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ARD-Sonntagskrimi: Der Schweizer "Tatort" im Schnellcheck
ARD/ Daniel Winkler

Schraube um Schraube, Zahn um Zahn: Ein Arbeitsloser fordert Genugtuung vom Konzernchef, der ihn wegrationalisierte. Der Schweizer "Tatort" als kapitalismuskritisches Tohuwabohu.

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Todweber 30.12.2018, 12:07
1. Schluss mit der Eintönigkeit

So langsam reicht es mit diesen sozialkritischen Tatorten in nur einer Richtung. Millionär sein? Um Gottes Willen, ein Verbrechen.
Reich sein? Ganz schlimm, bestimmt auf Kosten anderer gelebt.
Sexpartys mit Escort Girls der Superklasse (Tatort ARD/HR Der Turm)
etwas furchtbares. Burschenschaften, lauter Schwerverbrecher usw.
Man fühlt sich direkt versetzt in die Talk-Show der ARD mit Anne Will, als Merz gegrillt wurde von 3 Damen.
Fällt diesen Machern nichts anderes ein?
Aber eine Gebührenerhöhung verlangen, für was?
Krieg und Frieden, die Alternative auf Arte in HD.
Tatort, mir reicht es mit diesen linken Tatortmachern.

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ed_knorke 30.12.2018, 12:20
2. Bin gespannt

auf den Tatort. Heute morgen hat SWR 3 den Schweizer Tatort mit 5 von 5 Elchen bewertet. Er sei grandios und hätte das Zeug zum besten Tatort des Jahres. Schaue ich mir auf jeden Fall an.

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egbert_sass 30.12.2018, 12:45
3. Glück im Unglück

Auf diesem Foto
http://www.spiegel.de/fotostrecke/tatort-friss-oder-stirb-bilder-fotostrecke-165886.html
bedroht der Geiselnehmer seine Geisel mit einer gesicherten Waffe. Wozu dann der Finger am Abzug? Als unfreiwilliger Gebührenzahler würde ich Fachberatung für Darsteller erwarten: Wenn eine Beretta 92 entsichert ist, sieht man den roten Punkt. In gesichertem Zustand nicht.
https://de.wikipedia.org/wiki/Datei:M9-pistolet.jpg
Hoffe, geholfen zu haben.

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peter_rot 30.12.2018, 12:49
4. Werde den Tatort nicht sehen

Hatte schon beim Durchlesen der Inhaltsangabe in der TV Zeitung überlegt diesen Tatort nicht zu sehen. Nach diesem Kommentar von SPON ist die Entscheidung gefallen den Fernseher aus zu lassen. Es ist schon sehr abstrus, was einige Drehbuchschreiber da abliefern.

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peterw 30.12.2018, 13:37
5. Bin gespannt!

Im Gegensatz zu Herrn Todweber reicht es mir nicht, und ich freue mich auf den Tatort!
Um so mehr, als es vorab unterschiedliche Bewertungen gibt.

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petitchoux 30.12.2018, 13:43
6. Ein Verriss auf SPON?

Das könnte gute und spannende Unterhaltung werden. Bei den von SPON gut bewerteten Tatorten langweile ich mich meist zu Tode.

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angst+money 30.12.2018, 13:43
7. Überschrift

Klingt doch spaßig. In der Tat wirken viele Anwesen und sonstigen Accessoires von vermögenden Mitbürgern genau so: wie eine überzeichnete Installation zum Thema Reichtum. Wo sich viel Geld mit wenig Geist trifft halt..

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keyjay 30.12.2018, 14:02
8. Iss klar, ...

Zitat von peter_rot
Hatte schon beim Durchlesen der Inhaltsangabe in der TV Zeitung überlegt diesen Tatort nicht zu sehen. Nach diesem Kommentar von SPON ist die Entscheidung gefallen den Fernseher aus zu lassen. Es ist schon sehr abstrus, was einige Drehbuchschreiber da abliefern.
... wenn SPON nur 3 von 10 Punkten für den Tatort vergibt, muss der ja nichts taugen. Ich möchte jetzt nicht mit dem Gelaber kommen, wie "wenn der Buß einen Tatort zerreißt, muss er gut sein". Das ist Blödsinn. Viele andere Medien sehen in dem Tatort (und nicht nur der SWR mit seinen "5 von 5 Elchen") einen guten Krimi. Aber stimmt, ich habe vergessen: wenn ein SPON-Redakteur schreibt, etwas ist Mist, dann ist das so. Ich jedenfalls gucke mir den Tatort an, auch wenn die Schweizer nicht zu meinen favorisierten Ermittlern zählen. Maulen kann ich ab 21:45 Uhr immer noch.

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larsmach 30.12.2018, 16:31
9. Realität ist längst weiter: Angestellt werden wegrationalisiert!

Wie!? Arbeiter werden durch Automatisierung marginalisiert oder wegrationalisiert? Wir spielen Reise nach Jerusalem? - Das ist ein alter Hut: Wir sind längst dabei, praktisch alle Angestelltenberufe zu Assistentenstellen zu machen oder ganz aus der Gleichung zu nehmen. Unserem Ziel, das Bruttoinlandsprodukt (BIP) fast ohne menschliche Arbeit (ob mechanisch oder kognitiv) zu erzeugen, kommen wir jedes Jahr näher - und wenn wir Unternehmer (als Eigentümer des BIP!) über gesellschaftliche Lösungen debattieren, sorgen Neid und Missgunst der Opfer (untereinander!) brav dafür, dass das Prekariat weiter wächst und der Mittelstand schrumpt - unter Wehen namens Ratenkredit und Leasing-Schulden... schließlich will man seine Vermögensillusion aufrecht erhalten. - Einige Diskutanten weiter oben sehen die Lage indes völlig richtig: Der gemeine Malocher und TV-Konsument ("nach oben buckeln, nach unten treten") hat wenig Verständnis für derartige Stoffe, die zwar ihn und sein Leben betreffen und das seiner Kinder besonders - direkt und unmittelbar, doch nicht ansatzweise so viel Spaß beim Abreagieren machen wie die prominenten Themen Migration, Asylrecht usw. usw.. So schrumpfen weiter die Realeinkommen der Mehrheit, was en passent den Rundfunkbeitrag relativ dazu erhöht - wirklich interessieren tut den lieben Bürger das aber nicht.

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