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Arzttermin-Talk bei Jauch: Alles nur Einzelfälle
DPA

Das lange Warten auf einen Termin beim Arzt war diesmal das Thema bei Günther Jauch. Doch für Patienten schien sich in der Runde niemand zu interessieren.

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Demokrator2007 23.02.2015, 11:26
50.

Zitat von areyoushure?
die Schuldigen sind ja auch nicht an die "Kandarre" genommen. Massenhaft strömen die Menschen in die Praxen und Ambulanzen mit "Wehwehchen" welche nun wirklich keiner Notfallbehandlung bedürfen. Dafür ist dann netterweise keine Zeit mehr für die richtigen Notfälle, da das EGO der selbstdiagnostizierten Dringlichkeiten alle Ressourcen verstopft.
Ich weiß unsere moderne Gesellschaft lebt inzw. vom gegenseitigen anwixen und demütigen.
Aber möglicherwiese könnte das mit den vollgestopften Praxen ja auch daran liegen, das die Leute einfach alle sind, sie müssen heute wohl weit mehr leisten als vor 20-30 Jahren. Man verlangt ihnen die Reserven ab, die moderne Technik nicht schafft.
Außerdem fordert germanischer Bürokratiewahn für alles eine Begründung der Arzt muß seine Diagnose begründen, der Patient sein Leiden.
Und die Kassen begründen damit ihre Notwendigkeit-eben.

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hatorihanzo 23.02.2015, 12:05
51. Erst denken, dann schreiben

Zitat von olicrom
Denn die Ausbildung eines einzigen Arztes ist viel teurer als die aller anderen Studenten. Diese Differenz trägt bislang die Öffentlichkeit. Bei dieser "Unternehmereinstellung" - die im Prinzip ja in Ordnung ist - sollten die Ärzte diese Differenz in Zukunft defintiv selber tragen. In den USA ist dieses Unternehmermodell ja usus, und da z.B müssen sie die gesamten Kosten selber zahlen. Das wird dann auch hierzulande schnell mal sechsstellig. Mal schaun, was die Damen und Herren dann davon halten.
Ihr Argument ist also, weil die Ausbildung der Ärzte teuer ist, sollen sie ihr Studium selbst bezahlen oder sich verpflichten einen Teil dieser Kosten durch gemeinnützige Tätigkeiten wieder "abzugelten". Sollen Physiker, Banker, Rechtsanwälte, Maschinenbauingenieure, Informatiker, Psychologen etc. etc. auch in Zukunft alle ein gemeinnütziges Sozialjahr leisten, um die ebenfalls nicht unerheblichen Aufwendungen des Staates für ihre Studien auszugleichen? Nicht selten wandern besonders erfolgreiche Absolventen solcher Fächer ins Ausland aus und verdienen dort sehr viel Geld... der amre deutsche Steuerzahler hat auch denen das Studium finanziert

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Bondurant 23.02.2015, 12:25
52.

Zitat von lindenbast
Ich ärgere mich auch, wegen jedem grippalen Infekt, der sich bestens durch ein paar Tage Bettruhe und heißen Tee auskurieren ließe, zum Arzt dackeln zu müssen...
Mit sowas ist z.B. ein (privat versicherter) Selbständiger gar nicht erst arbeitsunfähig und muss deshalb auch nicht zum Arzt und deshalb auch nicht warten.

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kreuter 23.02.2015, 21:57
53. Für Patienten sprechen meistens Doktoren ohne Kompetenz

Als Aktiver im Patientenschutz e.V., nicht zu verwechseln mit der später gegründeten Stiftung Patientenschutz, kenne ich die Probleme von ganz unten. Nur leider oder Gott sei Dankverfügen wir nicht über abgehobene Faktoren, meist Mediziner die die Problematik über die sie sprechen, nicht kennen. Hier im Emsland-Ostfriesland haben wir uns einen Namen gemacht, weil wir konsequent die Missstände benennen und hinterfragen. Dieses blutleere Gestammle war für die Durchsetzung von Patientenrechten und dem Gleichstellungsverlangen von privat und gesetzlich Versicherten, ist man keinen Deut näher gekommen. Es war eher kontraproduktiv.

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sorry ich bin bloß arzt 23.02.2015, 22:26
54. Überlegt, warum?

Zitat von xy1107
... nicht nur lange Wartezeiten, sondern flächendeckend Aufnahmestopps bei Ärzten aller Couleur; In welchem Staat leben wir eigentlich?
Und warum? Weil die gewählten Politiker Mitte der neunziger Jahre (nicht die Kassen) ein Budget eingeführt haben. Alles oberhalb wird nicht bezahlt.

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sorry ich bin bloß arzt 23.02.2015, 22:34
55.

Zitat von kritischer-spiegelleser
Unser System krankt an den Privatkassen. Gäbe es die nicht mehr wäre die Versorgung besser. S
Ich bin zwar grundsätzlich ebenfalls gegen zwei Kassensysteme. Allerdings täuschen Sie sich. Wenn die 10 % Privatversicherten auch Gesetzliche Kasse wären, ginge es den 90 % keinen Deut besser.

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sorry ich bin bloß arzt 23.02.2015, 22:36
56.

Zitat von deglaboy
Aber den süßen Klang des Geldes wohl. Am Gesundheitssektor kann man sehen, wie verkommen die Welt im real existierenden Kapitalismus geworden ist.
Um der real existierende Sozialismus war besser?

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sorry ich bin bloß arzt 23.02.2015, 22:42
57.

Zitat von Demokrator2007
Dieses Gesundheitswesen in Deutschland stinkt zum Himmel.
Komisch, immer wenn die Deutschen mit einer angeknacksten Haxe aus dem Skiurlaub aus Österreich kommen, freuen sie sich wie gut und billig es in D ist.
In D in der Notaufahme: keinen Cent. In Ö erst mal alles in allem 200 Euro hingeblättert.

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sorry ich bin bloß arzt 23.02.2015, 22:48
58.

Zitat von olicrom
Bei dieser "Unternehmereinstellung" - die im Prinzip ja in Ordnung ist - sollten die Ärzte diese Differenz in Zukunft defintiv selber tragen.
Ok, dann gibt es nicht mehr, sondern noch weniger Ärzte, das wollten Sie doch sagen, oder?

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hermannheester 24.02.2015, 11:38
59. Vier von fünf Terminvereinbarungen

Gehen ins Leere. Das habe ich erst heute erfahren, als ich nach Monaten mal wieder einen Augenarzttermin haben wollte. Viermal Ablehnung oder St. Nimmerleinstag. Einmal: Morgen um DREI! Es geht also auch anders

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