Forum: Kultur
ARD-Großereignis "Dreileben": Gier im Blick, Trauer im Herzen

Feindliche Übernahme des ARD-Programms: Drei der*radikalsten deutschen Regisseure haben sich für das*Krimi-Panorama "Dreileben" zusammengetan. Der*viereinhalbstündige Koloss der Fernsehkunst stellt die Primetime-Sehgewohnheiten*auf*eine harte Probe.

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kjartan75 28.08.2011, 13:08
1.

Na, das hört sich nach einem lohnenswerten TV-Ereignis an. Der Trailer hatte mich schon neugierig gemacht. Ich freue mich drauf.

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Hercules Rockefeller 28.08.2011, 14:18
2. Schon keine Lust mehr

Nach diesem Artikel habe ich schon überhaupt keine Lust mehr, auch nur einen dieser Filme zu gucken.

Der typische Mammutjammerschinken, den die Öffentlichen alle 5 Jahre produzieren lassen und den man bereits ein halbes Jahr nach Ausstrahlung nicht mehr erinnert.

Wenn man sich mal anschaut, was amerikanische Sender wie Showtime oder HBO mit einem Bruchteil an Geldern auf die Beine stellen, dann sind solche "ARD-Großereignisse" ein Schlag ins Gesicht eines jeden Gebührenzahlers.

Und das deutsche Autorenfilmer im Ausland Erfolge feiern und Anerkennung genießen, halte ich für eine glatte Lüge. Mich hat noch nie ein Ausländer auf einen deutschen Autorenfilm angesprochen, diese werden auch in internationalen Filmforen nicht erwähnt. Der deutsche Film findet im Ausland genau so wenig statt, wie in Deutschland selbst.

Vermutlich liegt es am "Bildungsauftrag"-würden die Öffentlichen erstmals einen guten Film produzieren, würde ja keiner mehr ein Buch lesen. Deshalb gibts nur Mist, dem hie und da mal ein Grimmepreischen übergeworfen wird, vorzugsweise dafür, dass es niemand sehen wollte, denn dann muss es ja gut sein. Derweil guckt die Nation andere Sender und lädt im Netz, dass das Modem glüht.

Ich war lange Anhänger der GEZ-Idee, aber langsam reichts. Millionen für Lottozahlenansagerinnen, aber nicht eine einzige Serie, die sich international verkaufen lässt (von Derrick und der Alte mal abgesehen) und international Preise einheimst.

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Kaiserbubu 28.08.2011, 14:38
3. Pech gehabt

[QUOTE=Hercules Rockefeller;8595805]Nach diesem Artikel habe ich schon überhaupt keine Lust mehr, auch nur einen dieser Filme zu gucken.

Der typische Mammutjammerschinken, den die Öffentlichen alle 5 Jahre produzieren lassen und den man bereits ein halbes Jahr nach Ausstrahlung nicht mehr erinnert.

Dein Pseudo müsste doch auf "Mammutjammerschinken" stehen Herr "HERCULES ROCKEFELLER" Aber die größten Säugetiere sollten ja auch angeblich am liebsten "die Privaten"gesehen haben. Hing wohl mit der Größe des Hirns zusammen. Leider ausgestorben!

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prospektor 28.08.2011, 14:53
4. oh Gott

Das klingt entsetzlich langweilig. Ich habe irgendwann nach der Hälfte aufgehört zu lesen, als es um das "Raumgreifen der Charaktere" oder so ähnlich ging, die "taumelnd, tollend" (und noch irgendwas; tanzend? Torkelnd? Trantütig?) im feuchten Thüringer Gras liegen etc. pp.
Zwischen diesen handlungsarmen Charakterstudien und "Alarm für Cobra 11" muß es doch noch etwas geben, vielleicht sogar etwas anderes als Doku-Dramas über Ereignisse aus der deutschen Geschichte. Größtenteils muß man der deutschen Fernsehlandschaft eine entsetzliche Phantasielosigkeit vorwerfen.

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SPONNY7 28.08.2011, 15:15
5. War schon Sendetermin, oder was?

Zitat von
Nach diesem Artikel habe ich schon überhaupt keine Lust mehr, auch nur einen dieser Filme zu gucken. ... Wenn man sich mal anschaut, was amerikanische Sender wie Showtime oder HBO mit einem Bruchteil ... Ich war lange Anhänger der GEZ-Idee, aber langsam reichts ...
Zitat von
... Aber die größten Säugetiere sollten ja auch angeblich am liebsten "die Privaten"gesehen haben. Hing wohl mit der Größe des Hirns zusammen. Leider ausgestorben!
Zitat von
oh Gott Das klingt entsetzlich langweilig ... Größtenteils muß man der deutschen Fernsehlandschaft eine entsetzliche Phantasielosigkeit vorwerfen.
Noch niemand von den Kommentatoren hier hat die Filme gesehen, wissen aber schon genau, was davon zu halten ist!?

Wie überheblich kann man eigentlich sein?

Das Bad in den eigenen Vorurteilen, der eigenen Unfehlbarkeit und der eigenen Überlegenheit scheint doch immer noch das angenehmste zu sein.

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langenscheidt 28.08.2011, 15:24
6. Mit dem Finger auf andere zeigen

Zitat von
Wie werde ich zu dem, was die Gesellschaft aus mir macht?
Hört sich psychologisch hochschwanger an - ist aber Beweihräucherung des eigenen Unvermögens sich selbst zu erkennen, sich zu akzeptieren und mit Kompromissbereitschaft in der Gesellschaft/Umwelt zu leben, die Fähigkeit sich einzuordnen.
Insbesondere Künstler propagieren gern die persönlichste Freiheit des Individuums. Diese Utopie scheitert am Mensch, weil er zugrunde geht, wenn jeder das macht wozu er Lust hat und nicht daß, was ihn am Leben hält (z.B. Arbeit, Nahrung produzieren).

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jot-we 28.08.2011, 15:26
7. °!°

Im Prinzip ist es ja so: sobald ein SPON-Redakteur Sensationelles aus den Bereichen Kunst, Kultur und Humor ankündigt, ist höchste Vorsicht geboten: das geht eigentlich immer schief und man ist bestens beraten, das genaue Gegenteil des wortreich Beschriebenen zu erwarten.
In diesem Fall jedoch könnte es sich durchaus um die Ausnahme von der Regel handeln - also mal sehen ...

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etiennen 28.08.2011, 15:50
8. Laaaaaaaaaaaaaaaaaaangweilig!!!

Ich kann mich dem Tenor nur anschließen: warum genau sollte irgendjemand diesen raumnehmenden, tanzenden und tollenden Film sehen wollen? Sagen wir halt die Wahrheit: der deutsche Film ist tot. Im letzten Jahrzehnt gab es genau drei deutsche Filme, die es wert waren gesehen zu werden, nämlich "Das Leben der Anderen", "Der Untergang" und "Der Baader Meinhof Komlex". Unsere Serienlandschaft ist tot, unsere Filmlandschaft ist tot und unsere Fernsehfilme sind sozusagen untot, denn man wünscht sich nichts sehnlicher als sie zurück ins Grab bringen zu können.

Es gibt gute Filme aus Amerika, England, Frankreich, Skandinavien, Russland, Spanien, China, Japan, Brasilien und Kanada, aber NICHT aus Deutschland. Aus Deutschland kommt nur raumnehmender, tanzender und tollender Unfug und ein paar Kritiker, die gerne Poeten geworden wären.

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cobobka 28.08.2011, 15:50
9.

Zitat von jot-we
Im Prinzip ist es ja so: sobald ein SPON-Redakteur Sensationelles aus den Bereichen Kunst, Kultur und Humor ankündigt, ist höchste Vorsicht geboten: das geht eigentlich immer schief und man ist bestens beraten, das genaue Gegenteil des wortreich Beschriebenen zu erwarten. In diesem Fall jedoch könnte es sich durchaus um die Ausnahme von der Regel handeln - also mal sehen ...
Der letzte Polizeiruf 110 vom vergangenen Wochenende, mit Dominik Graf als Regisseur, wurde auch im Vorfeld bei SPON gelobt. Und der hatte das Lob durchaus verdient. Ich freu mich auf Montag.

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