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ARD-Sonntagskrimi: Der Österreich-"Tatort" im Schnellcheck
Helga Rader/ ORF

Der totale moralische Kahlschlag: Eisner und Fellner ermitteln zum Mord am Sohn eines Sägewerksbesitzers, der sein Umfeld gepeinigt hat. "Tatort" vor archaischem Alpenglühen.

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LapOfGods 24.11.2019, 20:13
1. Ich finde "Ekelfaktor" sollte eine Rubrik im Schnellcheck werden.

Da könnte beurteilt werden, ob wieder die schönsten Wunden und Verstümmelung in Großaufnahme und Zeitlupe gezeigt werden, wie viele Maden dieses Mal vorkommen, wie der Verwesungsgrad der gezeigten Körperteile ist über die der Kommissar minutenlang am Seziertisch diskutieren und ähnlich appetitliche Dinge, die die letzten Tatorte nicht nur für Bestatter so sehenswert machten

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Dramaturgen-Frau 24.11.2019, 21:15
2. Erkenntnisreich

Die Jugend von heute hört also (Eingangsszene) beim Schäferstündchen "What a wonderful world" von Louis Armstrong. Das kann sich wirklich nur ein über 60-jähriger Regisseur ausdenken! Im Drehbuch der auch schon weit in den 50ern sich befindenden Autorin kam das sicher nicht vor.
Warum man die Frau Altenberger, die jetzt die Nachfolge von Matthias Brandt in viel zu großen Schuhen angetreten ist, hier in einer Nebenrolle zeigen muss, lässt sich vielleicht nur damit erklären, dass dieser Film bereits vor langer Zeit abgedreht war, also, bevor sie in die viel zu großen Schuhe des Herrn Brandt getreten ist. Hier spielt sie gut, im P110 spielt sie schlecht. Sie sollte also weiter in dieserart Rollen eingesetzt werden, nicht in Hauptrollen als Kommissarin / Polizistin.
Ich mag die grantelige Grundstimmung der Figur Eisner. Allerdings ist es heute ein bisschen arg. Vieleicht könnte man auch für dieses extreme Granteln einen Hauch von Motivation für den bundesdeutschen Zuschauer einbringen? Wäre das wohl möglich? - Ohne die Figur, wie es schon einige Male vorgekommen ist, zu weich zu spülen.
Nun, dieser Ausflug in die Provinz hat's nicht wirklich rausgerissen. Da ist mir das Wiener Terroir mit Inkasso-Heinzi et al. dann doch um ein Vielfaches lieber. Bitte für's nächste Mal beachten, ORF! Danke sagt Clara Bosworth, die Frau eines Dramaturgen aus dem Frankfurter Speckgürtel bei ihrem viertel Glaserl Grüner Veltliner.

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Lelas 24.11.2019, 21:56
3.

Stones-Songs gab’s einige, „Satisfaction“ war nicht dabei. Guckt ein Kritiker den Film richtig oder nur im Schnelldurchlauf oder lässt er gucken?

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die2lustigen3 24.11.2019, 21:57
4. Rolling Stones...

Zwar reichlich, aber „I can‘t get no satisfaction“ war nicht dabei. Mit Musik hat H. Buss es nicht so...

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Barfüsser 24.11.2019, 22:01
5. Der

Tatort hat auch einen realen Hintergrund:

https://www.diepresse.com/5465739/vorwurfe-gegen-holzindustrie-schweighofer-in-rumanien-und-der-ukraine

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heinrich-wilhelm 24.11.2019, 22:04
6. Süddeutsche

Mögen dieses Wiener Geranze vielleicht verstehen, der norddeutsche Rest wird seine Schwierigkeiten gehabt haben. Schade,denn der Krimi war gut.

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Max Dralle 24.11.2019, 22:07
7.

Ich möchte zwar nicht behaupten, dass ich jede Sekunde voll bei der Sache war, aber „(I Cant Get No) Satisfaction" habe ich zumindest in dieser Folge nicht bewusst wahrgenommen. In der im Schnellcheck angesprochenen Szene sangen die beiden Figuren jedenfalls „You Can't Always Get What You Want“. Ansonsten: Zwar keine Spitzentatort, aber die zahlreichen Heimatfilmanleihen haben mit eigentlich recht gut gefallen.

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gersois 24.11.2019, 22:09
8. You can't always get what you want

kann man eigentlich nicht mit Satisfaction verwechseln! Welchen Film hat sich Herr Buß denn angeschaut?

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aggro_aggro 24.11.2019, 22:32
9. Ja, Musik ist wichtig...

Aber was ist mit dem Plot?
Ein Notwehr-Tatbestand mit einer älteren Dame als Täterin muss doch nicht auf diese Art vertuscht werden, damit direkt das halbe Dorf samt Dorfpolizist in den Knast geht. Das war mir etwas zu weit hergeholt.

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