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ARD-Suiziddrama: Handschuhe für die Leichenhände

Der Tod lässt sich nicht wegreden: Das kompromisslose ARD-Drama "Der letzte schöne Tag" erzählt davon, wie eine Familie mit dem Suizid der Mutter umzugehen versucht. Ein Requiem, das ganz ohne Küchenpsychologie und Seelen-Klimbim auskommt.

autocrator 18.01.2012, 15:56
1. wo

wo hat denn der artikelautor denn diesen gequirlten satz her (zitat):
"Ein Tod stiftet nun mal keinen Sinn, ein Freitod schon mal gar nicht."
auweia.
ein suizid hat immer einen sinn – und sei es nur der für den selbstmörder, in seiner ganz konkreten individuellen situation, seinem erleben, seiner umwelt.
und wie oft wird einfach "sterben gelassen"? - jährlich krepieren in Deutschlandesh 15.000 patienten an krankenhauskeimen, das ist seit jahren bekannt, niemand unternimmt etwas dagegen, am wenigsten die verantwortlichen in den krankenhäusern und den zuständigen gesundheitsbehörden & -ministerien ... das hat auch einen sinn! - und sei's bloß der: sich bloß keine arbeit machen, die verfehlungen der vergangenheit nicht zugeben müssen, keine schadensersatzklagen am hals haben, kein zusätzlicher mehraufwand mit mehrkosten betreiben müssen.

sinnlos gestorben wird ganz selten.
der sinn ist nur oft für die hinterbliebenen oder die verantwortlichen kein angenehmer, der sich leicht verteidigen ließe.
Die sinnfrage nicht zu stellen, oder gar einfach mit einem läppischen satz wegzuwischen dient nur der eigenen bequemlichkeit bzw. dem erhalt eines menschenverachtenden systems, das nur marginal bereit ist, wirkliche lösungen zu erarbeiten und anzubieten.

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autocrator 18.01.2012, 16:44
2. wo

wo hat denn der artikelautor denn diesen gequirlten satz her (zitat):
"Ein Tod stiftet nun mal keinen Sinn, ein Freitod schon mal gar nicht."
auweia.
ein suizid hat immer einen sinn – und sei es nur der für den selbstmörder, in seiner ganz konkreten individuellen situation, seinem erleben, seiner umwelt.
und wie oft wird einfach "sterben gelassen"? - jährlich krepieren in Deutschlandesh 15.000 patienten an krankenhauskeimen, das ist seit jahren bekannt, niemand unternimmt etwas dagegen, am wenigsten die verantwortlichen in den krankenhäusern und den zuständigen gesundheitsbehörden & -ministerien ... das hat auch einen sinn! - und sei's bloß der: sich bloß keine arbeit machen, die verfehlungen der vergangenheit nicht zugeben müssen, keine schadensersatzklagen am hals haben, kein zusätzlicher mehraufwand mit mehrkosten betreiben müssen.

sinnlos gestorben wird ganz selten.
der sinn ist nur oft für die hinterbliebenen oder die verantwortlichen kein angenehmer, der sich leicht verteidigen ließe.
Die sinnfrage nicht zu stellen, oder gar einfach mit einem läppischen satz wegzuwischen dient nur der eigenen bequemlichkeit bzw. dem erhalt eines menschenverachtenden systems, das nur marginal bereit ist, wirkliche lösungen zu erarbeiten und anzubieten.

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uchawi 18.01.2012, 16:50
3.

Zitat von autocrator
der sinn ist nur oft für die hinterbliebenen oder die verantwortlichen kein angenehmer, der sich leicht verteidigen ließe. Die sinnfrage nicht zu stellen, oder gar einfach mit einem läppischen satz wegzuwischen dient nur der eigenen bequemlichkeit bzw. dem erhalt eines menschenverachtenden systems, das nur marginal bereit ist, wirkliche lösungen zu erarbeiten und anzubieten.
Sie verwechselns offenbar die Begriffe "Sinn" und "Grund". Das erklärt auch, weshalb Sie offenbar den Autor nicht verstanden haben. Oder was hat die Frage nach den tiefen Spuren und den offenen Fragen, die ein Suizid bei den Hinterbliebenen hinterlässt, mit Ihrem Wutausbruch über Krankenhauskeime zu tun? Mir erschließt sich der Sinn Ihres Beitrags nicht, der Grund allerdings ist offensichtlich: Frustabbau.

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karx11erx 18.01.2012, 16:57
4. Verwechslung

@autocrator:

Wenn Sie aufhören würden, Ursache mit Sinn zu verwechseln, würde ihnen vielleicht auffallen, wer hier wirklich gequirlte ... Sätze hinterlassen hat.

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autocrator 18.01.2012, 17:19
5. wo

wo hat denn der artikelautor denn diesen gequirlten satz her (zitat):
"Ein Tod stiftet nun mal keinen Sinn, ein Freitod schon mal gar nicht."
auweia.
ein suizid hat immer einen sinn – und sei es nur der für den selbstmörder, in seiner ganz konkreten individuellen situation, seinem erleben, seiner umwelt.
und wie oft wird einfach "sterben gelassen"? - jährlich krepieren in Deutschlandesh 15.000 patienten an krankenhauskeimen, das ist seit jahren bekannt, niemand unternimmt etwas dagegen, am wenigsten die verantwortlichen in den krankenhäusern und den zuständigen gesundheitsbehörden & -ministerien ... das hat auch einen sinn! - und sei's bloß der: sich bloß keine arbeit machen, die verfehlungen der vergangenheit nicht zugeben müssen, keine schadensersatzklagen am hals haben, kein zusätzlicher mehraufwand mit mehrkosten betreiben müssen.

sinnlos gestorben wird ganz selten.
der sinn ist nur oft für die hinterbliebenen oder die verantwortlichen kein angenehmer, der sich leicht verteidigen ließe.
Die sinnfrage nicht zu stellen, oder gar einfach mit einem läppischen satz wegzuwischen dient nur der eigenen bequemlichkeit bzw. dem erhalt eines menschenverachtenden systems, das nur marginal bereit ist, wirkliche lösungen zu erarbeiten und anzubieten.

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OnkelHotte 18.01.2012, 21:42
6. Was ist denn da passiert?

Da verpasst man es, gleich nach der Tagesschau um-/abzuschalten. Und landet bei einem Film, dem man den Offentlich-Rechtlichen gar nicht mehrzugetraut hätte.

Ohne Quotenbesetzung, ohne laute Töne, ohne ätzende Volkspädagogik. Mit grandiosen schauspielerischen Leistungen, besonders der minderjährigen Darsteller.
Einfach nur die pure Darstellung einer Tragödie, die nicht wenige Familien trifft, den Suizid eine Familienmitglieds.

Wahrlich ein Film, der zu Tränen rührt.

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widower+2 19.01.2012, 08:41
7. Toller Artikel

Zitat von sysop
Der Tod lässt sich nicht wegreden: Das kompromisslose ARD-Drama "Der letzte schöne Tag" erzählt davon, wie eine Familie mit dem Suizid der Mutter umzugehen versucht. Ein Requiem, das ganz ohne Küchenpsychologie und Seelen-Klimbim auskommt.
Ich habe lange mit mir selbst gerungen, ob ich mir diesen Film (quasi meine eigene Lebensgeschichte) anschauen soll. Ich konnte es nicht. Den SPON-Artikel darüber zu lesen, habe ich gerade noch geschafft.

Dieser ist Wort für Wort absolut treffend. Ja, nicht nur die Zukunft geht verloren, sondern auch ein großer Teil der Vergangenheit.

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rennflosse 19.01.2012, 09:32
8. Drama

Ich bin unwissend in den Film gelangt, wusste vorher nicht was wir schauen, und war tief berührt. Suizid oder nicht, der Tod eines geliebten Menschen verlangt den Hinterbliebenen einiges ab. Besonders wenn er wie in diesem Film, scheinbar vorzeitig "zu früh" eintritt.

Den ganzen Schmerz, die Banalität der ersten organisatorischen Schritte zur Regelung der notwendigen Angelegenheiten, ich kenne das nur allzu gut.

Einen solchen Film kann eben nur das öffentlich rechtliche Fernsehen bringen. In solchen Augenblicken weiß man, dass die Gebühren gut angelegt sind.

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GinaBe 19.01.2012, 09:36
9.

Zitat von OnkelHotte
Da verpasst man es, gleich nach der Tagesschau um-/abzuschalten. Und landet bei einem Film, dem man den Offentlich-Rechtlichen gar nicht mehrzugetraut hätte. Ohne Quotenbesetzung, ohne laute Töne, ohne ätzende Volkspädagogik. Mit grandiosen schauspielerischen Leistungen, besonders der minderjährigen Darsteller. Einfach nur die pure Darstellung einer Tragödie, die nicht wenige Familien trifft, den Suizid eine Familienmitglieds. Wahrlich ein Film, der zu Tränen rührt.
Das möchte ich gerne bestätigen!
Nicht zuletzt wegen dem Hinweis hier im SPON bin ich auf den Film aufmerksam geworden und war angenehm überrascht, wie er schildern und erzählen konnte, ohne durch billige Effekthascherei in schrillen Tönen umzukippen.
Feingezeichnete Charaktere, hier die pubertierende Tochter, sind hervorragend hervorgehoben worden, ohne überzeichnet zu sein.

Der sensible Sohn konnte die Mutter sehen, was nicht als Horror- element ausgenutzt wurde, sondern einfach "dazu gehörte".
Bravo, ihr öffentlich- rechtlichen! weiter so!
Derart anspruchsvolle Filme sind ein wohltuendes kontrastprogramm zum üblichen Talken und Quizzen und Volksmusiken!

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