Forum: Kultur
Appell an die CDU: Macht den Antifaschismus wieder bürgerlich
Christoph Soeder/ DPA

Viele glauben, der Faschismus sei heute keine Gefahr mehr. Dabei lehrt uns die Geschichte, wie leicht er an die Macht kommen kann. Und aus ihr zu lernen, bedeutet: Es darf keine Koalition mit der AfD geben.

Seite 20 von 25
Taste52 23.08.2019, 14:16
190. Sie sind kein AFD fan

Zitat von ulmer_optimist
...beschädigen mit Artikeln wie diesem die Demokratie genauso. Ich bin kein Fan der AfD, aber inhaltlich vertritt sie vieles, was die CDU unter Merkel schnell über Bord geworfen hat. Leider mit nicht akzeptablem Personal. Das Problem des Wählers bleibt: wo das Kreuz machen, wenn man mit der Politik der munter Kreuz und quer und im Zweifelsfall auch gesammelt koalierenden Blockpartei gegen die AfD nicht einverstanden ist? Die Ausschlussdrohungen von AKK sind doch deutlich. Alle unliebsamen Inhalte werden auf die AfD abgeschoben und dann wird verteufelt, wer die wählen will. Dumm.
Aber empfinden diesen, aus meiner Sicht, zutiefst demokratischen Artikel als „linken Journalismus“?
Woran machen sie das Fest? Weil er vor dem schleichendem Nationalismus warnt? Wenn das für sie links ist, alle Achtung! Anderes Personal wird sich wohl nicht finden! Hoffentlich!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Taste52 23.08.2019, 14:24
191. 25%?

Zitat von mwroer
Ich mag mich irren aber sind Sie nicht einer derjenigen der im Forum bei jeder sich bietenden Gelegenheit den Satz 'Demokratie ist nicht die Diktatur der Mehrheit' bemüht? Wenn Sie 25% der Wahlberechtigten als 'kleine Minderheit' bezeichnen ist Ihr Rechensystem allerdings durcheinander geraten und ja ich stehe zu meiner Aussage: Wer mit Ansage 25% der Wählerstimmen ignoriert handelt nicht demokratisch und damit werden demokratische Wahlergebnisse ignoriert. Vor allen Dingen weil alle anderen Parteien ganz offen sagen dass sie ihre eigene Agenda de facto einfrieren um eine Partei auf Eis zu legen. Es ist natürlich schön das dabei die Rechtsnationalen ignoriert werden - aber wo geht das weiter? In 4 Jahren dann 'die Linke'? Wir sind sicher beide gegen die AfD aber im Weg diese zu bekämpfen werden wir uns ganz sicher nicht einig. cheers
Sonntagsfrage 23.8.2019 14%! Quelle Infratest

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Taste52 23.08.2019, 14:29
192. Haben Sie sich

Zitat von lolli.eveacc
Da ist aber ein ganz Schlauer unter uns, mit einer interessanten Ansicht. Schauen wir doch einmal nach, was Demokratie bedeutet: Demokratie (von altgriechisch δημοκρατία ‚Herrschaft des Staatsvolkes‘; von δῆμος dēmos „Staatsvolk“ und altgriechisch κράτος krátos „Gewalt“, „Macht“, „Herrschaft“) bezeichnet heute Herrschaftsformen, politische Ordnungen oder politische Systeme, in denen Macht und Regierung vom Volk ausgehen (Volksherrschaften). Jetzt können Sie gerne einmal darüber rätseln, ob ein Land, in dem das Volk das letzte Wort hat, nun überhaupt als "demokratisch" bezeichnet werden darf, oder nicht. Und wenn Sie dann schon ein Ranking betreiben, dann sollten Sie einmal überlegen, ob eine direkte Demokratie (Volksherrschaft) nun mehr oder weniger demokratisch ist als eine Form, in dem man für 4 Jahre den Vertreter ins Rennen schickt, der einen hoffentlich beim Wahlkampf am wenigsten angelogen hat. Oder anders gefragt: was ist demokratischer: selber die Stimme erheben oder sich ohne Kontrolle und Einfluss auf die Entscheidungsfindung die Meinung an Dritte abzugeben?
Schon mal angeschaut wieviel Gesetze im Jahr verabschiedet werden? Viel Spaß bei der Meinungsfindung!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Runkelreinhard 23.08.2019, 14:32
193. Die Verfassungsrichter

haben sie aber vergessen. Die haben die NPD ja auch nicht verboten, obwohl sie verfassungsfeindlich ist, mit der Begründung, dass sie unbedeutend wären. Nun ist das Heulen groß und die Worte werden immer deftiger.
Aber Rechtsstaat ist Rechtsstaat und Demokratie ist Demokratie.
Als letzte Hilfe gäbe es noch ein Zitat vom Herrn Pinochet über die Demokratie, die manchmal ... baden muss, damit sie erhalten wird.
Aber ob AKK dafür die Hosen anhat?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
medium07 23.08.2019, 15:07
194. @ lolli.eveacc | 187

Zitat von lolli.eveacc
Da ist aber ein ganz Schlauer unter uns, mit einer interessanten Ansicht. Schauen wir doch einmal nach, was Demokratie bedeutet: Demokratie (von altgriechisch δημοκρατία ‚Herrschaft des Staatsvolkes‘; von δῆμος dēmos „Staatsvolk“ und altgriechisch κράτος krátos „Gewalt“, „Macht“, „Herrschaft“) bezeichnet heute Herrschaftsformen, politische Ordnungen oder politische Systeme, in denen Macht und Regierung vom Volk ausgehen (Volksherrschaften). Jetzt können Sie gerne einmal darüber rätseln, ob ein Land, in dem das Volk das letzte Wort hat, nun überhaupt als "demokratisch" bezeichnet werden darf, oder nicht. Und wenn Sie dann schon ein Ranking betreiben, dann sollten Sie einmal überlegen, ob eine direkte Demokratie (Volksherrschaft) nun mehr oder weniger demokratisch ist als eine Form, in dem man für 4 Jahre den Vertreter ins Rennen schickt, der einen hoffentlich beim Wahlkampf am wenigsten angelogen hat. Oder anders gefragt: was ist demokratischer: selber die Stimme erheben oder sich ohne Kontrolle und Einfluss auf die Entscheidungsfindung die Meinung an Dritte abzugeben?
Woher nehmen Sie die Überheblichkeit, andere in einem derart launigen Ton herabzuwürdigen? Der Inhalt Ihres Beitrags lässt jedenfalls nicht den Schluss zu, dass Sie hierfür qualifiziert sind. Hätten Sie sich vor Ihrer Wortmeldung mit den Feinheiten demokratischer Verfassungen auseinandergesetzt, würden Sie zumindest der Komplexität der Idee "Demokratie" Rechnung getragen haben und Machtstrukturen nicht aus derart simplen Schlussfolgerungen ableiten wollen. Dann wären ihnen auch die delikaten Unterschiede und damit die jeweiligen Vor- und Nachteile von etwa repräsentativer Demokratie, direkter Demokratie mit plebiszitären Elementen, parlamentarischer Demokratie oder Präsidialdemokratie, um nur einige Formen zu nennen, geläufig.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
cava63 23.08.2019, 15:25
195.

Ein kleine Geschichts-Info für alle SPON-Kommentatoren und Politiker, die in NRW, Bremen oder Berlin zur Schule gegangen sind:
Der Aufstieg der extremen Rechten in der Weimarer Republik begann zeitgleich mit dem Aufstieg der extremen Linken.
Vereinfacht ausgedrückt (für besagte Schüler): Die Menschen hatten damals am Ende die Wahl zwischen Hitler und Stalin, und die Rechten hatten die besseren Schläger.
Und heute glauben solche Leute, die "extreme Rechte" am Besten durch die Stärkung der "extremen Linken" bekämpfen zu können, die in Form der Antifa mal eben Hamburg in Schutt und Asche gelegt hat und jeden "Normalbürger", der den ganzen Spaß mit seiner täglichen Arbeit bezahlt, einfach nur anekelt? Sagen Sie: Geht's eigentlich noch???
Der einzige Weg gegen "rechten Extremismus" ist nachweislich die Stärkung der konservativen Mitte,. Das Problem ist allerdings, dass Frau Merkel besagte Mitte einfach abgeschafft hat.
Dieses politische konservative Vakuum muss schleunigst gefüllt bzw. glaubwürdig besetzt werden, um die "extreme Rechte" wieder auf das "Vor-Merkel-Maß" zurückzuführen.
Das ist der einzige Weg, nicht etwas die Stärkung der widerwärtigen Extreme, seien es nun Nazis, Antifa oder Islamisten - die übrigens witzerweise alle drei antisemitisch sind...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
r.muck 23.08.2019, 15:45
196. Mal was Neues

Frau Ataman ist meist in der Opferrolle unterwegs. Nun hat sie ein neues Thema, dass sie nicht wirklich durchdringt.
Sie und auch viele Andere auf dem Antifa Ticket lassen einfach außer Acht, dass die AfD ihre Stimmen von Wählern bekommt. Ja - in solch einer einfachen Sprache muss man es Ataman und anderen offenbar erklären.
Bis auf die Artikel des Grundgesetzes die unter der Ewigkeitsklausel subsumiert sind, ist es dem Wahlvolk anheim gegeben das GG zu ändern.
Frau Atamans Kolumnen werden so geschützt, was aber nichts über ihre intelektuelle Prägnanz aussagt.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
cava63 23.08.2019, 15:48
197. Und immer schön die Diskussionen vermeiden...

Zitat von rememberhistory
Es hilft nur eins.: Immer und überall sein Wort zu erheben für Freiheit, Demokratie, Toleranz, Achtung und gegen Ausgrenzung und Rassismus!
... und damit das so bleibt, bitte alle damit verbunden Auswüchse und Folgen demokratisch, offen und ausnahmsweise mal ohne erhobenen Zeigefinger diskutieren.
Probleme offen ansprechen heißt z.B.:
z.B. die zugewanderte Kriminalität (ok - https://www.bka.de/DE/AktuelleInformationen/StatistikenLagebilder/PolizeilicheKriminalstatistik/PKS2018/pks2018_node.html für Sie kurz zusammengefasst rd. 30% aller Straftaten durch Nichtdeutsche/dabei Doppelpässe und bereits eingedeutschte "Clan.Mitglieder" auf die Deutschpass-Seite eingerechnet"; "11% aller Asylbewerber straffällig" etc., das finden Sie alles in der offiziellen(!) Statistik, in der aus meiner persönlichen Erfahrung so einiges nicht erfasst wird). Kann man gut finden. Wir können uns darauf dauerhaft verständigen. Aber dann bitte nach offener, mutiger Diskussion. Vielleicht finden wir ja eine Lösung. Das Verschweigen und der Zeigefinger sind es, die die Leute nach rechts treiben.
Dasselbe mit den Kosten: Jährlich zahlt der Bund ca. 21^Milliarden "offiziell" aus Steuergeldern für die großteils illegale Migration, Tendenz natürlich steigend. Googeln Sie es, oder muss ich das Konkurrenzblatt zitieren? Dasselbe nochmal von Ländern und Gemeinden. Dazu die "Nebenkosten" für Sicherheit, Gerichtsverfahren etc. - und natürlich liegt es im politischen "wir-schaffen-das"-Interesse, all diese Zahlen möglichst klein zu rechnen.
Also bitte offen diskutieren, was uns Ihre moralische Selbsterhöhung wert ist, und wo jetzt genau die Grenzen liegen (z.B. 1 Milliarde Chinesen politisch verfolgt?).
Stattdessen wird gelogen und beschönigt, dass sich die Balken biegen. Soli und Vermögenssteuer, CO2-Steuer für Bildung, Umweltschutz und Infrastruktur - weil sonst kein Geld da wäre? Jetzt plötzlich, im Ernst? Ich glaube, die Politik setzt seit Jahren irgendwie die falschen Prioritäten!?
Und verstehen Sie mich bitte nicht falsch: Ich bin für die Rettung wirklich Verfolgter, und ich bin für die Migration von Menschen, die hierzulande anpacken, arbeiten, Steuern Zahlen, unsere Kultur und Werte respektieren, Sprache lernen etc. - also genau wie es in jedem Land der Welt außerhalb Deutschlands auch verlangt wird.
Na, ich bin gespannt, ob es dieser Beitrag schafft...

Beitrag melden Antworten / Zitieren
syracusa 23.08.2019, 15:55
198.

Zitat von lolli.eveacc
Da ist aber ein ganz Schlauer unter uns, mit einer interessanten Ansicht. Schauen wir doch einmal nach, was Demokratie bedeutet: Demokratie (von altgriechisch δημοκρατία ‚Herrschaft des Staatsvolkes‘; von δῆμος dēmos „Staatsvolk“ und altgriechisch κράτος krátos „Gewalt“, „Macht“, „Herrschaft“) bezeichnet heute Herrschaftsformen, politische Ordnungen oder politische Systeme, in denen Macht und Regierung vom Volk ausgehen (Volksherrschaften). Jetzt können Sie gerne einmal darüber rätseln, ob ein Land, in dem das Volk das letzte Wort hat, nun überhaupt als "demokratisch" bezeichnet werden darf, oder nicht.
Für einen wie Sie ist es dann wohl auch "demokratisch", wenn in einer Gesellschaft aus 51% Wölfen und 49% Schafen die Mehrheit entscheidet, dass es Lammbraten zum Abendessen geben soll.

Sorry, aber ein Land, in dem das Volk das letzte Wort hat und dann von Rechtspopulisten wie Blocher und seiner SVP verführt den Minderheiten grundsätzliche Menschenrechte verwehrt, kann man nicht voll demokratisch nennen. Genau das ist infolge der von Blocher initiierten "2. Ausschaffungsinitiative" in der Schweiz aber geschehen.

Nein, dass eine Mehrheit im Volk bestimmen darf, wo's für alle lang geht, ist noch lange kein Ausweis für Demokratie. Jede Demokratie muss eine Verfassung haben, die die Demokratie notfalls auch vor einer Mehrheit des Volks schützt. Demokratie bedeutet zuallererst die Begrenzung und Teilung der staatlichen Macht, bedeutet Garantie von Rechtsstaatlichkeit, Menschen- und Bürgerrechten. Niemals dürfen diese Grundwerte der Demokratie einer zufälligen Wählermehrheit zur Disposition stehen! In der Schweiz ist das aber leider so.

Sie verwechseln die Herrschaft des Volks mit der Herrschaft der Wählermehrheit. Das ist für betroffene Minderheiten dann leider eine Diktatur. Wenn jeder (*jeder einzelne*) Bürger eines Staats frei ist, seine Meinung zu äußern, sein Leben selbst zu gestalten, wenn sein Eigentum geschützt ist, wenn seine Rechte geschützt sind und ihre Grenzen nur an den Rechten und Freiheiten der anderen haben, dann ist dieser Bürger der Souverän seiner Welt. Und wenn das für alle gilt, dann ist demokratische Souveränität des ganzen Volks gesichert.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
BBirke 23.08.2019, 16:00
199. "Faschismus" als populäre Massenbewegung tot...

Vielleicht sollte man auch mal erkennen, dass der Faschismus als populäre Massenbewegung, aus Kleinbürgertum und Militär, im Milieu einer insgesamt militarisierten Gesellschaft, heute keine nennenswerte Rolle mehr spielt. Die autokratischen Tendenzen der letzten Jahre sind praktisch alle von "oben" initiiert; man hofft allenfalls, bei Wahlen die "Massen" mitreißen zu können. Trump, Bolsanaro, Le Pen, Orban und die FPÖ sind doch keine Vertreter der "kleinen Leute"! Die AfD ist als wirtschaftsliberale Partei gestartet, die personell eine erhebliche Schnittmenge mit der "Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM)" hatte, welche die Bevölkerung zwecks Profitmaximierung der Oberschichten verelenden will und propagandistisch maßgeblich die Agenda 2010 durchdrückte. Man sehe sich AfD-Reden zum Dieselskandal auf Youtube an: das ist lupenreiner Industrielobbyismus, gegen jegliche Umwelt- und Verbraucherinteressen, in der Hoffnung, dass ein paar zurecht verärgerte Dieselbesitzer darauf reinfallen. Selbsternannte "Wächter gegen Rechts", die meinen, ständig über dem gemeinen, notorisch faschistoiden Volk die Knute schwingen zu müssen, sind kein Gegenmittel, im Gegenteil: sie diffamieren zunehmend soziale Bewegungen und Kapitalismuskritik (z.B. als "antisemitisch"). Sie sind, genauso wie die Oberschichten, eine selbsternannte "Elite", die das "gemeine Volk" vor allem als Unterdrückungs- und Ausbeutungsziel sehen und den Daumen drauf halten wollen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 20 von 25