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ARD-Sonntagskrimi: Der Franken-"Tatort" im Schnellcheck
BR/ Hendrik Heiden

"Der Ring der Nibelungen" trifft "Das Schweigen der Lämmer": Die fränkischen "Tatort"-Ermittler jagen während der Wagner-Festspiele in Bayreuth einem Killer hinterher.

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ambulans 24.02.2019, 15:02
1. das

problem liegt hier wahrscheinlich in der wahl des themas und des dazugehörigen tatortes/ambientes: bayreuth ist für sowas schlichtweg unbrauchbar/unspielbar, weil - dieser österreicher (a.h.) hat mit seiner wahnhaften wagner-annäherungssucht an wagner und bayreuth jeder (auch zukünftiger) herangehensweise für alle zeiten jeden boden unter den füßen weggezogen; pech für bayreuth (schlingensief, meese, beliebige andere krawallmacher, etc. konnten und können daran nichts ändern). magenza locuta causa finita ...

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odenkirchener 24.02.2019, 16:28
2. Egal,

ich hab heute Abend Zugriff auf'n flottes stabiles iNet. Die zwei sehe' ich gerne zu. Gute Leute. Da fühl ich mich eigentlich immer ganz gut unterhalten. . .

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Dramaturgen-Frau 24.02.2019, 17:32
3. Ich wünschte mir für die Figur Voss...

... mehr Privates, z.B. eine (unglückliche) Liebe oder einen One-Night-Stand mit viel oder immer mal wieder Alkohol. Dass nun die alternde Co-Kommissarin für die pathogenen Psychostrukturen benutzt wird in dem Duo, ist wahrscheinlich der ARD-pc geschuldet, ist aber letztlich eben sehr unerotisch. Da könnte man mehr draus machen. Ob nun mit diesem Tatort jene Schwedenkrimiliebhaber, die gern in Blutmatsch waten und Kellerfolter etc. goutieren, gut bedient sein werden, ist fast zu befürchten nach dem, was die Kritik ausbreitet. Sowas ist anachronistisch und wird zu keinem Erfolg im Jahre 2019 führen. Daher wäre mehr Blick in die Privatheit des Kommissars Voss eine schöne, vielleicht sogar dominierende Nebenhandlung, die wie bei Matthias Brandt alias Hanns von Meuffels im P110 die Lust des begleitenden Blicks des Zuschauers im Ablauf des Fernsehfilms veredeln würde.

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matteo51 24.02.2019, 18:38
4.

Zitat von Dramaturgen-Frau
... mehr Privates, z.B. eine (unglückliche) Liebe oder einen One-Night-Stand mit viel oder immer mal wieder Alkohol. Dass nun die alternde Co-Kommissarin für die pathogenen Psychostrukturen benutzt wird in dem Duo, ist wahrscheinlich der ARD-pc geschuldet, ist aber letztlich eben sehr unerotisch. Da könnte man mehr draus machen. Ob nun mit diesem Tatort jene Schwedenkrimiliebhaber, die gern in Blutmatsch waten und Kellerfolter etc. goutieren, gut bedient sein werden, ist fast zu befürchten nach dem, was die Kritik ausbreitet. Sowas ist anachronistisch und wird zu keinem Erfolg im Jahre 2019 führen. Daher wäre mehr Blick in die Privatheit des Kommissars Voss eine schöne, vielleicht sogar dominierende Nebenhandlung, die wie bei Matthias Brandt alias Hanns von Meuffels im P110 die Lust des begleitenden Blicks des Zuschauers im Ablauf des Fernsehfilms veredeln würde.
Hoppla - wenn ich das lese....eine super Idee, die könnte man doch mal konkret aufnehmen...obwohl mir es gut gefällt, dass auch die "alternde Co-Kommissarin" eine amgekratzte Seele hat...wie wir alle und wie viele Frauen in dem Alter. Gell.

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mentor54 24.02.2019, 20:04
5.

Zitat von Dramaturgen-Frau
Ich wünschte mir für die Figur Voss mehr Privates, z.B. eine (unglückliche) Liebe oder einen One-Night-Stand mit viel oder immer mal wieder Alkohol. Dass nun die alternde Co-Kommissarin für die pathogenen Psychostrukturen benutzt wird in dem Duo, ist wahrscheinlich der ARD-pc geschuldet, ist aber letztlich eben sehr unerotisch. Da könnte man mehr draus machen. Ob nun mit diesem Tatort jene Schwedenkrimiliebhaber, die gern in Blutmatsch waten und Kellerfolter etc. goutieren, gut bedient sein werden, ist fast zu befürchten nach dem, was die Kritik ausbreitet. Sowas ist anachronistisch und wird zu keinem Erfolg im Jahre 2019 führen. Daher wäre mehr Blick in die Privatheit des Kommissars Voss eine schöne, vielleicht sogar dominierende Nebenhandlung, die wie bei Matthias Brandt alias Hanns von Meuffels im P110 die Lust des begleitenden Blicks des Zuschauers im Ablauf des Fernsehfilms veredeln würde.
Also ich wäre froh, wenn es noch Krimis gäbe, in welchen die Protagonisten nicht irgendwie traumatisiert oder emotional gestört wären und per Flashbacks gegen ihre eigenen Psychomacken ankämpften (es sei denn, es ist so amüsant, originell und selbstironisch gemacht wie bei "Monk"), sondern sich auf ihre Ermittlungsarbeit konzentrierten. Ich weiß, das soll die Charaktere psychologisch "interessant", "ambivalent" und "vielschichtig" machen, ist aber längst zu einer stereotypen Masche degeneriert.

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butch_triathlet 24.02.2019, 21:48
6. bester Tatort seit langem

Das Zuschauen hat Laune gemacht. Die einzelnen Aspekte waren zwar bekannt. Aber gut und spannend in Szene gesetzt. Ausserdem hat er sich gut von gängigen Tatorts abgehoben. Gerne mehr davon.

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Dramaturgen-Frau 24.02.2019, 21:52
7. Das immergleiche ARD-Tatort-Darsteller-Ensemble...

Diesmal haben 50% des männlichen Dauerdarstellerensembles der ARD, bestehend aus
Thorsten Merten,
Jürgen Tarrach,
Stephan Grassmann,
Thomas Kügel,
Cem-Ali Gültekin,
den Franken-Tatort bestritten. Demnächst wird dieses Ensemble irgendeinen anderen Tatort bestücken.
Warum ist es den ARD-Redakteurinnen und -Casterinnen nicht möglich, neue deutsche Schauspieler zu etablieren? - Weil sie aus ihren Redaktionsstuben nicht herauskommen, weil es ihnen wichtiger ist, neben ihren 5000-Euro-Espressomaschinen wichtig, wichtig in ihre 2000-Euro-Laptops zu hacken, um die immer gleichen Gesichter zu verpflichten. Deutsche ARD-Redakteurinnen und -Casterinnen sind damit die Hauptverantwortlichen in der phänotypischen Verödung des öffentlich-rechtlichen Programms. Bitte, liebe Casterinnen und Redakeurinnen: Gehen Sie in die Schule von Dietrich Brüggemann, um neue Gesicher kennenzulernen. Oder: Verlassen Sie Ihre chiquen Redaktionsstuben und lernen Sie die Realität deutscher Theater kennen!
Ansonsten war dies ein mehr als akzeptabler Tatort, der mindestens 8 von 10 Punkten verdient hat. Die Darsteller sind ja nicht schlecht - ganz im Gegenteil. Es sind halt nur immer dieselben.

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inmado 24.02.2019, 22:08
8. 10 von 10

Nach vielen Enttäuschungen endlich man wieder ein Tatort! Einfach Klasse. Warum dieser nur eine 7 bekommt, wohingegen elendig langweilige Tatorte der letzten Zeit eine 10 bekamen, wissen wohl allein die SPON-Kritiker. Und, nein, keinesfalls mehr Privatleben der Kommissare. Ein Tatort sollte ein Krimi ein, kein Kriminalisten-Psychogramm (gähn!)

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HanzWachner 24.02.2019, 22:41
9. Gift, Gift, Gift

Der Autor dieses Tatorts sollte mal Stephen King lesen, damit er weiß wie Spannung geht.
Immer die gleiche Marotte bei den Ermittlern: irgendwie psychisch gestört oder traumatisiert, dass man als Zuschauer fragt, warum die nicht vorzeitig pensioniert werden. Die Täter auch immer total kaputt, dazu verarmte Bilder aus dem Schweigen-der-Lämmer-Album, Mysteryanleihen mit Schauspielern, die im Hotel Heidelberg völlig normal rüberkamen oder im Großstadtrevier Kleinkriminelle mimten oder als Anwalt in Lissabon die Leute langweilte. Gibt es in den Redaktionstuben des Tatorts wirklich nur noch desinteressierte Medienleute, die jeden Sch... gut finden?

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