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ARD-Sonntagskrimi: Der München-"Tatort" im Schnellcheck
Hendrik Heiden/ BR

Zwischen Atlantikbrandung und Eisbach-Welle: Der München-"Tatort" erzählt von einem kleinen Drogendealer, der vom ewigen Sommer träumt. Surfer-Melancholie pur.

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loscha2 26.05.2019, 19:51
1. Saude!

Hoppla, da ist dem lusophilen Redaktor aber eine sprachliche Grausamkeit entwischt! "Saudade" heisst das portugiesische "Nationalgefühl", das einer Mischung von Heimweh und Melancholie entspricht. Wünscht er den Zuschauern tatsächlich Heimweh und Traurigkeit? Doch wohle eher "Prost/Prosit". Das hingegen heisst "Saude!" (Gesundheit!)

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spon_5112961 26.05.2019, 20:55
2. Nicht das noch jemand denkt

München wäre Berlin. Ist es nicht. Gar nicht.
Schade eigentlich...

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asnide 26.05.2019, 21:06
3. Rückwärtsgewandt und langweilig

Der Tatort entwickelt sich wie die sogenannten Volksparteien. Die etablierten Schauspieler spielen füreinander, sind begeistert von ihrem eigenen Auftritt, schwelgen in Reminiszenzen und vergraulen ihre Wähler, sorry, ihr Publikum.

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Netzer0001 26.05.2019, 21:13
4.

9 von 10? Münschner Tatorte sind meistens nicht schlecht. Aber der ist ja selten langweilig.

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spon_5112961 26.05.2019, 21:41
5. A Naa...

ganz im Gegenteil!
Frisch und innovativ!
Sympathisch!

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keiler70 26.05.2019, 21:44
6. spannend

...wie Farbe beim Trocknen zuzusehen...

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Lelas 26.05.2019, 22:00
7.

Der nächste Tatort, in dem es nicht mehr um Kriminalfälle geht, sondern um die Kommissare und ein paar andere Typen. Langweilig bis zur Unerträglichkeit. Nennt den Quatsch nicht mehr Tatort und versendet es auf Arte nach Mitternacht.

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Ekkehard Grube 26.05.2019, 22:14
9. Nachdenkenswert

Für mich kristallisieren sich aus diesem Film folgende Aussagen heraus:

1.) Lasst um Himmels willen die Finger von dem Teufel "Drogen", sie ziehen die Süchtigen und ihr ganzes Umfeld in den Abgrund. Selbst wenn Mikesch eine Tochter hat, die mit wirklich rührender Liebe zu ihrem Vater hält, und auch sein alter Freund Leitmayer ihm helfen möchte, letzten Endes kann das alles ihn nicht vor dem schrecklichen Ende retten.

2.) Es ist zutiefst besorgniserregend, wenn, wie in diesem Film gezeigt, auch die höchsten Gesellschaftsschichten sich nicht zu schade sind, mit heruntergekommenen Junkies und Drogendealern Geschäfte zu machen.

Vor dem Hintergrund dieser Aussagen ziehe ich für mich die Schlussfolgerung, dass auch die Freigabe von Drogen zum "Eigenbedarf" (auch das wird in diesem Film thematisiert) letzten Endes nur ein Pflasterstein auf dem Weg in den Abgrund ist. Ganz zu schweigen von den Forderungen nach noch weitergehender Legalisierung von Drogen.

Wieder einmal hat sich gezeigt:

Tatorte, die gesellschaftliche Themen aufgreifen, ohne Krimis im engeren Sinne zu sein, sind nicht die schlechtesten.

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