Forum: Kultur
Antimuslimischer Rassismus: Es passiert einfach nichts
Matthias Hiekel/ DPA

Die Neuen Rechten richten ihren Hass vor allem auf Muslime - und finden Zuspruch in der Mitte der Gesellschaft. Jeder Zweite fühlt sich "überfremdet" wegen der Minderheit. Warum wird dagegen nichts getan?

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daftlove185 12.07.2019, 20:15
330.

Zitat von joejoejoejoe
"In regelmäßigen Abständen geht es um Kopftuch, Burka, Moscheebau, Zwangsehe, Vielehe, Terror oder Clankriminalität. Unser Umgang mit "dem Islam" ist toxisch" Wieso glaubt Frau Foroutan, dass das (Zitat) keine Rolle spielt und nicht diskutiert werden muss. Wieso eigentlich glaubt sie, dass die Ideologie der konservativen Muslimverbände und der in Deutschland sehr gut vernetzten Muslimbrüder nicht diskutiert werden muss, weil sie eine Gefahr für die freiheitliche Ordnung darstellt. Anstatt immer wieder den Eindruck zu erwecken, dass alle Deutschen "muslimfeindlich" sind, was falsch ist, sollte sie doch lieber mal über die problematischen Seiten des Islam schreiben. Macht sie aber nicht, obwohl sie sich doch dort sehr gut auskennen müsste. Warum nicht?
Nicht die problematischen Seiten des Islam. Die gibt es nicht. Eher die problematischen Seiten des Menschen.

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daftlove185 12.07.2019, 20:16
331.

Zitat von Ottokar
Frau Ataman, Sie haben gewonnen. Wie die 236 Beiträge zeigen gibt es sehr unterschiedliche, aber im Grossen Ganzen ablehnende Kommentare zu ihrer Kolumne. Fragen Sie sich nicht manchmal selbst woher diese Ablehnung Selbst habe ich in keiner Weise etwas gegen Muslime die sich in ihrem gewählten Land den Gepflogenheiten anpassen. Viele Jahre habe ich beruflich in Algerien, Ägypten und Syrien gearbeitet, mich angepasst und nie Probleme gehabt. Das Einzige was mich manchmal aufgeregt hat war das Brüllen vom Turm zu nachtschlafender Zeit. Frau Ataman, die Welt sieht bei einem Glas Rotwein ganz anders und nicht so verbissen, aus
Die Ablehnung kommt von der Unwissenheit.

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blablubber 12.07.2019, 20:18
332. Hmm

Zitat von harald441
Geschichte lehrt, daß die Völker des Balkan sich vierhundert Jahre lang erbittert gegen den türkischen Islam wehrten und letztendlich nur durch die aktiv-kämpferische Unterstützung durch das Haus Habsburg in Wien wieder frrei wurden - aber unter welchen Opfern! Weiterhin lehrt die Geschichte, daß selbst die kämpferischen Spanier etwa achthundert Jahre benötigten, um ihre Halbinsel unter unsäglichen Opfern von den Moslems zu befreien. Sizilien wehrte sich einhundert Jahre lang gegen die Sarazenen, bis diese etwa einhundertundfünfzig Jahre später endlich von den Normannen vertrieben werden konnten. Lernt aus der Geschichte und handelt, und zwar rechtzeitig!
Wie lange hat Amerika gebrauch, die christlichen Völkermörder wieder los zu werden? Oder Afrika?

Merken Sie was? Na, wahrscheinlich eher nicht...

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daftlove185 12.07.2019, 20:19
333.

Zitat von ohjeee
Das bedeutet nicht, dass der Islam zu Deutschland gehört, sondern nur, dass er hier praktiziert werden darf. Sagen nur die wenigsten. Die große Masse hat wohl nichts gegen Fremde, sofern sie sich in die Gesellschaft einfügen, und keine Parallelgesellschaften aufbauen wollen und mit den Einheimischen Kartoffeln nichts zu tun haben wollen. Im Sinne von? Als Staatsform? Nein, es geht den meisten darum, dass von dieser bestimmten Religionsgruppe immer Extra-Würste (wortwörtlich, siehe Mensa) gefordert werden. Und ich wüsste auch nciht, dass Atheisten versuchen, mit Waffengewalt Menschen von ihrem Glauben abzubringen. Hören Sie auf, lauter Nebelkerzen zu zünden.
Was ist an den Extrawürsten verwerflich? Müssen Sie dafür ihr Leben geben? Es fehlt an Mitmenschlichkeit. Wenn Muslimen nun mal verboten ist, Schweinefleisch zu essen, wollen Sie diese dazu zwingen oder aus Unmenschlichkeit sagen "Dann geh doch zur Dönerbud". Sind wir Menschen nicht für einander geschaffen? Ist es so schwer aufeinander Rücksicht zu nehmen?

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im_ernst_56 12.07.2019, 20:19
334. Diversifizierung

Zitat von vera gehlkiel
Ich persönlich stelle den verabsolutierten Atheismus genauso unter Fundamentalismusverdacht, wie z.B. das verabsolutierte Christ- oder Moslemsein, tut mir leid. Wissenschaftliche Methodik ist etwas völlig anderes als radikaler Atheismus, etwa im Sinn eines Mister Dawkins. Rationalismus mit "Alleinvertretungsanspruch" kann, das hat uns die Unbarmherzigkeit einer Viehzuechtergesinnung, welche unmittelbare Begleiterscheinung und bis heute anhängige Folge der Epoche der vielgeruehmten europäischen Aufklärung gewesen ist, leider allzu schlagkräftig bewiesen, ebenso schnell zu totalitären Auswüchsen führen, wie die betriebsblinde Einrede der Religion in Permanenz. Was wir niemals genug gebrauchen können, ist Diversifizierung. Und diese muß sich letztendlich auch in Kleidungsstil und Haltung ausdrücken können/dürfen. Die reine Rationalität von Staats wegen ohne jedes Mitgefühl hat keine der Gräuel der Kolonialzeit verhindert, sie im Gegenteil sogar mit legitimiert. Gehört leider auch zu den Fakten.
Sie sagen "Was wir niemals genug gebrauchen können, ist Diversifizierung. Und diese muß sich letztendlich auch in Kleidungsstil und Haltung ausdrücken können/dürfen." Das klingt gut und vernünftig, wenn man ausblendet, dass die Bekleidungsvorschriften des Islam eben nur für Frauen gelten und mit der Benachteiligung der Frauen im islamische Recht (Familien- und Erbrecht, Prozessrecht) einhergehen. Es geht m.E. nicht (nur) um eine Art Modeerscheinung. Ich will damit nicht sagen, dass hier irgendwas verboten werden sollte, wobei ich für die Forderung nach einem Kopftuchverbot für religionsunmündige Grundschülerinnen ein gewisses Verständnis aufbringen kann, zumal islamische Rechtsgelehrte der Meinung sind, dass der Koran das für Mädchen im Kindesalter nicht vorschreibt. Es geht letztlich bei der Bewertung des Kleidungsstils auch um die Frage, ob Lehrerinnen in der Schule und Richterinnen und Staatsanwältinnen im Gerichtssaal das islamische Kopftuch tragen dürfen. Man muss Diversifizierung differenziert betrachten.

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Robert_Rostock 12.07.2019, 20:25
335.

Zitat von daftlove185
Was ist das denn für ein grotesker Wunsch? Auf die Straße gehen? Und dann? Was genau passiert dann?
Möglicherweise, dass die Angehörigen, Freunde der Opfer so etwas wie Solidarität erfahren? Dass Sie zeigen, dass die Terroristen eben nicht im Namen des Islam, der von den Ungläubigen unterdrückten Muslime handeln, wie die es immer behaupten?
War es wirklich für Sie völlig wumpe, dass zigtausende gegen rechte Gewalt auf die Straße gegangen sind?

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vera gehlkiel 12.07.2019, 20:28
336. Besser ist: Dem gefrässigen Feind tief ins blinde Auge blicken...

Zitat von d.de_mont_tonnerre
Die Muslime selbst könnten am meisten dafür tun, dass die Stimmung in der Bevölkerung besser wird. Schlechte Nachrichten vermeiden. Keiner hat bspw. ein Problem mit Chinesen warum auch ? Es gibt keinen Grund. Die Liste an schlechten Nachrichten von der anderen Gruppe ist leider sehr lang, die schlechte Stimmung sollte daher niemand überraschen. Das gehört leider auch zur Wahrheit. Immer nur Rassismus zu schreien hilft nicht weiter. Im Gegenteil, echter Rassismus wird dann nicht mehr wahrgenommen, weil der Begriff abgenutzt ist.
Rassismus kann nicht abnutzen, denn er ist gar nicht relativierbar. Er beruht auf einer Verleugnung des menschlichen Bewusstseins, seiner viril- kreativen, von Neugier und Angst gleichermaßen angetriebenen, aber potentiell unendlichen Natur. Stellt damit alles in Abrede, was am Menschen liebenswert und "genial" schlechthin ist. Deshalb ist auch kein kleines Kind je ein Rassist und lieben wir kleine Kinder so unglaublich, sogar wenn es nicht unsere eigenen sind. Rassismus braucht vor allem aber keine "Rasse". Ihm genügt vollkommen der gewalttätig auswärts gewandte massive Selbsthass. Die Leugnung menschlicher Selbstevidenz und ihren kläglichen Ersatz durch alles Mögliche an technokratischem Pseudoformalismus. Rassismus ist eine Verwüstung und Verkarstung der menschlichen Innenwelt, die versucht, sich aus der allergrößten persönlichen Verzweiflung heraus allgemeingültig und nach außen wirkmaechtig zu inszenieren. Wer ihn je relativiert, den trocknet er komplett aus. Rassismus bedeutet: ein Verdorren bei lebendigem Leib, wie ein Suchtkranker im Endstadium.

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pabloberlin 12.07.2019, 20:32
337. Wenn die U-Bahn zur Qual wird ...

Zitat von ford_mustang
" Warum die Mitte der Gesellschaft (wer immer das auch sein soll) so empfänglich reagiert? Weil Sie dort leben wo nicht nur islamische Intellektuelle anzutreffen sind. Wer morgens in der U-Bahn zur Arbeit fährt sieht die andere Seite. Vierte Generation in Deutschland Geborener, die von Ehre und Respekt sprechen und nicht getan haben, mit dem sie es sich verdient hätten. Frau Ataman, gehen sie mal vor die Tür. Und bitte keine Vergleiche zu der Nazizeit, ..."
Stimmt, der Vergleich mit der Nazizeit hinkt ein wenig. Es begann zwar mit der von Ihnen beschriebenen Gedankenwelt, aber der Einfachkeit halber bekamen diejenigen, die anscheinend ja "keine Ehre und keine Respekt verdient hatten" einfach einen gelben Stern. Da musste man nicht mehr nach "großen Nase" oder sonstigen Merkmalen der Rassenkunde Ausschau halten. Später wurde es sogar noch einfacher und für den Herrenmenschen richtig angenehm. Man verbot für diejenigen, die "ehrlos nicht genug Respekt" zeigten, einfach die öffentlichen Verkehrsmittel. Die weiteren Phasen sind ja allgemein bekannt, leider hat nicht jeder daraus die Lehren gezogen.

Gerne, speziell für Sie, die zeitliche Abfolge

http://www.kurtgumpel.de/lebenslauf-kurt-gumpels/massnahmen-gegen-juden.html

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Fehlerfortpflanzung 12.07.2019, 20:34
338. jahrelanger Propaganda

Zitat von GoaSkin
Und da zeigt sich eine ganz besondere Parallele zum Dritten Reich. Denn vor der Machtergreifung der Nationalsozialisten ist der Otto-Normal-Bürger in der Regel weder einem Juden bewusst über den Weg gelaufen, noch hat er anderweitig etwas bewusst vom Judentum mitbekommen. Das Judentum fiel praktisch nicht mehr auf, als die Neuapostolische Kirche heute. Dennoch ließen sich die Menschen im Rahmen jahrelanger Propaganda einreden, dass das (bisher nicht gekannte) Judentum ein großes Problem sei.
Nein, es brauchte keine jahrelange Propaganda. Der Antisemitismus war allgegenwärtig, nicht nur in Deutschland, sondern weltweit und er hatte eine lange Geschichte, die bis zur Reconquista zurückreicht und noch weiter zurück bis zu den syrischen Kirchenvätern..

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zweifelturm 12.07.2019, 20:46
339. Intelligent ist wirklich anders.!

Zitat von d.de_mont_tonnerre
Damit macht man Sich das Leben natürlich auch sehr leicht. Alle, die eine anderen Meinung haben (in diesem Fall, den Islam irgendwie kritisch sehen) sind Trolle! Dann muss man gar nicht erst überlegen, ob an den Argumenten der anderen „was dran“ ist. Intelligent ist anders.
Immer dieselbe Masche, gelle? Erst etwas behaupten, was nie jemand gesagt hat: *Alle, die eine anderen Meinung haben (in diesem Fall, den Islam irgendwie kritisch sehen) sind Trolle!*, um dann darüber herzuziehen: *Dann muss man gar nicht erst überlegen, ob an den Argumenten der anderen „was dran“ ist*. Wie billig, oder, mit Ihren Worten: Intelligent ist anders. Da haben Sie mal ganz, ganz unabsichtlich recht damit. Sie müssen noch viel, viel üben. Aber jeder hat mal klein angefangen.

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