Forum: Kultur
Art Basel: Dreijährige zerstört Kunstwerk im Wert von 50.000 Euro
Fabrice Coffrini/ AFP

Ein kleines Mädchen hat bei einem Rundgang mit seiner Mutter auf der Art Basel eine Skulptur zerstört. Mehr noch als den materiellen Verlust treibt den Galeristen aber etwas anderes um.

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pfalzkapelle 17.06.2019, 11:08
20. Klasse,

Banksy würde die Trümmer jetzt für das Doppelte verkaufen!
Eine Haftungsfrage gibt es nach Deutschen Recht ja auch nicht. Das Kind war ordnungsgemäßt gesichert durch den Sitz im Kinderwagen. Die Mutter konnte nicht damit rechnen, dass das Kind herausgreift und das Kunstwerk zerstört. Es bleibt aber auch die Frage, ob man so ein Kunstwerk zerstören kann. Das Kind war letztendlich ja nur kreativ tätig und hat das Werk des/der Künstlers, der Künstlerin vollendet. Wo bitte ist da das Problem. Eigentlich muss nur das Schild am dem Kunstwerk ausgetauscht werden. Jetzt kommt ein Schild an das Kunstwerk: Fliege, nach gescheitertem Landeanflug!
Euch allen noch einen schönen Tag und viel Spaß bei moderner Kunst!

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frenchie3 17.06.2019, 11:14
21. Die Butter vom Beuys hinstellen,

Fenster auf und in ein paar Stunden sind 50.000 Fliegen da. Jede als "Kunstkennerfliege" für einen Euro vertickt und der Schaden ist erledigt. Übrigens, hat mal einer nach einer Sollbruchstelle gesucht? Vielleicht ein Trick um zu kassieren? Für Reklame sorgen?

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WOLF in USA 17.06.2019, 11:18
22. meine Güte ...

Erstens kommt der angegebene Wert willkuehrlich zustande - warum nicht gleich 100K oder 1M. Zweitens sollte man das reparieren können (was natürlich die Puristen empoeren wuerde - mein Gott). Drittens haette man es vielleicht mal sicherer postionieren müssen. Viertens, wo Kinder sind passiert so was - und weiter. Fuenftens, wer das nicht versichert hat, ist selber Schuld. Sechstens, in China ist schon wieder ein Sack Reis umgefallen.

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jensrenner 17.06.2019, 11:18
23.

Wenn ein Kleinkind ein vermeintlich wertvolles Kunstwerk zerstören kann, gibt es verschiedene Gründe.
a) Es war nicht so wertvoll.
b) Es war keine Kunst.
c) Es war die Bestimmung dieses "wertvollen Kunstwerkes", von einem Kleinkind "vollendet" bzw. seiner Bestimmung zugeführt zu werden.

Der Mutter hat das nicht peinlich zu sein. Fall für die Versicherung.

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isar56 17.06.2019, 11:22
24.

Zitat von rotella
Zumindest wenn wir die deutsche Rechtslage betrachten. (Wer die schweizer Rechtslage kennt, kann gerne über die Unterschiede berichten!) In DE wäre das Kind selbst auf keinen Fall haftbar zu machen, da unter sieben Jahre alt, es bräuchte selbst also niemals etwas zahlen. Die Mutter wäre in die Haftung zu nehmen, wenn sie ihre Aufsichtspflicht vernachlässigt hätte. Die Mutter hatte nun das Kind im Kinderwagen dabei, es stand komplett unter ihrer Aufsicht. Nach meiner persönlichen Einschätzung wäre also auch die Mutter aus der Haftung raus. Die Haftpflichtversicherung würde also nicht zahlen und stattdessen unberechtigte Forserungen gegen sie abwehren.
Haben wir auch erlebt. Sofern der Mutter /dem Vater keine Aufsichtspflichtverletzung nachgewiesen werden kann, zahlt die Haftpflicht nicht. Uns wurde gesagt, so ein kleines Kind ist nicht versichert. Nur die Eltern, bei fehlender Aufsicht.
Zudem bleibt zu beweisen, dass die Fliege 50 000 Euro wert ist oder war.
Wo war das nochmal? Eine alte Frau hatte in einer Kirche ein sehr wertvolles Gemälde "restauriert" - die Augen übermalt, weil die Konturen ihr zu unscharf waren. Blöd gelaufen.

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Vanagas 17.06.2019, 11:25
25. Kindliche Kunstaktion

Das war doch sicherlich eingeplant. Neuer Name:“Insektensterben“.

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quark2@mailinator.com 17.06.2019, 11:27
26.

Keine Bilder des Objekts ? Schwache Leistung, SPON !

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swandue 17.06.2019, 11:31
27.

Zitat von rotella
Die Haftpflichtversicherung würde also nicht zahlen und stattdessen unberechtigte Forderungen gegen sie abwehren.
Mal ab von dem Kunstwerk, bei dem man vielleicht streiten kann, ob es so viel wert war oder gar jetzt noch mehr wert ist, finde ich das eine große Sauerei.

Es soll kein unkalkulierbares Risiko sein, Kinder zu haben. Es sollte aber auch nicht irgendjemand völlig ohne eigenes Verschulden auf einem Schaden sitzen bleiben, den ein Kind angerichtet hat. Da wird ja öfter mal etwas zerkratzt oder umgeworfen. Dafür schließt man eine Versicherung ab, das Risiko wird auf viele Schultern verteilt, Schäden sollten davon beglichen werden.

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mantrid 17.06.2019, 11:38
28. Preisverdächtige Perfomance-Künstlerin

Man sollte der dreijährigen Perfomance-Künstlerin, diesem neuem, strahlenden Stern am Kunsthimmel, einen Kunstpreis verleihen, für ihre kraftvolle avantgardistisch-expressiv--dramatische Darstellung der Vergänglichkeit. Mit ihrer eindrucksvollen Performance hat sie einen intelligenten Bezug zum aktuellen Zeitgeist hergestellt, einen künsterlisch höchst anspruchsvollen Fanal, dass auf aktuelle Theman anspielt, hier offensichtlich dem Insektensterben. Künsterlin und Galerist sollten sich bei der kleinen Dame bedanken. Für relativ kleines Geld bekommt man weltweite Aufmerksamkeit, die sich in klingender Münze auszahlen dürfte. Ich hoffe, die jungen Dame hat einen versierten Agenten, der ihr einen angemessenen Teil an den Erlösen dieser unglaublichen Performance sichert.

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rekcufrehtom 17.06.2019, 11:40
29. Empöristen Honeypot

Das Gequake der wie üblich herbeiströmenden Empöristen, die ungefragt der Welt kundtun wie wenig Kunstvoll dies und wie wenig wert jenes sei, ist mittlerweile weniger amüsant als lästig - weshalb überhaupt die Kommentare öffnen?

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