Forum: Kultur
"Anti-Patriarchats-Bewegung": Bitte die Hoden behalten
DPA

Viele halten #MeToo lediglich für einen Hashtag. Doch wenn selbst Ex-Trump-Berater Bannon darin eine Bewegung sieht, ist schon viel gewonnen auf dem Weg in eine Gesellschaft, die am Ende allen gut tut.

Seite 2 von 14
BerndBerndsen 13.02.2018, 16:55
10. Lebenserwartung

Aus dem Artikel "Männer werden, wenn dieser Drops gelutscht ist, genauso lange leben wie Frauen."
Das ist nachgewiesenermaßen falsch. Frauen leben länger, Punkt. Man hat die Lebenserwartung zwischen Mönchen und Nonnen verglichen, die in Klöstern leben. Die Diskrepanz der Lebenserwartung war hier zwar geringer als bei der Durchschnittsbevölkerung, jedoch immer noch deutlich signifikant (ich glaube 2 Jahre waren es). Man vermutet, dass dies am XY vs. XX Chromosom liegt. Durch die nicht vorhandene Doppelung sind manche Gendefekte, die auf dem Y-Chromosom sitzen schwieriger/nicht zu reparieren.

Beitrag melden
possumgfx 13.02.2018, 16:55
11. Was für ein Artikel.

Meine Güte. Stokowski. Redem Sie mal mit jemandem. Irgendwem. Einfach mal austauschen, reflektieren. Vielleicht auch mal ne zweite Meinung einholen. Sie schreiben als wären sie mit einem Twitterzugang in einem Kellerzimmer eingesperrt.

Zunächst einmal: Steve Bannon hat also mit allem was er sagt unrecht. Aber wenn er einmal etwas sagt, das Sie für ihre Kolumne nutzen können hat er dann auch mal recht. Heisst dass er hat mit seinem Rassismus und seinem Verschwörungswahn auch recht? Ist es also so, dass er eine formidable Quelle ist, solange das was er sagt, Sie bestätigt?

Bannons Aussage dient nur einem Zweck und zwar zu mobilisieren. Es ist seine Berufung den Teufel an die Wand zu malen, davon lebt er. Danach dürstet sein Publikum. Wenn er also ausschweifende Aussagen bezüglich von Bewegungen oder scheinbaren Bewegungen macht, dann dient es nur dazu, aufzurütteln. Da lobt er mal Terroristen für ihre Entschlossenheit und schätzt Putins Gerissenheit und Führungsstärke. Alles nur um seiner Anhängerschaft einerseits die Gefahr zu verdeutlichen, andererseits um die eigenen nationalen Institutionen und deren Maßnahmen als unterlegen und inadäquat zu diffamieren. Wenn er also die #Metoo-Aktion als Bewegung tituliert dann will er dagegen mobilisieren. So wie gegen NeoMarxismus und gegen die Globalisierungsclique. Da wollen Sie Ihre "Bewegung" nicht miteingordnet wissen, Stokowski.

#Metoo hat für öffentlichen Diskurs gesorgt. Nach anfänglichem Aufruhr zerfleischt sich die Front aus zahllosen feministischen, anti-rassistischen und genderaktivistischen Gruppen, deren Interesse es ist, das ominöse Patriarchat und das "white Privilege" zu bekämpfen, gegenseitig. Sie wissen das, weil Sie offentsichtlich ihre Recherche auf Jezebel und TheRoot begrenzen, was dazu führt dass das Echo in Ihrer Kammer mittlerweile Ihren Ton angibt und nicht mehr nur wiedergibt. Gehen Sie mal raus. Treffen Sie echte Menschen. Väter, Männer im Allgemeinen sind garnicht so gemein.

Beitrag melden
abc. 13.02.2018, 17:00
12. Ismen und Ideologie

Schon klar, dass die Anhänger der jeweiligen Ideologie (ähnlich den Religionszugehörigen) nie etwas auf ihre Sache kommen lassen, das liegt in der Natur der Sache (Tunnelblick, entsprechend aussortiertes Umfeld, schleichende Selbstradikalisierung). Aber speziell dieser Beitrag erinnert doch frappierend an das Gebaren einer andern ismus - Gruppe: den Veganern. Die müssen sich selbst auch immer wieder versichern, wie ethisch überlegen und zukunftsfähig sie sind, und dass ihre Ideologie (die einzig Wahre natürlich) die Lösung aller Probleme darstellt, und deshalb früher oder später alle zu Veganern werden. In der Realität dagegen haben Veganismus und Feminismus mMn das gleiche Problem: Beides sind Wohlstandserscheinungen, Symptome einer gesättigten Gesellschaft, die bereits die meisten existenziellen Probleme (Hunger, echte Armut, Seuchen, Krieg, offene Gewalt) bewältigt und auf diese Weise überhaupt erst Ressourcen für solche "Probleme" und deren "Lösung" freigeschaufelt hat. Und ebenso wie die Veganer verkennen die Feministen mMn, dass dieser Wohlstand weder in Stein gemeißelt ist noch automatisch generiert wird - sondern ganz im Gegenteil erst durch die von ihnen so beklagten Mißstände geschaffen wurde. Und genau deshalb ist der Feminismus (wie so viele ismen) mMn nur ein auf unserem westlichen Wohlstand ruhendes Kunstgebilde. Würde dieser Wohlstand eines Tages einbrechen, was durchaus im Bereich des Möglichen liegt, verschwinden diese Kunstgebilde, wie sie sich selbst auch nennen mögen, schneller als Fr. Stokowski eine ihrer Kolumnen zu formulieren in der Lage ist.

Beitrag melden
godfader 13.02.2018, 17:00
13. Alle Gesellschaften,

die es Frauen ermöglichen, Verantwortung in allen gesellschaftlichen Positionen zu übernehmen, profitieren davon. Männer profitieren, ja! Ich (als Mann) freue mich drauf. An die Angsthasen unter meinen Geschlechtsgenossen: Denkt mal an Eure Töchter. Wollt ihr, dass sie Möglichkeiten zur intelektuellen Entfaltung haben? Sollen Sie ohne gesellschaftliche Reduktion auf ihre biologischen Gegebenheiten aufwachsen können? Oder sollen Sie aufwachsen, wie Ihre Urgroßmütter im Kaiserreich? Ach so, ja das dachte ich mir!

Beitrag melden
vincenoir 13.02.2018, 17:04
14. Das hört nie auf

Ich habe da einen üblen Verdacht: Wenn irgendwann alle Forderungen des Feminismus erfüllt sind, werden die entsprechenden Kolumnen und Hashtags nicht einfach aufhören. Stattdessen werden Frau Stokowski et al. einfach immer weiter schreiben, aufschreien, Unterdrückung spüren und dafür wieder die Männer anklagen, weil sie zu verweichlicht sind, keine Verantwortung mehr tragen wollen, sich der biologischen Bestimmung entziehen. Und damit geht es ewig weiter....

Beitrag melden
wjr69 13.02.2018, 17:08
15. Naja

Das Problem mit dem Feminismus ist, dass er top-down über Quoten durchgedrückt werden soll und ganze Heerscharen von Personal zu seiner Installation und zur nachhaltigen Sicherung seiner Herrschaft benötigt. In den Firmen würden - wenn es nach den Feministinnen wie Frau Stokowski ginge - Gleichstellungsbeauftragte entscheiden, wer eingestellt und gefeuert wird, wer wieviel verdient und zum Schluss auch was produziert wird und was nicht. Gleiches gilt bei der öffentlichen Hand; nachdem Traumziel der Feministinnen würden auch dort die Gleichstellungsbeauftragten allein über das Personal verfügen. Auch Wahlen sollen feminisiert werden - nach den Paritebefürworterinnen müssten alle Listen, um zu Wahlen zugelassen zu werden, abwechselnd mit Männern und Frauen besetzt werden - und die Gleichstellungsbeauftragen würden dann dafür sorgen, dass nur die richtigen Kandidatinnen mit feministischer Gesinnung bei jeder Partei aufgestellt werden. Da aber der Pöbel dann immer noch falsch wählen kann, werden wir es irgendwann erleben, dass wieder Wahlen wie in der DDR mit einer Einheitsliste stattfinden, die das brave Wahlvolk natürlich offen in die Urne wirft. Wer die Wahlkabine aufsucht, bekommt dann Besuch von der Gender-Stasi.
Ich will nicht, dass der Marsch in die feministische Räterepublik fortgesetzt wird. Ein vergleichbarer Staat ist auf deutschem Boden schon einmal gescheitert, wir müssen das Experiment nicht wiederholen.

Beitrag melden
telos 13.02.2018, 17:28
16. Aufbruch zu neuen Ufern

Da ist natürlich nur noch zu wünschen, dass dem Matriarchat nicht die gleichen "Fehler" unterlaufen, wie den Männern, dass das Pendel nicht ins gegenteilige Extrem ausschlägt. Ein Wandel kann m.E. gelingen, wenn die personale Würde eines jeden geachtet und gelebt wird. Gesetzliche Vorgaben mögen eine Initialzündung sein, aber gelebtes würdevolles Miteinander kann m.A. nur über Bewusstseinserweiterung erfolgreich gelingen.

Beitrag melden
nixus_minimax 13.02.2018, 17:29
17. laaangweilig

bla bla Männer sind schuld bla Patriarchat böse bla Fraun=Opfer / Männer=Täter bla Unterdrückung bla #MeToo bla Vorwurf= Schuld Beweise= Unterdrückung durch das Patriachat und so weiter und so fort. Alle Säugetiere zeigen das Männchen und Weibchen immer ander ticken, sich immer anders Verhalten, nur wir Überbonobos sind alle komplett gleich veranlagt, es ist das Patriarchat das Frauen eher in soziale Berufe und Männer eher in die Mint Richtung treibt. Diese ewige Öde und sinnlose Diskussion. Gleiche Rechte, gleiche Pflichten aber statdessen Rosinenpicken satt. Es geht auch nicht darum das Problem zu lösen, nein das wäre ein patriarchalischer Ansatz, wir reden einfach endlos drüber um dann gar nichts zu erreichen.

Beitrag melden
away 13.02.2018, 17:39
18. Matriarchatsphantasien im Spiegel

Hoden behalten... die Autorion ist sehr großzügig im Verteilen und Erhalten fremder Geschlechtsorgane.
Na denn im Sinne der Gleichberechtigung: Frauen sollten dann auch ihre geschlechtlichen Alleinstellungsmerkmale behalten...Brannon, das Vorbild deutscher Männer... eine Lachnummer, dieser Artikel

Beitrag melden
scxy 13.02.2018, 17:40
19. @wir69

>>Auch Wahlen sollen feminisiert werden - nach den Paritebefürworterinnen müssten alle Listen, um zu Wahlen zugelassen zu werden, abwechselnd mit Männern und Frauen besetzt werden - und die Gleichstellungsbeauftragen würden dann dafür sorgen, dass nur die richtigen Kandidatinnen mit feministischer Gesinnung bei jeder Partei aufgestellt werden. Da aber der Pöbel dann immer noch falsch wählen kann, werden wir es irgendwann erleben, dass wieder Wahlen wie in der DDR mit einer Einheitsliste stattfinden, die das brave Wahlvolk natürlich offen in die Urne wirft. Wer die Wahlkabine aufsucht, bekommt dann Besuch von der Gender-Stasi. Ich will nicht, dass der Marsch in die feministische Räterepublik fortgesetzt wird. Ein vergleichbarer Staat ist auf deutschem Boden schon einmal gescheitert, wir müssen das Experiment nicht wiederholen. >>

Die konsequente Fortführung dieser Gedanken wäre eigentlich, dass die "lieben Wählerinnen und Wähler, sowie sonstige Wählenden" einfach einen leeren Wahlzettel mit Ankreuzfeldern erhalten. SIe können selbst entscheiden, wo sie das Kreuzchen setzen. Später, nach der Auszählung, entscheidet ein Genderkomitee darüber, welche Person (Politikerin, Politiker oder PolitikX) an dieser Stelle eingesetzt wird. "Wollt ihr de todaale Gereschdigkeit?" "Jaaaa!"

Beitrag melden
Seite 2 von 14
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!