Forum: Kultur
Antimuslimischer Rassismus: Es passiert einfach nichts
Matthias Hiekel/ DPA

Die Neuen Rechten richten ihren Hass vor allem auf Muslime - und finden Zuspruch in der Mitte der Gesellschaft. Jeder Zweite fühlt sich "überfremdet" wegen der Minderheit. Warum wird dagegen nichts getan?

Seite 38 von 39
unschärfer 13.07.2019, 07:54
370. Ein Merkmal unserer Gesellschaft ist die Objektivität

wenn auf eine so ausführliche Weise über den tragischen Fall berichtet wird wie im Artikel, der den Hintergrund, die Herkunft und das Motiv des Täters genau beleuchtet, dann sollte das für alle Fälle gelten.

Beitrag melden
Maria--Galeria 13.07.2019, 08:07
371. Religion ist heutzutage lediglich ein Rechthabereigehabe

und wie schon lange ein Mittel zum Zweck. Die großen Kriege im den letzten Jahrhunderten wurden von durchaus christlich geprägten Ländern geführt 1. Weltkrieg, 2.Weltkrieg, dies sind die prägnantesten und um was ging es, um Machtansprüche, um Wirtschaft, um ran an die Recousen der anderen Länder. Ein hervorragendes Beispiel ist Amerika, die sind bis heute noch besonders emsig. Wir als Land sind auch kein Kind von Traurigkeit wenn es um die Scharmützel weltweit geht, wir gehören zu dem dritt größten Waffenproduzenten und diese Waffen werden auch verkauft und zwar in viele Ecken des Globus, Religion spielt da die kleinste Rolle. Meine Vermutung ist, Ursache von vielen Differenzen global ist die weitauseinanderklaffende Wunde (psychisch gesehen) zwischen Reich und Arm, die Reichen wollen reich bleiben und Armen wollen reich werden. Religion ist lediglich ein Mittel zum Zweck um das Volk auf seine Seite zu scharren. Der tumpe Bürger fällt mit einer gewissen Regelmäßigkeit auf den Trick Religion als Anerkennung und Triebfeder für Kriege herein, bis hin in persönliche Lebensbereiche. Die einzige Hoffnung dies zu verändern sind Bildung und jedem das Recht auf ein menschenwürdiges Leben zuzugestehen, also die Kluft zwischen Arm und Reich zu verringern, nur in Kooperation mit allen Menschen auf dieser Erde kann es uns gelingen unseren Wohnraum Erde zu erhalten. Übrigens das scheint ja ein Fakt zu sein, ein Urknall, ergo ein Gott, also wieso diese ständigen Streitereien bis hin zum Auslöschen, es wäre also mal an der Zeit dies jedem klar zu machen und jedem seine Form der Anbetung zuzugestehen, wenn es denn sein muss.

Beitrag melden
peter.di 13.07.2019, 08:17
372. Antimuslimischer Rassismus

Die Vorstellung, Religion hätte etwas mit Abstammung zu tun ist voraufklärerisch. Und wie bunt, offen, tolerant, demokratisch die Religion des Islam ist, kann jeder in der fast 60 mehrheitlich muslimischen Ländern dieser Erde selber sehen. Davon abgesehen, Straftaten gegen Muslime sind selbstverständlich genauso schlimm wie alle anderen Straftaten auch.

Beitrag melden
GinaBe 13.07.2019, 08:19
373.

Zitat von vera gehlkiel
Rassismus kann nicht abnutzen, denn er ist gar nicht relativierbar. Er beruht auf einer Verleugnung des menschlichen Bewusstseins, seiner viril- kreativen, von Neugier und Angst gleichermaßen angetriebenen, aber potentiell unendlichen Natur. Stellt damit alles in Abrede, was am Menschen liebenswert und "genial" schlechthin ist. Deshalb ist auch kein kleines Kind je ein Rassist und lieben wir kleine Kinder so unglaublich, sogar wenn es nicht unsere eigenen sind. Rassismus braucht vor allem aber keine "Rasse". Ihm genügt vollkommen der gewalttätig auswärts gewandte massive Selbsthass. Die Leugnung menschlicher Selbstevidenz und ihren kläglichen Ersatz durch alles Mögliche an technokratischem Pseudoformalismus. Rassismus ist eine Verwüstung und Verkarstung der menschlichen Innenwelt, die versucht, sich aus der allergrößten persönlichen Verzweiflung heraus allgemeingültig und nach außen wirkmaechtig zu inszenieren. Wer ihn je relativiert, den trocknet er komplett aus. Rassismus bedeutet: ein Verdorren bei lebendigem Leib, wie ein Suchtkranker im Endstadium.
Was nun hängt unmittelbar mit Rassismus zusammen?
Diskriminierung!
einen anderen menschen aufgrund von persönlicher eigenschaft und/oder Äußerlichkeit herabzuwürdigen, ist gesellschaftliche Spielart, um sich selbst aufzuwerten.
Ein alter, immer noch möglicher Mechanismus ist das, der gesellschaftlich eben angewendet und stillschweigend allgemein akzeptiert wird.
Meine 22 jährige Nachbarin beklagte sich erst gestern ausführlich über derartige Praktiken auch in der Uni, wo sie auf lehramt Spanisch studiertund im september mittels ERASMUS- programm nach Spanien gehen wird für 6 Monate. Sie fragte mich, wieso nichts getan wird!?

Kann Adorno vielleicht partiell antworten? WIE könnte ich ihr im Treppemhaus (kurz) die Philosophiegeschichte erklären, einleuchtend machen, daß das Grundgesetz lediglich ein IDEAL bedeutet? Daß die Gesellschaftsstruktur selbst ein Produkt hegelianischer Deutung ist und alles so vorgesehen? Rassismus wird ebenso zur Ausformung ders Differenzierungswillens des Individuums wie die bequeme, letztlich anachronistische Abwertung von Frauen.
Die Atomisierung der Gesellschaft schreitet voran: Einheit und Einigkeit ist trotz Mauerfalls Utopie.

Beitrag melden
accademico 13.07.2019, 08:25
374. Jeder Einzefall ist einer zuviel

Antiislamismus ist die eine Seite des Problems. Die andere besteht darin, dass Vertreter/innen dieser Religion eben im Namen dieser Religion in Europa massenhaft gemordet haben: Paris, Berlin, Nizza, Würzburg, Stockholm, Brüssel, Barcelona, Straßburg (Strasbourg) etc. Das ist nur die terroristische Spitze des Eisbergs. Die Alltagsprobleme vom Schwimmunterricht über Genitalverstümmelung und Indoktrination in Moscheen werden seit 30 Jahren diskutiert. Dass die Ablehnung dieser Religion mittlerweile so groß ist, hat mit ihrem negativen Erscheinungsbild seit 1979 zu tun: Gewalt, Fanatismus und Terror bestimmen die Wahrnehmung. Das kann man nicht einfach beiseite schieben.

Beitrag melden
fördeanwohnerin 13.07.2019, 08:36
375. @ I did it my way...#353

Generell darf man niemanden diffamieren und beleidigen, oder? Da spielt es gar keine Rolle vor welchem Hintergrund. Darüber wird hier nicht diskutiert, denke ich. Was jedoch Islamkritik angeht, bzw. wie bestimmte Menschen ihn leben, sollte ebenso kritisiert werden dürfen wie die Auslegung und Umsetzung anderer Religionen, wo es nicht mit dem GG übereinstimmt oder das Zusammenleben mit anderen beeinträchtigt.

Beitrag melden
tom_kessler 13.07.2019, 08:41
376. Kritik berechtigt ?

Für den Normalbürger wird es immer schwerer sich ein objektives Bild über den Islam in Deutschland zu machen. Die öffentlich rechtlichen Medien sind auf Grund falscher politikal correctness ständig dabei die Bevölkerung zu beruhigen über die angebliche Gefährlichkeit des Islam. Andererseits wird in den Medien Internet/Zeitung fast täglich von Messerangriffen und Sexuellen Belästigungen durch, wie heißt es so schön, Menschen mit Migrationshintergrund berichtet, das müssen sicherlich nicht alles Islamgläubige sein aber es wird so assoziiert. Der Bürger hat das Gefühl von den staatlichen Medien bewußt getäuscht/beruhigt zu werden und daß ist sicherlich das schlimmste was passieren kann.
Fakt ist wohl eher daß man die ca 4,5 Mio Anhänger des Islam in Deutschland nicht über einen Kamm scheren kann aber die nicht Integrationsfähigkeit eines Teils dieser Bevölkerungsgruppe ist leider durch die letzten Jahrzente und die Entwicklung der hier lebenden, vor allem türkisch stämmigen Gastarbeitern erwiesen. Ich bin selbst mit italienischen und spanischen Gastarbeiterfamilien aufgewachsen und da gab es wirklich keine Probleme. Der Islam als Religion betrachtet ist nun mal einer Integration in eine freiheitlich denkende emanzipierten Gesellschaft eher hinderlich. Das wäre übrigens das Christentum vir einigen Jahrzenten ebenso gewesen. Der Staat ist also gefordert in Hinblick auf ca 75 Mio nicht Islam gläubiger Bürger die herrschenden Grundgesetze und Ordnungen konsequent gegenüber den Islam gläubigen Bürgern durchzusetzen. Findet dies nicht stattwerden früher oder später Teile der restlichen Bevölkerung dies für den Staat tun dann allerdings wohl nicht mehr im rechtlichen Rahmen des Grundgesetzes, da dies ja anscheinend nicht für alle bindend ist.

Beitrag melden
olli0816 13.07.2019, 08:45
377. Faszinierend

Zuallererst: ich mag den Islam nicht und gehöre zu den über 50% Deutschen, die das so sehen.

Warum ist das so? Ich finde zum einen, dass der Umgang zwischen den Geschlechtern völlig diametral zu dem der westlichen Gesellschaft steht. Er ist für mich negativ, weil er sowohl die Männer als auch die Frauen bestraft. Die Frauen werden in einen Käfig eingesperrt, mal mehr mal weniger. Sowohl Männen als auch Frauen lernen nicht, wie sie mit dem anderen Geschlecht umgehen sollen. In Deutschland gibt es alle Facetten von liberal bis ultrakonservativ. Liberal macht keine Schwierigkeiten, aber bei konservativ geht es los. Und das erzeugt in der Gesellschaft Spannungen. Alleine die Rolle der Frau im Islam passt nicht zum Westen.

Ich war in mehreren muslimischen Ländern. Die Konventionen, die Verbote und das Ausgrenzen von 50% der Menschen aus dem normalen täglichen Leben erzeugen in diesen Ländern eine ständige negative Spannung. Es gab kein Land, wo ich mir es nur ansatzweise überlegt hätte, in diesem leben zu wollen.

Für mich persönlich ist Religion eigentlich egal. Ich bin Atheist, denke aber jeder soll seine Religion ausüben, solange er nicht andere damit beeinträchtigt. Viele Muslime halten das so und mit denen habe ich persönlich keine Schwierigkeiten. Aber es gibt auch den anderen Islam, der andere Religionen vernichten möchte, alles außenstehende als schlecht ansieht und mit seinen befremdlichen Regeln den Alltag dominiert. Unter keiner Religion werden so viele gruselige Anschläge verübt. Sie graben einen rechts gerichteten Anschlag von vor 10 Jahren aus. Aber was ist mit all den unschuldigen Leuten, die im Namen des Islam gestorben sind - auch in Deutschland oder noch viel extremer in Frankreich? Wo sind die Proteste der gemäßigten Muslime, die Statements dass man dies verurteile?

Nein, der islam ist eine extrem unangenehme Religion. Und er integriert sich in einigen Teilen nicht in die Gesellschaft. In ihren eigenen Worten: Es will einfach nichts passieren. Und da sehe ich die Muslims in der Pflicht, schließlich sind sie zuerst Gäste hier und wollen sich in eine westliche Gesellschaft einrichten. Wenn es ihnen gelungen ist, sind sie auch keine Gäste mehr, sondern normal integrierte Bürger. Aber den Status erreicht ein bestimmter Prozentsatz leider nie. Auch wenn ich den beschrieben Anschlag sicher nicht gut heiße.

Beitrag melden
im_ernst_56 13.07.2019, 08:55
378.

Zitat von vera gehlkiel
Genau darum geht es. Allzu schnell wird "Stärke" mit "Durchgreifen" gleichgesetzt, exemplarisch beim Kopftuchverbot. Und notfalls die saekularisierte Atatuerk- Tuerkei aus dem Musterkasten geholt, um nachzuweisen, wie man sowas ruckzuck und ohne "schwaechliche Kompromisse" gewuppt kriegt. Jetzt hat sich leider rausgestellt dass es mit der mittelfristigen Wirkmaechtigkeit der Kopftuchverbote dort hapert, nur redet jetzt keiner darüber, ob eben das Verbot nicht zur aktuellen Restauration unter Erdogan schon ab dem Moment seines Erlasses beigetragen haben könnte. Was geschieht dem Mädchen, dem die Teilhabe am Schwimmunterricht im Burkini verwehrt wird, tatsächlich?! Es wird isoliert und stigmatisiert, nicht der verbietende Vater. Und weil Kinder ihre Eltern innerlich verteidigen müssen, als Ueberlebensstrategie einer kleinen Persönlichkeit in einer riesigen und gewalttätigen Welt, zwingen solche Verbote die arme Kleine in eine Solidarisierung mit den Ansichten eines potentiell engstirnigen Mannes. Erreicht wurde definitiv keine Verbesserung, sondern eine Verschlechterung. Der Engstirnige wird sich gegenüber einer Kultur, die ihm nichts erklärt, aber scheinbar willkürlich etwas für ihn ganz Normales verbietet, sicher kaum deshalb öffnen, weil er jetzt vor seinem Mädchen wie ein Engstirniger aussieht. Was folgt, ist eben das pünktliche Attest zu jedem Schwimmunterricht. Stärke richtig betrachtet, nämlich unter dem Aspekt "Souveränität", würde ein System ausstrahlen, dass solche Kreisläufe an Disfunktionalitaet erkennt und verhindert, Machtdemonstrationen gar nicht nötig hat.
Wird denn dem Mädchen im Burkini tatsächlich die Teilhabe am Schwimmunterricht verwehrt? In dem vom Bundesverwaltungsgericht entschiedenen Fall (Urteil vom 11.09.2013, 6 C 25.12) war der Schülerin muslimischen Glaubens von der Schule angeboten worden, im Burkini am Schwimmunterricht teilzunehmen. Das lehnte sie ab, weil an der koedukativen Schule auch der Schwimmunterricht für Mädchen und Jungen gemeinsam erteilt wurde und außerdem das Mädchen es als diskriminierend empfand, einen Burkini zu tragen, wenn nicht auch die anderen Mädchen einen Burkini trügen. Und was Machtdemonstrationen angeht, so fällt mir spontan der teilweise erfolgreiche Versuch ein, im Arbeitsrecht zugunsten des Islam Pflöcke einzuschlagen (Muslimischer Arbeitnehmer eines Supermarktes weigert sich, alkoholische Getränke in die Regale einzuräumen Bundesarbeitsgericht, Urteil vom 24.02.2011, 2 AZR 636/09).

Beitrag melden
a-cause-de 13.07.2019, 08:58
379.

Zitat von daftlove185
Die Ablehnung kommt von der Unwissenheit.
Dann lassen Sie doch mal eine christliche Kirche in Saudi Arabien bauen. Das lässt Erkenntnisse entstehen und daher kommt unser Wissen.

Beitrag melden
Seite 38 von 39
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!