Forum: Kultur
Antimuslimischer Rassismus: Es passiert einfach nichts
Matthias Hiekel/ DPA

Die Neuen Rechten richten ihren Hass vor allem auf Muslime - und finden Zuspruch in der Mitte der Gesellschaft. Jeder Zweite fühlt sich "überfremdet" wegen der Minderheit. Warum wird dagegen nichts getan?

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Clara77 11.07.2019, 18:10
60.

So einiges, was die Autorin schreibt, hat sicher eine gewisse Berechtigung - nur es ist trotzdem letztendlich am Thema vorbei und zeigt letztendlich eher, woher die Probleme kommen.
zB ist der Begriff "antimuslimischer Rassismus" in sich einfach hohl. Denn Rassismus ist eben etwas völlig anderes. Bei ihnen geht es um Zuschreibungen aufgrund vermeintlicher, biologischer Eigenschaften - die auch wissenschaftlich überhaupt nicht haltbar sind. Bei den Spannungen mit dem Islam geht es aber um ganz andere Dinge.
Es geht um das Verhalten dann doch nicht weniger muslimischer Akteure und auch durchaus den politischen Machtanspruch des Islams, der nicht wenigen Leuten unheimlich ist.
Und darum ist das Ganze übrigens auch so schwer zu bekämpfen. Rassismus kann bekämpft werden, weil er dekonstruiert werden kann, weil einfach biologisch falsch. Es ist nicht eine "Rasse" per se intelligenter als die andere o.ä. und das kann man auch leicht nachweisen.
Ob der Islam sich aber nicht letztendlich doch als im Grunde nicht integrierbar erweisen wird, kann bis heute eigentlich nicht sagen. Es gibt Hinweise in die eine - aber auch die andere Richtung.
Und das ist das Problem.

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karlo1952 11.07.2019, 18:14
61. Ganz einfach Frau Ataman,

Weil sich die Muslime ob ihres Glaubens nicht integrieren lassen. Der Islam passt nicht zu unseren Grundwerten und gehört deshalb nicht zu Deutschland. Darüber würde doch gerade genug im anderen Artikel diskutiert. Und ich bin mir sicher, die ablehnende Haltung wird noch weiterwachsen, wenn die Politik diese Ablehnung nicht akzeptiert und entsprechend restriktiv handelt. Und das sage ich obwohl ich und meine Frau aktive Flüchtlingshelfer sind. Aber das hat andere Gründe.

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PeterMüller 11.07.2019, 18:15
62. Was mir auffällt

Dass eine Ablehnung des Islam bzw. Muslime immer nur damit begründet wird, dass besagte Person in Unkenntnis ist, keine Erfahrungen mit Islam/Muslimen hat, oder einfach nur unbegründete Angst vor der Überfremdung / Islam hat, scheint allgemein anerkanntes Theorem zu sein, zumindest in den medien.

Warum wird eigentlich negiert, dass die Ablehnung auf Erfahrungen beruht und damit Kenntnissen. Dass es nicht unbedingt Angst ist, sondern schlicht, dass man nicht auf diese Weise leben möchte, nicht sich dem Islam anpassen will, einfach, weil man keinen Bock darauf hat? Ob die Ablehnung damit gut ist, sagt das nicht, aber das Recht, das abzulehnen, sollte man in einer Demokratie noch haben. Oder?

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rheinufer9365 11.07.2019, 18:15
63. Nun kann man Mahatma Gandhi

wirklich nicht als Rechten oder gar Rassisten bezeichnen, aber auch er sah gravierende Probleme was den Islam betrifft.
"Während Hindus, Sikhs, Christen, Parse und Juden gemeinsam mit einigen Millionen Anhängern aniministischer Religionen, alle miteinander in relativer Harmonie koexistieren konnten, gab es eine Religion, die sich als unfähig erwies Kompromisse zu schließen und aus starrsinniger Borniertheit immer abseits stand vom Rest der Menschheit: der Islam“
Mahatma Gandhi
Bezeichnend auch in unseren Talkshows, dass was die Problematik mit Einwanderern betrifft, es immer nur um Muslime geht. Asiaten oder Afrikaner siieht man in diesen Talk-Runden nie.
Weiterhin ist erwähnenswert, dass Muslime, wenn in Minderheit, immer Toleranz der Mehrheit einfordern. Sind sie jedoch in der Mehrheit, kann die Bitte um Toleranz schnell ins Gefängnis führen.

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ach-nur-so 11.07.2019, 18:15
64.

"Jeder Zweite fühlt sich "überfremdet" wegen der Minderheit. Warum wird dagegen nichts getan?"

Erschreckende Frage, knackige Antwort: Die Gefühle sind frei. Kurz zur Erinnerung: D ist ein freies Land. Walter Lübcke hat das gesagt; gefolgt von einem weiteren, allgemeingültigen Hinweis, den ich nicht hinschreiben will, weil mein Kommentar es dann vermutlich nicht durch die Vorsortierung schafft und/oder Ferda Ataman nächste Woche schreibt, ach-nur-so wolle sie rausschmeißen. Das liegt mir völlig fern.

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spon_2277428 11.07.2019, 18:16
65. Weil die neuen Rechten kein Gramm klüger sind als die alten:

Als Stammtisch und Führer zuletzt das Parlament eroberten, waren Juden Feindbild und Sündenbock für alle Missstände,– eine wahrlich bestens integrierte, überdurchschnittlich qualifizierte und vor allem wirtschaftlich überlegene Minderheit. Diesmal ist das Gegenteil das Feindbild, d.h. im Verständnis der neuen Rechten: der unterqualifizierte, sozialleistungsschmarotzende, mädchenverschlingende Muslim. Klickt's? Diese Leute erkennen nicht die Absurdität und "Ironie" ihres "Denkens" bar jeder Eigenverantwortung.

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pelourinho 11.07.2019, 18:16
66. Auch mal Selbstkritik üben

25 Kinder in der 4. Klasse Grundschule, Sexualkundeunterricht; die muslimischen Eltern eines in D geborenen Mädchens lassen dessen Teilnahme nicht zu. Solange Muslime solches Gebaren nicht ablegen, können sie nicht mit uneingeschränkter Akzeptanz rechnen.

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KURT E.Schewe 11.07.2019, 18:20
67. auch mal die sachlich berichtende NZZ lesen

das Problem wird zwar fast täglich kleingeredet - aber deshhalb löst es sich nicht in Luft auf, auch wenn der Spiegel schreibt "jeder Zweite fühlt sich "überfremdet" wegen einer Minderheit. Nun, "In deutschen Städten sieht die Mehrheitsgesellschaft ihrem Ende entgegen. Frankfurt am Main, Offenbach, Heilbronn, Sindelfingen - in diesen Städten sind Deutsche ohne Migrationshintergrund (...) stellen keine absolute Mehrheit mehr dar. Das betrifft Westdeutschland mehr als den Osten" schreibt die Neue Zürcher Zeitung von heute. Jene mit Tränen in den Augen ob ihrer Willkommenskultur sprechen auch nicht mehr vom negativ besetzten Multikulti sondern von Vielfalt. Klingt schöner.

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privat23 11.07.2019, 18:20
68. Irgendwann ist mal Schluß!

DAS Christentum, DAS Judentum oder DIE Hindus gibt es auch nicht. Alleine das Christentum hat unendlich viele Strömungen. Der Unterschied ist: KEINE der genannten Religionen hindert die Bewohner eines Staates daran, sich die Verfassung zu geben, die es für richtig hält. Im 16. Jahrhundert haben die europäischen Herrscher und Teile des eigene Klerus dem Operettendiktator in Rom sehr unmissverständlich klar gemacht wo sein Platz ist. Selbst wenn es nur um eine "überflüssige" Ehegemahlin ging. Wissen Sie... "Im Bewusstsein seiner Verantwortung vor Gott und den Menschen..." ist der erste Satz des deutschen Grundgesetzes, also unserer Verfassung. Und trotzdem kann man hier als Atheist, Hindu, selbst als radikaler Salafist eben so frei und ungestört leben wie jeder andere, solange man sich an die Gesetze hält. Wer keine Kirchensteuer zahlen will, sagt byebye und zahlt nicht mehr. SO EINFACH ist das. Und DAS finden Sie auch nicht in Pakistan. erst recht nicht in der Türkei. Dreimal nicht in den arabischen oder Nord-Afrikanischen Staaten. allgemein nicht in der muslimischen Welt! Und btw... seit dem 3. Reich gibt es selbst in, von christlicher Kultur geprägten, Diktaturen wie Russland keine benachteiligung durch Glauben mehr. Durch Kultur schon, aber da muss man sich eben der Kultur des Landses etwas anpassen in dem man lebt! Das ist nämlich keine Assimilierung (gell Erdowahn?) sondern Respekt vor dem Land und der Gesellschaft in der man lebt. Und wenn man diesen Respekt nicht aufbringt, sollte man gehen! Woher diese hysterische Opferhaltung kommt, mir unbegreiflich!

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sholan1 11.07.2019, 18:20
69.

Lieber Autor, wieviele Opfer des Anis Amri können sie denn namentlich aus dem Stand heraus aufzählen?

"Bei antimuslimscher Gesinnung haben wir regelrecht Tomaten auf den Augen."
Und antifaschistische Gesinnung wird hier medial gefeiert -zurecht.
Was erwarten sie denn, bei einer Religion deren Führer bzw. Prophet ein
Kriegstreiber war der Massenmord und Vertreibung an Juden verübt hat, einer Religion
die Quelle des globalen Terrorismus und so "ehrenhafter" Organisationen wie dem IS ist?

Alles klar?
Natürlich, Deutschland nimmt eben jeden auf ob die Deutschen das wollen oder nicht.
Russlanddeutschen, Österreicher(Adolf H.), Sami A. und demnächst wollen wir auch noch eine Ladung vom IS,
die irgendwann mal eine deutschte Staatbürgerschaft ergattert hatten zurückholen. So ist das eben hier.

"Schlimm ist, dass diese Antihaltung immer häufiger als normaler Standpunkt aufgefasst wird."
Es gibt in Deutschland auch sehr viele Atheisten, Agnostiker, ein paar wenige Polytheisten, Anhänger von Naturreligionen usw.
Denke sie diese würden dem Islam der für diese nur "Bekehrung oder Tod" kennt eine befürwortende Haltung entgegenbringen.
Man braucht nicht im geringsten Rechts zu sein um den Islam eine Antihaltung entgegen zu bringen. Übrigends die meisten
religiös Verfolgten sind Christen und das meist in Ländern der islamischen Welt.

"Sie verharmlosen damit die Nazi-Gräuel."
Die Nazi-Gräuel werden umgekehrt von Ihnen verharmlost.
Die Nazis sind nicht in die Geschichte eingegangen, weil sie Isolationisten waren, gegen Migration oder weil sie das Judentum wegen religiöser Inhalte,
einer Neigung zum Terrorismus und Krieg nicht mochten. Letzteres zeichnete ja die Nazis selbst aus und nicht die Juden.
Nein deren Verbrechen waren Völkermorde, Angriffskriege, die Versklavung und Unterwerfung ganzer Völker uvm.
Was hat denn ein Ahnennachweis noch mit der Religion und deren Inhalten zu tun? Erklären sie uns das mal.

Haben sie mal daran gedacht es auch einige/viele Deutsche gibt die im Islam mit dem Terrorismus, mit dem Krieg und Kriegsverbrechen durch den IS, Taliban, Dschandschawid u.a.
eine Art von Nazionalsozialismus wiedererkennen und ihn deshalb ablehnen und kritisieren?

Antimuslimischem Rassismus? Ist das sowas wie Antikapitalistischer Rassismus, Antikommunistischer Rassismus, Antifaschistischer Rassismus oder Antichristlicher Rassismus?
Was hat man eigentlich fürn Problem mit Rassismus? Wenn die Deutschen hier und anderswo gerne mal als Kartoffeln o.ä. abwertend bezeichnet werden ist das Rassismus par excellence
und kein Schwein interessierts.

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