Forum: Kultur
Ausgrenzung durch Sprache: Deutsche und Döner

Die Politik sorgt sich wegen des Nazi-Terrors um den guten Ruf des Landes - mit Recht: Ausländerfeindlichkeit und Rassismus sitzen tief in der deutschen Gesellschaft. Das zeigt nicht*zuletzt*der unselige Begriff von den "Döner-Morden", meint Stefan Kuzmany.

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Endlager 16.11.2011, 17:05
10. Den Deutschen nur wieder einmal..

...eine allgemeine Ausländerfeindlichkeit und Rassismus zu unterstellen, ist nicht angebracht und falsch. In nur wenigen anderen Länder der Welt leben Ausländer so sicher wie in Deutschland, und werden genauso rundherum vom Staat versorgt. Deutschland ist das Land mit den meisten Ausländern in Europa, relativ gesehen. Sie würden nicht bleiben, bzw. kommen, ginge es ihnen schlecht. "Türken" sind außerdem kein Synonym für "Ausländer", daher ist jedwede Verallgemeinerung unangebracht.

PS: Politische Korrektheit, aka Neusprech, ist eine Ideologie, kein Maßstab für Rassismus und Ausländerfeindlichkeit.

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hatem1 16.11.2011, 17:07
11. Nicht von wenigen auf die Mehrheit schließen

Nein, Herr Kuzmany, als Deutscher mit Miogrationshintergrund widerspreche ich Ihnen: Deutschland ist weit weniger rassistisch als Journalisten immer wieder gern behaupten. Ich glaube, dass es leider in jedem Land einen gewissen Bodensatz von Rassismus gibt, das finden sie in Italien oder Frankreich genauso wie in arabischen Ländern oder Afrika.

Aber Deutschland ist für mein Empfinden sehr viel weiter von einem generellen, "tiefsitzenden" Rassismus entfernt als viele andere Länder auf der Welt.

Schließen Sie bitte nicht von einer kleinen und dummen Minderheit auf die tolerante und aufgeschlossene Mehrheit der Menschen in Deutschland.

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plleus 16.11.2011, 17:07
12. Noch einer

Zitat von sysop
Der Begriff "Döner-Morde" ist ein trauriger Beweis für den latenten Rassismus der deutschen Gesellschaft - auf drei Ebenen. Zunächst bedeuten "Döner-Morde" eine herablassende Gleichsetzung und Entmenschlichung: Die Opfer werden allesamt zum "Döner" gemacht, als hätten sie keine Namen, als hätten sie keine Berufe.
Noch einer, der nun den Deutschen erklaert, warum sie so ein miserables Volk sind.
Was den Begriff "Doener Morde" anbetrifft, er ist nicht von der "deutschen Gesellschaft" erfunden worden, sondern von der Presse. Warum ist denn der Verfasser nicht bei seinen Kollegen "vorstellig" geworden?

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Thor Branke 16.11.2011, 17:10
13. Ja gehts noch?

Zitat von
Der Begriff "Döner-Morde" ist ein trauriger Beweis für den latenten Rassismus der deutschen Gesellschaft - auf drei Ebenen. Zunächst bedeuten "Döner-Morde" eine herablassende Gleichsetzung und Entmenschlichung: Die Opfer werden allesamt zum "Döner" gemacht, als hätten sie keine Namen, als hätten sie keine Berufe. Man stelle sich eine ähnliche Mordserie mit vornehmlich italienischen Opfern vor - würden wir sie dann "Spaghetti-Morde" nennen? Und welch Aufschrei ginge durch Politik und Presse, würden in der Türkei serienmäßig deutsche Staatsbürger ermordet und man spräche dort von "Kartoffel-" oder "Sauerkraut-Morden"? Kaum auszudenken...
Sagt mal, geht's noch? Der Begriff "Döner-Morde" bezog sich doch nie auf die ermordeten Menschen, sondern darauf, dass explizit ausländische Kleinunternehmer das Ziel gewesen sind! Er entstand schon vor Jahren und wurde von der Presse, die es möglichst griffig brauchte, geprägt! Soll man jetzt sagen, dass all die Journalisten, die den Begriff schufen oder ohne zu hinterfragen übernahmen, der braunen Terrorzelle nahe stünden? Wäre ein blödes Gefühl, oder?

Wenn ich an die Sprüche denke, die wir vor jedem Fußball-Länderspiel gegen England der britischen Presse entnehmen können, würde mich ein türkischer Umkehrschluss hinsichtlich "Sauerkraut-Morde" nicht wirklich schocken. Ich würde ihn als das wahrnehmen, was er ist: eine banale journalistische Vereinfachung.

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Ein_Forum_Schreiber 16.11.2011, 17:11
14. Warten wir es ab

Zitat von sysop
Die Politik sorgt sich wegen des Nazi-Terrors um den guten Ruf des Landes - mit Recht: Ausländerfeindlichkeit und Rassismus sitzen tief in der deutschen Gesellschaft. Das zeigt nicht*zuletzt*der unselige Begriff von den "Döner-Morden", meint Stefan Kuzmany.
Das Ganze stinkt doch zum Himmel. Bisher wurde in einer völlig verbrannten Wohnung unversehrte Feuer und Wärme sehr empfindliche Datenträger gefunden.

Morgen sind die wahrscheinlich auch für den 1. und 2. Weltkrieg verantwortlich.

Ich habe eher den Eindruck hier werden einige Ereignisse ausgenutzt um eine ganz bestimmte Propaganda zu fahren.


Außerdem kann keine rechte Gruppe irgendwas anstellen ohne das der Verfassungsschutz es weiß, ist doch fast einen 1 zu 1 Personalunion wie schon vor dem Verfassungsgericht raus gekommen ist.

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rauschgiftengel 16.11.2011, 17:11
15. den...

Zitat von Heinz-und-Kunz
Jetzt wird mal wieder die ganze deutsche Gesellschaft für die Taten Einzelner verantwortlich gemacht. Und das auch noch von denen, die sich sonst nicht nur ständig gegen Kollektivhaftung aussprechen(Einzelfall), sondern den Begriff 'Döner-Morde' selbst geprägt haben. Also liebe Medien, fasst euch an die eigene Nase, statt die Schuld auf uns abzuwälzen!
... Artikel nicht gelesen aber klug daher schnacken, oder unter welche Kategorie fällt Ihr Beitrag?

In dem Artikel wird niemand anderes als die Täter für ihre Taten verantwortlich gemacht. Der Artikel beschreibt die Rezeption der Mordserie, bevor die Täter bekannt wurden.
Der Autor erwähnt im Übrigen sehr deutlich die Rolle der Medien, speziell auch die von Spiegel Online, in diesem Schauspiel.

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gsm900 16.11.2011, 17:12
16. MAl an die eigene Nase fassen.

Zitat von sysop
Die Politik sorgt sich wegen des Nazi-Terrors um den guten Ruf des Landes - mit Recht: Ausländerfeindlichkeit und Rassismus sitzen tief in der deutschen Gesellschaft. Das zeigt nicht*zuletzt*der unselige Begriff von den "Döner-Morden", meint Stefan Kuzmany.
Erst solche Schlagworte benutzen und dann jammern: deutsche Mustermichel.

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senfwassertrinkender 16.11.2011, 17:14
17.

Eine Frage sei mir erlaubt Hr. Kuzmany:
Warum versuchen Sie wegen einer Erfindung der Medien(!) ein ganzes Volk in Sippenhaft zu nehmen?

Zitat von sysop
Die Politik sorgt sich wegen des Nazi-Terrors um den guten Ruf des Landes - mit Recht: Ausländerfeindlichkeit und Rassismus sitzen tief in der deutschen Gesellschaft. Das zeigt nicht*zuletzt*der unselige Begriff von den "Döner-Morden", meint Stefan Kuzmany.

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zeitzeuge10 16.11.2011, 17:15
18. Hauptsache Schlagzeile

Ich habe es satt,dass wir uns ständig für etwas rechtfertigen müssen.
oder dass die Stammtische für Überspitzungen herhalten müssen.Nur wenn gewählt wird,dann werden auch die Stammtische umworben.
Schon mal das alte Volkslied"Die Gedanken sind frei" gehört?Ach, wird ja heute nicht mehr gebracht,wir sind ja multikulturell.
Ob ich Negerkuß, Zigeuernschnitzel,Tchechei sage,ist genauso eingebürgert wie ein Pfund Butter oder Kiosk.
Über sowas empören sich dann aber die Gesinnungsgouvernanten oder irgendwelche Zweigstellen des deutschen Maulkorbdienstes.
Der Begriff "Dönermord" ist ein Arbeitstitel der Polizei.Jeder wußte bei denen dann, worum es ging.Da wurde nicht hineininterpretiert.
Die Medien saugen da nur etwas raus-wie bei der EURO-Krise-und die Politiker schwätzen alle was nach und uns was vor.So wird es dann allgemeingültig-egal ob falsch oder richtig.

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DerNerd 16.11.2011, 17:17
19. Die deutsche Kultur stirbt aus!

Schade, das es so wenige positive Artikel gibt, über integrierte Zuwanderer. Schade das es keine Artikel über gelungende Multikultifamilien gibt, wo sich die deutsche und die Familie des Zuwanderers gegenseitig bereichern. Warum keine Artikel von fleissigen Ausländern, die sich hier ein Geschäft aufgebaut haben oder jeden Tag malochen gehen, wie die meisten Deutschen auch - ich würde gern öfter was lesen vom Polizisten türkischer Abstammung oder vom erfolgreichen italienischen Großhändler ...

Ich kenne das persönlich, meine halbe Familie kommt aus Vietnam und versteht sich prächtig mit der anderen, deutschen Hälfte. Niemanden würde es einfallen, Vietnamesen grundsätzlich als Zigarettenschmuggler abzustempeln - weil die vielen in D lebenden Vietnamesen die ich kenne, alle entweder arbeiten oder ein Geschäft haben (Restaurants, Asia Lebensmittelläden, ein Geschäft für Motorroller, ...) - das haben inzwischen auch alle meine (deutschen) Familienmitglieder erkannt.

Es gibt so viele, eher amüsante Geschichten die durch die Unterschiede in der Herkunftskultur fussen, da könnte man Berge von Bücher drüber schreiben.

Und keine Angst, wir Deutschen werden nicht unsere Kultur verlieren, wegen der Zuwanderer. Ganz im Gegenteil, die Zuwanderer übernehmen viel mehr von uns - was auch klar ist, sie leben schliesslich hier. Für mich ist es eine unglaubliche Bereicherung, die ich nicht mehr missen möchte.

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