Voll daneben

"Aber nicht nur das. Verglichen mit Trumps Abschottungskurs muteten die neuen Töne ausgerechnet aus China, wie soeben in Davos geäußert, geradezu wie eine Stimme der freien Welt an, gab von der Leyen leicht süffisant zu bedenken," - Wenn Chinas Präsident nun die Stimme der "Freien Welt" sein soll, dann "Gute Nacht" - Freie Welt!

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