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ARD-Doku über Neonazi-Opfer: Die Schande

Die Dokumentation "Acht Türken, ein Grieche und eine Polizistin" erzählt die*Geschichten*von Opfern der Neonazi-Mordserie. Der ARD-Film offenbart Ermittlungspannen, falsche Verdächtigungen und peinliches Schweigen der Behörden - und zeigt, wie fremd Migranten*den Deutschen bleiben.

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Ettina 12.12.2011, 19:10
1. Und wann

Zitat von sysop
Die Dokumentation "Acht Türken, ein Grieche und eine Polizistin" erzählt die*Geschichten*von Opfern der Neonazi-Mordserie. Der ARD-Film offenbart Ermittlungspannen, falsche Verdächtigungen und peinliches Schweigen der Behörden - und zeigt, wie fremd Migranten*den Deutschen bleiben.
kommt die Geschichte von den Qualitäts-JournalistInnen, die sich über Jahre hinweg von den Serienmorden ferngehalten haben? Wo waren denn die? Wo waren denn deren Fragen? Deren Vermutungen?
Es reicht nicht, nur um Ermittlungspannen und so fort herumzuzirkeln und dauernd zu hupen.
Oder habe ich grundsätzlich etwas falsch verstanden? Das auch JournalistInnen denken dürfen?

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Eutighofer 12.12.2011, 19:44
2. Ermittler hatten Recht !

Zitat von sysop
Die Dokumentation "Acht Türken, ein Grieche und eine Polizistin" erzählt die*Geschichten*von Opfern der Neonazi-Mordserie. Der ARD-Film offenbart Ermittlungspannen, falsche Verdächtigungen und peinliches Schweigen der Behörden - und zeigt, wie fremd Migranten*den Deutschen bleiben.
Der SPIEGEL selbst vermutete doch noch Anfang 2011 die Mörder in türkischen kriminellen Kreisen (Graue Wölfe).
Die Nürnberger Polizeiermittler hielten aber schon damals "Türkenhass" für das wahrscheinlichste Tatmotiv. Dies kann man im SPIEGEL nachlesen.
Zitat: ". Die Nürnberger Mordermittler, die das Verfahren leiten, glauben dagegen an einen Einzeltäter, der wegen seines Hasses auf Türken tötet."

Spur der "Döner-Morde" führt zu Grauen Wölfen - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - DER SPIEGEL

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Doctor Feelgood 12.12.2011, 19:47
3.

Zitat von sysop
Die Dokumentation "Acht Türken, ein Grieche und eine Polizistin" erzählt die*Geschichten*von Opfern der Neonazi-Mordserie. Der ARD-Film offenbart Ermittlungspannen, falsche Verdächtigungen und peinliches Schweigen der Behörden - und zeigt, wie fremd Migranten*den Deutschen bleiben.
In diesem Artikel liest man immer nur "wahrscheinlich", "mutmasslich", "sollen"....Qualitätsjournalismus sieht anders aus! Wo sind die Beweise? Für mich liest sich das wie Meinungsmache, nicht wie ein Tatsachenbericht!

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Benutzernameoptional 12.12.2011, 20:09
4. Schwache Journalisten

Zitat von Eutighofer
Der SPIEGEL selbst vermutete doch noch Anfang 2011 die Mörder in türkischen kriminellen Kreisen (Graue Wölfe). Die Nürnberger Polizeiermittler hielten aber schon damals "Türkenhass" für das wahrscheinlichste Tatmotiv. Dies kann man im SPIEGEL nachlesen. Zitat: ". Die Nürnberger Mordermittler, die das Verfahren leiten, glauben dagegen an einen Einzeltäter, der wegen seines Hasses auf Türken tötet."
Ist schon schwach und traurig, wie sich die Medien, der Spiegel allen voran, als Fähnlein im Wind gerieren. Klar, jetzt haben die Ermittler versagt. So passt es euch Journalisten? Hauptsache Kohle gemacht, oder?

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rogge-cottbus 12.12.2011, 20:31
5. ach...

Zitat von sysop
Die Dokumentation "Acht Türken, ein Grieche und eine Polizistin" erzählt die*Geschichten*von Opfern der Neonazi-Mordserie.
... die Behörden wieder, gell? Komisch, dass die Behörden jetzt eine Festnahme nach der anderen präsentieren? Bei dieser Art der Berichterstattung kommen mir allen Ernstes die Tränen! Die "armen" Politiker - die werden wohl immer durch die Behörden hintergangen! Seltsam ist nun der Zeitpunkt des Entdeckens: in der EURO-Krise ratlos, hat man ein durchschlagendes Thema entdeckt: den Rechtsterrorismus! Dass es den zweifelsohne gibt (was schlimm ist) ist aber bei "den Behörden" überhaupt keine "neue" Erkenntnis - vielleicht hat es nur vorher einigen Bundespolitikern nicht gepasst, dies einzuräumen? Motto: das heben wir uns für später auf? Nur kein Aufsehen erregen, keine schlafenden Hunde wecken. Könnte auch die Integration stören? so what...

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cyanid 12.12.2011, 20:39
6. Ausländer haben keine Lobby

Es mag etwas zynisch klingen, tifft aber den Kern der Sache sehr gut: Wären unter den Opfern hochkarätige Chefärzte mit Migrationshintergrund gewesen, dann wären die sogenannten Ermittlungen sicher ganz anders und vorallem effizient geführt worden.
Es hätten dadurch Menschenleben gerettet werden können, dies ist die Tragik daran.

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Hannowald 12.12.2011, 21:11
7. Mauer des Schweigens

Zitat von Eutighofer
In diesem Spiegel-Beitrag beklagt der Autor "Die Mauer des Schweigens".
Gemeint sind die Angehörigen der Mordopfer, weil sie nix über Geldwäsche, Graue Wölfe und Mafia sagen wollten. Wie auch?

Ich stelle mir so gerade vor, dass eine naher Verwandter ermordet wurde und die Ermittler stellen meine Wohnung auf den Kopf und suchen nach Beweisen, die einen Zusammenhang zur wie auch immer gearteten Mafia aufzeigen können. Da ich nichts sachdienliches Sagen kann, gehöre ich zur "Mauer des Schweigens" und stehe gleich mit unter Verdacht. Die Einbürgerung - so ich das möchte - kann ich mir wohl abschminken.

Und dann stellt sich raus, da haben Nazis zugeschlagen und irgendwelcher Behörden haben irgend etwas gewusst.

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shuggarcgn 12.12.2011, 21:42
8.

Zitat von sysop
Die Dokumentation "Acht Türken, ein Grieche und eine Polizistin" erzählt die*Geschichten*von Opfern der Neonazi-Mordserie. Der ARD-Film offenbart Ermittlungspannen, falsche Verdächtigungen und peinliches Schweigen der Behörden - und zeigt, wie fremd Migranten*den Deutschen bleiben.
Ja, sehr rührend!
Seit wann ist übrigens der Begriff "Ehre" in den deutschen Sprachjourgon übernommen worden?

Nach Mölln und Solingen hat der selbe Leierkasten gedüdelt, alles angeblich so schrecklich und wie konnte das alles doch nur passieren und das dürfe man nicht mehr zu lassen bla bla bla und trotz dem hat sich nichts geändert, im Gegenteil! Deutschland besitzt heute ganz offizielle "NO GO AREAS"! Also lebensgefährliche weil menschenfeindliche Orte für ganz normale Menschen mit Augen, Händen, Füßen.
Die sarrazinischen Jubel-Hysterien sind immer noch an der Tagesordnung und dann noch eine Partei die sich ungeniert "sozial"istisch nennen und auf dessen Schoß dieses Subjekt sich wärmen darf.

Habe ich jetzt wieder die Keule rausgeholt?
Mitnichten!
Bei diesen Morden handelt es sich um systematische, über einem Jahrzehnt(!!!) hinweg sukzessiv durchgeführte Terror-Akte, noch dazu unter den "wachsamen" Augen des deutschen Staates.
Niemand wird so dämlich sein und es weiterhin abnehmen, die Behörden hätten das alles ja gar nicht gewusst?!
Zu solch arger Unfähigkeit waren die Deutschen noch nie fähig!!!

Nun denn, die Maske ist ab und was lernen wir daraus?
Dass der deutsche Staat auch aus NPD, DVU und sonst wie sie alle heissen besteht und hier sind nicht deren Visitenkarten als Partei gemeint!
Dass die Deutschen von ihrer Vergangenheit immer noch nichts gelernt haben und kein Migrant sich jemals mehr mit der Leitkuh-Debatte abspeisen lassen sollte sondern sich an diesem Land aktiv beteiligen mit allen Pflichten aber auch Rechten!
Andernfalls können sich alle "Nichtdeutschen" wie die Juden damals auf ihren Koffer setzen und ihr Leid ihrem Schöpfer klagen, bringen wird es ihnen aber nichts genau wie diese Operette der ARD!!!
Und der von den Steuergeldern auch der Opfer und Angehörigen finanzierte Innenminister darf dennoch jeden Morgen in aller "Ehre" dieses Amt besetzen!

Wie war das mit der Wiedergutmachung doch wieder gemeint?

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KJB 13.12.2011, 00:02
9. Gute Doku

Den Beitrag gerade bei der ARD gesehen und muss sagen: Hut ab, gut gemacht!
Fand es damals schon erbärmlich das sich alle Politiker sofort in der Keupstr. die Klinke in die Hand geben und von Verzeihung palavern.

Das man in dem Beitrag von Ehre spricht finde ich auch richtig. Jemand der über Jahre nach seinem Tod in eine zwielichte Ecke gestellt wird hat es verdient das zumindestens die Verwandten wieder sagen können das der ermordete nicht wegen kriminellen Machenschaften umgebracht wurde.
Abgesehen davon das die NSU sich ja bis zu ihrer Auflösung durch Selbstmord des Führungsduos ja scheinbar nie zu erkennen gegeben haben kann man den Ermittlern aus meiner Sicht nichts vorwerfen. In den meisten Fällen protzen politische Extremisten immer mit irgendwelchen Bekenntnissen, in dem Fall hier kam das ja erst nach dem Ende der Gruppe ans Tageslicht.

Das lange Zeit in Richtung Schutzgeld und Mafia ermittelt wurde ist sicherlich auch nachvollziehbar da in dem "Milieu" nun mal auch rein statistisch dies sehr nahe liegend ist (man erinnere sich bspw. an die Duisburger Mafiamorde). Viel verwerflicher ist denke ich die Verbindung des Verfassungsschutzes in die ganze Sache, dort ist der größte Misthaufen gewachsen wobei dieser ja in den letzen 10 Jahren dank 11.September 2001 seine Kräfte ja auch in einer ganz anderen Richtung gebündelt hat (neben den rechtsextremen werden auch die linksextremen viel zu schlecht vom Staat überwacht).

Fragwürdig ist in dem Fall auch das eine Anfangs registrierte Waffe über Jahre verwendet werden konnte ohne das man deren Spur vom Erstbesitzer bis zu den Tätern verfolgen konnte. Das ist mir unerklärlich.

Sicherheit für alle Menschen in unserem Land sollte nicht an den finanziellen und Personellen Resourcen scheitern, falls es daran gelegen haben sollte das diese Täter solange ihr Unwesen treiben konnten.

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