Forum: Kultur
ARD-Film zu häuslicher Gewalt: Vater, Mutter, Opfer
ARD

Das Drama "Es ist alles in Ordnung" erzählt von einem Vater, der seine Stieftochter verprügelt, und einer Mutter, die lieber wegschaut. Der kluge ARD-Film zeigt, wie Sehnsucht und Frust im Reihenhausidyll in die Katastrophe führen können.

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frubi 15.01.2014, 12:22
1. .

Zitat von sysop
Das Drama "Es ist alles in Ordnung" erzählt von einem Vater, der seine Stieftochter verprügelt, und einer Mutter, die lieber wegschaut. Der kluge ARD-Film zeigt, wie Sehnsucht und Frust im Reihenhausidyll in die Katastrophe führen können.
Sollen das etwa neue Erkenntnisse sein? Es ist doch sehr häufig der Fall, dass besonders hinter den glitzernen Fassaden die meisten Dramen entstehen. Man schaue sich z. B. an, was in dem kleinen, gutbürgerlichen Ort Schwalmtal (nahe der niederländischen Grenze, Jupp Heynckes wohnt dort) so alles in den letzten 3 Jahren passiert ist. Ein Rentner hat dort bei einem Notartermin im Rahmen einer Zwangsversteigerung mehrere Menschen erschossen, der Mörder von Mirko hatte dort sein Haus mit Frau und 4 Kindern und vor ein paar Wochen war dort ein Serienvergewaltiger unterwegs. Aber die NAchbarn stehen dann gerne entsetzt auf der Straße und brabbeln etwas von "Dat hen isch nit jedacht, dat sowat hier in der Geschend passiert." in ein Mikro des Lokalsenders. Mal wieder eine deutsche Produktion die man sich sicherlich nicht ansehen muss.

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Pressionist 15.01.2014, 12:38
2. Klischees, Klischees ...

... der Film wird so sein wie dieser Artikel über ihn. Kann bzw. hätte man sich sparen können zu gucken bzw. zu lesen.

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koala1909 15.01.2014, 12:47
3. Typisch!

Immer ist es der Mann, der Gewalt ausübt. Ich hasse Männer, die gewalttätig werden. Aber, dass auch von Frauen, Müttern Gewalt ausgeht wird weiter ignoriert. Dabei ist statistisch bewiesen, dass das auch keine Seltenheit mehr ist. Aber das würde ja den Mann aus der Täterrolle rausbringen und die Frau als Täterin drastellen. Aber sowas darf eben nicht sein.

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soistdes 15.01.2014, 12:48
4. Der böse Mann,

Zitat: "Und später knallt Andreas dann Sarah gegen die Kellerwand, bis seine Stieftochter mit Blutergüssen auf dem Boden liegt."

So stellt man sich den durchschnittlichen deutschen Patchworkfamilien -Geschädigten, post-geschiedenen und degradierten Papa in diesem Land also vor.
Es werden noch alle früh genug merken, wozu das führt. Letztendlich zur Totalverweigerung, sodass die Weiblein bettelnd und ausgehungert um Annahme winseln werden.

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lukretia 15.01.2014, 12:57
5. Augen auf bei der Partnerwahl

Wenn man bei der Partnerwahl genau hinschaut (und da fängt es ja an!) und sich auch nicht dauernd trennt, kommt man nicht so schnell in solche Situationen. Ansonsten lieber allein bleiben!

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aix 15.01.2014, 13:08
6. Häusliche Gewalt

Nach einer Studie der britischen Polizei gehen 40% der häuslichen Gewalt von Frauen aus.

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petrapanther 15.01.2014, 13:13
7.

Zitat von koala1909
Immer ist es der Mann, der Gewalt ausübt. Ich hasse Männer, die gewalttätig werden. Aber, dass auch von Frauen, Müttern Gewalt ausgeht wird weiter ignoriert. Dabei ist statistisch bewiesen, dass das auch keine Seltenheit mehr ist.
In der Mehrheit der Fälle geht die Gewalt nun einmal vom Mann aus, insofern scheint der Film die Realität doch adequat darzustellen. Wenn Ihnen das nicht gefällt, dann schauen Sie sich den Film eben nicht an.
Des weiteren steht im Artikel, dass die Mutter durch ihr Wegschauen und ihre Realitätsverweigerung die Gewalt erst moeglich macht. Es wird also offenbar durchaus differenziert.

Zitat von koala1909
Aber das würde ja den Mann aus der Täterrolle rausbringen und die Frau als Täterin drastellen. Aber sowas darf eben nicht sein.
Selbstmitleid ist keine Tugend.

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Widerstandsgewächs 15.01.2014, 13:17
8. es ist eine Unsitte

Zitat von sysop
Das Drama "Es ist alles in Ordnung" erzählt von einem Vater, der seine Stieftochter verprügelt, und einer Mutter, die lieber wegschaut. Der kluge ARD-Film zeigt, wie Sehnsucht und Frust im Reihenhausidyll in die Katastrophe führen können.
ein Forum über eine Sendung zu eröffnen, die noch gar nicht gelaufen ist. Was soll damit bezweckt werden? Weder die Sichtweise des Previwers ist zu beurteilen, noch die der Sendung? Schade eigentlich bei einem so wichtigen Thema wie familiärer Gewalt und ich kann nur allen Wir- und Dir Gruppen empfehlen, sich zurück zu halten! Was man nicht kennt, kann man nicht beurteilen!

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DonCarlos 15.01.2014, 13:32
9. Häusliche Gewalt ist in Deutschland männlich besetzt

Zitat von petrapanther
In der Mehrheit der Fälle geht die Gewalt nun einmal vom Mann aus, insofern scheint der Film die Realität doch adequat darzustellen. Wenn Ihnen das nicht gefällt, dann schauen Sie sich den Film eben nicht an.
Der Film stellt nur die Realität der Deutschen Wahrnehmung dar. Es ist aus internationalen Studien bekannt, dass häusliche Gewalt überwiegend von Frauen gegen Kinder oder Alte ausgeübt wird.

Die Gewaltanwendung unter Partnern ist gleich verteilt. Frauen haben es schlicht einfacher als glaubwürdige Opfer dazustehen.

Zitat von petrapanther
Des weiteren steht im Artikel, dass die Mutter durch ihr Wegschauen und ihre Realitätsverweigerung die Gewalt erst moeglich macht. Es wird also offenbar durchaus differenziert.
Die größte Realitätsverweigerung ist aber, dass man gerade bei Müttern weg schaut.
Zitat von petrapanther
Selbstmitleid ist keine Tugend.
Selbstbetrug aber auch nicht.

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