Forum: Kultur
Antimuslimischer Rassismus: Es passiert einfach nichts
Matthias Hiekel/ DPA

Die Neuen Rechten richten ihren Hass vor allem auf Muslime - und finden Zuspruch in der Mitte der Gesellschaft. Jeder Zweite fühlt sich "überfremdet" wegen der Minderheit. Warum wird dagegen nichts getan?

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vera gehlkiel 12.07.2019, 19:50
320. @wallabi

Zitat von wallabi
Bei ihren, zugegeben phantasievollen, Beiträgen bekomme ich immer Angst. Kann es sein, dass sie sich verfolgt fühlen?
Sie finden das vielleicht witzig. Da insbesondere grosse Jungs aber gerne vor mir angeben und ich eine kommunikative Frau ohne viel Scheuklappen bin, werden mir solche Sachen sogar gezeigt. Hierbei ist mein Problem an sich gar nicht mal, dass es solches Zeug gibt. Sondern, wie unkritisch die allgemeine Wahrnehmung dazu ist. So lange ist es noch nicht her, da war Twitter so eine Art Spassboerse, wo man alle möglichen neuen Formen, sich über hohe Reichweiten vollzuquasseln, bis der Arzt kommt, antesten konnte, immer in der Gefahr schwebend, sich dabei einen knallharten zynischen "Diss" einzufangen, wenn einem etwas besonders Blödes dabei rauskam. Klingt heute, wo Trump dort als unerbittlicher König des White Trash die meisten Aktien haelt, schon fast nach einem verlorenen Paradies.

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Fehlerfortpflanzung 12.07.2019, 19:52
321. Ist das Ihr Ernst?

Zitat von d.de_mont_tonnerre
Die Muslime selbst könnten am meisten dafür tun, dass die Stimmung in der Bevölkerung besser wird. Schlechte Nachrichten vermeiden.
Ich als Normal-Muslim, wie mach ich das? Wie verhindere ich Attentate, Drogenhandel? Ich kenne keine Clans, bin auch kein Salafist, ich habe die türkischen Kommunisten gewählt und nicht die AKP. Was soll ich noch tun?

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Skeptiker99 12.07.2019, 19:53
322. Die Presse sollte alle relvanten Fakten nennen

Wenn, wie hier angeführt eine antimuslimische Straftat in der Presse als banaler Streit im eine Schaukel verharmlost wird ist das sicherlich zu kritisieren. Allerdings hat sich SPON beim Thema Fakten weglassen auch nicht gerade mit Ruhm bekleckert.
Das ist vor allem beim Thema islamistischer Antisemitismus zu beobachten. Wenn z.B. über einem jüdischen Jungen berichtet wird, der aus England nach Deutschland zieht und auf seiner neuen Schule massiv antisemitische gemobbt wird, wird (bewusst?) der Eindruck vermittelt das sei ein Problem mit Nazis. Das es an der Schule knapp 90% muslimische Schüler gibt und das Problem eher da liegt muss mann anderswo recherchieren. Ähnliches gilt wenn ich eine Überschrift lese (sinngemäß) "Israelischer Professor von 25 jährigem Deutschen antisemitisch beleidigt und angegriffen". Da wird extra hervorgehoben, daß es sich um einen Deutschen Angreifer handelt, im letzten Satz des Artikels wird eher nebenbei erwähnt, das der Angreifer palestinensische Wurzeln hat.
So etwas spielt denjenigen die lauthals "Lügenpresse" schreien in die Hände.

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GoaSkin 12.07.2019, 19:54
323. @3

Um Ängste zu schüren, macht es garkeinen Unterschied, ob sich im Land 5%, 0,9% oder gar 0,0% einer religiösen Minderheit befinden. Ein Blick nach Osteuropa reicht, um zu sehen, dass Islamophobie auch in Ländern allgegenwärtig ist, die weder Ziel von Gastarbeitern gewesen sind, noch in den jüngsten Jahren Flüchtlinge aufgenommen haben. Die Angst vor der Islamisierung ist dort nicht weniger ausgeprägt, wo es überhaupt keine Moslems gibt. Und da zeigt sich eine ganz besondere Parallele zum Dritten Reich. Denn vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten ist der Otto-Normal-Bürger in der Regel weder einem Juden bewusst über den Weg gelaufen, noch hat er anderweitig etwas bewusst vom Judentum mitbekommen. Das Judentum fiel praktisch nicht mehr auf, als die Neuapostolische Kirche heute. Dennoch ließen sich die Menschen im Rahmen jahrelanger Propaganda einreden, dass das (bisher nicht gekannte) Judentum ein großes Problem sei. Das Beispiel zeigt, dass der Feind beliebig austauschbar ist und möglicherweise sogar nur rein hypothetisch überhaupt existieren muss. Fremdenfeindlichkeit ist durchaus mit der Hexenverfolgung vergleichbar.

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pabloberlin 12.07.2019, 19:57
324. "Getroffene Hunde bellen"

Sehr geehrte Frau Ataman, wie sehr Ihr Artikel ins Volle trifft, sieht man an den weit überwiegend negativen/kritischen Rektionen. Nur die wenigsten Kommentare beziehen sich inhaltlich auf Ihren Artikel, sondern es wird mit aller Verve die eigene Islamophobie bzw. Vorurteilswelt zu begründen versucht. Es wird alles in einen Topf geworfen und fleißig mit einer intellektuellen Herrenmenschenattitüde die fremdenfeindliche Brühe gerührt. Es ist erschreckend, wie weit die "Ich habe ja nichts gegen Muslime, aber ..." Argumentation schon Mainstream geworden ist. Sämtliche Klischees werden irrrational aufgeblasen, selbst die Belagerung auf Wien und die Mauren müssen noch herhalten. Das von Deutschen, deren Vorfahren ganz Europa überfallen und verwüstet haben, Slawen als Untermenschen ansahen, Juden, Sinti und Roma, Behinderte, Homosexuelle und Andersdenkende massenweise umbrachten. Jene Deutschen, in dessen Land bis vor 30 Jahren an der Grenze Deutsche andere Deutsche erschossen. Menschen aus einem Land, in welchem Muslime in ihren Häusern verbrannt werden (z.b. Solingen) oder durch Neofaschisten in Ruhe und mit vermutlicher verdeckter Unterstützung staatlicher Organe über Jahre ermordet werden konnten (NSU). Wen wundert es, das in letzt genannten Fall die Mörder ihre blutige Spur durchs Land ziehen konnten, während die muslimischen Opfer und deren Familien zu Tätern gemacht wurden. All das ist die Folge von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Und genau das war Ihr Thema. Danke für Ihren Artikel, Sie haben in ein Wespennetz gestochen. Leider.

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licht_und_schatten 12.07.2019, 20:05
325.

Zitat von GoaSkin
….. Ein Blick nach Osteuropa reicht, um zu sehen, dass Islamophobie auch in Ländern allgegenwärtig ist, die weder Ziel von Gastarbeitern gewesen sind, noch in den jüngsten Jahren Flüchtlinge aufgenommen haben. Die Angst vor der Islamisierung ist dort nicht weniger ausgeprägt, wo es überhaupt keine Moslems gibt. ...
Eine Erklärung dafür, finden Sie in den Geschichtsbücher dieser Länder.

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zweifelturm 12.07.2019, 20:07
326. Ja ei der daus.

Zitat von a-cause-de
Also nur 10 %. Dann kann ich nicht verstehen, warum die überwiegende Anzahl der Zuschriften hier die Vorbehalte gegen den Islam und jene Muslime, die dieser Religion kritiklos folgen, bestätigen. Und nur so nebenbei: ich bin kein Troll. Geben Sie sich nicht der Illusion hin, dass alle islamkritischen Beiträge von Trolle seien.
"Geben Sie sich nicht der Illusion hin, dass alle islamkritischen Beiträge von Trolle seien". Das ist jetzt aber ganz, ganz typische Troll-Methode: Etwas ganz wild Behaupten, was ich nie gesagt habe (alle islamkritischen Beiträge von Trolle seien) um dieses dann abqualifizieren (nicht der Illusion hingeben). Ganz, ganz typisch dafür. Sie müssen da noch viel lernen. A propos lernen: Die 10% sind der aktuelle Umfragewert für die AfD im Westen.

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d.de_mont_tonnerre 12.07.2019, 20:10
327. Alles Trolle?

Damit macht man Sich das Leben natürlich auch sehr leicht. Alle, die eine anderen Meinung haben (in diesem Fall, den Islam irgendwie kritisch sehen) sind Trolle! Dann muss man gar nicht erst überlegen, ob an den Argumenten der anderen „was dran“ ist. Intelligent ist anders.

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daftlove185 12.07.2019, 20:10
328.

Zitat von kuschl
Wieder und wieder und immer im gleichen Tenor. Vielleicht sollten Sie mal aus Ihrer einseitigen Betrachtung des Themas herauskommen, Frau Ataman und genauer untersuchen, wer die Probleme hier im Land überwiegend verursacht und wie man wechselseitig mit dem Begriff der Toleranz umgeht. Toleranz ist ein kulturell gewachsener Begriff, der leider in hirarchisch geprägten Kulturen und Religionen, wie im Islam, leider nicht den Stellenwert hat, den man sich erhofft. Eine Kollegin von Ihnen, Tuba Sarici, hat als Muslima die Einstellung vieler türkisch arabischer Deutscher sehr treffend beschrieben: intolerant, abweisend gegenüber dem Gastland und dessen Kultur verachtend und in der Masse nicht integrationswillig.Das ist leider noch nicht überall angekommen oder soll nicht ankommen. Am besten sucht man die Schuld bei anderen. Mahatma Gandhi, dem man ja nun wirklich keinen Rassismus vorwerfen kann hat einen berühmten Satz gesagt. Zitat: Während Hindus,Sikhs,Christen,Parse und Juden gemeinsam mit einigen Millionen Anhängern animistischer Religionen, alle miteinander in relativer Harmonie koexistieren konnten, gab es eine Religion, die keine Kompromisse schließen konnte und abseits stand vom Rest: der Islam. Sie können das natürlich zensieren, besser wäre es aber, einmal darüber nachzudenken, ob IHRE Sichtweise nicht etwas einseitig ist, Frau Ataman.
Und was hat das Bitte mit dem Islam zu tun? Bitte suchen Sie die Schuld bei den Menschen. Vielen Dank. Ich liebe den Koran, weil dieser ihr Argument zunichte macht:

"Während Hindus,Sikhs,Christen,Parse und Juden gemeinsam mit einigen Millionen Anhängern animistischer Religionen, alle miteinander in relativer Harmonie koexistieren konnten, gab es eine Religion, die keine Kompromisse schließen konnte und abseits stand vom Rest: der Islam."

Schauen wir mal was der Koran dazu sagt:

49:14 "O ihr Menschen, Wir haben euch von Mann und Weib erschaffen und euch zu Völkern und Stämmen gemacht, dass ihr einander kennen möchtet. Wahrlich, der Angesehenste von euch ist vor Allah der, der unter euch der Gerechteste ist. Siehe, Allah ist allwissend, allkundig."

Mahatma Ghandi 0:1 Islam

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daftlove185 12.07.2019, 20:14
329.

Zitat von esquilaxesquilax2
Das ist reinster Whataboutism. Uns was soll uns das jetzt und heute sagen, dass es Kreuzzüge gab? Es gab auch Halbmondzüge ohne Ende. Selbst Mohamed hat als großer Feldherr sein Herrschaftsgebiet mit dem Schwert erobert. Steht im Koran. Seit der Religionsgründung folgten militärischen Expansionen in alle Himmelsrichtungen. Der persischer Zoroastrismus würde nochmal von wem vernichtet? Wer stand 2 x vor den Toren Wiens? Wer hat Byzanz vernichtet? USüdfrankreich und Spanien ständig angegriffen? Usw. Usw. Altbier von gestern. Und das Geilste daran ist, dass es sowohl bei den Kreuzzügen als auch bei der Islamischen Eroberungen Allianzen zwischen christlichen und muslimischen Fürsten gab. Es ist so verrückt... Dabei war die Religion stets Mittel zum Zweck, um sich als Monarchen, Sultan und König, selbst nur zu bereichern. Wir dürfen nichts gegeneinander aufrechnen, was Mal vor 1000 Jahren war. Wir leben im hier und jetzt.
Muhammad (Friede und Segnungen Allahs seien auf ihm) hat nichts und niemanden mit dem Schwert erobert. Einem Propheten geziemt es nicht unredlich zu handeln. So steht es im Koran.

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