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Aufruf gegen Barlach: Prominente Suhrkamp-Autoren drohen mit Abwanderung
DPA

Es wäre ein beispielloser Exodus - und wohl das Ende von Suhrkamp: Über 180 Autoren, darunter Größen wie Hans Magnus Enzensberger und Peter Sloterdijk, drohen, den Verlag zu verlassen. Sie fordern die Entmachtung des Gesellschafters Hans Barlach.

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brut_dargent 26.09.2013, 17:07
1. Aufruf? Ein Anruf.

Hatte heute das Vergnügen, mit einer Dame am Empfang von Suhrkamp zu plauschen. Ich weiß nicht, ob es daran liegt, das der Verlag in Berlin seinen Sitz hat, aber freundlich geht DEFINITIV anders. Vielleicht ist der Minderheitsgesellschafter einer von denen hier? http://www.spiegel.de/karriere/berufsleben/karriere-von-psychopathen-wie-man-mit-gestoerten-bossen-umgeht-a-924052.html#js-article-comments-box-pager

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Observer 26.09.2013, 17:27
2. Das ist Erpressung.

Nun gelten in der meinungsbildenden Branche andere Gesetzmäßigkeiten, aber hier wird eindeutig zuviel verlangt. Wohin kämen wir, wenn ein paar Schriftsteller das HGB (bzw. AktG etc.) aushebeln könnten???

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Europa! 26.09.2013, 17:33
3. Verkaufen

Zitat von sysop
Es wäre ein beispielloser Exodus - und wohl das Ende von Suhrkamp: Über 180 Autoren, darunter Größen wie Hans Magnus Enzensberger und Peter Sloterdijk, drohen, den Verlag zu verlassen. Sie fordern die Entmachtung des Gesellschafters Hans Barlach.
Barlach sollte seinen verrückten Plan, den Suhrkamp-Verlag unter seine Kontrolle zu bringen, endlich aufgeben und seine Anteile an die Wella-Erben verkaufen. Damit könnte er sich - mit etwas Glück - vielleicht noch vor dem endgültigen moralischen und finanziellen Bankrott retten.

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TheGossip 26.09.2013, 17:34
4. Konkursrecht

Wenn ich das richtig sehe, wird die merkwürdige Entmachtung eines Minderheitsgesellschafters durch ein Konkursverfahren gestoppt werden.
Die Literaten sollen sich bei der abgesetzten Geschäftsführerin bedanken, aber diese Herrschaften lesen keine Verträge und erst Recht keine Gesetze, oder?

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Nachtheinigte 26.09.2013, 17:35
5. Suhrkamp-Verlag

Zitat von sysop
Es wäre ein beispielloser Exodus - und wohl das Ende von Suhrkamp: Über 180 Autoren, darunter Größen wie Hans Magnus Enzensberger und Peter Sloterdijk, drohen, den Verlag zu verlassen. Sie fordern die Entmachtung des Gesellschafters Hans Barlach.
Man erkennt, es ist schon Stück aus dem Tollhaus, was das Recht dem Herrn Barlach überhaupt ermöglicht. Aus purer Profitgier (er sollte besser sein Geld bei einer Investment-Bank anlegen) und grenzenlosem Geltungsbedürfnis, geht er für seine Interessen geht alles vor, was im Wege steht. Und solche Leute schützt noch das Gesetz.

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Anna Ampel 26.09.2013, 17:38
6. optional

@brut_dargent Ditt hat nischt mit dem Verlach zu tun. So is' Berlin. Jehnse ma bei ALDI oda in datt Kadeweh. Sind alle gleich "nett".

Aber trotzdem: Nette Grüße aus Berlin nach wo-auch-immer-Sie-sein-mögen

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fuchs008 26.09.2013, 17:38
7. Lasst die Autoren ziehen

Ich weiss nicht, wer die anderen 180 Autoren sind, aber Enzensberger und Sloterdijk sichern garantiert nicht den wirtschaftlichen Erfolg von Suhrkamp.
Bei dem sog. "Sanierungsplan" geht es keineswegs um eine Sanierung des Verlages sondern um eine kalte Enteignung eines Eigentümers durch die Geschäftsleitung. Wenn diese Enteignung durchgesetzt wird, sollte kein vernünftiger Mensch mehr in Suhrkamp investieren. Wer die Marktwirtschaft umgehen will, scheitert meist. Es ist nur eine Frage der Zeit.

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brut_dargent 26.09.2013, 17:51
8. @Anna Ampel

"... Aber trotzdem: Nette Grüße aus Berlin nach wo-auch-immer-Sie-sein-mögen." Zitat Ende - Oh, vielen Dank. Es ist nicht so, dass ich den Berliner als Solches nicht ein bisschen kennen würde. Von daher, ich war vorbereitet. Schöne Grüße zurück an Sie von hier : ))

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volker_morales 26.09.2013, 17:52
9. Fehleinschätzung

Zitat von Observer
Nun gelten in der meinungsbildenden Branche andere Gesetzmäßigkeiten, aber hier wird eindeutig zuviel verlangt. Wohin kämen wir, wenn ein paar Schriftsteller das HGB (bzw. AktG etc.) aushebeln könnten???
Jeder hat das Recht, sich seine Vertragspartner frei auszusuchen, auch Autoren. Mit dem HGB oder gar einer Erpressung hat das nichts zu tun. Dieser Teil des "Geschäfts" hat vielmehr etwas mit der fachlichen und persönlichen Akzeptanz und Wertschätzung des Verlegers bei den Autoren zu tun. Wenn Barlach diese nicht hat, sollte er überlegen, ob er die richtige Strategie verfolgt. Sonst droht ihm sehr schnell ein "buy-out".

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