Forum: Kultur
"Anne Will" zur CO2-Steuer: "Die Zeit ist nicht auf unserer Seite"
NDR/Wolfgang Borrs

"Wer zahlt für den Klimaschutz?" Das fragte Anne Will ihre Gäste. Weil darunter Kevin Kühnert war, ging es auch um die Kollektivierungsthesen des Juso-Chefs - es kam zum Schlagabtausch mit Sachsens Ministerpräsident.

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alex2k 06.05.2019, 07:09
1. Wer zahlt?

Hat jemand das Verursacherprinzip abgeschafft?
Wenn welche Produkte dadurch teurer werden, dann werden diese halt teurer. Weniger Menschen werden es kaufen. Also wird der Hersteller andere Wege finden müssen Produkte günstiger zu machen.

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ClaudioMonteverdi 06.05.2019, 07:13
2.

Auch hier war wieder zu besichtigen, was passiert, wenn man, wie Kühnert, wider den Einheitsbrei angeht: Fürchterliche Aufregung, völlig überzogene Reaktionen, wüste Beschimpfungen und jede Menge absolut inakzeptabler Unhöflichkeiten.
Wie der sächsische Ministerpräsident voller Rage in höchst aufgeregter Art und Weise die Position Kühnerts gleich zu Anfang lauthals angriff, ihn im weiteren Verlauf beständig unterbrach bzw. ihm ins Wort fiel -offenbar ist er der Ansicht, dass ihm dies zustünde- bzw. mit oberlehrerhafter Plattitüde sich hier ausließ, das war schon eine rechte Unverschämtheit und zeigt deutlich, wie demokratiefeindlich im Zweifel ein ordentlicher sächsischer Ministerpräsident dann werden kann, wenn auch nur ansatzweise die Systemfrage gestellt wird: purer Hass und blanke Wut. Mehr hat man da nicht anzubieten. Ein erbärmliches Bild eines Mannes, der qua Amt doch wohl mehr an Selbstbeherrschung und Diskussionsqualität aufweisen können sollte.

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transatco 06.05.2019, 07:23
3. Begreift endlich dass Geld nicht genügen wird!

Zitat Frau Göpel: "Was wir heute nicht tun, schlägt kostenmäßig zu Buche."
Nein! Was wir heute nicht tun, müssen unsere Enkel mit Ihrer Gesundheit bezahlen! Das ist die Wahrheit ! Mit auch noch so viel Geld ist da dann gar nichts mehr zu retten! Die Natur kann nicht gekauft werden! Wir Menschen müssen unseren Lebensstandard herunterschrauben und zwar deutlich! Hier den Vorschlag zu bringen in den Schwellenländern anzufangen ist an neokapitalistischer Frechheit nicht mehr zu überbieten! In unserer Gesellschaft ist schlichtweg die "Verantwortung" verloren gegangen! Traurig und nahezu hoffnungslos!

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vogelskipper 06.05.2019, 07:43
4. Kretschmer: Der ewige Dazwischenquatscher

Irgendwann war es für mich kaum noch zu ertragen, dass dieser Kretschmer sich das Recht herausnahm bei jedem beliebig dazwischen zu quatschen und seine Gesprächspartner nicht einmal ausreden zu lassen. Wenn dies das gelebte Demokratieverständnis der CDU ist, anderen ewig in das Wort zu fallen und angeblich alles besser zu wissen, dann verkörpert ein Herr Kretschmer das sehr gut und sollte uns vor den Wahlen noch einmal zu denken geben, ob solche Leute uns fit für die Zukunft machen können! Sein Kollege Altmaier, der ja auch bei jeder zweiten Talkshow gefühlt am Tisch sitzt, quatscht zwar nicht ganz so oft dazwischen, weiß aber auch alles besser als alle anderen und hat noch mehr eine belehrende Schulmeisterart als es Kteschmer gestern gezeigt hat. Für mich hat dieser Abend wieder einmal gezeigt, dass die CDU eine Blockierpartei ist, wenn es um neue und zukunftsweisende Denkansätze und daraus folgendes politisches Handeln geht, um für die Zukunft unserer Kinder noch das zu retten, was zu retten ist! Dass AKK gegen eine CO2 Steuer ist verwundert da nun gar nicht mehr. Wer gestern wählen will und denkt, dass er schön weiter so machen kann wie bisher und die Erderwärmung schon irgendwie weg gehen wird, der ist bei den Chrislichen gut aufgehoben! Wir brauchen jetzt wirklich radikales Umdenken und auch radikale Lösungen, das haben sogar die Schüler kapiert und da sitzt dann ein Ministerpräsident in einer Talkshow und stört sich an dem Wort "radikal". Also, wenn das nicht alles darüber aussagt, dass diese Partei noch nicht kapiert hat, was gerade global vor sich geht, dann weiß ich auch nicht auf was noch passieren muss?

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lostandfound 06.05.2019, 07:47
5. Deutschland ist völlig unwichtig für das Klima

Wieder mal eine völlig sinnfreie Diskussion auf der Basis einer unsinnigen Theorie von der Bedeutung Deutschlands: Als ob irgendeine Maßnahme in Deutschland das Klima beeinflussen könnte. Der Beitrag Deutschland zum Klima ist denkbar gering, eine Reduzierung des CO2 auf dem Hintergrund der weltweiten massiven Ausweitung von Energiegewinnung aus Kohle völlig unsinnig.

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kodu 06.05.2019, 07:49
6. Interessante Sendung...

"Top-Act" sicherlich Kevin Kühnert, dessen rhetorische Stärke und offensichtliche Intelligenz dafür gesorgt hat, daß er seine Themen (und wohl auch die der jungen Generation) dezidiert und nachvollziehbar darlegen konnte. Wie so oft sind seine Thesen in der medialen Reflexion zusammengedampft worden auf "Kollektivierung von BMW" und "Enteignung von Wohnungsbesitzern", was wiederum dem sächsischen MP schon am Anfang die Gelegenheit gab, sich ausgiebig und emotional gegen eine "Wiedereinführung des Sozialismus" zu wenden, unter dem er als DDR-Kind sehr leiden musste, die allerdings wohl auch Kühnert gar nicht im Programm hat.
Gelegentlich unterbrochen von "Einlassungen außer der Reihe" von Gelbwesten-Aktivist Sakkaros entfaltete sich ein schönes Bild der Pole in der aktuell sehr dynamischen Klimadiskussion. Auf der einen Seite, der um einen tragenden Wirtschaftszweig seiner Region bangende Ministerpräsident eines Braunkohlelandes, auf der anderen die um das Weltklima bangende Frau Baerbock...vermittelt durch die soziale Perspektive von Kühnert und der ebenfalls auf eine ökologisch-ökonomische Wende beharrenden Wissenschaftlerin Frau Göpel.
Fazit: Die CO2-Steuer wird wohl kommen...beim versprochenen Abfedern sozialer und ökonomischer Härten muss man die Politik in die Pflicht nehmen. Denn ohne die soziale Frage ausreichend zu berücksichtigen, wird es nichts werden. Und nun: Feuer frei, für Ideen, wie wir unser Zusammenleben vor dem Hintergrund dieser Herausforderungen gestalten wollen. Es ist an der Zeit...!

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kpkuenkele 06.05.2019, 07:53
7. Keine nationalen Alleingänge

Deutsche Klimapolitiker sollten all ihre Energie darauf verwenden, die vier größten CO2 Produzenten China, Indien, die USA und Brasilien von der Notwendigkeit zu überzeugen, ihren CO2 Aussstoß zumindest im selben Maße wie Deutschland zu reduzieren (27,3 Prozent gegenüber 1990). Wenn dies nicht gelingt, müssen wir uns in Deutschland auf den dann unvermeidlichen Klimawandel einstellen, Deiche erhöhen, Gebäude mit Klimaanlagen ausrüsten, Wasserrückhaltebecken bauen und ähnliches, anstatt all unsere Ressourcen für den vergeblichen Kampf zu verschwenden, den CO2 Anstieg durch Deutsche Alleingänge aufhalten zu wollen.

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gurkenhaendler 06.05.2019, 07:55
8.

Wir haben soziale Marktwirtschaft, keinen Kapitalismus, alleine mit diesem Satz hat er sich schon disqualifiziert! Und solche Aeusserung von einem Ministerpräsidenten, auch als ehemaliger DDR-Bürger sollte er es besser wissen, er durfte ja noch Marxismus-Leninismus in der Schule kennenlernen. Natürlich leben wir im Kapitalismus! Und seit dem Zusammenbruch des sozialistischen Ostens wird die soziale Marktwirtschaft ( nur ein Spielart des Kapitalismus) immer weiter abgebaut mit allen bekannten Auswirkungen.

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roman199 06.05.2019, 07:58
9.

Der Bericht über die Sendung ist so tendenziös, dass man sich die Augen reiben muss. Alles was Kühnert sagt, ist für SPON Punktlandung auch wenn das nur leere Worthülsen sind z.B. nach dem richtigen Hinweis über die Ähnlichkeit seines Vorgehens zu Trump Methoden.

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