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"Anonymous"-Regisseur Emmerich: "Ich hatte nur 26 Millionen Dollar"

Das Spielbergle wird zum Shakespearle: Im Interview verrät der aus Schwaben stammende Hollywood-Regisseur Roland Emmerich, warum sein Dichter-Drama "Anonymous" den Historienfilm revolutioniert, Shakespeare ein aufgeblasener Gockel*war - und wie man das alte Ägypten aus dem Laptop zaubert.

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geisterhoernchen 11.11.2011, 10:53
10. Wie Bitte?

"Ich hatte nur 26 Millionen Dollar"

Och, das ist wirklich unzumutbar! Komm´ Roland, ich gebe dir etwas von meinen 400 Euro monatlich ab. Wenn das alle machen, kann er einen neuen wichtigen Film machen.

Denn Filme sind ja viel wichtiger als Existenzerhaltung, Kindertagesstätten, Krankenhäuser und eine funktionierende Heizung in Zeiten der Weltraumfahrt.

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enforca 11.11.2011, 11:06
11. Omg

Über Roland Emmerich könnte ich mich stundenlang aufregen.
Warum, warum, warum gibt es tatsächlich noch Leute die seine Filme schauen?
Hat er jemals einen guten Film gemacht?

NEIN

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slava grof 11.11.2011, 11:19
12. für eine handvoll titel

Zitat von joschitura
Lets face it: Emmerich ist in Hollywood nur so erfolgreich, weil die andern noch schlechter sind.
ich glaube eher, daß emmerich sich in hollywood etablieren konnte, weil er in vorauseilendem gehorsam noch patriotischer
war als die patriotischen amerikaner selbst.

mit schwäbischer gründlichkeit hat er das amerikanische propagandakino erfolgreich auf seine essenz reduziert.

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retmar 11.11.2011, 11:19
13. ....

Zitat von flower power
Nein, der kann machen was er will, so einen Aufschneider schaue ich nie mehr an.
Eine sehr löbliche Einstellung. Bitte überzeugen Sie noch viel mehr Leute davon. Ich liebe es, alleine im Kino zu sitzen.

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ColynCF 11.11.2011, 11:22
14. de Vere

Zitat von sysop
Das Spielbergle wird zum Shakespearle:
Zum "de-Verle" bitte. Beschmutzen Sie den Namen Shakespeare bitte nicht damit. Emmerich passt sehr gut zu der Dichter Niete, die de Vere tatsächlich war.

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geisterhoernchen 11.11.2011, 11:27
15. "Ich hatte nur 26 Millionen Dollar"

Diesen Satz kann man einem ökonomisch denkenden Menschen, der mit einem Monatsetat von unter 1000 Euro auskommen muss, gar nicht kommunizieren.

Zurück zu sozial verträglichen Rahmen!

Übrigens, ich höre ständig von sozial schwachen. Wer ist eigentlich wirklich sozial schwach? Der, der es schafft, mit 400 Tacken im Monat aus zukommen, oder der Reiche, dem man versuchsweise sein Geld nehmen und sich mit 400 Euro versuchen müsste? Wer würde durchkommen? Wer wäre wahrlich sozial stark? Vielleicht ist es an der Zeit, sozial durch ökonomisch zu ersetzen?

Aber das wäre nicht im Sinne der Neusprecher.

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Eliza 11.11.2011, 11:41
16. Schon wieder ist einer so dreist...

... anzunehmen, dass doch der Handschuhmachersohn aus Stratford, den die umnachtete Folio-Gedenk-Edition seines dramatischen Werks 1623 mit sinem Kuperstich-Porträt als Autor dieser Stücke ausgibt, nicht der wirkliche Autor gewesen sein kann.

Dazu sind diese Stücke viel zu genial.

Naja. Als Anglist ist man das gewöhnt, besonders von deutscher Seite, wo anscheinend keiner zu Shakespeare mehr zu sagen weiß als dass er nicht der Autor seiner Dramen war.

Sondern das war... die Königin Elisabeth I. (so vor kaum einem halben Jahr, allerdings nicht übermäßig ernstgemeint, der Shakespeare-Übersetzer Frank Günther).

Oder Ben Jonson in Form einer abgespaltenen Persönlichkeit. Oder Bacon. Oder sonstwer. Zum Beispiel der Earl of Oxford, was in diesem Film wieder mal aufgebracht wird, nachdem schon der germanistische Erfinder dieser Idee vor ein paar Jahren nicht den gewünschten Nachhall gefunden hatte.

Kaum ein Zeitgenosse Shakespeares ist bisher dem Schicksal entgangen, für den eigentlichen Autor der Werke Shakespeares gehalten zu werden, alle solche Neu-Zuschreiber kamen sich mit ihren Spekulationen immer revolutionär vor, was inzwischen zum Gähnen reizt.

Keiner war revolutionär. Denn sie alle haben den entscheidenden Punkt nicht erfasst, dass auch kein Anglist mit Sicherheit behauptet, nur der Handschuhmacherssohn und kein anderer könne der Betreffende gewesen sein.---Anglisten sind nur diese irrelevante Debatte leid.

Schön und gut, dem Handschuhmachersohn ist dies Genie nicht zuzutrauen. Aber wieso soll es eher Ben Johnson, Marlowe, Edward de Vere oder wem auch immer zuzutrauen sein?

Ich wäre ja durchaus gern bereit, das betreffende dichterischen Werk Edward de Vere zuzuschreiben, wenn mir einer erklären könnte, wer denn nun WIRKLICH hinter dem Werk de Veres steckt. Für de Vere ist das nämlich viel zu genial.

Die Frage, wer plausiblerweise ein so gigantisches Genie besessen haben könnte, wird durch all diese andern Zuschreibungen nur um eine Stufe hinausgeschoben, nicht gelöst.

Keine Zeile in den Werken der Folio-Edition wird besser erklärbar durch eine dieser Verfasser-Spekulationen.

So lang lag das Mittelalter mit seinen hauptsächlich anonymen Autoren noch um 1600 nicht zurück. Und solange weder ein handfester, 100%iger Nachweis dafür da ist, dass es Shakespeare nicht gewesen sein KANN, sondern ein ganz bestimmter anderer Autor (oder eventuell mehrere bestimme andere) und sonst niemand gewesen sein MUSS, solange ist es praktisch, der Zuschreibung in der Ersten Folio insoweit zu folgen, dass man eben weiter mit dem Namen Shakespeare hantiert und sich statt solcher Spekulationen auf Form und Gehalt der Werke selber konzentriert.

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retmar 11.11.2011, 11:47
17. ....

Zitat von slava grof
ich glaube eher, daß emmerich sich in hollywood etablieren konnte, weil er in vorauseilendem gehorsam noch patriotischer war als die patriotischen amerikaner selbst.
Dieser Punkt stört mich auch sehr. Viel zu dick aufgetragen das alles. Trifft aber für Wolfgang Petersen u.a. die in den USA erfolgreich sind/sein wollen gleichfalls zu.

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r-le 11.11.2011, 12:21
18. oh je

Zitat von geisterhoernchen
Diesen Satz kann man einem ökonomisch denkenden Menschen, der mit einem Monatsetat von unter 1000 Euro auskommen muss, gar nicht kommunizieren. Zurück zu sozial verträglichen Rahmen! Übrigens, ich höre ständig......
Was für ein sinnfreier Beitrag. Man kann über die Höhe von Filmbudgets diskutieren, wenn die Beträge nicht eingespielt werden, geht es für den Regisseur, Schauspieler und Produzenten schneller den Bach runter als in der Wirtschaft.
Sehr viele Filmproduktionsgesellschaften sind über die Jahrzehnte schon gestorben.
Aber: Was hat das mit dem verfügbaren Geld eines Menschens/Monat zu tun? Nichts! Völlig zusammenhanglos und sinnbefreit. Eine Summe gelesen und dann einfach mal drauflos gemeckert. Da kann man sich nur noch an den Kopf fassen...ehrlich.

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Websingularität 11.11.2011, 12:31
19. Das Kino wurde nicht schlechter, es war niemals gut!

>>Emmerich: Weil ich mit "Anonymous" bewiesen habe, dass ich Tutanchamun auch für 50 Millionen machen kann, wenn es nur irgendwo ein passendes Studio im arabischen Raum gibt, ob nun in Dubai oder in Tunesien, denn ich brauche viele Araber als Statisten.<<

Weshalb "Tutanchamun"?
Vielleicht findet er im arabischen Raum ein Studio um "Mubarak" zu verfilmen.
So politisch ist die Kunst auch wieder nicht, wie Emmerich behauptet.
Auch die Kunst spielt auf Sicherheit!

Es gibt heutzutage kein anspruchsvolles Kino.
Im Kino laufen nur Filme für "kultivierte" Kleingeister, für dekadende Bildungsbürger.

z.B. ein Film über die fehlgeleitete Trieblehre irgendwelcher Psychologen.
Dabei ist die Motivation für Spitzenleistung nicht der Trieb, sondern weil dem Menschen seit Geburt an der Tod im Nacken sitzt.
Aber das ist Hollywood zu langweilig, und versucht deshalb jeden Dreck mit aufdringlichen Schönmenschen, welche eher Brechreiz als Begehrlichkeiten wecken, auf die Leinwand zu bringen.

Dennoch mag ich R.Emmerich.
Denn trotz der oberlächlichen Qualität des heutigen Kinos, ist Emmerich der Einäugige unter den Blinden.
Manchmal ist er der Einzige der überhaupt etwas anständiges abliefert.

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