Forum: Kultur
Appell an die CDU: Macht den Antifaschismus wieder bürgerlich
Christoph Soeder/ DPA

Viele glauben, der Faschismus sei heute keine Gefahr mehr. Dabei lehrt uns die Geschichte, wie leicht er an die Macht kommen kann. Und aus ihr zu lernen, bedeutet: Es darf keine Koalition mit der AfD geben.

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vothka 22.08.2019, 15:06
1.

Ganz erstaunlich - ein Artikel sich gegen radikale Kräfte zu positionieren gepaart mit Werbung für Antifa.

Muss ich erst mal sacken lassen

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ulmer_optimist 22.08.2019, 15:13
2. Linke Journalisten...

...beschädigen mit Artikeln wie diesem die Demokratie genauso. Ich bin kein Fan der AfD, aber inhaltlich vertritt sie vieles, was die CDU unter Merkel schnell über Bord geworfen hat. Leider mit nicht akzeptablem Personal. Das Problem des Wählers bleibt: wo das Kreuz machen, wenn man mit der Politik der munter Kreuz und quer und im Zweifelsfall auch gesammelt koalierenden Blockpartei gegen die AfD nicht einverstanden ist? Die Ausschlussdrohungen von AKK sind doch deutlich. Alle unliebsamen Inhalte werden auf die AfD abgeschoben und dann wird verteufelt, wer die wählen will. Dumm.

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heiko1977 22.08.2019, 15:15
3.

Also der Antifaschismus war noch nie bürgerlich. Ist auch etwas schwierig mit der Geschichte des Dritten Reiches und der Nachkriegsgeschichte. Hätte es einen bürgerlichen Antifaschismus gegeben wie hätten dieser mit den Millionen von Mitläufern der Nazis umgehen sollen? Der bürgerliche Umgang mit dem Faschismus bestand darin, weg zusehen und nicht zu fragen. der Bürger war schlicht desinteressiert. Es wäre ungemein wichtig es hätte sich früher ein bürgerlicher Antifaschismus gebildet, aber vielleicht gelingt dies ja nun jetzt. Nur fehlt mir da der Glaube dran.

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rememberhistory 22.08.2019, 15:16
4. Wehret den Anfängen!

Es hilft nur eins.: Immer und überall sein Wort zu erheben für Freiheit, Demokratie, Toleranz, Achtung und gegen Ausgrenzung und Rassismus!

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CharlySmith 22.08.2019, 15:20
5. "Dabei lehrt uns die Geschichte ..."

Dann hoffen wir doch mal, dass die Autorin die türkische Geschichte genauso gut kennt, wie die deutsche. Eine Koalition mit der AfD ist sicher nicht anzustreben, aber das hat zum Glück nicht die Autorin zu bestimmen. Letztendlich hat die etablierte Politik die gegenwärtige Situation zu verantworten, und jetzt muss sie auch damit fertig werden. Man kann nur hoffen, dass es nie so weit kommen wird, dass ohne AfD keine Mehrheitsregierung mehr zustande kommt - dann hätte das Land wirklich ein Problem. Die "Etablierten" haben es in der Hand - noch jedenfalls.

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om108 22.08.2019, 15:20
6. Alle AfD-Protestwähler sollten noch einmal

einen gründlichen AfD-Faktencheck vornehmen - dann entblößt sich diese Unpartei von selbst. Von soldidarischen und sozialen Zielen findet sich keine Spur - und dann kommt sie noch betreff des Klimawandels banal-weltverschwörerisch daher. Volksverdummung gepaar mit Populismus - und die AfD Funktionäre legen ein Parteiprogramm vor, um möglichst intransparent mächtig in die eigenen Taschen zu scheffeln.
Staatliche Tätigkeit will die AfD auf ein Minimum reduzieren. Viele öffentliche Aufgaben will sie privatisieren, Regulierungen abbauen. Markt und Konkurrenz sollen es richten. Wer besonders auf öffentliche Daseinsvorsorge und soziale Unterstützung angewiesen ist, hat das Nachsehen.
Das Renteneintrittsalter will die AfD noch weiter anheben. Das Arbeitslosengeld I will sie privatisieren. Wer dann nicht selbst vorsorgt, und zwar auf eigene Kosten ohne Arbeitgeberbeiträge, fällt rasch ins Nichts. Auch die arbeitgeberfinanzierte gesetzliche Unfallversicherung für alle Beschäftigten will die Partei faktisch abschaffen.
Es soll wieder ein strenges Bankgeheimnis geben: Die AfD als Schutzmacht der Steuerbetrüger. Die Erbschaftsteuer will die AfD abschaffen. Die Reichen wird es freuen, den öffentlichen Haushalten aber fehlt das Geld. Wie auch den Kommunen die Einnahmen aus der Gewerbesteuer – die soll nach dem Willen der AfD nämlich ebenfalls weg.
Reiche und Unternehmen steuerlich noch mehr schonen, öffentliche Ausgaben kürzen: Entlassungen im öffentlichen Dienst, schlechtere öffentliche Leistungen und noch mehr soziale Kälte werden die Folge sein.
Soziale Sicherheit abbauen, den Staat zurückfahren, die Steuern senken: Damit bedient die AfD die Interessen der Arbeitgeber, der Unternehmen und der Vermögenden. Zu den Interessen der Beschäftigten steht dies in krassem Widerspruch. Unfassbar, wer eine solche Partei für wählbar hält.

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Esib 22.08.2019, 15:31
7. Kann man durchaus so sehen, aber

aber dann muss man auch die Extremisten auf der anderen Seite auch ausschließen und das heißt, dass man auch den Antikommunismus wieder hochhalten und keinerlei Koalition mit der Linken eingehen dürfte. Ich fürchte nur, dass das die Autorin auf Grund ihres eigenen Standpunktes nicht so sehen wird...

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mostly_harmless 22.08.2019, 15:33
8.

Zitat von ulmer_optimist
...beschädigen mit Artikeln wie diesem die Demokratie genauso. Ich bin kein Fan der AfD, aber inhaltlich vertritt sie vieles, was die CDU unter Merkel schnell über Bord geworfen hat. [...]
Seltsamerweise wird das von den AfD-Fans ständig behauptet, aber noch nie hat irgend jemand je konkret benennen können, welche Positionen das denn sind. Und das ist auch nicht verwunderlich, weil das schlicht eine rechte Legende ist.

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Galgenstein 22.08.2019, 15:42
9. Leider sind viele unfähig Faschismus und Konservatismus zu trennen

und diese Unfähigkeit wirkt sich fatal auf das Wählerverhalten aus. Der Konservative ist ein wohlwollender Skeptiker. Der Faschist ein machtverherrlichender Nationalist. Gerade bei der Wertunion wundere ich mich immer wieder, was die alles unter einen Hut bringen. Die Partei bedient sich des Attributs "christlich". Aber ein Christ kann kein Nationalist sein. Die Nation ist ein falscher Gott. Zu viele wurden diesem schon geopfert. Aber man weigert sich aus der Geschichte zu lernen. Grenzt aus, schaltet das Hirn aus, tut so - hier nicht unähnlich den Kryptosozialisten - als hätten die "Fehler" die ihm Namen des Nationalismus begangen wurden, nichts mit dem wahren Nationalismus oder Faschismus zu tun (es fällt mir schwer hier eine klare Trennlinie zu ziehen, denn letztlich wollen Faschismus und Nationalismus dasselbe).
Spätestens dann, wenn man die Vertreter der Wertunion einen Putin oder Trump anhimmeln, schwindet bei mir das letzte Verständnis.

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