Forum: Kultur
ARD-Film über Leihmutterschaft: "Andere Frauen kotzen jetzt"
BR

Sind wir schwanger? Und wer ist überhaupt wir? In dem ARD-Drama "Monsoon Baby" mit Julia Jentsch kauft sich ein deutsches Pärchen eine indische Leihmutter. Ein zärtlicher, ein böser Fernsehfilm.

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Kaffee Wien 16.09.2014, 15:32
10. Kann das bitte mal aufhören?!

Diese Gebärpropaganda allerorten ist wirklich nur noch unerträglich zu nennen!
Die wahren Probleme, durch zuviel Menschen verursacht (!), heißen Überbevölkerung und Ressourcenverbrauch bzw. - verschwendung. Dieser wirre Zwang, Kinder in die Welt setzen zu müssen, koste es, was es wolle, ist die Ursache für den von der Nasa vor kurzem postulierten sicheren Untergang der Zivilisation. Aber die Damen und Herren TV- und Filmemacher haben nichts Anderes zu tun, als weiter die Propagandatrommel für Hormonjunkies zu rühren. Ja, auch und gerade die Vermehrung in Deutschland trägt zum Niedergang bei: Befindet sich doch Deutschland weiterhin unter den Top 3 der CO2-Erzeuger dieser Welt.
Seit Jahrzehnten wird gegreint, Deutschland stürbe aus. Nichts auch nur ansatzweise in dieser Richtung geschieht. Im Gegenteil. Die Ressourcenverschwendung durch immer neue Kinder / Menschen geht immer und immer weiter.
Solche Filme braucht wirklich keiner, der sich ernsthafte Sorgen um den Fortbestand der Zivilisation macht. Wer solche Filme aber unbedingt braucht, das sind die genannten Hormonjunkies, die sich nichts Schöneres als Schwangerschaft und Dauervermehrung vorstellen können. Wacht endlich auf!

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frxxl 16.09.2014, 15:47
11. Hmm.... oder vielleicht doch?

Zitat von Heimatlos
Dieses Kind, herangewachsen im Leib einer indischen Frau, bekommt bereits als Embryo die Gefuehle und Stimmungen seiner Mutter mit. Dann wird, nach der Geburt, dieses mit der Mutter verbundene Leben der natuerlichen Mutter entrissen und einer fremden Frau, die in einer.....
Mal suggestiv gefragt, warum wollen Sie Paaren, die gerne Eltern werden möchten, die gerade weil es nicht zufällig im Suff passiert ist (ja, überspitztes Gegenbeispiel, aber soll vorkommen, oder?) vielleicht sogar überdurchschnittliche gute Eltern sein werden, weil es ihr sehnlichster Wunsch ist; und die einfach aus einer Laune der Natur heraus, wegen Schicksal, Unfällen oder schief gelaufenen Operationen nicht selbst Kinder zeugen oder austragen können - warum möchten Sie denen ein Kind verweigern, obwohl die Möglichkeit besteht?

Die Inderin ist nicht die "natürliche Mutter", es besteht keinerlei genetische Verwandschaft, die Frau ist in diesem Fall der Brutkasten, den wir auch mit der modernsten Technik noch nicht bauen können. Nutzen die Eltern hier die Armut der Frau mehr aus als die Frau die Unfruchtbarkeit des Paares?

Ich habe natürlich eine Meinung dazu, vermutlich offensichtlich - aber ich kann mir, und Sie sollten es auch nicht, anmaßen, darüber zu richten. Freiheit ist auch immer die Freiheit der anderen und wenn es für alle Beteiligten von Vorteil ist - ja, meiner Meinung nach auch für das Kind, das sonst so nie entstanden wäre - was spricht dagegen?

Von den vielen Schocks, die ein Kind überstehen muss, gilt die Geburt als eine der schlimmsten - und NIEMAND außer ein paar Esoterikern erinnert sich daran. Nicht mal meine Frau weiß noch besonders viel von der Geburt unseres Sohnes - fragen Sie mal Ihre. Praenatale Beziehung? Klar hört das Kind im Bauch etwas von seiner Umwelt, aber zuordnen kann es das nicht. Die Beziehung zu den Eltern entsteht nach der Geburt, in beide Richtungen.

Deswegen halte ich Ihren Kommentar für dogmatischen Unsinn und in keinster Weise hilfreich.

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bambischlumpf 16.09.2014, 18:14
12. die bösen Feministinnen schon wieder

War ja klar, "der Feminismus" fordert also die Leihmutterschaft. Würden sich die betreffenden Leute, die hier aufschreien, auch nur im mindesten ehrlich (! ) für das Thema interessieren, könnten sie feststellen, dass "der Feminismus" in dieser Frage keineswegs einig ist - insbesondere die vielgehasste EMMA ist ausdrücklich dagegen. Wie im aktuellen Heft nachzulesen. Ja, eben: Es gibt keinen substanziellen Unterschied zwischen Elendsprostitution und Elendsleihmutterschaft. Und nein, anders als hier manche unterstellen, reklamiert "der Feminismus" das Recht am eigenen Körper nicht bloß für weiße intellektuelle Frauen - auf Kosten der wirtschaftlich Benachteiligten. Sorry, wenn ich einige hiermit intellektuell überfordere!

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Heimatlos 16.09.2014, 18:54
13.

Zitat von frxxl
Mal suggestiv gefragt, warum wollen Sie Paaren, die gerne Eltern werden möchten, die gerade weil es nicht zufällig im Suff passiert ist (ja, überspitztes Gegenbeispiel, aber soll vorkommen, oder?) vielleicht sogar überdurchschnittliche gute Eltern sein werden, weil es ihr sehnlichster Wunsch ist; und die einfach aus einer Laune der Natur heraus, wegen Schicksal, Unfällen oder schief gelaufenen Operationen nicht selbst Kinder zeugen oder austragen können - warum möchten Sie denen ein Kind verweigern, obwohl die Möglichkeit besteht? Die Inderin ist nicht die "natürliche Mutter", es besteht keinerlei genetische Verwandschaft, die Frau ist in diesem Fall der Brutkasten, den wir auch mit der modernsten Technik noch nicht bauen können. Nutzen die Eltern hier die Armut der Frau mehr aus als die Frau die Unfruchtbarkeit des Paares? Ich habe natürlich eine Meinung dazu, vermutlich offensichtlich - aber ich kann mir, und Sie sollten es auch nicht, anmaßen, darüber zu richten. Freiheit ist auch immer die Freiheit der anderen und wenn es für alle Beteiligten von Vorteil ist - ja, meiner Meinung nach auch für das Kind, das sonst so nie entstanden wäre - was spricht dagegen? Von den vielen Schocks, die ein Kind überstehen muss, gilt die Geburt als eine der schlimmsten - und NIEMAND außer ein paar Esoterikern erinnert sich daran. Nicht mal meine Frau weiß noch besonders viel von der Geburt unseres Sohnes - fragen Sie mal Ihre. Praenatale Beziehung? Klar hört das Kind im Bauch etwas von seiner Umwelt, aber zuordnen kann es das nicht. Die Beziehung zu den Eltern entsteht nach der Geburt, in beide Richtungen. Deswegen halte ich Ihren Kommentar für dogmatischen Unsinn und in keinster Weise hilfreich.
Sie sollten sich mal mit Kinderpsychologen hinsetzen. Sie sollten mal die Adoptionsforen durchstoebern. Sie sollten mal etwas ueber kulturelle Praegung im Mutterleib erlesen (Kultur ist nicht ihr Bier oder ihr Suff!). Sie sollten sich - jetzt wirds moralisch- abgrundtief schaemen, ein menschliches Wesen als "Brutkasten" zu bezeichnen. Bei Typen wie ihnen ist Hopfen und Malz verloren. Schlafen Sie weiter.

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Oscar Madison 16.09.2014, 20:52
14. @frxxl......

... hat im Grunde genommen recht, auch wenn es drastisch formuliert ist. Der Rest ist esoterisches Wunschdenken und fernab von der Realität. Gene bestimmen unser Sein, unsere Erziehung und Sozialisation. Der Rest ist etwas für Schamanen.

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diebuerger 16.09.2014, 21:26
15. Gehts noch?

Es gibt kein Recht auf ein Kind. Die materielle Notlage von Frauen auszunützen , um das eigene Bedürfnis nach einem Kind zu befriedigen, ist widerlich. Paaren, die mit ihrer Kinderlosigkeit nicht klarkommen, benötigen eine Therapie, aber keine Gebährmaschine aus einem 3. Welt Land.

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smoody114 17.09.2014, 08:45
16.

Zitat von frxxl
Mal suggestiv gefragt, warum wollen Sie Paaren, die gerne Eltern werden möchten, die gerade weil es nicht zufällig im Suff passiert ist (ja, überspitztes Gegenbeispiel, aber soll vorkommen, oder?) vielleicht sogar überdurchschnittliche gute Eltern sein werden, weil es ihr sehnlichster .....
Was spricht dagegen?
Ich finde auf ethischer Sicht spricht einiges dagegen. Schon allein das sie Frauen als "Brutkästen" bezeichnen lässt vermuten, dass dies nicht unbedingt Ihr Spezialgebiet ist.

Die Frage kam ja schon im Artikel auf - worin ist dann der Unterschied zwischen Elendsleihmutterschaft und Elendsprostitution. In beiden Fällen haben laut deiner Meinung "beide etwas davon" und in beiden Fällen wird der Körper einer Frau "benutzt".
Das es ein Kind in Europa - was Verpflegung und Bildung angeht - stelle ich nicht in Frage. Und natürlich wird ein Paar mit Kinderwusch auch ein wunderbares Elternpaar sein.

Aber es besteht eine Bindung zwischen Leihmutter und Kind, die nicht abzustreiten und nicht zu unterschätzen ist. Und deswegen bin ich dagegen. Ein Kind wächst im Körper einer Frau heran, das ihr danach entrissen wird. Auf emotionaler Ebene macht es hier keinen Unterschied wie es zur Schwangerschaft kam.
Auch das Kind, dass wenn es älter ist begreift, dass es eine Frau/Mutter gibt, die es geboren hat und ohne diese es nicht existieren würde. Ist bestimmt nicht leicht das so ohne weiteres zu akzeptieren.

Falls ein Kinderwunsch besteht, dieser nicht erfüllt werden kann aus eigener Kraft muss man das so hinnehmen. Außerdem gibt es ja immernoch die Möglichkeit der Adoption.

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happyrocker 17.09.2014, 08:48
17. Unmenschlich

Einer Frau eine Schwangerschaft und Geburt zuzumuten und ihr dann das Kind wegzunehmen, ist zutiefst unmenschlich. Auch wenn sie sich "freiwillig", d.h. in der Regel aus einer finanziellen Notlage heraus, dazu entschieden hat. Jede Schwangerschaft ist nicht nur eine extreme körperliche, sondern auch seelische Beanspruchung. Das ist etwas völlig anderes als mal 9 Monate für jemanden arbeiten oder auch eine Niere spenden. Auch reiche, westliche Paare haben kein Recht auf ein Kind, das zwar biologisch ihres, faktisch aber das Kind einer anderen Frau ist. Wer hierin nur ein Geschäft zum beiderseitigen Nutzen sieht, der ist 1. niemals schwanger gewesen und hat 2. jeden ethischen Maßstab verloren.

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Gertrude Böttcher 17.09.2014, 10:06
18.

Leihmutterschaft ist in meinen Augen Menschenhandel. Eine Schwangerschaft ist kein Job. Kind einer Mutter ist man üblicherweise durch die Geburt. Wenn die Kinder Glück haben, landen sie bei einer geeigneten Auftraggeberfamilie. Wenn sie Pech haben, bei pädophilen Autraggebern, wie in Australien bekannt geworden, oder bleiben im Slum von YZ-City.

Unbedingt die eigenen Gene reproduzieren zu müssen, und sei es unter fragwürdigsten Umständen, ist Egoismus pur. Weil "man es kann", macht man es eben. Der "Sex And The City"-Star macht es schließlich auch. Ist doch nix dabei, allen Beteiligten ist geholfen. Ob die Frau im Slum nun ein Kind mehr oder weniger kriegt, egal, dafür ist sie doch nun fast reich. Das Baby ist süß und unschuldig, und ja sogar ein "eigenes".

Ist schwer Argumente dagegen zu finden, Menschenwürde war gestern. Erinnert mich immer ein wenig an die Organhandelbefürworter, auch wenn es (noch) weit hergeholt erscheint. Letztlich werden Menschen total zur Ware.

Ob eine Elendsleihmutterschaft weniger traumatisch ist als Elendsprostitution? Vordergründig bestimmt, wenn man die Schwangerschaft gut übersteht, und hart genug ist, das Kind ungesehen wegzugeben. Verantwortung, so was von gestern. Gibt es in den betreffenden Ländern eigentlich gesetzliche Regelungen? Mindestalter der Leihmütter, wird die Anzahl der kommerziellen Schwangerschaften limitiert? Ist die Leihmutter im Fall einer Behinderung ausreichend versichert? Wie sieht es aus in Gesellschaften, wo Frauen traditionell kein Selbstbestimmungsrecht haben? Entscheiden da evtl. Dritte über Leihmutterschaften? Gibt es in diesem Bereich Organisierte Kriminalität? Dürfen diese Kinder problemlos nach Deutschland eingeführt werden? Muss der deutsche Auftraggeber befürchten, da demnächst kränkliche Massenprodukte zu erwerben, ähnlich der Hundewelpen aus Osteuropa? ('Tschuldigung) Und die Kinderlosen denken, sie wären die Leidenden.

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realistin2 17.09.2014, 15:29
19. Urteil?

Ich möchte mir da kein Urteil erlauben.
Ich habe Freunde, die sich seit Jahren sehnlichst Kinder wünschen und an diesem Wunsch verzweifeln. Das ist ein anderer Schmerz, den man sich - wenn man nicht in der Situation ist - kaum vorstellen kann. Ich könnte ihnen den Gedankengang einer Leihmutterschaft nicht verübeln.

Natürlich könnte ich behaupten, dass das für mich nicht in Frage käme. Man kann immer dagegen sein, wenn es einen selbst nicht betrifft.

Andererseits habe ich die Geburt eines Kindes erlebt, welches direkt nach der Geburt zur Adoption freigegeben wurde. Die Geburt war für Mutter und Kind sehr schrecklich. Geburt hat immer etwas mit "loslassen" zu tun. Die Mutter durfte das Kind nach der Geburt auch nicht mehr sehen - ihr Schmerz war für alle Anwesenden spürbar. Und 25 Jahre später kann ich dieses (ihr) Gefühl noch immer spüren.

Möge jeder dankbar sein, der so eine Entscheidung nie fällen muss.

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