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Asyl-Talk bei Maischberger: Menschenwürde an erster Stelle
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Sandra Maischberger hatte zum Talk über das Thema "Wut auf Asylbewerber" geladen. Und obwohl unter ihren Gästen ein potentieller Scharfmacher weilte, entwickelte sich eine erstaunlich wohltuende Diskussion mit reichlich Tiefgang.

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lupenreinerdemokrat 28.08.2013, 07:34
1. Notorisch das eigentliche Thema verfehlt

Zitat von sysop
Sandra Maischberger hatte zum Talk über das Thema "Wut auf Asylbewerber" geladen. Und obwohl unter ihren Gästen ein potentieller Scharfmacher weilte, entwickelte sich eine erstaunlich wohltuende Diskussion mit reichlich Tiefgang.
Das Problem der mangelnden Akzeptanz in der europäischen Bevölkerung von Asylbewerbern wurde halt mal wieder notorisch ausgeblendet und versucht, geschickt mit einer AsylbewerberIN, kommend aus einem krisen- und bürgerkriegsgeschüttelten Land zu kaschieren.
Niemand, außer vielleicht ein paar ideologisch verblendeten Rechten, hat etwas gegen die Aufnahme von Asylbewerber(INNEN) aus solchen Krisenregionen.
Das eigentliche Thema sind allerdings die Mehrzahl der Asylsuchenden, die Wirtschaftsflüchtlinge aus diversen südosteuropäischen und vorderasiatischen Ländern.
Dieses Thema hätte selbstverständlich mitangesprochen werden müssen, ginge es in der Sendung tatsächlich darum, die Positionen der einzelnen Parteien zu erörtern.

Da dies nicht der Fall war, kann man die Sendung reinen Gewissens in die Kategorie übliche Propaganda unserer "Wirtschaftseliten" einordnen, frei nach dem Motto "divide et impera".
Nur wenn "die da unten" mit sich selbst beschäftigt und sich uneins sind, können wir unbehelligt wie die Made im Speck weiter leben.

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seanacha 28.08.2013, 07:34
2. Danke!

Vielen Dank für diesen ausgesprochen differenzierten, informativen und positiven Artikel! Ich bedaure nun, diese Sendung nicht gesehen zu haben ;-). Einige der Ausführungen diesem haben mich wirklich sehr berührt.

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Horstino 28.08.2013, 07:46
3. Tiefgang

Menscheln und moralisieren soll Tiefgang sein? Das alle Syrer asylberechtigt sind sehe ich nicht so. Asyl gibt es für politische oder ethnische Verfolgung, für Kriegsflüchtlinge gibt es den Flüchtlingsstatus. Krieg ist kein Asylgrund. Da fängt die Ungenauigkeit schon an.
Dann werden einem auch immer nur die Fälle präsentiert, wo ein humanitäres Aufenthaltsrecht gegeben ist.
Die größte Asylbewerbergruppe sind aber gerade die Tschetschenen. Kadyrow ist zwar ziemlich Autoritär, insgesamt ist das Land aber viel ruhiger als die umgegebenden Teilrepubliken. Der Bürgerkrieg findet mittlerweile in Dagestan statt. Das heißt, diese Asylbewerber sind in der Masse nicht verfolgt.
Als nächstes haben wir die Roma aus den Balkanstaaten. Die werden dort sicher nicht nett behandelt, aber auch bei ihnen ist die Flucht vor allem wirtschaftlich motiviert. Welcher Staat außer dem Deutschen ist auch sonst so dumm und verschenkt an jeden ankommenden Flüchtling Mittel im Wert eines Monatsgehalts, dass der betreffende, insbesondere mit Kindern, hier kaum erarbeiten könnte.

Nächstes Beispiel sind die Tunesier, die NACH dem dem Sturz Ben Alis nach Europa fliehen. Die werden schlichtweg auch nicht verfolgt.

Es gibt also auch unberechtigte Asylbewerber, vermutlich ist das sogar die Mehrheit, die lässt man in der Diskussion aber schön außen vor.

Das nächste Problem ist: Was passiert mit diesen? Nix? Der Asylantrag wird zwar abgelehnt, es wird aber eine Duldung ausgesprochen. Nur 5 % werden Abgeschoben.

DAS ist also mal ein Punkt der angegangen werden sollte. Hier fühlen sich die Bürger auch in besonderem Maße verarscht.

Und was Arbeitsverbot und Residenzpflicht betrifft. Das soll verhindern, dass die Leute direkt abtauchen. bzw. direkt in eine Parallelgesellschaft einsteigen. In Kanada dauert es 3 Jahre. In Schweden gar 7 Jahre. Wir haben es nur für ein einziges Jahr. So lange wird man sich also gedulden müssen.

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pankowfrank 28.08.2013, 07:47
4. sehr unglaubwürdig zum teil

wer genau zugehört hat, dem wird aufgefallen sein dass die junge frau die aus ihrem fluchtleben berichtet hat einige hopser in ihrem bericht hatte. sie wussten nicht wohin sie fliehen werden mit dem flugzeug des bekannten des vaters und plötzlich waren da bekannte in dem land die geholfen haben. also ich kaufe ihr das nicht alles ab. moralapostel friedmann fällt gerne ins wort, verlangt für sich immer aussprechen zu dürfen..ein kleiner moralapostel der wohl seinen rücktritt schon verdrängt hat???

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GilbertWolzow 28.08.2013, 08:11
5.

Zitat von sysop
Sandra Maischberger hatte zum Talk über das Thema "Wut auf Asylbewerber" geladen. Und obwohl unter ihren Gästen ein potentieller Scharfmacher weilte, entwickelte sich eine erstaunlich wohltuende Diskussion mit reichlich Tiefgang.
Also den Michel Friedmann hier als eine Art moralische Instanz vorzustellen, halte ich für einen Witz. Stichwort Paolo Pinkel. Der Mann hat sich durch seine Scheinheiligkeit selbst entlarvt und taugt daher für niemanden mehr als irgendwas.
Ansonsten sehe ich es genauso wie ein anderer Forist: Okay, wenn es soziale Hintergründe für manche Anfeindung seitens der Anwohner gibt, sollte man vielleicht Asylheime in Zukunft in den sozial besser gestellten Stadtteilen platzieren. Dann dürften diese Probleme ja entfallen. So, wie in Bremen. Wo sich die grüne Wählerschaft seit Monaten mit Händen und Füßen gegen ein solches Vorhaben wehrt.

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rkinfo 28.08.2013, 08:17
6. Menschenwürde = Messlatte der Menschlichkeit

Die Achtung der Menschenwürde haben wir allein durch den Sammelbegriff 'Asylsuchende' erschwert. Es gibt jene welche politisch verfolgt sind und dabei wieder zeitweise Gäste im Land aber auch jene die nicht mehr zurück können/wollen. Dazu Armutsflüchtlinge welche wiederum zeitweise oder dauerhaft bleiben wollen. Da gibt es ToDO, da gibt finanzielle Aspekte aber KEINEN Grund nun populistisch diese Menschen zu entwürdigen. So ist es kein Wunder dass Menschen mit klaren Verstand in der Talkrunde auch Tiefgang bringen können. In Berlin-Hellersdorf haben wir es mit Idioten zu tun welche sich da aufregen ... bzw. es ist eben Wahlkampfzeit - pure show.

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nico1984 28.08.2013, 08:21
7. Ghetto

Wir sollten die Heime ganz abschaffen! Ein gleichmaessiges verteilen auf die BRD wuerde auch extrem bei der integration helfen, da die Asylbewerber zur integration "gezwungen" waeren. Momentan leben sie in riesen Wohnbloecken unter sich und dann werden sie sich nie mit dem Land aus einander setzen in dem sie leben wollen/muessen.

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wwwwalter 28.08.2013, 08:30
8. Modernes Internationales Konzept

Wir brauchen endlich ein modernes, internationales Konzept, in dem die Rechte und Pflichten von Asylbewerbern und Flüchtlingen geregelt werden und in dem klargestellt wird, wer von der Internationalen Gemeinschaft die Kosten zu übernehmen hat, und wie lange Asylverfahren dauern dürfen (ich würde mal sagen, keinesfalls länger als ein halbes Jahr).

Es greift zu kurz, wenn Herr Friedmann sagt: "In unserem System gibt es ein Grundgesetz, in dem der Schutz der Menschenwürde an erster Stelle steht." Das hört sich wunderbar an, und niemand, ausser ein paar Rechtsextremen kann etwas dagegen haben.

Man kann aber sehr wohl der Meinung sein, dass z.B. Bürgerkriegsflüchtlinge in ihren Nachbarländern, oder in den Ländern Zuflucht finden sollten, die nahe an ihrer Sprache, Kultur und Religion sind, und die eher dafür sorgen können, dass die Menschen in ihre Heimat zurückkehren, wenn dort wieder einigermaßen Ruhe herrscht. Asyl sollte kein Einfallstor für Einwanderung sein, und es ist meiner Meinung nach kein Menschenrecht, sich dort auf der Welt niederzulassen, wohin man persönlich gerade auswandern oder flüchten will - es sei denn, man kann einen gewissen Bezug zu diesem Land nachweisen, z.B. früher ein paar Jahre dort gelebt, oder ein entsprechendes Studium mit Sprachkenntnissen, oder Zuzug zur Verwandschaft, die dort lebt, integriert ist und arbeitet.

Z.B. beim Zerfall Jugoslawiens war Europa, und insbesondere auch Deutschland in der Pflicht. Und ebenso sind jetzt im Falle Syriens die Nachbarländer in der Pflicht, wobei klar ist, dass auch Europa und Deutschland seinen finanziellen Beitrag für den Unterhalt der Flüchtlinge leisten sollte. Ebenso sollte Europa aber legal dafür sorgen können, dass Flüchtlinge aus Syrien, Pakistan, oder Afghanistan sich nicht hier niederlassen können. Abgesehen davon haben die Bürger Europas durchaus ein Anrecht, den Zuzug aus weit entfernten und mit unserer Gesellschaft offenbar wenig kompatiblen Kulturkreisen einzuschränken. Wieso bitte, sollte das ein Tabu sein ?

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analyse 28.08.2013, 08:40
9. es gibt eben gute und schlechte Beispiele für die

Einwanderungspolitik! Ein schlechtes,kontraproduktives liefern dir GRÜNEN: Cohn-Bendit:"Wir die Grünen müssen dafür sorgen,soviele Ausländer wie möglich nach Deutschland zu holen.Wenn sie in Deutschland sind,müssen wir für ihr Wahlrecht kämpfen.Wenn wir das erreicht haben,werden wir den Stimmenanteil haben,den wir brauchen um diese Republik zu verändern" . Der ehemalige Grünen-Vorstand München äußerte sich ähnlich:"Es geht nicht um Recht oder Unrecht in der Einwanderungsdebatte,uns geht es zuerst um die Zurückdrängung des deutschen Bevölkerungsanteils in diesem Land" Solche Äußerungen erschweren doch eine vernünftige Einwanderungspolitik !

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